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Dienstag, 28. Februar 2023

[ #Vorarlberg ] Vorarlberger Zensur nach 1945: Lehar, Bahr und Schiller ...



Vorarlbergs unlustige Witwe. 

Der Vorarlberger Kulturhistoriker Leo Haffner berichtet in seinem Aufsatz "Die Aufklärung und die Konservativen" (Malingesellschaft, 1982 Der Aufsatz wurde zu einem Standardtext über die Konflikte zwischen dem liberalen und dem konservativen Lager im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und über die Auswirkungen, die der Sieg des politischen Katholizismus in Vorarlberg bis weit in die 1970er Jahre hatte.) über Zensurabsichten bei der Aufführung von Lehars Stück die Lustige Witwe im Jahre 1948, nur drei Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus!

Franz Lehar. "Der Intendant der Vorarlberger Landesbühne, Kaiser, berichtete ..., dass er vor jeder Vorarlberg-Tournee die einzelnen Gemeinden um eine Aufführungsbewilligung anschreiben und den Text des Stückes beilegen musste. Die Genehmigung erfolgte, wenn die Thematik der Haltung der jeweiligen Behörde entsprach. Die von den Vorarlberger Gemeinden vorgenommene Zensurierung der Stücke ging laut Kaiser "weit über den Rahmen der nationalsozialistischen Zensurstellen hinaus" .

Auch die Landesregierung schaltete sich bei der Frage der Stückwahl ein. Sie hatte z.B. gegen die Inszenierung der "Lustigen Witwe" Bedenken - bemängelt wurden die Frivolität und die mangelnde moralische Basis des Stückes. Wahrscheinlich befürchtete man eine zu offenherzige Darbietung des Grisettenballettes. Die Gründe waren zu wenig triftig, so dass schließlich die Aufführung genehmigt wurde - allerdings unter Jugendverbot. Die Jugendlichen wurden jedoch nicht beim Eintritt kontrolliert, sondern erst, nachdem sie sich bereits im Zuschauerraum befunden hatten, von der Polizei wieder ausgewiesen. Das war 1948.

Hermann Bahr. 1946 rief in der innerösterreichischen Presse die Tatsache Aufruhr hervor, dass ein Stück von Hermann Bahr, "Das Konzert", zensuriert und neben vielen Pointen auch der Schlussszene entledigt worden war, weil einige Stimmen gegen die Unmoral dieses Lustspiels protestierten. Die Zensurierung erfolgte erst nach der Premiere.

Friedrich Schiller. Die Gemeinde Götzis - in früheren Jahrzehnten eine der Hochburgen der "Kasiner" - entwickelte in Fragen der Zensur besonders strenge Maßstäbe. Da wurde die Aufführung von Friedrich Schillers "Kabale und Liebe" 1946 verboten.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒

Sonntag, 15. August 2021

[ #Götzis ] Franz Fidelis Jubele aus Götzis trifft die Zarin Elisabeth

Jubele, Franz Fidelis um 1813
© : Österreichische Nationalbibliothek

Von der "Zarin" Großfürstin Elisabeth Alexejewna, der Gattin des Zaren Alexanders I. berichtet Ernst Moritz Arndt (*26.12.1769 - †29.1.1860) deutscher nationalistischer / "liberaler" Schriftsteller und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung) eine amüsante Geschichte, wie sie dem Vorarlberger Freiheitskämpfer in den Franzosenkriegen, dem Maurerpolier Franz Fidelis Jubele aus Götzis begegnete:
"Unter andern seltsamen und hin und wieder abenteuerlichen Personen – unsereiner war ja auch als ein lauschender Abenteurer des Glücks an die Newa gekommen – erschien daselbst im Herbst ein Tiroler, weiland Adjutant des Tiroler Helden Andreas Hofer von Passeier, des Namens Franz Fidelis Jubile, ein stattliches, schönes Mannsbild, ein Dreißiger. Er kam aus England und zeigte gern mit triumphierender Miene eine prächtige, goldgefütterte Dose vor, aus dem Holz des Nelsonschen Admiralschiffes in der Schlacht bei Trafalgar, Victory, gemacht und dem tapfern Tiroler mit Dukaten gefüllt als Abschiedsgeschenk von dem Prinzregenten gegeben. Dieser echt tirolische, höchst lebendige, frische Mann ward in Petersburg wohl über einen Monat hin und her in vielen guten, patriotischen deutschen und russischen Gesellschaften gefunden, war vom General Armfelt auch bei der Herzogin Antonie eingeführt, wo er seine Tiroler Schlachten und Gefechte erzählen und Volks- und Kriegslieder, auch Schimpf- und Schandlieder auf den Rheinbund und auf die Franzosen und Bayern singen mußte, wozu die Herzogin in ihrer Freundlichkeit und Begeisterung für die tirolische und deutsche Sache auf dem Klavier wohl die lustige Begleitung spielte.

Von diesem tirolischen Wunder war auch der Kaiserin Elisabeth erzählt, sie wollte den prächtigen Tiroler Schützen sehen und hatte sich einen Abend eingefunden und die Kaiserliche Majestät unter den übrigen Damen und Hoffräulein versteckt. Armfelt war bestellt und befohlen, den Jubile mitzubringen, der in seinem Hause wirklich wie ein alter Kriegskamerad aus- und einging. Der Tiroler ward nun für seine Erzählungen und Lieder durch die Herzogin gehörig in den lebendigen, lustigen Ton gesetzt und ihm Herz und Zunge durch reichlich gereichten und zugeklungenen Wein und Punsch in glühenden Silberfluß gebracht. Nun geschah gegen den Schluß der Belustigung, daß die Kaiserin, aus der Reihe der Damen hervortretend, über Tirol und die Könige von Bayern und Württemberg und die Höfe von Darmstadt und Karlsruhe, gleichsam als wenn sie von daher eine deutsche Landsmännin und Hoffräulein sei, sich mit dem Tiroler in ein lebendigstes Gespräch einließ und ihn absichtlich reizte, sich über die Fürsten, ihre Schwäger, Brüder und Vettern, frisch auszusprechen, was er auch ohne alle Umstände tat und gar nicht in den glimpflichsten Ausdrücken. 
Als dieses Gespräch ein Ende haben und die Teegesellschaft sich erheben und auseinandergehen sollte und der Tiroler noch wie Abschied nehmend vor der hohen Frau dastand, faßte ihn der Schalk Armfelt und sprach: »Vergessen Sie diesen Abend nicht, Sie sollen wissen, daß Sie heute mit der regierenden Kaiserin von Rußland gesprochen haben.« Bei diesen Worten lief es dem armen Tiroler eiskalt über die Gänsehaut, und sich allertiefst bis zur Erde verneigend stotterte er zur allgemeinen Ergötzung heraus: »Halten Euer Majestät meine Worte zu Gnaden, ich glaubte halt, Sie seien nur eine Hofmagd.« Der Schrecken und die Angst bei der plötzlichen Enthüllung der Kaiserlichen Majestät war dem wackern Tiroler, nach seinem eignen Ausdruck, so auf die Brust gefallen, daß er den Arzt hatte holen lassen und einige Tage im Bette liegen müssen."
 "Zarin" Großfürstin Elisabeth Alexejewna. Nikolaus I. Pawlowitsch (*6. Juli 1796 † 2. März 1855), aus dem Haus Romanow-Holstein-Gottorp war als Nikolaus I. zwischen 1825 und 1855 Kaiser von Russland, der dritte Sohn des Kaisers Paul I. und dessen zweiter Ehefrau, Maria Fjodorowna, geborene Prinzessin Sophie Dorothee von Württemberg. Er war Nachfolger seines Bruders Alexander I. Pawlowitsch Romanow (*23. Dezember 1777; † 1. Dezember 1825), Kaiser von Russland (1801–1825). Beide waren aufgrund der Heiratspolitik von Katharina der Großen mit Baden-Württembergischen Adelskindern verheiratet. Großfürst Alexander wurde im Alter von 15 Jahren mit der Prinzessin Louise von Baden (zwangs)vermählt.

Die Braut war 14 Jahre alt und erhielt nach ihrem Übertritt zum orthodoxen Glauben den Namen Elisabeth Alexejewna. Beide Zaren bedienten sich der Folterknechte in Allianzen mit Österreich-Ungarn und Preußen um das gegen die Monarchien erwachende und rebellierende Bürgertum in Schach zu halten.


 [Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒ 

Sonntag, 14. Juni 2020

[ #Vorarlberg ] Jugendprotest und kultureller Aufbruch in Vorarlberg nach 1970


[Free eBook] Der Vorarlberger Politologe Karl Schall veröffentlichte ein Buch zu diesem wichtigen zeitgeschichtlichen Thema, das kostenlos zum Download zur Verfügung steht. 

1971: Das Jugendfestifal "Flint" wird zu
Grabe getragen. © Landesarchiv
Das "Pop-Blues-Folk-Lyrik-Film-Festival Flint", Vorarlbergs erstes Open Air Festival, das 1970 auf dem Gelände der Neuburg bei Götzis über die Bühne ging und ein Jahr später verboten wurde, war der Startschuss für einen kulturellen Aufbruch im Land, das selbst konservativen Beobachtern bis dahin demokratie- und kulturpolitisch eher einer Demokratur glich, wie Vorarlbergs erster Nachkriegslandeshauptmann Ulrich Ilg in seinen Lebenserinnerungen zustimmend vermerkt, als einer Demokratie westeuropäischer Prägung.

Naturschutz gegen Flint. Vorbild für Flint war das Open-Air-Festival in Woodstock. Am 4. Juli 1970 fand das erste Festival dieser Art in Vorarlberg, Flint I, auf der Neuburg statt. Rund 1.000 Jugendliche hörten die Gruppen "The Gamblers" (mit Walter Batruel, Martin Hämmerle, Dieter Kycia und Hermann Schartner), "The Wanted" (Rolf Aberer, Reinhold Bilgeri, Reinhard Woldrich, Benny Gleeson, Mandi Marte), "Venus observed" (Band der Stella Matutina), "Game" (Bludenz) und "James Cook Formation" (Lindau). Michael Köhlmeier sang selbstverfasste Protestsongs sowie Lieder von Degenhardt und Brecht. Außerdem wurden Texte von Bertolt Brecht, Wolf Biermann, Hans Magnus Enzensberger, Erich Fried, Thomas Bernhard, Julian Beck und Allen Ginsberg rezitiert. Nach dem Erfolg von Flint I sollte nun das zweite Flint-Festival auf der Neuburg noch größer und besser organisiert werden. Jedoch wurde wenige Tage vor dem geplanten Beginn das Gebiet der Neuburg durch die Landesregierung unter Naturschutz gestellt.


Zensurpolitik. Kennzeichnend für die Nachkriegsperiode bis 1970 war eine strenge Verbots- und Zensurpolitik im kulturellen Bereich. Verboten wurde die Aufführung von Theaterstücken und Filmen, das Tragen von Bikinis und 1962 sogar das Twist-Tanzen. Das Flint-Verbot 1971 markierte dann einen Wendepunkt und einen Bruch mit dem herrschenden politischen Katholizismus, der vor allem im Jugend- und Kulturbereich prägend war. Denn der Unmut vieler Jugendlicher über diese Maßnahmen stachelte ihren Widerstandsgeist an, der unter anderem in der Bewegung für offene Jugendhäuser manifest wurde.

Die "Gruppe Vorarlberger Kulturproduzenten" war es, die diesem Widerstandsgeist einen intellektuellen, künstlerischen und kulturpolitischen Ausdruck gab. Sie initiierte von 1972 bis 1976 die "Randspiele", ein spartenübergreifendes Kulturfestival, das erstmals in Vorarlberg zeitgenössische Kunst einem breiten Publikum zugänglich machte. Mit den "Randspielen und ihrem "Programm der Weltoffenheit" wurde, wie es der ehemalige Vorarlberger Kulturlandesrat Guntram Lins formulierte, "ein wesentlicher, neuer Abschnitt begründet" - ein Abschnitt, der Vorarlberg kulturell, aber auch demokratie- und gesellschaftspolitisch in die Moderne beförderte.

Der Politologe Karl Schall veröffentlicht ein Buch zu diesem wichtigen zeitgeschichtlichen Thema. Die Kultur ist politisch geworden, sagt er, und zwar in einer Zeit, die geprägt war von Verboten und Zensurmaßnahmen. Das Jugendschutzgesetz der 70er-Jahre war praktisch die Fortschreibung der NS-Polizeiverordnung aus dem Jahre 1942, so Schall. Es gab einen sehr großen Verbotskatalog vor allem im Freizeit- und Veranstaltungssektur, beispielsweise die Zensur von Filmen oder das Verbot des Twist-Tanzes.

Verlagsinformation. Karl Schall: Feuersteine. Jugendprotest und kultureller Aufbruch in Vorarlberg nach 1970 - 2007, 200 Seiten, kt., 34 Abb., ISBN 978-3-900754-31-0, € 20.--. Kostenloser (durchsuchbarer) Download als PDF bei der Johann-August-Malin-Gesellschaft

Malin-Gesellschaft. Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche Online-Stellung ist ein Teil dieser Tätigkeit.


 [Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒ 

Inhalt zur schnellen Vororientierung vor dem Download:

1. Einleitende Bemerkungen 7
1.1. Fragestellung und zentrale Thesen 8
2. Vorgeschichte: Nachkriegszeit und kultureller Stillstand 11
2.1. Kontinuität und Führungseliten in Vorarlberg 11
2.2 's ischt und blibt subr's Lländle - Zensur und kulturelle Repression in Vorarlberg nach 1945 17
2.2.1. Beispiel Theaterzensur 18
2.2.2. Beispiel Twistverbot 19
2.2.3. Beispiel Badebekleidung und Printmedien 22
2.2.4. Beispiel Filmverbote 22
2.2.5. Lange Haare, kurzer Verstand und g'sunde Watschen 28
3. Jugendkultur im Aufbruch 31
3.1. "Flint": die Geburt des jugendlichen Widerstands in Vorarlberg 31
3.1.1. Flint 1 - kultureller Aufbruch der Vorarlberger Jugend 32
3.1.2. Flint 2 - die Erfindung des Naturschutzes in Vorarlberg 38
3.1.3. Medienecho und Kommentare zum Flint-Verbot 42
3.1.4. Die Beerdingung 47
3.2. Die Jugendhausbewegung in Dornbirn 50
3.2.1. Aller Anfang war WG - Wohngemenschaft als erster Schritt zur Selbstbestimmung 51
3.2.2. Der zähe Kampf ums offene Dornbirner Jugendhaus 53
3.2.3. Dornbirn - "Klein Zürich"? 60
3.2.4. Offenes Haus - Ende und Aus 65
3.2.5. Weitere Entwicklung und politische Relevanz der Jugendhaus-Bewegung 66
3.3. Die Jugendhaus-Bewegung in Bregenz 67
3.3.1. Zündende Idee - der Verein "Zündschnur" 68
3.3.2. Startprobleme 71
3.3.3. Politisch motivierte Initiativen um Bregenter Jugendzentrum - Frauen- und Friedensgruppen 79
3.3.4. Weitere Entwicklung - vom "Juz" zum Jugendhaus "Between" 85
3.3.5. Resümee 89
4. Initiativen an der Schnittstelle von Kultur und Politik 91
4.1. Randspiele 91
4.1.1. Die Vorarlberger Kulturproduzenten und ihre Entstehung aus dem Geist des literarischen Bewusstseins 91
4.1.2. Vorgschichte und Voraussetzungen 94
4.1.3. Prolog: Subventionsverhandlungen und Terminstreit 99
4.1.4. Erster Akt: Randspiele 1972 101
4.1.5. Zweiter Akt: Randspiele 1973 im Zeichen der Expansion 103
4.1.6. Dritter Akt: Randspiele 1974 oder die Vortsetzung der "schöpferischen Unruhe" 107
4.1.7. Epilog: Der Konflikt, das Ende und die Folgen 111
4.2. Wäldertage 117
4.2.1. Vorgeschichte 118
4.2.2. Wäldertage 1973 120
4.2.3. Wäldertage 1974 124
4.2.4. Wäldertage 1975 126
4.2.5. Wäldertage 1976 129
4.2.6. Wäldertage 1977 131
4.2.7. Ende und Bilanz der Wäldertage 133
4.2.8. Nachwirkungen und Gegenwartsbezüge 138
4.3. Spielboden 140
4.3.1. Der Spielboden als alternativer "Kulturverdichter" 140
4.3.2. "Wecken und Animieren" 144
4.3.3. Kulturkampf mit der Dornbirner Stadtverwaltung 146
4.3.4. Strukturelle Probleme und ihre Bewältigung 153
5. Abschließende Bemerkungen 157
6. Anmerkungen 162
7. Quellen 183
7.1. Archivalien, kleine Schriften, Manuskripte 183
7.2. Intervews und schriftliche Mitteilungen 186
7.3. Literatur 187
7.4. Bildquellen 192
8. Register 194
8.1. Personen 194
8.2. Orte 199
9. Abkürzungen 200

Dienstag, 28. Februar 2012

Biotopinventare der Gemeinden Vorarlbergs zum Download


Unter BIOTOP wird in diesem Inventar der Standort einer in sich mehr oder weniger geschlossenen Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren verstanden. Klassisches Beispiel für einen Biotop wäre etwa ein Weiher, es kann aber genauso ein Waldstück, eine Wiese etc. sein.

Häufig bilden einzelne Biotope in sich zusammenhängende Komplexe aus, wie etwa ein Quellmoor mit der Quelle als Einzelbiotop und den angrenzenden nassen "Quellsümpfen". Dann wird von BIOTOPKOMPLEX gesprochen. Besonders Großtiere haben Biotop übergreifende Reviere, oder ganze Landschaftsteile bilden einen geschlossenen und vielfältigen Lebensraum von besonderer Schutzwürdigkeit (z.B. Kanisfluh). In diesem Fall wird von einem GROSSRAUMBIOTOP gesprochen.

Grundsätzlich ist Biotop ein allgemeiner Begriff. Ein Biotop muss nicht von vorne herein besonders oder überhaupt schutzwürdig sein. Auch ein Garten ist z.B. ein Biotop mit Kultur- und Wildpflanzen und einer großen Zahl an Tieren - beliebte und unbeliebte - sei es im Boden oder an Pflanzen. Den Rahmen für die Beurteilung besonderer Schutzwürdigkeit haben die einschlägigen Landesgesetze vorgegeben. Die Aufnahme eines Biotops ins Inventar heißt aber nicht, dass die Fläche dadurch "automatisch" geschützt ist. Es handelt sich hingegen um informelle Vorbehaltsflächen, in andern Worten um "Hinweistafeln" auf besonderen Wert und nicht um Stoptafeln.

Die Biotopflächen sind auch digital erfasst und können über den VOGIS Atlas eingesehen werden. Der Bericht steht für jede Gemeinde Vorarlbergs als PDF-Download zur Verfügung.

Mehr + Download:
Aktuelles Biotopinventar (2010) der Gemeinden Vorarlbergs zum Download

Sonntag, 3. Juli 2011

Ein (statistischer) Blick auf die Gemeinden Vorarlbergs

"Ein Blick auf die Gemeinde"
ist eine regionale Information der Statistik Austria und bietet anhand von Tabellen und Grafiken einen durchgehenden Vergleich der gewählten Gemeinde Vorarlbergs mit dem politischen Bezirk bzw. dem Bundesland, in dem sie liegt. Insgesamt sind es 55 Datenblätter die in ihrer Gesamtheit kostenpflichtig sind.

Acht der insgesamt 55 Datenblätter werden allerdings auch kostenlos online bereit gestellt. Zusätzlich zu diesen acht ausgewählten Blättern werden weitere wichtige Daten aus der Großzählung 2001 und zur Bevölkerungsentwicklung angeboten. Ein unverzichtbarer Behelf für örtliche Gemeindefunktionäre.


Ein Blick auf die Gemeinde
* Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsveränderung nach Komponenten
* Wohnungen (Hauptwohnsitze) nach Wohnraumanzahl
* Wohnbaustatistik
* Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Flächen nach Erwerbsart
* Ordentliche Gebarung der Gemeinde
* Außerordentlicher Haushalt und pro Kopf-Ziffern
* Steuereinnahmen und Gemeindesteuer pro Kopf
* Erläuterungen

Probezählung 2006
* Einwohnerzahl 31.10.2006

Aktuelle Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung
* Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsstruktur

Volkszählung 15. Mai 2001
* Wohnbevölkerung und Bürgerzahl
* Demografische Daten
* Wohnbevölkerung nach Ortschaften
* Lebensunterhalt
* Bildung, Schüler/Studenten, Familie, Haushalte
* Erwerbs- und Schülerpendler; berufliche und wirtschaftliche Merkmale
* Erwerbspendler nach Pendelziel
* Erläuterungen

Gebäude- und Wohnungszählung 15. Mai 2001
* Gebäude und Wohnungen
* Erläuterungen

Arbeitsstättenzählung 15. Mai 2001
* Arbeitsstätten und Beschäftigte
* Arbeitsstätten und Beschäftigte im Vergleich zu 1991
* Erläuterungen

Mehr + Download:
Ein Blick auf die Gemeinden in Vorarlberg