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Montag, 2. Januar 2017

[ #Bodensee ] Der Hl. Georg am Bodensee: Kandinski, Hermann der Lahme, Franz Reiter, Martin Ritter von Feuerstein


Hl. Georg am Bodensee: Blaue Reiter und blauer Ritter

Blauer Georg am Bodensee. Der heilige Georg (* im 3. Jahrhundert; † 23. April um 303) war ein Märtyrer, der zu Beginn der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian (284–305) gestorben sein soll. In den Ostkirchen wird er als Großmärtyrer und Erzmärtyrer verehrt. Auch in den russischen Ikonen wird er immer wieder als legendärer Drachentöter, Befreier und Märtyrer abgebildet. Er ist zudem einer der verehrtesten Heiligen im Christentum, ein archetypischer Ausdruck eines "programmatischen Weltverbesserungsgedankens"

Der "Blaue Reiter", das Titelbild des Almanachs von 1911 war ein in Holz geschnittener Reiter, eine Reminiszenz an die Tradition vor allem der russischen Ikonenmalerei. Kandinsky liebte das Motiv des heiligen Drachentöters zu Pferd. Er gilt als Märtyrer, der oft mit Pferd und Fahne als Drachenbekämpfer dargestellt ist. Der Drache steht symbolisch für den "Teufel und alle dämonischen Kräfte". Somit versinnbildlicht der Drachenbekämpfer einerseits Ritterlichkeit und andererseits den Kämpfer gegen Heidentum und Aberglaube. Zur Farbe Blau, die das Bild dominiert, schrieb Kandinsky:

„Je tiefer das Blau wird, desto tiefer ruft es den Menschen in das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und schließlich Übersinnlichem. Es ist die Farbe des Himmels."

Hermann der Lahme. Das Georgslied wiederum ist eine althochdeutsche Dichtung, entstanden gegen Ende des 9. Jahrhunderts. Die Entstehung des Georgsliedes auf der Reichenau am Bodensee scheint wahrscheinlich. Durch den Mainzer Erzbischof und Reichenauer Abt Hatto III. (891–913) gelangten Georgsreliquien zur Georgskirche in Reichenau. Auch der sprachliche Befund des Georgsliedes verweist unter anderem auf die Reichenau. Um die Mitte des 11. Jahrhunderts verfasste Hermann von Reichenau († 1054) - berühmt als Hermann der Lahme, der Universalgelehrte seiner Zeit, eine „Geschichte des heiligen Georgs“, eine lateinische Dichtung, die aber leider verloren gegangen ist.

Kandinsky am Bodensee. Er hält sich von August bis November 1914 in unmittelbarer Vorarlberger Nachbarschaft auf. Wegen des Ausbruches des I. Weltkrieges flüchtete er mit seiner Lebensgefährtin Gabriele Münter nach Goldach am Bodensee. Er wohnte dort in der Villenanlage Mariahalde von Jeannette (von) Lingg und arbeitete bereits an seinem 1926 erscheinenden Werk "Punkt und Linie zu Fläche". Paul Klee besuchte die beiden dort, wie Kandinsky noch am 8. November 1914 an Franz Marc schreibt.

Franz X. Reiter aus Höchst. Franz X. Reiter (* 14. Dezember 1875 in Gmunden; † 9. Februar 1918 Freistadt) lebte etwa ab dem dritten Lebensjahr in Höchst. Er besuchte zu seiner künstlerischen Ausbildung die Glasmalereischule und die Staatsgewerbeschule in Innsbruck. Von 1897 bis 1905 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München, u.a. auch bei dem Professors für Religiöse Malerei Martin Ritter von Feuerstein (* 6. Januar 1856 in Barr, Elsass; † 13. Februar 1931 in München).

Martin Ritter von Feuerstein - Riezlern. Feuersteins Vorfahren, ebenfalls Künstler, stammten aus dem Kleinwalsertal. Von ihm und seinen Schülern der Meisterklasse der Akademie der Bildenden Künste München wurde in den Jahren 1903 und 1904 die Ausmalungen der römisch-katholische Pfarrkirche Maria Opferung in Riezlern im Kleinwalsertal vorgenommen. Er gilt auch als ein später Repräsentant der Nazarener.

Der blaue Ritter von Franz Reiter. Reiter inszenierte just 1911 - also zeitparallel zu Kandinsky sein Deckengemälde für die neue Milberthofener St. Georgskirche in München. Das königliche Staatsministerium für Kirchen- und Schulangelegenheiten 1911 einen Wettbewerb unter „den in Bayern lebenden Künstlern aus“. Daraus ging unter 47 Mitbewerbern mit dem Entwurf „Sturm“, des in Vorarlberg lebenden und in München wirkenden Malers Franz Reiter als Sieger hervor. Der erste Preis war ihm zuerkannt worden, weil „die wohlbefriedigende Komposition im vollen Einklang mit der Architektur steht“.

Das längsovale geschwungene Deckenbild, das in der Länge ungefähr 12,40 Meter, in der Breite 7,50 Meter maß, enthielt ebenfalls den Kirchenheiligen. Seine realistische Version des Drachenkampfes inszenierte Reiter an der östlichen Schmalseite des Bildfeldes. Sie war das erste Bild, das an der Decke beim Eintritt in die Kirche sichtbar wurde. Georg sprengt in einer blauen Rüstung auf einem Schimmel herbei und tötet den Drachen, der sich unter ihm windet, mit einem Lanzenstich. Reiter setzte Wolken, Dunst und das Licht des Himmels als pittoreske Elemente ein. Nach FranzReiters eigenem Bekunden waren es vor allem eine romantische Begeisterung für atmosphärische Ausnahmezustände über dem Bodensee, die den Maler Franz Reiter zu diesem Wolkenmotiv inspirierten. Der Titel seiner Einreichung annte sich aus diesem Grunde "Sturm".

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Montag, 27. Oktober 2014

Biotopinventare der Gemeinden Vorarlbergs zum Download




Unter BIOTOP wird in diesem Inventar der Standort einer in sich mehr oder weniger geschlossenen Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren verstanden. Klassisches Beispiel für einen Biotop wäre etwa ein Weiher, es kann aber genauso ein Waldstück, eine Wiese etc. sein.

Häufig bilden einzelne Biotope in sich zusammenhängende Komplexe aus, wie etwa ein Quellmoor mit der Quelle als Einzelbiotop und den angrenzenden nassen "Quellsümpfen". Dann wird von BIOTOPKOMPLEX gesprochen. Besonders Großtiere haben Biotop übergreifende Reviere, oder ganze Landschaftsteile bilden einen geschlossenen und vielfältigen Lebensraum von besonderer Schutzwürdigkeit (z.B. Kanisfluh). In diesem Fall wird von einem GROSSRAUMBIOTOP gesprochen.

Grundsätzlich ist Biotop ein allgemeiner Begriff. Ein Biotop muss nicht von vorne herein besonders oder überhaupt schutzwürdig sein. Auch ein Garten ist z.B. ein Biotop mit Kultur- und Wildpflanzen und einer großen Zahl an Tieren - beliebte und unbeliebte - sei es im Boden oder an Pflanzen. Den Rahmen für die Beurteilung besonderer Schutzwürdigkeit haben die einschlägigen Landesgesetze vorgegeben. Die Aufnahme eines Biotops ins Inventar heißt aber nicht, dass die Fläche dadurch "automatisch" geschützt ist. Es handelt sich hingegen um informelle Vorbehaltsflächen, in andern Worten um "Hinweistafeln" auf besonderen Wert und nicht um Stoptafeln.

Die Biotopflächen sind auch digital erfasst und können über den VOGIS Atlas eingesehen werden. Der Bericht steht für jede Gemeinde Vorarlbergs als PDF-Download zur Verfügung.

Mehr + Download:
Aktuelles Biotopinventar (2010) der Gemeinden Vorarlbergs zum Download

Dienstag, 28. Februar 2012

Biotopinventare der Gemeinden Vorarlbergs zum Download



Unter BIOTOP wird in diesem Inventar der Standort einer in sich mehr oder weniger geschlossenen Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren verstanden. Klassisches Beispiel für einen Biotop wäre etwa ein Weiher, es kann aber genauso ein Waldstück, eine Wiese etc. sein.

Häufig bilden einzelne Biotope in sich zusammenhängende Komplexe aus, wie etwa ein Quellmoor mit der Quelle als Einzelbiotop und den angrenzenden nassen "Quellsümpfen". Dann wird von BIOTOPKOMPLEX gesprochen. Besonders Großtiere haben Biotop übergreifende Reviere, oder ganze Landschaftsteile bilden einen geschlossenen und vielfältigen Lebensraum von besonderer Schutzwürdigkeit (z.B. Kanisfluh). In diesem Fall wird von einem GROSSRAUMBIOTOP gesprochen.

Grundsätzlich ist Biotop ein allgemeiner Begriff. Ein Biotop muss nicht von vorne herein besonders oder überhaupt schutzwürdig sein. Auch ein Garten ist z.B. ein Biotop mit Kultur- und Wildpflanzen und einer großen Zahl an Tieren - beliebte und unbeliebte - sei es im Boden oder an Pflanzen. Den Rahmen für die Beurteilung besonderer Schutzwürdigkeit haben die einschlägigen Landesgesetze vorgegeben. Die Aufnahme eines Biotops ins Inventar heißt aber nicht, dass die Fläche dadurch "automatisch" geschützt ist. Es handelt sich hingegen um informelle Vorbehaltsflächen, in andern Worten um "Hinweistafeln" auf besonderen Wert und nicht um Stoptafeln.

Die Biotopflächen sind auch digital erfasst und können über den VOGIS Atlas eingesehen werden. Der Bericht steht für jede Gemeinde Vorarlbergs als PDF-Download zur Verfügung.

Mehr + Download:
Aktuelles Biotopinventar (2010) der Gemeinden Vorarlbergs zum Download

Samstag, 25. Juni 2011

Ein (statistischer) Blick auf die Gemeinden Vorarlbergs

"Ein Blick auf die Gemeinde"
ist eine regionale Information der Statistik Austria und bietet anhand von Tabellen und Grafiken einen durchgehenden Vergleich der gewählten Gemeinde Vorarlbergs mit dem politischen Bezirk bzw. dem Bundesland, in dem sie liegt. Insgesamt sind es 55 Datenblätter die in ihrer Gesamtheit kostenpflichtig sind.

Acht der insgesamt 55 Datenblätter werden allerdings auch kostenlos online bereit gestellt. Zusätzlich zu diesen acht ausgewählten Blättern werden weitere wichtige Daten aus der Großzählung 2001 und zur Bevölkerungsentwicklung angeboten. Ein unverzichtbarer Behelf für örtliche Gemeindefunktionäre.


Ein Blick auf die Gemeinde
* Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsveränderung nach Komponenten
* Wohnungen (Hauptwohnsitze) nach Wohnraumanzahl
* Wohnbaustatistik
* Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Flächen nach Erwerbsart
* Ordentliche Gebarung der Gemeinde
* Außerordentlicher Haushalt und pro Kopf-Ziffern
* Steuereinnahmen und Gemeindesteuer pro Kopf
* Erläuterungen

Probezählung 2006
* Einwohnerzahl 31.10.2006

Aktuelle Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung
* Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsstruktur

Volkszählung 15. Mai 2001
* Wohnbevölkerung und Bürgerzahl
* Demografische Daten
* Wohnbevölkerung nach Ortschaften
* Lebensunterhalt
* Bildung, Schüler/Studenten, Familie, Haushalte
* Erwerbs- und Schülerpendler; berufliche und wirtschaftliche Merkmale
* Erwerbspendler nach Pendelziel
* Erläuterungen

Gebäude- und Wohnungszählung 15. Mai 2001
* Gebäude und Wohnungen
* Erläuterungen

Arbeitsstättenzählung 15. Mai 2001
* Arbeitsstätten und Beschäftigte
* Arbeitsstätten und Beschäftigte im Vergleich zu 1991
* Erläuterungen

Mehr + Download:
Ein Blick auf die Gemeinden in Vorarlberg