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Donnerstag, 11. August 2022

[ #Walsertal ] Naturschutzgebiet Gadental


Das Gadental liegt im Biosphärenpark Großes Walsertal und beherbergt über 500 Arten von Farnen und Blütenpflanzen.

Das Gadental ist seit 1987 Naturschutzgebiet und wurde nach der europäischen Fauna Flora Habitat Richtlinie zum Natura 2000 Schutzgebiet nominiert.

Es ist als typisches Bergtal der Nördlichen Kalkalpen in einer ursprünglichen und naturnahen Nutzung erhalten und mit 1500 ha das größte Naturschutzgebietd Vorarlbergs, ein Natura 2000 Gebiet und die Kernzone des Biosphärenparkes Großes Walsertal.

Biotope. Es wird durch den Matonabach nach Norden entwässert und beherbergt eine Vielzahl von naturnahen, natürlichen und ursprünglichen Biotopen.

Am Taleingang findet man seltene Spirkenwälder. Buchen- Tannenwälder, Fichtenwälder und Latschenfelder bedecken die Eingänge des Tales. In der Talmitte wachsen urwaldartige Mischwälder und den Talschluss nach Süden bilden die Karstgebiete des Gadner- und Diesner-Gschröfs mit der Naturhöhle "Wildes Loch".

Wald. Die Waldflächen unterliegen einem völligem Schutz, sie werden als Naturwaldflächen der freien natürlichen Entwicklung überlassen. Wichtig dabei ist die natürliche Verjüngung des Waldes, die für das Tal nur erreicht werden kann, wenn die Wildbestände reguliert werden.

Alpwirtschaft. Montansubalpine Weideflächen mit den Alpen Gaden-Madona und Diesnerberg kennzeichnen den mittleren Talabschnitt. Darüber schließen ausgedehnte Karsthochflächen an, die durch Erhebungen wie die Schwarze Wand oder den Misthaufen nach Süden begrenzt sind. Im Gadental trägt eine nachhaltige, traditionell geführte Alpbewirtschaftung zur Erhaltung der Alpflächen bei.

Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt.
In dem Naturschutzgebiet ist das Vorkommen der gefährdeten Arten Arnica (Arnica montana), Frauenschuh (Cypripedium calceolus), Trollblume (Trollius europaeus), Hirschzunge (Phyllitis scolopendrium) und MehlPrimel (Primula farinosa) belegt. An typischen Großtieren dieses Lebensraums sind Gämse und Reh in guten Populationen vertreten. Ebenso kommt Murmeltier, Fuchs, Marder und Wiesel vor. Sehr artenreich ist die Vogelfauna. Insgesamt sind im Gadental 58 Brutvogelarten nachgewiesen.

Schutzinhalt:
  • Latschenbusch mit Pinus mugo und Rhododendron hirsutum
  • montaner und subalpiner Spirken-Wald auf Gips- und Kalksubstrat
  • montane bis alpine bodensaur Fichtenwälder
  • Waldmeister-Buchenwald
  • Schlucht- und Hangmischwälder
  • mitteleuropäischer subalpiner Buchenwald
  • feuchte Hochstaudenfluren der montanen bis alpinen Stufe
  • kalkreiche Niedermoore
  • alpine und subalpine Kalkrasen
  • alpine und boreale Heiden
  • Kalk- und Kalkschieferschutt-Halden der montanen bis alpinen Stufe
  • Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation
  • Kalk-Felspflaster
  • nicht touristisch erschlossene Höhlen
  • Frauenschuh
 [Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒ 

Mittwoch, 28. April 2021

[ #Walsertal ] Alpingeschichte des Großen Walsertales


[Free eBook] Im Rahmen des Projektes "Bergsteigerdörfer" entstand das Büchlein "Alpingeschichte Kurz und Bündig - Das Große Walsertal" von Ingeborg Schmid-Mummert. 


Das 51seitige Büchlein ist in den Tourismusbüros und Gemeindeämtern des Walsertales gratis erhältlich, kann aber auch als PDF-Datei online heruntergeladen werden.

"Die Literatur über dieses Gebiet ist ungemein dürftig" vermerkte der Alpinist C.W. Pfeiffer aus Frankfurt in der Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 1888 über das Große Walsertal. Diese Feststellung hat an Aktualität nichts verloren. Das kleine Buch der promovierten Volkskundlerin Ingeborg Schmid-Mummert füllt eine Lücke. Erstmals wurde die Tourismusgeschichte des Tales umfassend untersucht und leicht lesbar vermittelt. Das Büchlein verdankt seine Entstehung dem Projekt "Bergsteigerdörfer" des Österreichischen Alpenvereins (OeAV) als Beispiel einer erfolgreichen Umsetzung der Alpenkonvention.

Die Autorin stellt zunächst das Tal in seiner naturräumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Dimension dar, die Walserkolonisation im 14. Jahrhundert wird dabei besonders hervorgehoben. Die Alpingeschichte präsentiert Schmid-Mummert als chronologisch angelegte Erzählung. Bevor aber die Taten der Alpinisten einer Würdigung unterzogen werden, vermittelt sie ein Bild des Tales aus der Sicht von Reiseberichten.

Worum geht es:
Alpingeschichte Kurz und Bündig "Das Große Walsertal"

Inhalt:
  • Daten und Fakten
  • Die Einwanderung der Walser
  • Das ganze Alpenland an einem Tag
  • Für Touristen "jeder Geschmacksrichtung"
  • "Alpine Taten" - Eine Auswahl
  • Damit die Gäste bleiben
  • Aus der Not eine Tugend machen

 [Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒ 

Dienstag, 28. Februar 2012

Ein (statistischer) Blick auf die Gemeinden Vorarlbergs



"Ein Blick auf die Gemeinde"ist eine regionale Information der Statistik Austria und bietet anhand von Tabellen und Grafiken einen durchgehenden Vergleich der gewählten Gemeinde Vorarlbergs mit dem politischen Bezirk bzw. dem Bundesland, in dem sie liegt. Insgesamt sind es 55 Datenblätter die in ihrer Gesamtheit kostenpflichtig sind.

Acht der insgesamt 55 Datenblätter werden allerdings auch kostenlos online bereit gestellt. Zusätzlich zu diesen acht ausgewählten Blättern werden weitere wichtige Daten aus der Großzählung 2001 und zur Bevölkerungsentwicklung angeboten. Ein unverzichtbarer Behelf für örtliche Gemeindefunktionäre.


Ein Blick auf die Gemeinde
* Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsveränderung nach Komponenten
* Wohnungen (Hauptwohnsitze) nach Wohnraumanzahl
* Wohnbaustatistik
* Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Flächen nach Erwerbsart
* Ordentliche Gebarung der Gemeinde
* Außerordentlicher Haushalt und pro Kopf-Ziffern
* Steuereinnahmen und Gemeindesteuer pro Kopf
* Erläuterungen

Probezählung 2006
* Einwohnerzahl 31.10.2006

Aktuelle Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung
* Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung
* Bevölkerungsstruktur

Volkszählung 15. Mai 2001
* Wohnbevölkerung und Bürgerzahl
* Demografische Daten
* Wohnbevölkerung nach Ortschaften
* Lebensunterhalt
* Bildung, Schüler/Studenten, Familie, Haushalte
* Erwerbs- und Schülerpendler; berufliche und wirtschaftliche Merkmale
* Erwerbspendler nach Pendelziel
* Erläuterungen

Gebäude- und Wohnungszählung 15. Mai 2001
* Gebäude und Wohnungen
* Erläuterungen

Arbeitsstättenzählung 15. Mai 2001
* Arbeitsstätten und Beschäftigte
* Arbeitsstätten und Beschäftigte im Vergleich zu 1991
* Erläuterungen

Mehr + Download:
Ein Blick auf die Gemeinden in Vorarlberg

Biotopinventare der Gemeinden Vorarlbergs zum Download






Unter BIOTOP wird in diesem Inventar der Standort einer in sich mehr oder weniger geschlossenen Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren verstanden. Klassisches Beispiel für einen Biotop wäre etwa ein Weiher, es kann aber genauso ein Waldstück, eine Wiese etc. sein.

Häufig bilden einzelne Biotope in sich zusammenhängende Komplexe aus, wie etwa ein Quellmoor mit der Quelle als Einzelbiotop und den angrenzenden nassen "Quellsümpfen". Dann wird von BIOTOPKOMPLEX gesprochen. Besonders Großtiere haben Biotop übergreifende Reviere, oder ganze Landschaftsteile bilden einen geschlossenen und vielfältigen Lebensraum von besonderer Schutzwürdigkeit (z.B. Kanisfluh). In diesem Fall wird von einem GROSSRAUMBIOTOP gesprochen.

Grundsätzlich ist Biotop ein allgemeiner Begriff. Ein Biotop muss nicht von vorne herein besonders oder überhaupt schutzwürdig sein. Auch ein Garten ist z.B. ein Biotop mit Kultur- und Wildpflanzen und einer großen Zahl an Tieren - beliebte und unbeliebte - sei es im Boden oder an Pflanzen. Den Rahmen für die Beurteilung besonderer Schutzwürdigkeit haben die einschlägigen Landesgesetze vorgegeben. Die Aufnahme eines Biotops ins Inventar heißt aber nicht, dass die Fläche dadurch "automatisch" geschützt ist. Es handelt sich hingegen um informelle Vorbehaltsflächen, in andern Worten um "Hinweistafeln" auf besonderen Wert und nicht um Stoptafeln.

Die Biotopflächen sind auch digital erfasst und können über den VOGIS Atlas eingesehen werden. Der Bericht steht für jede Gemeinde Vorarlbergs als PDF-Download zur Verfügung.

Mehr + Download:
Aktuelles Biotopinventar (2010) der Gemeinden Vorarlbergs zum Download

1.6.10/28.2.12/