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Freitag, 3. März 2023

[ #Brandnertal ] Der Lünersee


Der Lünersee war schon vor der künstlichen Aufstauung der grösste Hochgebirgssee Österreichs.

Er liegt auf einer Seehöhe von 1.970 m am Fuße der Schesaplana (2 km lang und 1,2 km breit, 139 m tief, Volumen ca. 0,156 km³). Das Gebiet um den See bildet den Talabschluss des Brandnertals, der nur über schmale Steige oder die Lünerseebahn vom Gebiet Schattenlagant aus erreichbar ist. Direkt bei der Bergstation an der Staumauer liegt die Douglasshütte. Die alte Douglas-Hütte verschwand seinerzeit bei der künstlichen Erweiterung und Aufstauung in den Fluten.

Die Schmelzwässer des Brandner Gletschers reichen heute nicht aus, den See zu füllen. Geologisch interessant ist, dass vorwiegend 215 Millionen Jahre alter Hauptdolomit  und etwas älterer Gips den See umgeben. Die natürliche Gesteinsschwelle zum Brandnertal, welche sochn den damaligen Betrachtern wie von Menschenhand aufgeschüttet vorkam, war von Klüften durchzogen, sodass zahlreiche Quellen den See unterirdisch entwässerten. Bereits Ende der 1920er-Jahre wurden diese Sickerwege mit Beton versiegelt. In den Jahren 1955 bis 1958 entstand die Schwerkraftsmauer und damit der heutige See.

Ingenieursleistung. Der Lünersee liegt - wie bereits erwähnt - im Hauptdolomit der Nördlichen Kalkalpen. Die Durchsickerungen im Untergrund der Staumauer führte zum Auftreten hochgelegener Quellen an der Luftseite der Seebarre. Felsmechanische Untersuchungen ergaben, dass für die Standsicherheit der luftseitigen Felspakete der Wasserdruck zu begrenzen ist. Dies erfolgte durch einen Injektionsschirm (Zement) und einer zusätzlichen Spritzbetonschicht.


Das weitaus meiste Wasser wird dennoch vom Ausgleichsbecken Latschau heraufgepumpt und zur Stromerzeugung im Winter und für die Spitzenlast gespeichert. Durch einen künstlich angelegten Stollen wird der See auch durch das Schmelzwasser des Brandner Gletschers gespeist. Wegen des großen Speichervolumens des Lünersees und des dort relativ geringen natürlichen Zuflusses ist das Kraftwerk vor allem zur freizügigen Jahres- und Wälzpumpspeicherung bestimmt.

Der Inhalt des Lünersees wurde durch die aufstauung auf 78 Millionen Kubikmeter Wasser aufgestockt. Das Lünerseekraftwerk nutzt die 976 m hohe Gefällstufe zwischen dem Lünersee und dem südöstlichen Staubecken Latschau (994 m) und hat eine Engpassleistung von 232 MW. Vom Becken in Latschau (Damminhalt 1 Million Kubikmeter) kann das Wasser wieder zum Lünersee hinaufgepumpt werden. Die Oberwasserführung führt über zirka 10 km zum Lünerseewerk in Latschau. Die Fallleitung ist aus geologischen Gründen im oberen Bereich als Druckrohrleitung, im unteren Bereich als Druckschacht ausgebildet. Das Krafthaus in Latschau ist freistehend gebaut und ist ein typischer Bau der 1950er Jahre. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme war es das leistungsstärkste Pumpspeicherwerk der Welt. Bei Turbinenbetrieb im Lünerseewerk (5 Peltonturbinen à 46,2 MW, Fallhöhe 974m) fließt das Wasser nach der Nutzung in das Staubecken Latschau.


[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

Dienstag, 28. Februar 2012

Ein (statistischer) Blick auf die Gemeinden Vorarlbergs



"Ein Blick auf die Gemeinde"ist eine regionale Information der Statistik Austria und bietet anhand von Tabellen und Grafiken einen durchgehenden Vergleich der gewählten Gemeinde Vorarlbergs mit dem politischen Bezirk bzw. dem Bundesland, in dem sie liegt. Insgesamt sind es 55 Datenblätter die in ihrer Gesamtheit kostenpflichtig sind.

Acht der insgesamt 55 Datenblätter werden allerdings auch kostenlos online bereit gestellt. Zusätzlich zu diesen acht ausgewählten Blättern werden weitere wichtige Daten aus der Großzählung 2001 und zur Bevölkerungsentwicklung angeboten. Ein unverzichtbarer Behelf für örtliche Gemeindefunktionäre.


Ein Blick auf die Gemeinde
* Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsveränderung nach Komponenten
* Wohnungen (Hauptwohnsitze) nach Wohnraumanzahl
* Wohnbaustatistik
* Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Flächen nach Erwerbsart
* Ordentliche Gebarung der Gemeinde
* Außerordentlicher Haushalt und pro Kopf-Ziffern
* Steuereinnahmen und Gemeindesteuer pro Kopf
* Erläuterungen

Probezählung 2006
* Einwohnerzahl 31.10.2006

Aktuelle Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung
* Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsstruktur

Volkszählung 15. Mai 2001
* Wohnbevölkerung und Bürgerzahl
* Demografische Daten
* Wohnbevölkerung nach Ortschaften
* Lebensunterhalt
* Bildung, Schüler/Studenten, Familie, Haushalte
* Erwerbs- und Schülerpendler; berufliche und wirtschaftliche Merkmale
* Erwerbspendler nach Pendelziel
* Erläuterungen

Gebäude- und Wohnungszählung 15. Mai 2001
* Gebäude und Wohnungen
* Erläuterungen

Arbeitsstättenzählung 15. Mai 2001
* Arbeitsstätten und Beschäftigte
* Arbeitsstätten und Beschäftigte im Vergleich zu 1991
* Erläuterungen

Mehr + Download:
Ein Blick auf die Gemeinden in Vorarlberg

Montag, 5. September 2011

Biotopinventare der Gemeinden Vorarlbergs zum Download

Unter BIOTOP wird in diesem Inventar der Standort einer in sich mehr oder weniger geschlossenen Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren verstanden. Klassisches Beispiel für einen Biotop wäre etwa ein Weiher, es kann aber genauso ein Waldstück, eine Wiese etc. sein.

Häufig bilden einzelne Biotope in sich zusammenhängende Komplexe aus, wie etwa ein Quellmoor mit der Quelle als Einzelbiotop und den angrenzenden nassen "Quellsümpfen". Dann wird von BIOTOPKOMPLEX gesprochen. Besonders Großtiere haben Biotop übergreifende Reviere, oder ganze Landschaftsteile bilden einen geschlossenen und vielfältigen Lebensraum von besonderer Schutzwürdigkeit (z.B. Kanisfluh). In diesem Fall wird von einem GROSSRAUMBIOTOP gesprochen.

Grundsätzlich ist Biotop ein allgemeiner Begriff. Ein Biotop muss nicht von vorne herein besonders oder überhaupt schutzwürdig sein. Auch ein Garten ist z.B. ein Biotop mit Kultur- und Wildpflanzen und einer großen Zahl an Tieren - beliebte und unbeliebte - sei es im Boden oder an Pflanzen. Den Rahmen für die Beurteilung besonderer Schutzwürdigkeit haben die einschlägigen Landesgesetze vorgegeben. Die Aufnahme eines Biotops ins Inventar heißt aber nicht, dass die Fläche dadurch "automatisch" geschützt ist. Es handelt sich hingegen um informelle Vorbehaltsflächen, in andern Worten um "Hinweistafeln" auf besonderen Wert und nicht um Stoptafeln.

Die Biotopflächen sind auch digital erfasst und können über den VOGIS Atlas eingesehen werden. Der Bericht steht für jede Gemeinde Vorarlbergs als PDF-Download zur Verfügung.

Mehr + Download:
Aktuelles Biotopinventar (2010) der Gemeinden Vorarlbergs zum Download

1.6.10/5.9.11/