Samstag, 2. Januar 2016

[ #Bodensee ] Kostenloser Bodensee-Geodaten-Viewer


Mit dem Bodensee-Geodatenpool gibt es jetzt erstmals eine einheitliche digitale Karte 1 : 50 000 des Bodenseeraumes. Als kostenloser Bürgerservice steht ein Gratis-Viewer online. 

Aus dem Bedürfnis, grenzüberschreitend Geobasisdaten in einer einheitlichen Struktur bereitzustellen, haben die Vermessungsverwaltungen der Bodensee-Anrainer Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und die Schweiz, den so genannten Bodensee-Geodatenpool geschaffen. Der angebotene Datenbestand beschränkt sich zunächst auf die Topographischen Karten 1 : 50 000. Diese nationalen Karten wurden für eine grenzüberschreitende Nutzung rund um den  Bodensee speziell aufbereitet, um sie in einer medienbruchfreien, webbasierten Lösung verwenden zu können.
Kuriosum Bodensee. Der Bodensee ist ein völkerrechtliches Kondominium (gemeinsames Eigentum), unterliegt also der gemeinsamen Verwaltung der drei Anrainerstaaten Schweiz, Deutschland und Österreich. Lediglich in den ufernahen Bereichen bis 25 m Wassertiefe, der sog. "Halde", wird eine nationale Hoheitsausübung anerkannt. Dieses staatsrechtliche Kuriosum ist ein Überbleibsel aus dem Jahr 1648, als im Westfälischen Frieden die Schweiz aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ausschied, ohne dass die gemeinsame Grenze am Bodensee festgelegt wurde.
Gratis-Viewer. Als kostenloser Bürgerservice stellt der Gratis-Viewer die originalen topographischen Daten des Geodatenpools in vereinfachter Auflösung dar. Der User kann sich informell im international harmonisierten Datenbestand bewegen und die Kartendaten betrachten und sogar als E-Mail verschicken. Neben der Möglichkeit, Strecken und Koordinaten zu messen, bietet der Gratis-Viewer auch die Funktionalität, den Bildausschnitt nach ausgewählten geographischen Namen zu positionieren, z. B. von Orten, Gewässern oder Bergen.  Den Gratis-Viewer hat Österreich beigesteuert.

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