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Sonntag, 28. Mai 2023

[ #Montafon ] Download: Die Via Valtellina - Ein historischer Alpenübergang als Weitwanderweg


Was verbindet das Montafon, Davos, das Engadin, das Puschlav und das Veltlin?

Die Via Valtellina verläuft von Tirano, der Hauptstadt des norditalienischen Veltlins, durch das Val Poschiavo (Buschlav) über den Berninapass in Richtung Davos und dann weiter über das Schlappiner Joch ins Montafon, wo Schruns als Umschlagplatz gewissermaßen die Funktion des Zielortes der Via Valtellina einnimmt. Die Route spielte bis in die Zeit nach der Mitte des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle im grenzüberschreitenden Handelsverkehr. Alte Wegverläufe und daran befindliche Reste früherer Gaststätten erinnern an die einst stark begangenen Pfade.


Beziehungen gab es vermutlich schon in vorgeschichtlicher Zeit über die Pässe hinweg. Im 13. und 14. Jahrhundert siedeln Walser in Davos, Klosters, Schlappin und im Montafon. Sie treffen auf eine romanisch sprechende Bevölkerung, wie Flurnamen zeigen. 1496 wird das Prättigau österreichisch, 1649 kauft es sich los. Die Engadiner am Transitweg vom Maloja- zum Reschenpass pflegen intensiven Kontakt zum Süden und zum Tirol. Ihre direkten Nachbarn jenseits des Berninapasses, die Puschlaver, haben seit je enge Beziehungen zum Veltlin. Die wichtigste Gemeinsamkeit in dieser langen Zeit ist neben der Landwirtschaft der Handel.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

 

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Mittwoch, 1. Juni 2022

[ #St.Gallenkirch ] Der Zuggawald Hof in Gargellen an der Via Valtellina


An der historischen Via Valtellina, liegt der eindrucksvolle Montafoner Paarhof "Zuggawald".

Das Bundesdenkmalamt berichtet auf seiner Website von einem interessanten Denkmalschutzprojekt im Montafon. An einem alten Säumerpfad von Vorarlberg in die Schweiz, der sogenannten Via Valtellina, liegt der eindrucksvolle Montafoner Paarhof "Zuggawald". Er ist in der für das Montafon typischen Stein-Holz-Mischbauweise errichtet und hat sich auf Grund der stetigen Bemühungen seiner Besitzer heute noch in tadellosem Zustand erhalten.

Saumweg. Vom Montafon in Vorarlberg bildet das Schlappinerjoch die Verbindung in die Schweiz und weiter nach Mailand. Hier wurden auf Saumrossen unzählige Handelsgüter zuerst nach Klosters ins Prättigau und dann weiter in den Süden gebracht. In der Gegenrichtung folgt heute der Weitwanderweg "Via Valtellina" den Spuren der Säumer. An diesem Säumerweg ist das Anwesen "Zuggawald" gelegen, das in der für das Montafon typischen Stein-Holz-Mischbauweise errichtet ist.

Durch einen in dicken Bruchsteinen gemauerten und verputzten Vorbau mit einem offenen Rundbogen betritt man den zweigeschossigen Wohnteil der in einer sehr steilen Hanglage erbauten Anlage. Bereits im Flur ist die schmale gewendelte Treppe ins Obere Geschoss in ihrer reinen Steinbauweise ein besonderer Blickfang. Dem massiven Teil des Wohngebäudes - Flur und der daran anschließenden Küche mit offenem Rauchabzug - ist ein Wohnbereich in Holzblockbauweise vorgelagert. Unter der Stube und der Nebenkammer befindet sich ein ursprünglich einräumiger Kellerraum, der von der Küche über eine Treppe erreicht werden kann.

Bautechnologie. Das - wie bei Paarhöfen üblich - ursprünglich nicht direkt verbundene Wirtschaftsgebäude ist wie der vordere Wohnbereich in Holzblockweise errichtet. Hier kommt auf Grund der unterschiedlichen Bearbeitung der Rundhölzer die spezielle Charakteristik der Montafoner Stallgebäude zum Ausdruck: Zur besseren Winddichtheit für die Viehställe wurden die Stämme behauen, tiefer ausgekerbt und zusätzlich die Zwischenräume mit Moos ausgestopft. Im Gegensatz dazu wurden im oberen Bereich des Heulagers zur besseren Durchlüftung die Balken mit größerem Abstand eingebaut. Die Dreiteilung der Heukammern im seitlich auskragenden Obergeschoss ist noch erhalten, wobei die mittlere davon als Dreschtenne gedient hat.

Dem Wohntrakt und dem Wirtschaftsgebäude wurde nun durch die im Auftrag des BDA ausgeführten dendrochronologischen Untersuchungen ein Entstehen um 1611/12 nachgewiesen.

Eine Seltenheit ist der in den Hang – zwischen Wohn- und Wirtschaftsgebäude - an die Küche angebaute, tonnengewölbte Kellerraum. Dieser jedoch könnte früher entstanden sein: Eine Baufuge zwischen den beiden Räumen weist darauf hin, ebenso lässt die eingekerbte Jahreszahl 1590 an einem Stubenwandbalken und wieder verwendete Holzbalken (auf 1545 datiert) auf einen Vorgängerbau aus der Mitte des 16. Jh. schließen.

In einer weiteren Bauphase um 1730 wurde neben kleinen Änderungen im vorderen Kellerraum bergseitig die bestehende Stallscheune durch den Anbau eines Kleinviehstalles erweitert. Nordseitig wurde in den 1950er Jahren noch ein Anbau getätigt.

Zuggawald Hof. Auffallend gut erhalten ist die historische Ausstattung des "Zuggawald Hofes": Schon beim Eintreten sticht einem das barocke Türblatt der Eingangstüre, das neben geschwungenen Füllungen mit Christus und Marienmonogramm ein barockes Türschloss mit offener Mechanik besitzt, ins Auge. Die andern Türrahmen in beiden Geschossen zeichnet ein besonders niedriger Eselsrücken mit einem eingegerbten Kreuz als Türstock aus.

Als Heizung dient heute noch ein für die Region damals typischen gemauerten Ofen in der Stube und auf die Herdstelle in der Küche mit offenem Rauchabzug hat sich ebenfalls erhalten.

Die kunstvoll weiß umrandeten Sprossenfenster heben sich mit ihren grünen Läden vom dunklen Holz des Hauses ab und unterstreichen das Gesamterscheinungsbild des Hofes in traditioneller Montafoner Bauweise.

Beim Anwesen Zuggawald ist Dank des verantwortungsbewussten Umganges der Besitzer eine sehr seltene Verbindung von rätoromanischem Steinbau und alemannischem Holzbau erhalten geblieben. Im Hinblick auf die sich ansonsten durch den Tourismus stark verändernden Baulandschaft im Montafon zeigt sich hier sehr deutlich, wie wichtig die Rolle jedes einzelnen Bürgers bei der Bewahrung der Zeugnisse der gebauten Geschichte ist.

Die Anlage steht seit dem Herbst 2009 unter Denkmalschutz.


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Samstag, 2. April 2022

[ #Montafon ] Die Montafoner Oberschicht zwischen 1780 und 1830

[eText/PDF] Im Jahr 1808 wurde im Königreich Bayern eine neue Gemeindeordnung erlassen, die zusammen mit vielen anderen Neuerungen in den Jahren zwischen 1780 und 1830 einen bedeutenden gesellschaftlichen Wandel mit sich brachte.  

Die Bayern waren in Vorarlberg - entgegen den verbreiteten Freiheitskämpfermären ein Reformmotor für Vorarlberg und damit auch für das Montafon.

Für die Montafoner Führungsschichten hatten diese Veränderungen weit reichende Folgen. Die soziale Stellung der Eliten wurde in Frage gestellt. Die Umbrüche und von den Eliten geschürten Unruhen hatten bereits mit Maria Theresia und Josef II. eingeleitet. Die Bayrischen Jahre haben dann aber jene Veränderungen gebracht, welche ohne diese mit wesentlich mehr Reibungsverlusten hätten nur umgesetzt werden können.

Die Veränderungen begannen mit einem Bedeutungsgewinn für das Montafon. Kaiserin Maria Theresia bewilligte 1774 die Errichtung eines selbstständigen Gerichtes im Montafon und das Montafon erhält 1790 nach endgültiger verwaltungsmäßiger Trennung von Bludenz mit Johann Joseph Batlogg seinen ersten durch Kaiser Leopold II. ernannten Landamann und Richter. Aber schon 1796 wird im Kloster St. Peter in Bludenz der der Kreishauptmann Indermauer ermordet, woran auch die Montafoner Bürger waren beteiligt waren. Die Fortschritte waren Kirche und Montafoner Eliten nicht willkommen und auch die Aufwertung von Schruns als Sitz des Landegerichts Montafon durch die Bayern zu einem staatlichen Gerichts- und Verwaltungszentrum bedeutet zuerst einen Bedeutungsverlust für die reichen Montafoner Führungsschichten, welche sich die Verwaltungsposten teilten.

  

Armes Tal. Von 1822 – 1850 war Kreishauptmann Johann Nepomuk Ebner der oberste Landesbeamte und Landeshauptmann Vorarlbergs. Seine einzigartigen Tagebuchaufzeichnungen sind eine der wichtigsten Quellen für die Landesgeschichte Vorarlberg in der Zeit der Frühindustrialisierung. Er berichtete für das Jahr 1832, dass allein aus Vorarlberg 1800 bis 2000 Kinder ins Schwabenland gingen. 1834 sollen es allein aus dem Montafon 400 gewesen sein. Der Hauptteil waren meist Buben von 10 bis 16 Jahren, die das Vieh der Bauern beaufsichtigten. Mädchen wurden als Kindermädchen verwendet. Wie überhaupt viele der Männer aus dem Tal im Sommer als Verputzer, Maurer, Stukkateure und Krautschneider in Süddeutschland, der Schweiz und in Frankreich Arbeit suchen mussten. Auch zusätzlicher Verdienst als Sensenhändler, Ährenleserinnen und Hirten im benachbarten Ausland wurde versucht.

Die Bevölkerung im Montafon war also arm und die Bevölkerugnszahl stagnierte. Gegenüber 7.442 Einwohnern im Jahr 1754 erhöhte sich die Zahl zwar langsam auf 8.669 im Jahr 1837, ging in den folgenden Jahrzehnten aber sogar wieder auf den Stand der 1750er Jahre zurück.

Dagegen gab es sehr wohl Reiche und deren Einkommen resultierte - wie der Autor am Beispiel der Vermögensaufstellung von Oswald Tschohl für das Jahr 1809 deutlich zeigt -, nicht die Landwirtschaft sondern das Kreditgeschäft.

MMag. Michael Kasper. Geb. 1980, Lehramtsstudien Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung, Geographie und Wirtschaftskunde (2006) sowie Katholische Religion (2008) in Innsbruck. Seit 2007 Stipendiat und Projektmitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethnologie der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkte: Regionalgeschichte Tirol und Vorarlberg, Sozialgeschichte, Geschichte der Neuzeit.


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Dienstag, 9. November 2021

[ #Montafon ] Montafoner Steuerbuch aus dem Jahre 1645


Ganal, Staimer, Vonier und Pitschnaun sind die am häufigsten im Steuerbuch genannten Geschlechter.

Der Historiker und Theologe Michael Kasper nahm sich in seiner Diplomarbeit einer bisher wenig beachteten Quellengattung an: Er untersuchte das älteste Montafoner Steuerbuch aus dem Jahre 1645 für die Gemeinden Bartholomäberg, St. Anton und Schruns.

Die im Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz überlieferten, Steuerbücher aus dem Montafon, die vom 17. bis ins 19. Jahrhundert reichen waren von der regional- und lokalhistorischen Forschung bislang weitgehend unbearbeitet geblieben. Das gegenständliche Steuerbuch erfasst vier unterschiedliche Steuerbezirke: St. Anton, Außer-Bartholomäberg und Inner-Bartholomäberg und das Kirchspiel Schruns.

Anhand dieser überlieferten Verzeichnisse aus den einzelnen Kirchspielen des Montafons ist es möglich, die demographische Entwicklung und die sozialen Strukturen sowohl der einzelnen Dörfer als auch der gesamten Talschaft zu rekonstruieren, sowie deren Veränderungen zu analysieren.

Mit dieser Arbeit wurde anhand des ältesten Montafoner Steuerbuches aus dem Jahr 1645 das für zahlreiche weitere wirtschafts- und sozialhistorische Untersuchungen grundlegende quantitative Quellenmaterial erstmals sozialstatistisch erschlossen. So erfahren wir auch, dass die Geschlechter Ganal, Staimer, Vonier und Pitschnaun die am häufigsten im Steuerbuch vorkommenden sind.

MMag. Michael Kasper. Geb. 1980, Lehramtsstudien Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung, Geographie und Wirtschaftskunde (2006) sowie Katholische Religion (2008) in Innsbruck. Seit 2007 Stipendiat und Projektmitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethnologie der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkte: Regionalgeschichte Tirol und Vorarlberg, Sozialgeschichte, Geschichte der Neuzeit.


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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick in das Inhaltsverzeichnis sagt mehr:

Einleitung S. 2

1.Geographischer und sozialer Überblick über das Untersuchungsgebiet S. 4
1.1. Die Ortschaften St. Anton, Bartholomäberg und Schruns S. 4
1.2. Einwohnerzahlen S. 6
1.3. Soziale Struktur S. 9
1.3.1. Geschlechterverteilung S. 10
1.3.2. Soziale Stellung der Steuerpflichtigen S. 11
1.3.3. Steuerleistung S. 12

2. Die Oberschicht im Untersuchungsgebiet am Beispiel der Familien des Hanß Friz aus Bartholomäberg und des Jos zum Keller aus Schruns S. 38
2.1. Hanß Friz S. 40
2.2. Jos zum Keller S. 43

3. Vergleich mit der Stadt Bludenz S. 49

4. Vergleich mit anderen Regionen S. 52

5. Namenkundliche Auswertung S. 55
5.1. Vornamen S. 55
5.2. Nachnamen S. 57

6. Das Steuersystem S. 60

7. Edition des Steuerbuches S. 63
7.1. Beschreibung des Steuerbuches S. 63
7.2. Editionsgrundsätze S. 64
7.3. Edition S. 64

8. Regionalgeschichte und Quellenkunde in der Schule S. 114
Literaturverzeichnis S. 117
Quellenverzeichnis S. 120

Montag, 27. Oktober 2014

Ein (statistischer) Blick auf die Gemeinden Vorarlbergs


"Ein Blick auf die Gemeinde"ist eine regionale Information der Statistik Austria und bietet anhand von Tabellen und Grafiken einen durchgehenden Vergleich der gewählten Gemeinde Vorarlbergs mit dem politischen Bezirk bzw. dem Bundesland, in dem sie liegt. Insgesamt sind es 55 Datenblätter die in ihrer Gesamtheit kostenpflichtig sind.

Acht der insgesamt 55 Datenblätter werden allerdings auch kostenlos online bereit gestellt. Zusätzlich zu diesen acht ausgewählten Blättern werden weitere wichtige Daten aus der Großzählung 2001 und zur Bevölkerungsentwicklung angeboten. Ein unverzichtbarer Behelf für örtliche Gemeindefunktionäre.


Ein Blick auf die Gemeinde
* Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsveränderung nach Komponenten
* Wohnungen (Hauptwohnsitze) nach Wohnraumanzahl
* Wohnbaustatistik
* Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Flächen nach Erwerbsart
* Ordentliche Gebarung der Gemeinde
* Außerordentlicher Haushalt und pro Kopf-Ziffern
* Steuereinnahmen und Gemeindesteuer pro Kopf
* Erläuterungen

Probezählung 2006
* Einwohnerzahl 31.10.2006

Aktuelle Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung
* Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsstruktur

Volkszählung 15. Mai 2001
* Wohnbevölkerung und Bürgerzahl
* Demografische Daten
* Wohnbevölkerung nach Ortschaften
* Lebensunterhalt
* Bildung, Schüler/Studenten, Familie, Haushalte
* Erwerbs- und Schülerpendler; berufliche und wirtschaftliche Merkmale
* Erwerbspendler nach Pendelziel
* Erläuterungen

Gebäude- und Wohnungszählung 15. Mai 2001
* Gebäude und Wohnungen
* Erläuterungen

Arbeitsstättenzählung 15. Mai 2001
* Arbeitsstätten und Beschäftigte
* Arbeitsstätten und Beschäftigte im Vergleich zu 1991
* Erläuterungen

Mehr + Download:
Ein Blick auf die Gemeinden in Vorarlberg

Dienstag, 28. Februar 2012

Biotopinventare der Gemeinden Vorarlbergs zum Download




Unter BIOTOP wird in diesem Inventar der Standort einer in sich mehr oder weniger geschlossenen Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren verstanden. Klassisches Beispiel für einen Biotop wäre etwa ein Weiher, es kann aber genauso ein Waldstück, eine Wiese etc. sein.

Häufig bilden einzelne Biotope in sich zusammenhängende Komplexe aus, wie etwa ein Quellmoor mit der Quelle als Einzelbiotop und den angrenzenden nassen "Quellsümpfen". Dann wird von BIOTOPKOMPLEX gesprochen. Besonders Großtiere haben Biotop übergreifende Reviere, oder ganze Landschaftsteile bilden einen geschlossenen und vielfältigen Lebensraum von besonderer Schutzwürdigkeit (z.B. Kanisfluh). In diesem Fall wird von einem GROSSRAUMBIOTOP gesprochen.

Grundsätzlich ist Biotop ein allgemeiner Begriff. Ein Biotop muss nicht von vorne herein besonders oder überhaupt schutzwürdig sein. Auch ein Garten ist z.B. ein Biotop mit Kultur- und Wildpflanzen und einer großen Zahl an Tieren - beliebte und unbeliebte - sei es im Boden oder an Pflanzen. Den Rahmen für die Beurteilung besonderer Schutzwürdigkeit haben die einschlägigen Landesgesetze vorgegeben. Die Aufnahme eines Biotops ins Inventar heißt aber nicht, dass die Fläche dadurch "automatisch" geschützt ist. Es handelt sich hingegen um informelle Vorbehaltsflächen, in andern Worten um "Hinweistafeln" auf besonderen Wert und nicht um Stoptafeln.

Die Biotopflächen sind auch digital erfasst und können über den VOGIS Atlas eingesehen werden. Der Bericht steht für jede Gemeinde Vorarlbergs als PDF-Download zur Verfügung.


Mehr + Download:
Aktuelles Biotopinventar (2010) der Gemeinden Vorarlbergs zum Download
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