Dienstag, 8. August 2017

[ #Vorarlberg ] Die Mineralquellen Vorarlbergs

Heilbäder waren in früheren Zeiten reger Teil der Vorarlberger Lebenskultur. 85 Heilorte soll es in Vorarlberg gegeben haben. 

Freilich werden nur wenige Quellen in Vorarlberg den Bedingungen eines "Heilwassers" gerecht. Alle Vorkommen sind heute auch nur von lokaler Bedeutung, Thermalquellen gibt es überhaupt keine. Viele sogenannte "Badeorte" in Vorarlberg sind nur Orte mit ganz einfachen kalten Quellen, d.h. ihre Mineralisation ist kleiner als 1 Gramm je Liter Wasser und sie enthalten auch keine sonst besonders wirksamen Stoffe.

Nichtsdestotrotz war der Glaube an die Heilbäder und der Wirkung des heilenden Wassers offenbar weit verbreitet und gelegentlich auch religiös verklärt. Bis heute wird auch mancherorts von "Kraftorten" gesprochen. Wie auch immer, ob wirkliche Heilwasser-Bestandteile oder einfach auch nur Einbildung, der Placebo-Effekt scheint jedenfalls oft geholfen zu haben, den Hilfesuchenden wie den Badbetreibern. Immerhin bleiben Namen von Ortsteilen und Badeanlagen ("Schwefel" ) in dieser Heilorte-Tradition.

Geologie & Hydrologie. Vorarlberg weist innerhalb seiner Grenzen alle geologischen Zonen von den Zentralhochalpen bis zur Molasse auf. Die Vorkommen von Heil- und Mineralwässern dienen daher in erster Linie der Dokumentation der hydrogeologischen Differenzierungen.

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