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Montag, 22. März 2021

[ #Schwarzenberg ] Angelika Kauffmann - Erste Biographie (1810/14) als Retrodigitalisat online


Angelika Kauffmann (eigentlich Maria Anna Angelica Catharina Kauffmann, * 30. Oktober 1741 in Chur; † 5. November 1807 in Rom),  Mitglied der Royal Academy of Arts, kommt am 30. Oktober 1741 als Tochter des aus Schwarzenberg im Bregenzerwald stammenden Malers Johann Joseph Kauffmann und Cleophera Kauffmann-Lutz, in der Reichsgasse in Chur zur Welt.


Als Angelika sechs Jahre alt ist, zieht ihre Familie in den Bregenzerwald. Am 5. November 1807 stirbt Angelika Kauffmann in Rom. Die Beisetzung erfolgt in der Kirche San Andrea delle Fratte. Bereits 1810 veröffentlicht Giovanni Rossi die erste Biographie über Angelika Kauffmann. Die deutsche Übersetzung von Alois Weinhart erscheint 1814 unter dem Titel: “Leben der berühmten Malerin Angelika Kauffmann”. Diese ist online lesbar wie auch als PDF herunterladbar.


 [Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒ 

Donnerstag, 29. Oktober 2015

[ #Vorarlberg ] Bildkunst: Vorarlberger Nazarener

Gebhard Flatz: Das Altarblatt Traum Josefs in der Pfarrkirche St. Karl Borromäus in Hohenems (1846)
Johann Jakob Fink  (*23. November 1821 Schwarzenberg;  † 6. September 1846 in Rom), Gebhard Flatz (* 11. Juni 1800 in Wolfurt; † 19. Mai 1881 in Bregenz) und Johann Kaspar Rick (*1808-†1888 in Dornbirn)  waren  Vorarlberger  Maler des Nazarenischen Kunst- und Malstils. 

Während über Johann Jakob Fink 1821-1846  aus Schwarzenberg wohl wegen seines frühen Todes nicht allzuviel dokumentiert ist, genießt  sein väterlicher Freund und Lehrmeister Gebhard Flatz (1800-1881) breitere Rezeptiion.

Fra Silvestro: Porträt Gebhard Flatz, 1871 
Gebhard Flatz. Gebhard Flatz begann, nachdem er in Vorarlberg  Zeichenunterricht genossen hatte, seine eigentlichen Studien an der Akademie in Wien, studierte dann einige Jahre in München unter der Leitung des Nazareners Peter von Cornelius (* 23. September 1783 in Düsseldorf; † 6. März 1867 in Berlin) und zog danach nach Rom. Dort pflegte er die Verbindung mit einem führenden Nazarener, mit Johann Friedrich Overbeck (* 3. Juli 1789 in Lübeck; † 12. November 1869 in Rom)und schloß sich endgültig dessen Richtung an. Später zog er auf einige Zeit nach Innsbruck und kehrte 1840 mit seinem Schüler Johann Jakob Fink nach Rom zurück, verlebte aber seine letzten Jahre  ab 1871 in Bregenz.

Johann Jakob Fink. Johann Jakob Fink (*23. November 1821 Schwarzenberg;  † 6. September 1846 in Rom) war der einzige Sohn des Steinhauers Anton Fink und der Anna Catharina Thumb. Sie war eine nahe Verwandte des Malers Alois Thumb in Bezau.

Seine Eltern gaben ihm eine Erziehung wie sie von schlichten und armen, aber religiösen Bregenzerwäldern üblich war. Schon vom fünften Jahre an zeichnete er öfter heimlich in der Schule und zu Hause gegen den Willen seiner braven Mutter, welche das Zeichnen des Knaben als Spielerei und Zeitverlust ansah. Auf der Alpe konnte  er als Sennerjunge ("Pfister") seiner künstlerischen Leidenschaft immer wieder nachgehen.  Als er vierzehn Jahre alt war, schickte ihn sein Vater in die vierte Klasse der Kreishauptschule nach Bregenz. Nach der Schule begleitete er seinen Vater, der als Steinmetz in Herisau bei St. Gallen Beschäftigung hatte. Er nahm bei einem Maler sechs Wochen Unterricht, ehe er wieder dem Vater zur Hand gehen musste.  Er übte und kopierte angeblich nach Kupferstichen und Gemälden von Angelika Kauffmann.

Im 18. Jahre kam er zu seinem väterlichen Lehrmeister, dem bekannten Nazarener Gebhard Flatz. Hierüber schreibt dieser selbst:
"Ich war damals (1839) von Rom nach Innsbruck zurückgekehrt, und dort ansässig, als ich vom Landamann des Bregenzer Waldes. Josef Metzler von Schwarzenberg ein Schreiben erhielt, welches in der Hauptsache so lautete: 'Wir haben in unserer Gemeinde einen Knaben mit Namen Jakob Fink; derselbe scheint sehr viel Talent zur Malerkunst zu haben; wenigstens wundert sich Jeder, der seine Arbeiten sieht, wie es möglich ist, dass ein Mensch ohne Anleitung so etwas zu machen im Stande ist. Wir wünschten auch Ihr Urtheil hierüber zu hören. Wollten Sie ihn nicht einige Zeit auf Probe zu Sich nehmen, und uns dann aufrichtig sagen, ob er so viel Talent habe, und wenn es der Fall ist, wie dasselbe am besten ausgebildet werden könnte? Wir sind gesinnt, wenn er wirklich so viele Anlage zur Kunst besitzt, ihn auf einige Zeit mit dem Nothwendigsten zu unterstützen. Mein und seines Vaters Wunsch wäre es wohl, dass er Architekt statt Maler würde; allein der Junge beharrt bei seiner Vorliebe zur Malerei, und so wollen denn auch wir, dass er sich demjenigen Kunstfach widme, wozu er am meisten Talent hat.'"
Fink kam dann sehr bald nach Innsbruck. An einem heissen Sommernachmittag trat er mit seiner Bagage auf dem Rücken und die Stiefel unterm Arm bei Flatz an.  Er legte den Weg, meist barfuß unter  3 Tagen übers Gebirge zurück Im Jahre 1840 nahm ihn Flatz nach Rom mit. Die Verwandten der Familie Metzler in Schwarzenberg und Lorenz Rhomberg aus Dornbirn unterstützten Fink für seine Studienzeit mit 1300 fl. und 200 fl. zur Reise nach Rom. Johann Jakob Fink starb dort nach sechs Jahren intensiven Studiums und Arbeit viel zu früh, am 6. September 1846 nach vierzehntägiger Krankheit am Nervenfieber.

Deckengemälde St.Martin Dornbirn
Johann Kaspar Rick. Vom Dornbirner Maler Johann Kaspar Rick (*1808-† 1888) ist mit mehreren im Nazarener-Stil gemalten religiösen Werke in der Dornbirner Stadtpfarrkirche St. Martin vertreten. So stammt das Deckengemälde im Chor von ihm. Es stellt die „Geburt Christi“ dar. Mit den Hirten ziehen Vertreter des Alten Bundes zur Krippe und den Weisen aus dem Morgenland folgen Repräsentanten des Neuen Bundes. Die Apostelbilder an den Wänden des Schiffs und die Kirchenväter im Altarraum sind ebenfalls Schöpfungen von Rick. Auch der klassizistische Hochaltar und die Kanzel gehen auf seine Entwürfen zurück, ebenso die kleinen Darstellungen des Kreuzweges auf den Beichtstühlen. Johann Kaspar Rick starb im Alter von 80 Jahren im Dornbirner Armenhaus.

[Zeitreiseführer-Vorarlberg]⇒

Dienstag, 28. Februar 2012

Ein (statistischer) Blick auf die Gemeinden Vorarlbergs



"Ein Blick auf die Gemeinde"ist eine regionale Information der Statistik Austria und bietet anhand von Tabellen und Grafiken einen durchgehenden Vergleich der gewählten Gemeinde Vorarlbergs mit dem politischen Bezirk bzw. dem Bundesland, in dem sie liegt. Insgesamt sind es 55 Datenblätter die in ihrer Gesamtheit kostenpflichtig sind.

Acht der insgesamt 55 Datenblätter werden allerdings auch kostenlos online bereit gestellt. Zusätzlich zu diesen acht ausgewählten Blättern werden weitere wichtige Daten aus der Großzählung 2001 und zur Bevölkerungsentwicklung angeboten. Ein unverzichtbarer Behelf für örtliche Gemeindefunktionäre.


Ein Blick auf die Gemeinde
* Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsveränderung nach Komponenten
* Wohnungen (Hauptwohnsitze) nach Wohnraumanzahl
* Wohnbaustatistik
* Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Flächen nach Erwerbsart
* Ordentliche Gebarung der Gemeinde
* Außerordentlicher Haushalt und pro Kopf-Ziffern
* Steuereinnahmen und Gemeindesteuer pro Kopf
* Erläuterungen

Probezählung 2006
* Einwohnerzahl 31.10.2006

Aktuelle Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung
* Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsstruktur

Volkszählung 15. Mai 2001
* Wohnbevölkerung und Bürgerzahl
* Demografische Daten
* Wohnbevölkerung nach Ortschaften
* Lebensunterhalt
* Bildung, Schüler/Studenten, Familie, Haushalte
* Erwerbs- und Schülerpendler; berufliche und wirtschaftliche Merkmale
* Erwerbspendler nach Pendelziel
* Erläuterungen

Gebäude- und Wohnungszählung 15. Mai 2001
* Gebäude und Wohnungen
* Erläuterungen

Arbeitsstättenzählung 15. Mai 2001
* Arbeitsstätten und Beschäftigte
* Arbeitsstätten und Beschäftigte im Vergleich zu 1991
* Erläuterungen

Mehr + Download:
Ein Blick auf die Gemeinden in Vorarlberg

Biotopinventare der Gemeinden Vorarlbergs zum Download






Unter BIOTOP wird in diesem Inventar der Standort einer in sich mehr oder weniger geschlossenen Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren verstanden. Klassisches Beispiel für einen Biotop wäre etwa ein Weiher, es kann aber genauso ein Waldstück, eine Wiese etc. sein.

Häufig bilden einzelne Biotope in sich zusammenhängende Komplexe aus, wie etwa ein Quellmoor mit der Quelle als Einzelbiotop und den angrenzenden nassen "Quellsümpfen". Dann wird von BIOTOPKOMPLEX gesprochen. Besonders Großtiere haben Biotop übergreifende Reviere, oder ganze Landschaftsteile bilden einen geschlossenen und vielfältigen Lebensraum von besonderer Schutzwürdigkeit (z.B. Kanisfluh). In diesem Fall wird von einem GROSSRAUMBIOTOP gesprochen.

Grundsätzlich ist Biotop ein allgemeiner Begriff. Ein Biotop muss nicht von vorne herein besonders oder überhaupt schutzwürdig sein. Auch ein Garten ist z.B. ein Biotop mit Kultur- und Wildpflanzen und einer großen Zahl an Tieren - beliebte und unbeliebte - sei es im Boden oder an Pflanzen. Den Rahmen für die Beurteilung besonderer Schutzwürdigkeit haben die einschlägigen Landesgesetze vorgegeben. Die Aufnahme eines Biotops ins Inventar heißt aber nicht, dass die Fläche dadurch "automatisch" geschützt ist. Es handelt sich hingegen um informelle Vorbehaltsflächen, in andern Worten um "Hinweistafeln" auf besonderen Wert und nicht um Stoptafeln.

Die Biotopflächen sind auch digital erfasst und können über den VOGIS Atlas eingesehen werden. Der Bericht steht für jede Gemeinde Vorarlbergs als PDF-Download zur Verfügung.

Mehr + Download:
Aktuelles Biotopinventar (2010) der Gemeinden Vorarlbergs zum Download

1.6.10/28.2.12/