Freitag, 6. Oktober 2017

[ #Vorarlberg ] Sozialdemokratische "Vorarlberger Wacht" online

Die Vorarlberger Sozialdemokratie startete ihre erste eigene Zeitung am 5. Jänner 1910. 

Die von Hermann Leibfried beziehungsweise vom "Sozialdemokratischen Wählerverein" herausgegebene "Vorarlberger Wacht" blieb mit kurzen Unterbrechungen bis zur Gleichschaltung im Jahr 1934 das Organ der Sozialdemokraten, zwischen Dezember 1918 und 1923 gar in sechs Ausgaben pro Woche, also faktisch als Tageszeitung!

Die Redakteure der sozialdemokratischen Ausgabe:
  • Eduard Ertl
  • Hermann Leibfried (ab 21. Juli 1910)
  • Eduard Ertl (31. Jänner 1918)
  • Josef Cerkel (ab 18. Oktober 1918)
  • Karl Klos (ab 17. April 1919)
  • A. Linder (ab 1. Oktober 1919)
  • Ignaz Huberlich (ab 28. November 1919)
  • Anton Schlüter (ab 28. April 1923)
  • Josef Schoder (ab 5. Juli 1930)
  • Anton Schlüter (ab 3. November 1931)
  • Josef Cerkel (ab 16. August 1933)
  • Othmar Popp (20. Februar 1934 bis Mai 1934)

Faschismus.
Aber schon nach dem Verbot der Sozialdemokratischen Partei durch das christlichsoziale autoritäre konservative Dollfußregime wurde die politische Orientierung der Zeitung ab dem 20. Februar 1934 an das Regime der Vaterländischen Front zwangsweise angepasst. Nach der Ausschaltung von Demokratie, Parlament und Opposition fungierte die Vaterländischen Front nach faschistischem Vorbild als Einheitspartei mit Monopolstatus. Für diese faschistische Organisation waren Josef Winkler (ab 12. Mai 1934) und Hans Ebenberger (ab 11. Oktober 1937) in der gleischgeschalteten Zeitung tätig.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Vorarlberger Wacht mit der Ausgabe vom 12. März 1938 endgültig eingestellt.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

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