Sonntag, 6. August 2017

[ #Rheindelta ] Der Fadenmolch - eine "neue" Amphibienart in Vorarlberg

Unbestätigte Beobachtungen des Fadenmolchs (Lissotriton helveticus) aus dem Vorarlberger Rheintal gibt es bereits seit 1998. 

Dass der Fadenmolch in Vorarlberg vorkommen könnte, wurde denn auch schon länger vermutet. Denn auf der Schweizer Seite des Alten Rheins, nur wenige Meter von der Grenze zu Österreich entfernt, ist die Art schon lange bekannt.

Konkrete Nachweise der Art fehlten bislang allerdings. Im Rahmen der Erhebungen für die Erstellung der Roten Liste der Amphibien und Reptilien Vorarlbergs (Aschauer et al. 2008) gelang im Mai 2008 erstmals ein sicherer Nachweis dieser Art im Naturschutzgebiet Rheindelta am Bodensee. Dies war zugleich der erste Nachweis für Vorarlberg und Österreich.

Nun ist sicher, dass der Fadenmolch das Vorarlberger Rheindelta besiedelt und somit auch zur österreichischen Fauna zählt. In Österreich wurde der Fadenmolch allerdings bislang eben nur im Rheindelta beobachtet. Inzwischen sollen auch weitere Nachweise aus dem Rheindelta vorliegen. Freilich gehört diese Neuentdeckung damit auch in die Rote Liste.

Ab dem Frühling halten sich die Tiere in Gewässern auf. Es ist die kleinste heimische Molchart: Weibchen werden bis zu 9 cm, Männchen bis zu 7,5 cm groß. Sie bleiben meist bis im Juni im Wasser, danach kehren sie zum "Landleben" zurück. In der Nacht gehen sie auf Nahrungssuche und erbeuten Insekten, kleine Würmer und Nacktschnecken.

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