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Mittwoch, 11. Januar 2023

[ #Sulz ] Pogrom in Sulz 1744: Von der Synagoge zur "Vorarlberger Landeskristallnacht"

Im Pogrom von 1744 wurden die Sulzer Juden vertrieben und ihre Häuser zerstört.

Am 23. und 24. Dezember 1744 rottete sich die christliche Bevölkerung zusammen, um die Häuser der Juden zu plündern und zu zerstören und die jüdische Bevölkerung zu misshandeln und zu vertreiben. Was sich damals im "Raubzuges von Sulz" (Rabbiner Aron Tänzer) kurz vor Weihnachten 1744 in Sulz abspielte, stellt sich als eine "Landeskristallnacht" (Burmeister) dar, als deren geistige Urheber die Vörarlberger Landstände anzusehen sind, deren judenfeindliche Politik seit 200 Jahren angehalten hatte.

Zwischen 1676 und 1744 bestand in Sulz eine kleine Landjudengemeinde. Noch 1738 - also just in dem Jahr in dem Joseph Süß Oppenheimer in Stuttgart erwürgt wurde - schien es so, als ob trotz der ständigen Neidgenossenschaft und Interventionen der Vorarlberger Landstände (welche in der Vorarlberger Geschichtsschreibung gerne als demokratisch mystifiziert werden) eine Symagoge in Sulz errichtet werden könnte. Jedenfalls bestand eine Art Gebetsraum. Er wurde wahrscheinlich in einem Flügel eines Hauses eingerichtet, das von einer jüdischen Familie verlassen wurde, als diese nach Hohenems zurückkehrte. Nur sechs Jahre - bis 1744 - war dieses Bethaus in Gebrauch.


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Dienstag, 28. Februar 2012

Ein (statistischer) Blick auf die Gemeinden Vorarlbergs



"Ein Blick auf die Gemeinde"ist eine regionale Information der Statistik Austria und bietet anhand von Tabellen und Grafiken einen durchgehenden Vergleich der gewählten Gemeinde Vorarlbergs mit dem politischen Bezirk bzw. dem Bundesland, in dem sie liegt. Insgesamt sind es 55 Datenblätter die in ihrer Gesamtheit kostenpflichtig sind.

Acht der insgesamt 55 Datenblätter werden allerdings auch kostenlos online bereit gestellt. Zusätzlich zu diesen acht ausgewählten Blättern werden weitere wichtige Daten aus der Großzählung 2001 und zur Bevölkerungsentwicklung angeboten. Ein unverzichtbarer Behelf für örtliche Gemeindefunktionäre.


Ein Blick auf die Gemeinde
* Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsveränderung nach Komponenten
* Wohnungen (Hauptwohnsitze) nach Wohnraumanzahl
* Wohnbaustatistik
* Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Flächen nach Erwerbsart
* Ordentliche Gebarung der Gemeinde
* Außerordentlicher Haushalt und pro Kopf-Ziffern
* Steuereinnahmen und Gemeindesteuer pro Kopf
* Erläuterungen

Probezählung 2006
* Einwohnerzahl 31.10.2006

Aktuelle Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung
* Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsstruktur

Volkszählung 15. Mai 2001
* Wohnbevölkerung und Bürgerzahl
* Demografische Daten
* Wohnbevölkerung nach Ortschaften
* Lebensunterhalt
* Bildung, Schüler/Studenten, Familie, Haushalte
* Erwerbs- und Schülerpendler; berufliche und wirtschaftliche Merkmale
* Erwerbspendler nach Pendelziel
* Erläuterungen

Gebäude- und Wohnungszählung 15. Mai 2001
* Gebäude und Wohnungen
* Erläuterungen

Arbeitsstättenzählung 15. Mai 2001
* Arbeitsstätten und Beschäftigte
* Arbeitsstätten und Beschäftigte im Vergleich zu 1991
* Erläuterungen

Mehr + Download:
Ein Blick auf die Gemeinden in Vorarlberg

Biotopinventare der Gemeinden Vorarlbergs zum Download






Unter BIOTOP wird in diesem Inventar der Standort einer in sich mehr oder weniger geschlossenen Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren verstanden. Klassisches Beispiel für einen Biotop wäre etwa ein Weiher, es kann aber genauso ein Waldstück, eine Wiese etc. sein.

Häufig bilden einzelne Biotope in sich zusammenhängende Komplexe aus, wie etwa ein Quellmoor mit der Quelle als Einzelbiotop und den angrenzenden nassen "Quellsümpfen". Dann wird von BIOTOPKOMPLEX gesprochen. Besonders Großtiere haben Biotop übergreifende Reviere, oder ganze Landschaftsteile bilden einen geschlossenen und vielfältigen Lebensraum von besonderer Schutzwürdigkeit (z.B. Kanisfluh). In diesem Fall wird von einem GROSSRAUMBIOTOP gesprochen.

Grundsätzlich ist Biotop ein allgemeiner Begriff. Ein Biotop muss nicht von vorne herein besonders oder überhaupt schutzwürdig sein. Auch ein Garten ist z.B. ein Biotop mit Kultur- und Wildpflanzen und einer großen Zahl an Tieren - beliebte und unbeliebte - sei es im Boden oder an Pflanzen. Den Rahmen für die Beurteilung besonderer Schutzwürdigkeit haben die einschlägigen Landesgesetze vorgegeben. Die Aufnahme eines Biotops ins Inventar heißt aber nicht, dass die Fläche dadurch "automatisch" geschützt ist. Es handelt sich hingegen um informelle Vorbehaltsflächen, in andern Worten um "Hinweistafeln" auf besonderen Wert und nicht um Stoptafeln.

Die Biotopflächen sind auch digital erfasst und können über den VOGIS Atlas eingesehen werden. Der Bericht steht für jede Gemeinde Vorarlbergs als PDF-Download zur Verfügung.

Mehr + Download:
Aktuelles Biotopinventar (2010) der Gemeinden Vorarlbergs zum Download

1.6.10/28.2.12/