Montag, 10. April 2017

[ #Fußach ] Naturschutzgebiet: Rheindelta - Rohrspitz - Rheinspitz

Als Rheindelta wird das dreieckförmige Gebiet bezeichnet, das aufgrund der Rheinregulierung zwischen dem ursprünglichen Alten Rhein (Grenze Österreich-Schweiz), dem Neuen Rhein und dem Bodensee entstanden ist.

Feucht- und Vogelbrutgebiet. Das Naturschutzgebiet Rheindelta in Vorarlberg ist das größte Feuchtgebiet am Bodensee und reicht von der Mündung des alten Rheines an der Schweizer Grenze über die Mündung des neuen Rheines bis zur Dornbirner Ach in Hard. Es liegt auf den Gemeindegebieten von Höchst, Fußach, Gaißau und Hard und hat eine Fläche von ca. 2.000 ha. Da auch die angrenzenden Wasserflächen unter Schutz gestellt wurden, sind knapp zwei Drittel des rund 2000 ha großen Schutzgebietes Teil des Bodensees. Die Naturschutzaktivisten zählen im Naturschutzgebiet Rheindelta rund 3000 Tier- und Pflanzenarten. Europaweite Beachtung hat das Rheindelta als ein bedeutendes Brut- und Rastgebiet für rund 330 Vogelarten.


Mensch und Natur. Zwei Eingriffe haben bis heute großen Einfluss auf das Schutzgebiet: Die Regulierung des Alpenrheins und die Eindeichung. Seit 1900 wird der Rhein durch den Fußacher Durchstich in die Harder-Fußacher Bucht geleitet, was zu großflächigen Veränderungen geführt hat. Und seit der Eindeichung Ende der 1950er / Anfang der 1960er Jahre wird der Wasserstand in einem rund 250 ha großen Teilbereich des Schutzgebietes künstlich reguliert, wodurch sich Vegetation und Fauna negativ verändert haben.

Natura Trail Rheindelta. Im Rheindelta wurde am 6. Juni 2010 ein Naturatrail der Naturfreunde eröffnet. Der Natura Trail soll das Naturerleben im Gebiet fördern und zugleich die lokale Bevölkerung wie auch Gäste für gefährdete Arten und Lebensräume sensibilisieren und zu einem bewussten und rücksichtsvollen Aufenthalt in der Natur animieren.

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