Mittwoch, 15. Mai 2019

[ #Dornbirn ] Herta-Maria Witzemann - in Dornbirn geborene Stararchitektin


In Vorarlberg vergessen?

Herta-Maria Witzemann wurde am 10. Dezember 1918 in Dornbirn als Tochter von Johann (11.12.1879) und Klara Witzemann (geb. Rhomberg, 12.8.1884) geboren. Ursprünglich stammten die Witzemanns aus Hohenems. Der Vater war Realschullehrer in Reutlingen, wohin seine Familie mit ihm verzogen ist. Dort ging Herta-Maria Witzemann von 1924 bis 1937 in die Grundschule und das Realgymnasium. Ungewöhnlich auch für eine Frau damals, dass sie ihr Studium erst nach einem Praktikum bei einem Schreiner aufnahm.

Kunstgewerbeschule Wien. Auch Herta-Maria Witzemann (*1918 in Dornbirn / † 1999 in Ludwigsburg/D) hatte wie die durch die Frankfurter Küche berühmt gewordene Margarete Schütte-Lihotzky an der Kunstgewerbeschule in Wien, aus der die heutige Universität für angewandte Kunst Wien hervorgegangen ist, studiert. Freilich in anderen Zeiten. Trotz Anfeindungen durch den Nationalsozialismus lehrte dort noch Oswald Haerdtl. Margarete Schütte-Lihotzky und Oswald Haerdtl, waren u.a. im "Roten Wien" an der Werkbundsiedlung beteiligt. Herta-Maria Witzemann war nach ihrem Diplom Assistentin in der Fachklasse von Haerdtl in Wien und Mitarbeiterin im Atelier Haerdtls.


Haerdtl gestaltete übrigens die Räume von Bundeskanzler Leopold Figl am Ballhausplatz und die aus Dornbirn stammende Innenarchitektin richtete später (1963) dem deutschen Bundeskanzler Erhard seinen Kanzlerbungalow ein und leitete 1967 den Umbau. Auch dem saudiarabischen König verschönerte sie seinen Palast. Zu ihren Werken gehören die Raumgestaltung der Rathäuser in Reutlingen, Pforzheim, Gerlingen, Bietigheim, Dürrheim und St. Georgen, die Rundfunk- und Fernsehstudios für den Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart, die Kurhäuser der Bäder Krozingen, Dürrheim und Buchau, etliche Verwaltungsgebäude, das Spielkasino und Kurhaus Baden-Baden, das Wilhelmspalais, das Neue Schloss und der Landtag von Baden-Württemberg in Stuttgart, die Restaurants des Stuttgarter und Mannheimer Fernsehturms, ...

Starke Frau. Die gebürtige Dornbirnerin avancierte zur Stareinrichterin, Von ihren Fans wird sie gern mit ihrem Leitsatz, „man muss einem Raum dienen können“ zitiert. Bereits 1948 war sie selbstständig. Ab 1952 Professorin für Möbelbau, avancierte sie in den 1950er Jahren zu einer beachteten Persönlichkeit mit Bedeutung über Deutschlands Grenzen hinaus. 1957 erhielt sie eine Silbermedaille auf der Triennale in Mailand, damals die wichtigste internationale Designschau. Klassisch ist der von ihr entworfene runde Bistrotisch, der bis heute in Produktion ist und den wir alle aus vielerlei Kaffeehäusern kennen.

Ihrer Initiative ist auch die Einführung des Diplomabschlusses für Innenarchitekten an der Stuttgarter Kunstakademie zu verdanken. Bis dahin gab es ein solches an keiner Hochschule Deutschlands. Auch wenn ihre Karriere so leichtfüßig klingt, immerhin war sie gar Präsidentin des Bundes Deutscher Innenarchitekten, so hat sie sich als Frau ihr Selbstbewusstsein erst erkämpfen müssen, denn, so bedauerte sie, „wir Mädchen haben davon in der Kindheit viel zu wenig mitbekommen“.

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Dienstag, 14. Mai 2019

[ #Hohenems ] Ein Pionier der Pille: Eugen Steinach aus Hohenems

Einstein, Freud und Steinach
Elf mal war er für den Nobelpreis vogeschlagen worden. In den 1920er Jahren wussten alle, was es heißt, sich "steinachen" zu lassen. Rund 40 Jahre Wissenschafts- und Medizingeschichte liegen zwischen dem "Steinach-Rummel" der 1920er Jahre und der ersten Markteinführung eines Ovulationshemmers.

Steinachgasse. Nicht nur in medizinischen Kreisen sondern sogar in den literarischen Salons der großen Welt genoss der aus Hohenems in Vorarlberg stammende Eugen Steinach (1861-1944) höchste Anerkennung. Durch seine Forschungen über die Physiologie der Hormon-Drüsen lieferte er wesentliche Grundlagen für die Entwicklung der Antibabypille. Zwischen 1921 und 1938 wurde er nicht weniger als elfmal für den Nobelpreis vorgeschlagen. Im Jahr 1955 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Steinachgasse nach ihm benannt.

Steinachs Forschungen. Der UFA-Palast am Zoo präsentierte 1922 einen ungewöhnlichen Dokumentarfilm. "Steinachs Forschungen" lassen angeblich einen Menschheitstraum in Erfüllung gehen: die ewige Jugend. Altersbekämpfung durch Hormone sorgt bis heute für Schlagzeilen, obwohl sie wissenschaftlich mehr als umstritten ist.


Dieser UFA-Film regte nicht nur das Interesse der Kinobesucher an, sondern auch das des Pharmaunternehmens Schering-Kahlbaum in Berlin. Das Schering-Hauptlabor begann 1923 mit der Hormonforschung. Es kooperierte mit dem Autor des Films dem Hohenemser Eugen Steinach (1861-1944) und dessen Assistenten Walter Hohlweg (1902-1992). 1928 wechselte dieser zur Schering AG und machte dort mit Hans Herloff Inhoffen bedeutende Entdeckungen, die den Weg zur Entwicklung von Ovulationshemmern eröffnete.

Viel später hatte sich dann herausgestellt, dass mit den Entdeckungen Steinachs die Möglichkeit geschaffen war, empfängnisverhütende "Pillen" auf den Markt zu bringen. Er gilt damit als Spiritus rector des ersten zyklusregulierenden Hormonpräparats. Obwohl Eugen Steinach weltberühmt war, wurden sein Laboratorium und seine Forschungsarbeiten 1938 mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten beschlagnahmt und zerstört. Er selber konnte 1938 nach einer Vortragsweise in die Schweiz nicht mehr nach Österreich zurückkehren. Seine Frau Antonie beging Selbstmord.

Eugen Steinach (*22.1.1861-†14.5.1944). Eugen Steinach entstammt einer bedeutenden jüdischen Arztfamilie, die über mehrere Generationen in Hohenems ansässig war. Bereits sein Vater Simon Steinach war physioligisch-wissenschaftlich tätig und führte als einer der ersten in Vorarlberg die antiseptische Wundbehandlung ein.

Eugen Steinach war Physiologe und Sexualforscher (* 22. Januar 1861 in der Jüdischen Gemeinde in Hohenems; † 14. Mai 1944 in Territet bei Montreux), Enkel von Wilhelm Steinach, Sohn von Simon Steinach. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Feldkirch studierte Eugen Steinach 1879/80 Chemie und Zoologie an der Universität Genf, ab 1880 Medizin an den Universitäten Wien und Innsbruck. 1886 promovierte er zum Dr. med. der Univ. Innsbruck.

Von 1886 bis 1888 war Eugen Steinbach Assistent am Physiologischen Institut in Innsbruck, ging danach als Assistent nach Prag, wo er sich 1890 für Physiologie an der deutschen Universität habilitierte: Ab 1895 als ao. Professor und ab 1906 ordentlicher Professor. In Prag gründete er 1903 das erste Laboratorium für allgemeine und vergleichende Physiologie an einer deutschsprachigen Universität und war bis 1912 deren Vorstand.

1912 schaffte er in Wien die von ihm bis 1932 geleitete Physiologische Abteilung an der Biologischen Versuchsanstalt der Akademie der Wissenschaften, ab 1919 war er Professor für Physiologie an der Universität Wien. 1932 ging er in den Ruhestand.

Eugen Steinach forschte am anatomischen Institut der Universität Wien bei Emil Zuckerkandl zur Funktion der Drüsen. 1909 erhielt er den Ignaz-Lieben-Preis (eine Art österreichischer Nobel-Preis) für seine Untersuchungen über die Summation von Nervenreizen, 1918 ein zweites Mal für seine experimentellen Arbeiten über die Pubertätsdrüsen der Säugetiere.

Ab 1923 sind ihm in Zusammenarbeit mit dem deutschen Pharmaunternehmen Schering-Kahlbaum wesentliche Vorarbeiten für das erste Hormonpräparat Progynon (1928) zu verdanken. Gemeinsam mit anderen Forschern gelang ihm bis 1935 die chemische Strukturanalyse der Sexualhormone als Basis zur Synthese, wodurch 1938 das erste synthetische Hormonpräparat hergestellt werden konnte.

Hormonforscher. Eugen Steinach war Dr. h.c. der Universität Rostock, verfasser über 60 Aufsätze und Bücher, 1921–38 wurde er elfmal für den Nobelpreis für Physiologie und Medizin vorgeschlagen. Berühmt wurde er durch die Steinach-Operation ("Steinachsches Verfahren"), die Vasoligatur, eine nicht unumstrittene Methode, bei der durch Durchtrennung der Samenleiter die körpereigene Produktion von Testosteron angeregt und verjüngende Effekte erzeugt werden sollten.

Steinach gilt als der bekannteste Hormonforscher seiner Zeit, und seine Methoden wurden auch in der Veterinärmedizin erfolgreich angewendet. Karl Kraus erwähnte ihn mehrmals in der "Fackel", er zählte zum Bekanntenkreis Arthur Schnitzlers, 1920 schrieb der Komponist und Musikdirektor Willy Kaufmann den Foxtrott "Steinach Rummel", und im Simplicissimus wird in 23 Beiträgen auf ihn bzw. auf den von ihm ausgelösten Rummel bezug genommen. Sein 1923 im UFA-Filmpalast in Berlin uraufgeführter Film stellte seine endokrinologischen Forschungen einem breiten Publikum vor.

Nationalsozialismus. Eugen Steinach war in jener Zeit auch häufig Ziel antisemitischer Angriffe und Karikaturen. Er beendete nach der Beschlagnahmung seiner Bibliothek und seiner Forschungsunterlagen durch die Nationalsozialisten im März 1938 seine wissenschaftliche Karriere. 1938 verblieb er nach einer Vortragsreise in der Schweiz, wo er nach dem Selbstmord seiner Frau Antonie im Exil lebte.

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[ #Blons ] Lawinenkatastrophe (1954) in Vorarlberg


Die Sondermarke zur Lawinenkatastrophe des Jahres 1954 in Vorarlberg zeigt allerdings eine verschneite Tiroler Ortschaft, St. Christoph am Arlberg.

Sonderpostmarke. Die Post- und Telegraphenverwaltung gab über Ermächtigung der Bundesregierung vom 2. Februar 1954 zugunsten der Lawinenopfer 1954 eine Sonderpostmarke zum Nennwert von einem Schilling und einem Zuschlag von 20 Groschen, Verkaufspreis also 1,20 S, heraus. Der Erlös des Zuschlages wurde dem Lawinenfonds der österreichischen Bundesregierung gewidmet. Infolge der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit wurde als Sonderpostmarke eine Aufdruckmarke herausgegeben. Als Marke wurde die Wertstufe 2,- S der Landschaftsserie 1945/47 mit dem Bild von St. Christoph am Arlberg gewählt. Auf der in leicht geänderter - blaugrüner - Farbe hergestellten Sonderpostmarke wurden in Groteskschrift in zwei Zeilen die Legende "Lawinenopfer 1954", ferner die neue Wert- und Zuschlagsangabe sowie die Währungsbezeichnung aufgedruckt. Die Wahl dieser Marke erfolgte lediglich, weil auf ihr eine Gebirgslandschaft im Schnee dargestellt ist und sich die Komposition des Bildes für den Überdruck besonders eignete - das Unglück selbst hat sich ja nicht in dieser Gegend ereignet.

Lawinenkatastrophe 1954 in Vorarlberg. Sie hatte ihren Schwerpunkt im Großen Walsertal, dort besonders die Gemeinden Blons, Sonntag, Fontanella und St. Gerold. Sie umfasste auch das Montafon, dort besonders Bartholomäberg, das Klostertal, dort besonders Dalaas, den Bregenzerwald, dort besonders Mellau und Hittisau.


Im Großen Walsertal gingen vom 10. bis 12. Jänner 1954 über 100 Lawinen ab. 147 Menschen wurden verschüttet, 80 kamen sofort ums Leben oder starben bald an ihren Verletzungen. 46 Häuser und 92 Ställe wurden total zerstört, viele Gebäude schwer beschädigt. Dazu kam der große Verlust an Vieh und Habe. Allein in Blons verschütteten Lawinen 96 der 365 Bewohner, 55 starben. 28 Häuser und 46 Ställe wurden zerstört.

Am 9. Dezember 1953 maß man in der Vorarlberger Berggemeinde Blons im Walsertal gar 30 Grad und Frühlingsblumen sprießten. Seit Jahrhunderten hatten die Walser Bergbauern mit der Unberechenbarkeit des Wetters leben gelernt, doch dieser warme Herbst ist beängstigend. Einen Monat später beginnt ein Winter, den man in Vorarlberg nie vergessen wird: binnen 24 Stunden fallen bis zu 2 Meter Schnee, es besteht höchste Lawinengefahr. Der an sich natürliche Lawinenschutz, der Bannwald, wurde von den traditionell großen Walserfamilien bereits über die Jahrhunderte dezimiert. Sie hatten ihn gerodet, um mehr Platz für Mensch und Vieh zu schaffen, einfach um ihre karge Existenz zu sichern.

Innerhalb zweier Tage gingen in ganz Vorarlberg gar 388 Lawinen ab, 270 Menschen wurden verschüttet, knapp die Hälfte von ihnen starb. Einen ganzen Tag lang war die Gemeinde Blons, waren die Überlebenden mit der Tragödie allein, denn die Telefonleitungen waren verschüttet und "tot", die Straßen unpassierbar. Mit bloßen Händen suchten die Menschen nach ihren Angehörigen, häufig eben auch Kinder. Als die Behörden endlich von der Katastrophe erfuhren, setzte eine Völkerwanderung ein: B-Gendarmerie, Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Hunderte Freiwillige aus dem In- und Ausland nahmen den Weg ins tief verschneite Walsertal.

Erinnerungswege. Drei Erinnerungswege und die Lawinen Dokumentation in Hüggen und im Gemeindezentrum Blons erinnern an die Lawinenkatastrophe im Jänner 1954 und dokumentieren den Wiederaufbau und die Schutzmaßnahmen, die getroffen wurden.


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Mittwoch, 8. Mai 2019

[ #Vorarlberg ] Rad- und Mountainbikewege in Vorarlberg online


Vorarlberg bietet mit seiner landschaftlichen Vielfalt auf kleinem Raum die besten Voraussetzungen für das Radwandern und Mountainbiken. 

Gemächliche Höhenwege, Mountainbike-Safaris, herausfordernde Gipfeltouren. Hier der Bergsee, dort die Alpweide, am Horizont Felsen und Hochgebirge. Ausblicke, die immer wieder aufs Neue begeistern. Vom Bodensee bis hinauf in die Bergwelt von Arlberg, Silvretta und Rätikon. Für Ausflüge mit dem Rad oder Mountainbike sind Vorarlbergs Landschaften wie geschaffen.

Ein landesweit markiertes und beschildertes Radwegenetz und ein im Aufbau befindliches Mountainbike- und Radwegenetz laden ein, Vorarlberg mit vielen Überraschungen zu erleben und zu erkunden. Das Wegenetz für Radfahrer und Mountainbiker liegt auch in digitaler Form online und kostenlos nutzbar vor. Dazu sind sie sortiert als Mountainbike-Touren zwischen leicht, mittel und schwer und als Radtouren.

Verhaltensregeln für Mountainbiker. Mountainbikerouten führen in ein Gelände, in dem besondere Anforderungen an die Eigenverantwortung der Mountainbiker gestellt werden. So können Steine und Bäume den Weg kurzfristig unpassierbar machen oder der Weg führt durch ein Steilgelände an Gefahrenstellen vorbei, wo Absturzgefahr besteht. Durch die Bewirtschaftung der Wälder und Alpen ist auch jederzeit mit Gegenverkehr, abgestellten Fahrzeugen oder Wegsperren zu rechnen. Beim Mountainbiking ist es wichtig, dass gewisse Verhaltensregeln eingehalten werden, um Konfrontationen mit anderen Nutzergruppen zu vermeiden und um die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Dazu gehören vor allem:
  • Verantwortungsvolles Fahren mit kontrollierter Geschwindigkeit und auf halbe Sicht, besonders bei Kurven, da jederzeit mit Hindernissen zu rechnen ist (zB Steine, Äste, Wegschäden, zwischengelagertes Holz, Weidevieh, Weidegatter, Schranken, Fahrzeuge und Forstmaschinen, Wegsperren usw).
  • Wanderer und Fußgänger haben Vorrang. Rücksichtsvolles Überholen erfolgt im Schritttempo.
  • Die land- und forstwirtschaftliche Bewirtschaftung hat auf den freigegebenen Wegen Vorrang. Weidegatter sind wieder zu schließen, vorübergehende Wegsperren werden eingehalten.
  • Die vorgesehenen, beschilderten Strecken nicht verlassen. Damit werden Natur- und Wildlebensräume geschont.
Eine gute Tourenplanung nimmt Rücksicht auf die Schwierigkeit der Strecke und das eigene Können. Dazu gehören auch Helm, Schutzausrüstung und ein technisch einwandfreies Mountainbike.

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Donnerstag, 2. Mai 2019

[ #Vorarlberg ] Kleine Warenkunde zum "Sura Kees" (Vorarlberger Sauerkäse)


Sura Kees (zu deutsch: Sauermilchkäse) wird auf den Alpen Vorarlbergs - so zumindest der nicht ganz ungewöhnliche Glaube der Landwirtschaft - seit Beginn der Nutzung der Bergweiden hergestellt.  Im Montafon kann die Erzeugung von Käse schon 1240 belegt werden.

Eine Website präsentiert Informationen über das regionale Erbe unserer Lebensmittelkultur - viele traditionelle Lebensmittelspezialitäten haben eine große wirtschaftliche Bedeutung und tragen wesentlich zur Stärkung der kulturellen Identität einer Region bei.

Kulinarisches Erbe. Auf Initiative des Lebensministeriums wurde in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Kulinarisches Erbe Österreich ein Register der traditionellen Österreichischen Spezialitäten erstellt. Traditionsreiche Produkte und Spezialitäten aus Österreich sollen so bekannter und deren besonderer Wert bewusster gemacht werden. Aus der Region Vorarlberg sind derzeit acht Produkte indexiert: Fraxner Kirsch / Fraxner Kriasiwasser, Subirer, Großwalsertaler Bergkäse, Jagdberger Heumilchkäse, Vorarlberger Alpkäse, Vorarlberger Bergkäse, der Ländle Apfel und der Montafoner Sura Kees. Dieser ist sicherlich mehr als nur eine Marketingbezeichnung sondern tatsächlich ein traditionelles regionales Produkt ohne welches Käsknöpfle niemals wie Käsknöpfle schmecken.

Sura Kees. Sura Kees (zu deutsch: Sauermilchkäse) wird auf den Alpen Vorarlbergs - so zumindest der nicht ganz ungewöhnliche Glaube der Landwirtschaft - seit Beginn der Nutzung der Bergweiden hergestellt. In Vorarlberg werden heute jährlich rund 2,5 Millionen kg Milch zu rund 250.000 kg Sura Kees verarbeitet. Für die Herstellung eines Laibes Sura Kees benötigt man je nach Eiweißgehalt zwischen 10 und 12 Liter Milch. Auf den zwölf Sennalpen im Montafon produzieren rund 800 Kühe die Milch für den Montafoner Sura Kees. Zusätzlich werden auf diesen Sennalpen 30.000 kg Sauerrahmbutter für den Eigengebrauch hergestellt.

Historische Belege. Jedenfalls kann im Montafon die Erzeugung von Käse bis in das Jahr 1240 zurückverfolgt werden; aus diesem Zeitraum stammt die erste urkundliche Nennung des Namens Montafon ("Jacobus, der Priester von Satteins und sein Bruder Rudophus zinsen jährlich zehn Käse (üblichen) Wertes...." aus dem "Necrologium Curiense" des Churer Domkapitels, um 1240). Mit sehr großer Sicherheit wurde aber schon lange vorher in Vorarlberg Käse hergestellt, denn die Kelten, sie gelten als die Pioniere der Käserei im Alpenraum, besiedelten Vorarlberg bereits vor Christi Geburt. Das beweisen Funde von Gebrauchsgegenständen der Kelten nicht nur in den Tälern, sondern auch auf Alpen und Bergpässen Vorarlbergs.

Alp-Sennerei. Wurde in späterer Folge die Sura Kees-Erzeugung auch durch den aufkommenden Labkäse auf die Seite gedrängt, ist das Wissen um das SauerKäsen bis heute erhalten geblieben. Dies verdanken wir den Alpen im südlichen Teil Vorarlbergs, auf denen noch heute Sura Kees produziert wird, und aufgeschlossenen milchverarbeitenden Talbetrieben, die sich der traditionellen Sura Kees-Erzeugung angenommen haben.


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Sonntag, 28. April 2019

[ #Vorarlberg ] Elektrizität in Vorarlberg


Wasserkraft ist ein Kennzeichen der Vorarlberger Wirtschaft. 

Wie fing das an? Die erste permanente Stromerzeugung in Vorarlberg kam beim Bau des Arlbergtunnels zum Einsatz. In der Rotfärberei der Fa. F. M. Hämmerle in Dornbirn stand 1884 die erste mit Wasserkraft betriebene Gleichstromeigenanlage.

Die erste Vorarlberger Fabriksbeleuchtung hatte sieben Schuckert-Bogenlampen. Die erste öffentliche elektrische Beleuchtungsanlage fand sich hingegen ein Jahr später 1885 am Feldkircher Bahnhof.

Die 43seitige PDF Datei  ( Klaus Pfitzner: Elektrizität in Vorarlberg. Vom Luxusgut zur alltäglichen Selbstverständlichkeit) des Vorarlberger Wirtschaftsarchives sollte zum festen Bestand eines "virtuellen" Vorarlberger Heimatbuches gehören.

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Donnerstag, 25. April 2019

[ #Andelsbuch ] Jodok Fink: "Sommerzeit ist umgebracht"

Jodok Fink, Gemälde im Andelsbucher Rathaus

Im ersten Weltkrieg führten Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich als erste Staaten (1916) die Sommerzeit ein. Die habsburgische Kriegswirtschaft erhoffte sich damit eine Ressourceneinsparung in dem von ihr angezettelten Krieg, der Not und Elend auch an der"Heimatfront" verursachte. 

Kriegswirtschaft. Als die deutsch-österreichische Staatsregierung - mit den Folgen des von den Habsburgern hinterlassenen Desasters kämpfend für 1919 erneut eine Sommerzeit anordnete, beschlossen der Landesrat und die Vorarlberger Landesregierung, sie in Vorarlberg nicht einzuführen. "Mit Einführung bei uns gar keine Einsparungen verbunden",telegrafierten sie der Staatskanzlei. Als die Staatsregierung daraufhin ihre Vollzugsanweisung zurück nahm, telegrafierte Vizekanzler Jodok Fink nach Vorarlberg: "Sommerzeit ist umgebracht." Ab 1921 verzichtete auch Österreich auf die Sommerzeit.

Wiederauferstehung der Kriegswirtschaft. Eingeführt wurde die Sommerzeit erstmals am 30. April 1916 im Deutschen Reich, in Österreich-Ungarn und noch im selben Jahr auch in Irland. Die in Irland damals für die Sommerzeit eingeführte Bezeichnung „Daylight Saving Time“ (wörtlich übersetzt: „Tageslicht sparende Zeit“) beschreibt den Zweck, nämlich die Stundenzahl mit nutzbarem Tageslicht zu vergrößern.

Sie galt in Österreich bis 1920, in Ungarn bis 1919. Nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland galten ab 1940 die Sommerzeitreglungen des Deutschen Reichs, wieder eine kriegswirtschaftliche Maßnahme. Nach dem Krieg gab es in Österreich noch bis einschließlich 1948 eine Sommerzeit. In den 1970er Jahren wurde die Sommerzeit wieder aktuell. Sie hat ihren Ursprung in der Ölkrise von 1973 und sollte Energie sparen helfen. Energieersparnis war sie bekanntlich nicht. Österreich beschloss die Einführung der Sommerzeit erst 1979. 1980 wurde sie wie in Deutschland für die Zeit von März bis September wieder eingeführt. 1996 wurde sie wie in der gesamten EU bis Ende Oktober ausgedehnt.

Energieeinsparung brachte sie nie, da ist der Telegrammtext von Jodok Fink bis heute gültig. Ein Musterbeispiel für die Disziplinierung der europäischen Bevölkerung bleibt sie wohl noch lange.

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[ #Bludenz ] Die Bludenzer Reformatorenfamilie Kyber als Sprachschöpfer

Ex-libris Elias Kyber
Konrad Gesner (1516 – 1565) - einer der berühmtesten und wichtigsten Naturforscher  - hatte vielfältige Kontakte zu Vorarlbergern. Die bekannteste ist wohl die zu Rheticus (1514 – 1574), dessen Mitschüler er in der  Frauenmünsterschule in Zürich 1528 war .  Eine ganz besondere scheint jedoch die zu der Bludenzer Reformatorenfamilie Kyber gewesen zu sein.

Kurze und einfältige Form eines christl. Catechismi. Gesner war nach dem Tod von David Kyber der Herausgeber dessen "Lexicon rei herbariae trilingue". David und Elias Kyber waren Söhne des Bludenzer Spitalkaplans  Lucius Kyber (1490-1550) , der aufgrund seines Glaubens im Strassburger Exil lehrte, auch Pfarrer der Reichsstadt Gengenbach (Baden-Württemberg) war.  1545 erschien dort ein evangelischer Katechismus mit dem Wappen der Reichsstadt, für Gengenbach und die Nachbartäler (Kurze und einfältige Form eines christl. Catechismi für die Kirche zu Gengenbach, 1545), herausgegeben und dem Stadtrat gewidmet von den drei damaligen Prädikanten Lucius Kyber, Thomas Lindner und Lorenz Montanus. Lucius Kyber war der erste evangelische Prediger in Gengenbach. Er wurde 1549 nach Einführung des Augsburger Interims und dem damit verbundenen Zusammenbruch der Reformation mit Lorenz Montanus aus Gengenbach vertrieben.

Lucius, David, Elias. Cornrad Gesner widmet ihm und dem Reformator und Vater von David Kyber  in dem oben erwähnten Buch eine umfangreiche Vorrede. David Kyber war Hebräischlehrer und Arzt in Strassburg . Er verstarb  schon mit 28 Jahren 1553 an der Pest.  Konrad Gesner und der deutsche reformatorische  Humanist Nikolaus Gerbel 1485-1560) liefern in einer Art Zwiesprache in einer Vorrede  ein hexametrisches Gedicht aus 91 Versen, 44 davon sind Gesner zugeordnet, 47 Gerbel.


Lexicon rei herbariae trilingue. David Kybers Leistung liegt auch in der botanischen Fachsprache. Er hat  nicht nur  mit seinem dreisprachigen Lexikon (Lexicon Rei herbariae trilingue,Rihel, 1553 - 548 Seiten, lateinisch-griechisch-deutsch) terminologisch in die Fachsprache eingewirkt. Er hat auch für das seinerzeit beliebte  deutsches Kräuterbuch von Hieronymus Bock eine lateinische Übersetzung geleistet. Das Ringen um eine botanische Fachterminologie sowohl der alten Sprachen als auch des Deutschen entfaltet sich dabei im Spannungsfeld von Philologie und Empirie, was eine umfassende Dokumentation der Synonyme – im Dienste der Medizin – zur Folge hat. Nach Konrad Gesner ist etwa die Gartentulpe (Tulipa gesneriana)  in den lateinischen Botanikverzeichnissen benannt.  


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Sonntag, 7. April 2019

[ #Vorarlberg ] Der Dreißigjährige Krieg: Die Schweden in Vorarlberg


Den europäischen Kontext zum "Schwedeneinfall in Vorarlberg" bildete der in seine letzte Phase (1635-1648) gekommene 30jährige Krieg, der Hegemoniekampf zwischen den erzkatholischen Herrschern von Spanien und Frankreich. Der Krieg war also längst keine religöse Auseinandersetzung mehr, sondern eine Auseinandersetzung um Macht und Einfluss in Europa und der (kolonialen) Welt. 

Noch im Jahr vor dem Westfälischen Frieden, im Jänner 1647 waren die Schweden als Besatzer nach Vorarlberg gekommen. Nicht ohne Grund, denn Kirche und Adel aus dem süddeutschen Raum hatten schon reichlich Vermögen in Vorarlberg in Sicherheit gebracht.

Der schwedische Oberbefehlshaber Carl Gustav Wrangel marschierte am  4. Januar 1647 in Bregenz ein und ließ im folgenden Vorarlberg plündern. Der Wert der Beute sei enorm gewesen. Die Sage vom Goldenen Kegelspiel in Hohenems deutet ja eben auch darauf hin. Die Besatzung und der Raubzug waren jedoch nur von kurzer Dauer. Weniger wegen der Wehrhaftigkeit der Vorarlberger, sondern der allgemeinen Kriegsmüdigkeit. Schon am 18. Februar 1647 wurde in Osnabrück der kaiserlich-schwedische Vorvertrag zum Westfälischen Frieden unterzeichnet. Bevor sich die Schweden allerdings wieder aus Vorarlberg zurückzogen, sprengten sie das Schloss Hohenbregenz.

Das goldene Kegelspiel vom Hohenemser Schlossberg. Die Niederlage gegen die protestantischen Schweden wurde von der katholischen Gegenreformation in einer Sage verbrämt. Die an sich verständliche Übermacht der Schweden konnte dort nur durch Verrat siegen.

Es entstand die Sage vom „Goldenen Kegelspiel“ und dem Klushund. Ein "Verräter" soll dem schwedischen General Wrangel und seinen Leuten den Weg über den Pfänder gezeigt haben, damit die Stadt vom Berg her eingenommen werden konnte. Der schwedische General Wrangel habe dem Verräter für seine Tat das goldene Kegelspiel vom Hohenemser Schlossberg versprochen. Der Sage nach muss nun dieser  für seine Freveltat ewig als dämonische Tiergestalt, als großer schwarzer Hund mit tellergroßen leuchtenden Augen auf der ehemaligen Römerstraße am Bergrand von Norden nach Süden durchs Land laufen. Eine Begegnung mit dem bedrohlichen Untier bringt in den Sagen Krankheit, Leid oder Plage.

Die Sage von der Schlacht an der Roten Egg.  Die andere Schwedensage klingt zu schön nach Emanzipation und ist doch nichts als ein "Text aus der österreichischen katholischen Volksfrömmigkeit", nach der es aber ebenso fromm schien die protestantischen Schweden von Frauen so massakrieren zu lassen, dass sich die Egg rot färbte. Wehrhafte Bregenzerwälderinnen sollen danach Ende des Dreißigjähriges Krieges in der später benannten Schlacht "an der Roten Egg" in weißen Juppen feindliche Schweden vertrieben haben. Angeblich hielten die Gegner die weiß gekleideten Frauen für himmlische Wesen. Den Frauen erschien die erfolgreiche Vertreibung im Nachhinein als göttliches Wunder und die gelobten, "zum Danke die weißen Kleider abzulegen und gegen dunklere umzutauschen". Die Sage verweist vermutlich auf die naturfarbenen Gewänder der Bregenzerwälderinnen, Vorläufer der weißen Baumwolljuppe.

Wilhelm Raabe: Der Marsch nach Hause. Wilhelm Raabe (1831-1910), norddeutscher Zeitgenosse von Franz Michael Felder,  berühmter Schriftsteller des deutschen Realismus und scharfer Zeitkritiker, hat in seiner historischen Erzählung „Der Marsch nach Hause” (1870)  die Sage von der Schlacht an der roten Egg verarbeitet. Er erzählt darin die Geschichte  zweier schwedischer Soldaten im 30jährigen Krieg: Einer davon, Sven Knudson Knäckabröd, wird in der Schlacht an der Roten Egg Kriegsgefangener der Taubenwirtin Fortunata Madlener in Alberschwende; nach 26 Jahren bricht er wieder nach Norden auf. Raabe schrieb diese Novelle 1869 nach einer Durchreise durch Vorarlberg und das Bodenseegebiet.  Eine Geschichte von neu gefundener Heimat, Frieden und Auskommen, der Verführung durch patriotische Wahnbilder, einer törichten Flucht aus dem „Paradies”, dem Suchen und Finden der alten Heimat, der bitteren Enttäuschung von derselben und schließlich reumütiger Heimkehr.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

Samstag, 6. April 2019

[ #Vorarlberg ] Praktisch, aber anstößig - Skihasen in Skihosen

Bild: Trude Jochum-Beiser 
* 2. 9. 1927 Lech /Vorarlberg, Skisportlerin. Erste österreichische Olympiasiegerin im alpinen Skisport . 1948 Olympische Winterspiele/St. Moritz Schweiz/Kombination Gold und 1952 Olympische Winterspiele/Oslo Norwegen/Abfahrt/Gold.

In den 1930er Jahren standen im Vorarlberger Landesschulrat die Skihosen zur Diskussion. 

In den 1930er Jahren standen auch im Vorarlberger Landesschulrat die Skihosen zur Diskussion. Dürfen die Mädchen aus den Schulen der Berggemeinden ausnahmsweise Hosen tragen? Frauen in Hosen galten lange Zeit als Tabubruch, ja als "erotische Sensation". Sie brachten vermeintlich Männer in Wallung und angeblich auch deren Frauen in Rage.In Wirklichkeit ging es nicht um "Maskulierung" der Frauen oder um die Emanzipation der Frauen, es ging um die religiös verbrämte Vorrangstellung des Mannes.

Modefrei. Denn die Mode dürfte kaum solche Wallungen bewirkt haben, schon gar nicht die "selbstgestrickten" Skihosen von armen Bergbauernmädchen. Die Mädchen mit Gamaschen und Breecheshosen, Eschenbrettern ohne Stahlkanten und mit Haselnusstock! Die Erfahrung der Menschen damit entsprach wohl eher jener zeitgenössischen deutschen Zeitungsmeldung: "Die Damen sind alle vermännlicht, kaum dass man sie von den Männern unterscheiden kann. Eleganz und weiblicher Charme gewinnen nicht durch diese Maskulinisierung.“

Landesschulrat. Der amtierende Landesschulinspektor Heinrich Winsauer vertrat im Kollegium die  Auffassung, dass die Skihose für Mädchen bei Ausübung des Skisports "vom gesundheitlichen und  ästhetischen Gesichtspunkte aus  die angebrachte Kleidung sei" und beantragte, in Berggemeinden den Mädchen, die die weiten Schulwege auf Skiern zurücklegen, auch in den Klassen das Tragen von Skihosen zu gestatten, zumal keine Umkleidemöglichkeit bestehe.

Kirche. Damit löste Winsauer keine Euphorie aus. Im Landesschulrat gab es Bedenken.  Landeshauptmann Dr. Otto Ender war erst im Dezember 1930 zum  österreichischen Kurzzeit-Bundeskanzler berufen worden, kehrte jedoch im Juli 1931 schon wieder in die Landesregierung zurück. Unter dem konservativen und wenig demokratiefreundlichen Landeshauptmann war kein Platz für solche Reformen, schon gar nicht gegen die Zustimmung der Kirche. Ender war ein Befürworter der obrigkeitlichen Zensur und hatte willkürlich und gegen die österreichische Bundesverfassung die Zensur im Vorarlberger Kino wieder eingeführt.

Politik. Der Landesschulrat war da auch keine Ausnahme, sondern wachte wohl mehr über die Einhaltung der Moral und Disziplin als er am Fortgang der Bildung der Vorarlberger Jugend interessiert war. Keine gänzlich unbekannte Erscheinung auch in der heutigen scheinbar modernen Zeit. So beschloss der Landesschulrat auch, eine Stellungnahme der Apostolischen Administratur Feldkirch einzuholen. Bischof Sigismund Waitz ließ draufhin ausrichten, dass er Skihosen für Schulmädchen als keine dringende Notwendigkeit erachte und die kirchliche Behörde durch eine Befürwortung der Skihose als Schulkleidung nicht dazu beitragen möchte, dass sich ein  solcher Usus mit ihrer Zustimmung  einbürgere. Das hatte Gewicht. Der Landesschulrat sagte untertänigst und prompt gegen jedwede sachliche Begründung und gesundheitlicher Rücksichtnahme nein.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒

Samstag, 30. März 2019

[ #Vorarlberg ] Österreichischer Baumartenatlas: Bestandskarten auch für Vorarlberg


Es gibt 3,4 Mrd. Bäume mit 65 verschiedenen Baumarten in Österreichs Wäldern.


Das Institut für Waldinventur hat einen Baumarten-Atlas erarbeitet, in dem die häufigsten Baumarten, getrennt nach Laub- und Nadelbäumen, vorgestellt werden. Die Spitzenreiter sind: Fichte mit 2 Milliarden Bäumen, gefolgt von Rotbuche mit 326 Millionen und Weißkiefer mit 193 Millionen.

Von jeder Baumart werden Erscheinungsbild, Biologie und Vorkommen vorgestellt. Die räumliche Verteilung kann für Gesamtösterreich oder für jedes Bundesland einzeln abgefragt werden, die Zusammenstellung erfolgte anhand der Daten der Österreichischen Waldinventur.
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[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

Donnerstag, 14. März 2019

[ #Bregenzerwald ] Die wichtigsten Talschaften Vorarlbergs im Sachunterricht: Der Bregenzerwald


Bregenzerwald ist die Bezeichnung für eine Region Vorarlbergs. 

Der Bregenzerwald ist die größte eigenständige Talschaft Vorarlbergs. Er umfasst das Einzugsgebiet der Bregenzerach von ihrem Ursprung im Bereich der Braunarlspitze und der Mohnenfluh bis zum Eintritt in das Rheintal. Kurz und vereinfacht gesagt: Vom Bodensees bis an den Hochtannbergpass.
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