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Dienstag, 14. Juni 2022

[ #Lustenau ] Lustenauer Familienbuch online


Das dreibändige Werk der Autoren Prof. Dr. Franz Stetter und Siegfried König das erst im März 2012 (Auflage: 500 Stück) erschienen war, scheint bereits ausverkauft.  Man kann aber auch online "zugreifen".

Das dreibändige Werk der Autoren Prof. Dr. Franz Stetter und Siegfried König das erst im März 2012 (Auflage: 500 Stück) erschienen war, ist bereits ausverkauft. Eine Neuaflage sei auch nicht geplant. Nur noch wenige Restexemplare sind erhältlich. Wer also das Lustenauer Familienbuch sein eigen nennen will, muss rasch zugreifen.
Online. Ein Nebenprodukt dieser regen Nachfrage ist, dass sich die Autoren nun in der Lage gesehen haben, das Familienbuch online zu stellen. Das bringt nicht nur die bequeme Online-Recherche sondern auch einen Service der laufenden Aktualisierung. Offenbar hat nämlich die Veröffentlichung die Lustenauer Bürger zu Ergänzungen und Verbesserungsvorschlägen angeregt. Alle Änderungen gegenüber der Printauflage sind besonders farblich gekennzeichnet. Damit hat der Eigentümer der Printausgabe auch die Möglichkeit die ihn interessierenden Familiengeschichten leicht auf Ergänzungen zu überprüfen.


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Lustenauer Familienbuch. Herausgeber: Franz Stetter, im Eigenverlag
3 Bände im Schuber, ISBN 978-3-925171-96-3, Eigenverlag.
Band I: Einführung, Register, Eigene Notizen. 160 Seiten
Band II: Familien Alge - al, Bertsch - be, Bösch - bo, Fitz - fi, Geser - ge, Grabher - gr, Hagen - ha, Hämmerle - he. 512 Seiten
Band III: Familien Hofer - hf, Hollenstein - ho, Holzer - hz, Isele - is, Jeger - je, Jussel - ju, Kremmel - kr, König - ku, Lechler - le, Nagel - na, Riedmann - ri, Ritter - rt, Scheffknecht - sc, Sperger - sp, Vetter - ve, Vogel - vo; Sonstige Familien - xa + ff. 416 Seiten
Inhaltlicher Umfang: Alle Kirchenbücher (Taufbücher, Ehebücher, Sterbebücher) bis 1900 sowie weitere Quellen für die Zeit vor 1900; das Buch ist die Fortführung des im Jahr 2000 erschienenen "Lustenauer Sippenbuch"

Dienstag, 10. Mai 2022

[ #Lustenau ] Die Moose der Streuewiesen im Naturschutzgebiet Gsieg – Obere Mähder


Moos ist eine der einfachsten und genügsamsten Pflanzen der Erde und ähnelt den allerersten Gewächsen.

Im Herbst 2000 wurde die Moosflora der Streuewiesen und Riedgräben im Natur schutzgebiet Gsieg – Obere Mähder bei Lustenau (Vorarlberg, Österreich) untersucht und erstmals dokumentiert. Die Arbeit "Die Moose der Streuewiesen im Naturschutzgebiet Gsieg – Obere Mähder (Lustenau, Vorarlberg, Österreich)" von Georg Amann steht als PDF-Download hier zur Verfügung.

Naturschutzgebiet.
Mit der Verordnung über das Naturschutzgebiet Gsieg – Obere Mähder, kundgemacht mit LGBl. 10/1989, hat die Vorarlberger Landesregierung der besonderen Schutzwürdigkeit und Gefährdung dieses einmaligen Gebietes Rechnung getragen und die ungedüngten Streuewiesen im Süden Lustenaus unter den besonderen Schutz des Naturschutzgesetzes gestellt.

Das Gebiet besteht aus zwei durch den Rheintal Binnenkanal getrennten Teilen (Gsieg und Obere Mähder). Das NATURA 2000 Gebiet umfasst einen der größten und botanisch reichhaltigsten Streuwiesenkomplexe im gesamten Rheintal. Streuewiesen sind auf Grund der besonderen Standortsverhältnisse wenig ertragreiches, extensiv genutztes Grünland auf Moorböden, die in der Regel einen hohen Grundwasserstand aufweisen.

Moosflora.
Auf 13 Probeflächen in verschiedenen Streuwiesentypen (Pfeifengraswiesen, Kopfbinsenrasen, Großseggensumpf, Zwischen moor) und auf 3 Probeflächen an Gräben sowie im Zuge weiterer Aufsammlungenkonnten insgesamt 49 Arten gefundenen werden. In einer kommentierten Artenliste werden u.a. Angaben zu ihrer Häufigkeit in den einzelnen Pflanzengesellschaften gemacht.

Weiters wurde der Zustand des Naturschutzgebietes aus der Sicht der Moosflora beurteilt: 8 vorgefundene Arten scheinen in den Roten Listen der Laub- und der Lebermoose Österreichs (GRIMS & KÖCKINGER 1999, SAUKEL & KÖCKINGER 1999) auf und belegen so den hohen Wert des Naturschutzgebietes: Campylopus pyriformis (Erstfund für Vorarlberg!), Campylium elodes und Hypnum pratense gelten in ganz Österreich als «stark gefährdet», Dicranum bonjeanii, Hylocomium brevirostre, Plagiomnium elatum und Sphagnum platyphyllum sind «gefährdet» und Hypnum imponens (Erstfund für Vorarlberg!) ist als seltene Art am Rande ihres Verbreitungsgebietes «potentiell gefährdet».

Rote Listen. Verschollen sind 2 Rote Liste-Arten, Scorpidium turgescens und Scorpidium scorpioides, die noch 1991 von M. Grabher (persönliche Mitteilung) im Naturschutzgebiet festgestellt werden konnten. Als Wermutstropfen wird auch empfunden, dass etliche Arten, besonders diejenigen, die an dauernasse Moorböden oder Schlenken gebunden sind, nur an wenigen oder gar nur an einem Fundpunkt bestätigt werden konnten.


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Donnerstag, 16. September 2021

[ #Fußach ] Fußacher Rheindurchstich 1900: Der Landtag dagegen ...

Hochwasser in Lustenau vor der Rheinregulierung

Das größte Bauwerk des Industriezeitalters im Bodenseeraum.

Die "Rheinnot" des 19. Jahrhunderts, verursacht durch die sehr zahlreichen und von verheerenden Auswirkungen geprägten Überschwemmungen des Rheins, erlebte erst sehr spät eine Linderung. Das Ende der langen Vorgeschichte des Staatsvertrages von 1892 wurde durch die Überschwemmungen von 1888 und 1890 wesentlich beschleunigt. Die endlich beschlossene Beschleunigung des Stromlaufs durch Verengung des Flußbetts und durch den Bau der Fußacher und Diepoldsauer Durchstiche war auch noch nach dem Abschluss des Staatsvertrages noch lange Zeit umstritten.


Vorarlberger Landtag dagegen. Während die Gemeinden Gaißau, Höchst, Lustenau, Hohenems, Altach, Mäder und Götzis 1881 bei Kaiser Franz Joseph I. anlässlich seines Aufenthaltes im Land vorsprachen und die Durchstiche befürworteten sowie 10 Vorarlberger Gemeinden 1882 eine diesbezügliche Eingabe bei der Innsbrucker Statthalterei machten, sprach sich der Vorarlberger Landtag am 21. Oktober 1882 mit 12 gegen 4 Stimmen gegen jeden in die Fußacher Bucht mündenden Durchstich aus.

Modernste Technik. Als man schließlich zu bauen begann, kam es zum Einsatz modernster Technik, die denn auch oft stolz ins Bild gesetzt wurde. Es war die größte Baustelle Mitteleuropas. Über diejenigen, die die Maschinen bedienten und über die Bauarbeiter, rund 1000 arbeiteten zu Spitzenzeiten am Werk, wird merkwürdigerweise so gut wie nichts berichtet. Für den Bau der Dämme und Wuhre waren jedenfalls fast 60.000 m³ Kiesmaterial erforderlich, die Mauer- und Vorgrundsteine sowie das übrige Steinmaterial, das aus dem Steinbruch Unterklien bei Hohenems bezogen wurde, noch nicht mitgerechnet.


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Dienstag, 14. September 2021

[ #Lustenau ] Gitterbett für den Kiebitz im Schweizer Ried


Im 18. Jahrhundert waren Kiebitzeier eine Delikatesse, natürlich nur an adeligen Tafeln.

Rund 80 Prozent des Kiebitzbestandes der Bodenseeregion brütet in den Riedgebieten im unteren Vorarlberger Rheintal. Dabei kommt Lustenau (konkret dem Auer Ried / Schweizer Riet), eine besondere Bedeutung zu. Hier brüten über zwei Drittel des gesamten Vorarlberger Bestandes.

Vanellus vanellus. Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist eine Vogelart aus der Familie der Regenpfeifer (Charadriidae). Er brütet typischerweise in den Marschwiesen, auf Vordeichwiesenflächen und anderen Weidelandschaften der Niederungen. Er ist ein Bodenbrüter, seine Eier galten früher als Delikatesse, dürfen heute aber nicht mehr gesammelt werden! Als Bodenbrüter sind sie in höchstem Maß störungsempfindlich und durch Beutegreifer, wie Fuchs, Dachs, Hermelin, aber auch durch Krähen, frei laufende Hunde und durch unachtsame Menschen bedroht.

Lebensraum und Verhalten. Ursprünglich bevorzugte der Kiebitz feuchtes Grünland, wozu insbesondere auch Überschwemmungsflächen zählen. Doch durch den Strukturwandel in der Landschaft sind diese immer seltener geworden. Deshalb versucht er heute gelegentlich auch auf Äckern eine Familie zu gründen, vor allem, wenn diese früher Grünland waren. Doch die Chance, in einem solchen Umfeld den in einem Bodennest erbrüteten Nachwuchs durchzubekommen, ist recht bescheiden.

Rabenpropaganda. Das Nahrungsspektrum des Kiebitz' ist zwar vielseitig, denn es reicht von Insekten samt deren Larven über Würmer und Schnecken bis hin zu Getreidekörnern und anderen Grassamen. Wenn die Kiebitze aber zur Nahrungssuche ihren Bodennistplatz wegen der zerschnittenen Landschaft oder wegen Störungen zu lange verlassen müssen, dann droht Küken und Gelege Gefahr. Ein Versuch in der Schweiz mit Zäunen Bodenjäger wie der Fuchs auf einem Teil der Probeflächen auszuschließen haben auf dem anderen nichtumzäunten Teil aber dazu geführt, dass praktisch kein Jungkiebitz überlebte, wobei die mit Radiotelemetrie überwachten Jungtiere vor allem in der Nacht verschwanden. Der Fuchs wurde dabei als Hauptprädator eingestuft.

Bei einer intensiven Kontrolle anderer potenzieller Räuber wie der Nebelkrähe (Corvus cornix) wurde angeblich kein Effekt auf die Kiebitz-Produktivität festgestellt. Brütende Kiebitze können anscheinend Rabenkrähen und Greifvögel erfolgreich vertreiben, vor allem in der Kolonie.

Männchen, "Wächterkiebitze" verteidigen ihr Gelege mit spektakulären Balzflügen. Sie vollbringen akrobatische Flugmanöver mit seitlich kippenden Sturzflügen. Während sich eine Kiebitz-Kolonie gegen Feinde aus der Luft relativ gut verteidigen kann, können Bewirtschaftung und dämmerungs- und nachtaktive Beutegreifer zu großen Gelegeverlusten führen. Eierraub wird daher vor allem im Zusammenhang mit Störungen beobachtet, aber auch in den Nachtstunden. Dabei sind unter anderem streunende Hauskatzen, Mäusebussard und Turmfalke als Kükenräuber identifiziert worden.
 
Auer Ried. Ein etwa 20.000 m² großer Feuchtlebensraum der Ortsgemeinde Au in Lustenau gibt vor allem bedrohten Wiesenvögeln wie Kiebitz und Bekassine einen geschützten Lebensraum. Besonders erwähnenswert ist die Umwandlung von zahlreichen vernässten Äckern in Extensivierungswiesen und Kibitzgelege werden bei der Bewirtschaftung markiert und ausgespart. Zum besseren Schutz vor Beutegreifern, Hunden, Katzen und Menschen wurde das gesamte Biotop mit einem mehrere Meter breiten Graben eingefasst: Damit bietet es eine richtige Schutzinsel im Schweizer Ried. (Schweizerried oder Schweizerriet wird ein etwa 450ha grosses Gebiet im grenznahen Vorarlberg genannt, welches aufgrund der historischen Zugehörigkeit der heutigen Orte Schmitter, Widnau und Au zum Reichshof Lustenau in deren Besitz ist. Die Schweizerriedfläche ist zweigeteilt. Das Auer Gebiet liegt nördlich von Lustenau.)


Kiebitze in Vorarlberg. Bei der Vorarlberger Kiebitzpopulation handelt es sich um eine Population am südlichen Rand ihres Verbreitungsgebietes, deren Bestand aufgrund von Zu- und Abwanderung alljährlich großen Schwankungen unterliegt. Geringe Bestandsgröße, starke Bestandsschwankungen von Jahr zu Jahr und die Lage am Rand des Verbreitungsgebietes machen die Population besonders anfällig gegenüber Beeinträchtigungen ihres Lebensraumes.

Dabei ist zu beachten, dass der Kiebitz in Vorarlberg zwei völlig unterschiedliche Bruthabitate besiedelt. Der starke Bestandsrückgang und der schlechte Bruterfolg in Streuwiesen deuten auf eine gravierende Verschlechterung der Brutbedingungen in diesem ehemaligen Bruthabitat hin. Die Verlagerung der Brutplätze von den Streuwiesen ins Kulturland ist dagegen eine Entwicklung der letzten 10-15 Jahre, die noch nicht erkennen lässt, ob sich der Kiebitz in intensiv genutzten Äckern und  Fettwiesen langfristig als Brutvogel zu etablieren vermag.  Wenn sich aber die Brutgebiete der Kiebitze immer öfter mit landwirtschaftlichen Nutzflächen decken, sind die Vögel auch bei jedem Bewirtschaftungsschritt gefährdet. Dabei kommt Maisäckern, die zu Beginn der Brutzeit brachliegen, eine besondere Bedeutung als Brutplatz zu.


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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt verrät mehr:

Inhaltsverzeichnis des Vorarlberger Artenschutzkonzeptes Kiebitz

Einleitung Einleitung 3

1.... Allgemeine Angaben Allgemeine Angaben Allgemeine Angaben 4
1.1. Europarechtlicher Schutzstatus 4
1.2. Gefährdung 5

2.... Bestandssituation Bestandssituation Bestandssituation 6
2.1. Bestandssituation in Mitteleuropa 6
2.2. Bestandssituation in Österreich 7
2.3. Bestandssituation in Vorarlberg 7
2.3.1. Bestandsentwicklung 7
2.3.2. Aktuelle Bestandssituation 9
2.3.3. Bruterfolg 10
2.3.4. Verbreitungskarte 11

3.... Ökologie Ökologie Ökologie 13
3.1. Brutbiologie und Habitat 13
3.1.1. Heimzug und Revierbesetzung 13
3.1.2. Nestbau, Legebeginn und Brutdauer 13
3.1.3. Schlüpftermine und Jungenaufzucht 14
3.1.4. Mauser und Wegzug 15
3.1.5. Bruthabitat, wichtigste Brutgebiete 15

4.... Gefährdung Gefährdung Gefährdung 18

5.... Aktionsplan Aktionsplan Aktionsplan –––– Kiebitz Kiebitz Kiebitz 22
5.1. Mindestziele für die Erhaltung der Art 22
5.2. Erhaltungs- und Fördermaßnahmen 22
5.3. Erfolgskontrolle 25

6.... Fotos 26

7.... Literatur Literatur Literatur 28

Montag, 26. Juli 2021

[ #Lustenau ] Lustenauer Sagen


Quellen der Lustenauer Sagen auf dem Portal Sagen.at sind  "Die Sagen Vorarlbergs. Mit Beiträgen aus Liechtenstein, von Franz Josef Vonbun,  "Im Sagenwald, Neue Sagen aus Vorarlberg" von Richard Beitl und die Sammlung von Johannes Baptist Grabher, (* 4. August 1894 in Lustenau; † 17. Januar 1965Lustenau), dem Lustenauer  Mundart- und Heimatdichter.

Unser Brauchtum. Hannes Grabher hat sein lyrisches Werk durch das 1956 präsentierte volkskundliche Buch „Brauchtum, Sagen und Chronik“, im Volksmund „Unser Brauchtum“ genannt., vervollständigt. Es umfasst eine Sammlung von Sagen, Bräuchen, Sprichwörtern und Kinderreimen und wurde zum Standardwerk zur Volkskunde Lustenaus. 1964 wurde ihm der Ehrenring der Marktgemeinde Lustenau verliehen.

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Lustenauer Sagen auf Sagen.at

Herkunftsglaube
Der Girenwagen
Der ewige Jude
Der Ewige Jude
Der Roßhocker
Der Büngenbudel
Der Weinzapfer
Zwei Hündle
Die zwei Hündle
Der glühende Stein
Vom Alphirt und dem weißen Roß
Kamor
Der Bettler
Der Kummenberg
 Der Vorsee bei Lustenau
Mädchenhändler
Galliküng
 Der Wucherer
Der Geist und der Staatsanwalt
 Die schwarze Sau
 Heuschelme
Der Kappelegeist in Lustenau
Der Kapellefeldgeist
Der Sankallar
Eine Hexe will Gewitter machen
Das Wetterglöcklein
Die Besenhexe
Das Lustenauer Weiblein
'S Steäckowiibli
Das Heidengundele I.
Das Heidengundele II.

Mittwoch, 9. Juni 2021

[ #Lustenau ] Geschichte des "Jazz in Vorarlberg"


[Free eBook] Eine empfehlenswerte Lektüre, nicht allein für Jazzinteressierte. Die Lektüre einer Diplomarbeit von Klaus Peter über den "Jazz in Vorarlberg" bietet eben auch allen Musikinteressierten, Vorarlbergensien-Fans und Historikern einen Einblick in eine Musikgeschichte einer (konkreten) Provinz.

Jazzclub Lustenau. Ein Beitrag als kostenloser Download auf der Website des Jazzclubs Lustenau, der lokale Musikgeschichte liefert und sie in einen notwendigen gesamtgesellschaftlichen Kontext stellt. Die Diplomarbeit von Klaus Peter über den Jazz in Vorarlberg leuchtet auch politische und gesellschaftliche Defizite im Lande aus. Ein "must für jedes (virtuelle) Vorarlberger Heimatbuch.



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Montag, 13. November 2017

[ #Lustenau ] Ein statistischer Blick auf die Marktgemeinde Lustenau in Vorarlberg


"Ein Blick auf die Gemeinde"  80303 - Lustenau ist eine regionale Information der Statistik Austria und bietet anhand von Tabellen und Grafiken einen durchgehenden Vergleich der gewählten Gemeinde Vorarlbergs mit dem politischen Bezirk bzw. dem Bundesland, in dem sie liegt.  

Ein unverzichtbarer Behelf für örtliche Gemeindemandatare. Insgesamt sind es 55 Datenblätter die in ihrer Gesamtheit kostenpflichtig sind. Acht der insgesamt 55 Datenblätter werden allerdings auch kostenlos online bereit gestellt. Zusätzlich zu diesen acht ausgewählten Blättern werden weitere wichtige Daten aus der Großzählung 2001 und zur Bevölkerungsentwicklung angeboten. Ein unverzichtbarer Behelf für örtliche Gemeindefunktionäre, für Mitwirkende an der kommunalen selbstverwaltung und für die Zivilgesellschaft.


Gemeindekennziffer (GKZ)  - GKZ 80303 - Lustenau. Nach den Bestimmungen der österreichischen Bundesverfassung (Art. 115 bis 120) ist der Wirkungsbereich der Gemeinde ein eigener und ein vom Bund oder vom Land übertragener, das heißt, dass die Gemeinde sowohl eine Gebietskörperschaft mit dem Recht auf Selbstverwaltung und zugleich Verwaltungssprengel ist. Das Gemeindeverzeichnis bildet diese Verwaltungsgliederung ab. Es enthält alle Gemeinden Österreichs, der Gemeinde ist eine 5-stellige Gemeindekennziffer (GKZ) zugeordnet. Die Vergabe der Gemeindekennziffer obliegt Statistik Austria (Adressregisterverordnung – AdrRegV, BGBl. 218/2005, §1).

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80303 - Lustenau

  Ein Blick auf die Gemeinde

  Statistik des Bevölkerungsstandes gemäß §10 Abs. 7 Finanzausgleichsgesetz 2017

  Abgestimmte Erwerbsstatistik 31. Oktober 2015

  Registerzählung 31. Oktober 2011

  Aktuelle Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung

  Volkszählung 15. Mai 2001

  Gebäude- und Wohnungszählung 15. Mai 2001

  Arbeitsstättenzählung 15. Mai 2001

Dienstag, 17. Oktober 2017

[ #Lustenau ] Biotopinventar der Marktgemeinde Lustenau zum Download

Unter BIOTOP wird in diesem Inventar der Standort einer in sich mehr oder weniger geschlossenen Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren verstanden. Klassisches Beispiel für einen Biotop wäre etwa ein Weiher, es kann aber genauso ein Waldstück, eine Wiese etc. sein.

Häufig bilden einzelne Biotope in sich zusammenhängende Komplexe aus, wie etwa ein Quellmoor mit der Quelle als Einzelbiotop und den angrenzenden nassen „Quellsümpfen“. Dann wird von BIOTOPKOMPLEX gesprochen. Besonders Großtiere haben Biotop übergreifende Reviere, oder ganze Landschaftsteile bilden einen geschlossenen und vielfältigen Lebensraum von besonderer Schutzwürdigkeit (z.B. Kanisfluh). In diesem Fall wird von einem GROSSRAUMBIOTOP gesprochen.

Grundsätzlich ist Biotop ein allgemeiner Begriff. Ein Biotop muss nicht von vorneherein besonders oder überhaupt schutzwürdig sein. Auch ein Garten ist z.B. ein Biotop mit Kultur- und Wildpflanzen und einer großen Zahl an Tieren - beliebte und unbeliebte - sei es im Boden oder an Pflanzen.

Gemeindebericht Lustenau. Die Gemeinde Lustenau erstreckt sich von der Schweizer Landesgrenze am Rhein bis zur Dornbirner Ach im Nordosten, dem Rheintal-Binnenkanal und dem Landgraben-Dornbirn im Osten, sowie dem Landgraben –Hohenems im Süden. Das Gemeindegebiet von Lustenau liegt im Bereich des Rheintalgrabenbruchs, einer jüngeren mit Lockersedimenten gefüllten Wanne, welchen die geografische Grenze zwischen Ost- und Westalpen darstellt. Im Bereich Rheindorf lag vor rund 4000 Jahren das Delta des Alpenrheins in den Bodensee (Lustenauer Delta).
  • Gemeindefläche 2226,54 ha 
  • Biotopfläche Großraumbiotope 309,48 ha 
  • Biotopfläche Kleinraumbiotope 167,83 ha 
  • innerhalb von Großraumbiotope 122,83 ha 
  • Biotopfläche Gemeinde 354,48 ha 
Während sich das Rheindelta durch Anlandungen weiter nach Norden vorschob, entstanden im heutigen Lustenauer Gemeindegebiet flache Restseen, die sich mit Schwebstoffe des Rheins füllten und schließlich verlandeten. Im Bereich dieser wasserstauenden Seetone, bildeten sich die auch heute noch erhaltenen Moorflächen und Streuwiesen. Die Verlandungen in Lustenau bestehen entlang des Rheins aus lehmigem Feinsand, in der Gemeindemitte aus Lehm und an den östlichen Gemeindegrenzen aus Torf. Die Gemeinde liegt auf 400m Seehöhe. Insgesamt wurden in der Gemeinde 2 Großraumbiotope und 15 Kleinraumbiotope
ausgewiesen. Da die Biotopausstattung der Gemeinde nahezu ausschließlich aus Rieden besteht, dominieren Pfeifengraswiesen und Röhrichte.

Drei besondere "Kostbarkeiten" aus den Lustenauer Biotopen:
  • Obere Mähder West (Biotop 30304) 17 ha. Äußerst artenreiche, basische Pfeifengraswiesen, Kopfbinsenmoore und Hochstaudenfluren mit zahlreichen seltenen und gefährdeten Arten innerhalb des FFH-Gebietes „Gsieg-Obere Mähder“. Die Oberen Mähder West liegen in der Fläche westlich der L203, mit der L45 im Norden und dem Binnendamm im Westen. Es handelt sich um eine typisch ausgeprägte, vielfältige Streuwiesenlandschaft, die insgesamt bemerkenswert artenreich entwickelt ist. Es dominieren basenreiche Pfeifengraswiesen (Selino-Molinietum) in teils trockener, teils nasser Ausbildung, weiters sind Kopfbinsenrasen (Schoenetum ferruginei) ausgebildet, sowie Baldrian-Mädesüß-Hochstaudenfluren (Valeriano-Filipenduletum). Einzelne Strauchgruppen wirken landschaftlich prägend auf die Riedwiesenlandschaft.
  • Gsieg-Nord (Biotop 30308) 39,74 ha. Ausgedehnter Streuweisen/Moorwiesenkomplex, der als eine der ökologisch bedeutendsten Flächen im mittleren Alpenrheintal anzusehen ist. Die Fläche wird im Nordteil von basenreichen Pfeifengraswiesen dominiert, im Südteil von basenarmen. Besonders hervorzuheben sind größerflächige Torfmoorschlenken und Kalkreiche Niedermoore.
    Die Biotopfläche ist Teil des Natura 2000-Gebietes "Gsieg-Obere Mähder". Durch die Großflächigkeit, die Höhenunterschiede und die Feuchtigkeitsverhältnisse haben sich hier eine Reihe unterschiedlichster Pflanzengesellschaften ausgebildet, von denen die meisten als stark gefährdet angesehen werden müssen. So herrschen im nördlichen Teil basenreiche Pfeifengraswiesen (Selino-Molinietum) vor, in die immer wieder Binsen-Pfeifengraswiesen mit Trichophorum cespitosum (Junco-Molinietum) und Schnabelsimsengesellschaften (Sphagno tenelli-Rhynchosporetum albae) eingelagert sind. Im Nordosten des Gebietes haben sich Kopfbinsenbestände (Schoenetum ferruginei) erhalten. Nach Süden zu übernehmen die Binsen-Pfeifengraswiesen die Vorherrschaft. In den südlichsten Anteilen und in den Grenzbereichen zum Rheintal-Binnenkanal treten verstärkt Nährstoffzeiger auf, bzw. sind die Bestände durch Schilf und Riesen-Goldrute beeinträchtigt, was wohl auf Effekte der Grundwassersenkung in der direkten Umgebung des Binnenkanals zurückzuführen ist. 
  • Auer Ried-Süd (Biotop 30315) 20,08 ha. Schöner und großflächiger, zusammenhängender Feuchtgebietskomplex im südlichen AuerRied (auch als Schweizer Ried bezeichnet) mit einer der schönsten Riedwiesen in der weiteren Umgebung mit einem reichen Vorkommen der Sumpfgladiole. Die Flächen des Biotops sind  Teil des Natura 2000-Gebietes "Soren, Gleggen - Köblern, Schweizer Ried und Birken - Schwarzes Zeug". Bei der östlich des zentralen Riedwegs gelegenen Streuefläche handelt es sich um ein eher artenarmes Hochstaudenried mit vorherrschendem Schilf, Mädesüß und Rohrpfeifengras. Gegen Westen mit Abnahme des Schilfes und Zunahme des Pfeifengrases werden die Bestände deutlich artenreicher. Es handelt sich um wechselfeuchte, artenreiche Pfeifengras-Schilfrieder. In trockeneren Abschnitten, die ausgesprochen viele Arten aufweisen, gedeihen schöne Vorkommen der Sumpf-Siegwurz (Gladiolus palustris). In feuchten Mulden kommen Binsennieder und Übergänge zu Schilfröhrichten vor. Die Wiesen besitzen nicht zuletzt dank ihrer Ausdehnung, auch faunistisch eine hervorragende Bedeutung. Es dient vielen Riedbrütern, die überall in Mitteleuropa äußerst gefährdet sind, als Brut- oder Nahrungsplatz.

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Ein schneller Blick auf den Inhalt:
Inhalt
Seite
Einführung 5
– Kurzer Rückblick und Ausblick 5
– Was ist ein Biotop? 6
– Wann gilt ein Biotop als BESONDERS SCHUTZWÜRDIG? 7
Gemeindebericht 9
– Allgemeine Angaben zur Gemeinde 9
– Biotopausstattung 10
– Schutzstatus der Biotopflächen 12
– Verbindung zu angrenzenden Gemeinden 13
– Die drei Kostbarkeiten der Gemeinde 14
Obere Mähder West (Biotop 30304) 14
Gsieg-Nord (Biotop 30308) 16
Auer Ried-Süd (Biotop 30315) 18
– Kurzdarstellung der weiteren Biotopflächen 20
Alt-Rheingebiet (Biotop 30301) 20
Gsieg-Süd (Biotop 30302) 22
Großraumbiotop Schweizer Ried - Obere Mähder - Gsieg (Biotop 30303) 24
Obere Mähder-Mitte (Biotop 30305) 25
Obere Mähder-Binnenkanal (Biotop 30306) 27
Obere Mähder-Ost (Biotop 30307) 28
Brändlis Wies (Schweizerried nördlich L45) (Biotop 30309) 29
Weismähder (Biotop 30310) 31
Alberried (Biotop 30311) 32
Oberes Heuried (Biotop 30312) 33
Unteres Heuried (Biotop 30313) 34
Streuried (Biotop 30314) 35
Auer Ried-Nord (Biotop 30316) 36
Großraumbiotop Natura-2000 Gebiet "Soren, Gleggen - Köblern, Auer
Ried und Birken - Schwarzes Zeug" (Biotop 30317) 37
– Gefährdungen 38
– Empfehlungen für Schutz und Erhalt 40
Was wurde bisher getan? 40
Was kann die Gemeinde tun für 41
Was kann der Einzelne tun für 43
Artenliste 45

Sonntag, 5. März 2017

[ #Lustenau ] Lustenauer Dialekt

Das Lustenauer Mundartwörterbuch enthält 11000 Mundartbegriffe in alphabetischer Reihenfolge und steht auch als PDF-Datei zur Verfügung.

Der Arlberg ist eine Grenze für Mundart und Volkskultur, die stark mit der Ostschweiz und dem Bodenseegebiet übereinstimmen. Alemannische Dialekte, dazu zählt der Lustenauer Dialekt, werden im südlichen Baden-Württemberg und westlichen Bayern (va Regierungsbezirk Schwaben), in der Deutschschweiz, Liechtenstein, in der Region Elsass, in Vorarlberg und vereinzelt in Tirol (Außerfern) gesprochen. Als besonders ausgeprägte hochalemannische Dialekte gelten der Montafoner, Lustenauer und Bregenzerwälder Dialekt.

Das Vorarlbergische weist, trotz der Kleinheit des Landes - zahlreiche Regionaldialekte auf, die für Nicht-Vorarlberger teilweise schwer verständlich sind. Auch wenn viele Ausdrücke der Regionaldialekte mit Modernisierung, Mobilität, ja Globalisierung verloren gehen, so muss man nur ein paar Sätze mithören um den Sprecher einer Vorarlberger Region zweifelsfei zuzuordnen.

Lustenauer Dialekt. Der Lustenauer Dialekt nimmt durch die Verwendung von Triphtongen, das sind Gleitlaute aus 3 Vokalen (öi, äi, oua, eia) innerhalb der alemannischen Dialekte eine Sonderstellung ein („Feonschtr“, „Äuoli“, „läoba“). Aber auch die Vielzahl von speziellen Mundartwörtern und die Sprachmelodie machen den Lustenauer Dialekt unverwechselbar und einzigartig.


Wörterbuch. Mit der Online-Mundartdatei von Sieglinde Fitz-Grabher ist ein umfassendes „Wörterbuch“ des Lustenauer Dialekts öffentlich zugänglich. Sie enthält 11000 Mundartbegriffe in alphabetischer Reihenfolge und lädt ein zum Stöbern, Schmöckern oder Nachschlagen der korrekten Schreibweise.

Per Mausklick kann die richtige Schreibweise gefunden und nach Wörtern oder Wortteilen gesucht werden. Beim Stöbern stößt man auf sprachliche Kuriositäten und schon längst vergessen geglaubte Ausdrücke. Die PDF-Datei erlaubt die wahlweise Suche nach dem Hochdeutschen Pendant oder dem entsprechenden Dialektausdruck.

Lustenouua. Aus früher Zeit gibt es keine Urkunden, keine Bauwerke oder sonstige Zeugnisse, die über die Besiedlung der Gegend des heutigen Lustenau in Vorarlberg Auskunft geben. Um das Jahr 800 dürfte Karl der Große den Königshof Lustenau gegründet haben. Solche Höfe entstanden damals in vielen Gegenden, wo noch herrenloses Gut bestand. Kaiser Karl III., mit dem Beinamen der Dicke, ein Urenkel Karls des Großen, zog 887 mit seinem Gefolge von der Kaiserpfalz zu Aachen nach Alemanien. Nach unglücklichen Kriegen und Streitigkeiten wollte er im stillen Frieden eines abgelegenen Landhofes Ruhe und Erholung suchen. So schlug er zur Zeit der Kornernte in seinem Hof Lustenau das Lager auf und verweilte dort mehrere Wochen. Damals wurde auch jene Urkunde ausgefertigt und gesiegelt, die erstmals den Namen "Lustenouua" erwähnt. Lustenau war damals kurze Zeit gleichsam der Regierungssitz des Frankenreiches.

1902 wurde Lustenau von Kaiser Franz Josef I. zum Markt erhoben, und hat sich von einer bäuerlichen Gemeinde zu einem leistungsfähigen Industrieort entwickelt, die laange Zeit von der Stickerei getragen war.

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[ #Lustenau ] Die Lustenauer Denkmäler


Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lustenau (Bundesdenkmalamt, Stand: 21. Juni 2016)  enthält 18 denkmalgeschützte, unbeweglichen Objekte, wobei acht Objekte per Bescheid und zehn durch den § 2a des Denkmalschutzgesetzes "automatisch" unter Schutz gestellt wurden.

Denkmalgeschützte unbewegliche Objekte in Lustenau:
  1. Hofammannhaus Hofsteigstraße 46 3861/1 Bescheid 
  2.  Gasthaus Lamm Hohenemser Straße 20 6173/1 Bescheid 
  3.  Wallfahrtskapelle Maria Loreto "am Hag" Kapellenstraße 3406 § 2a 
  4.  Kath. Pfarrkirche hll. Peter und Paul Maria-TheresienStraße 7298 § 2a 
  5.  Kath. Friedhof Maria-TheresienStraße 6 § 2a 
  6.  Priestergrab Maria-TheresienStraße 6 § 2a 
  7.  Musikschule, ehem. Handelsschule Maria-TheresienStraße 61 858 Bescheid 
  8.  Kath. Pfarrkirche Zum göttlichen Erlöser Maria-TheresienStraße 85 7323 § 2a 
  9.  Pfarrhof Maria-TheresienStraße 85 7323 § 2a 
  10.  Kath. Pfarrkirche, Pfarrzentrum zum Guten Hirten in Lustenau Hasenfeld Pestalozziweg 3 6099/2 Bescheid 
  11.  Kriegerdenkmal Rathausstraße 6626/1 § 2a 
  12.  Rathaus Rathausstraße 1 410, 408/2 Bescheid 
  13.  Bauernhaus, "Tatschhaus" Roseggerstraße 18, 18a 925; 927/1 Bescheid 
  14.  Versorgungs- und Entbindungsheim Schützengartenstraße 8 7286; 5901/37 § 2a 
  15.  Kapelle hl. Antonius am Wiesenrain St.-Antonius-Straße 6475 § 2a 
  16.  Wohnhaus Staldenstraße 4 72 Bescheid 
  17.  Villa Hofer Steinackerstraße 3 3646/1 Bescheid 
  18. Rheinbrücke Wiesenrainstraße 7003 § 2a
Quelle/ Stand: Vorarlberg – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. Bundesdenkmalamt, Stand: 21. Juni 2016
Alois Negrelli. Pfarrkirche St. Peter und Paul. Lustenau wurde bis ins 20. Jahrhundert wiederholt Opfer des Hochwasser führenden Rheins. Die ältesten Kirchen wurden 1206 und 1548 durch Hochwasser zerstört. Daraufhin wurden Kirchen aus Holz errichtet.Der älteste erhaltene Sakralbau Lustenaus ist die barocke Lorettokapelle, die 1645 von der Familie des Hofamann Hagen gestiftet wurde. Die kleine Kapelle gehört heute zur Pfarrgemeinde Rheindorf. Im Jahr 1832 wurde der Neubau der Pfarrkirche St. Peter und Paul nach Plänen von Alois Negrelli errichtet.  Alois Negrelli von Moldelbe kennen wir nicht nur als Planer der Gschwendtobel-Brücke in Lingenau sondern besonders bedeutsam ist seine Beteiligung an der Planung des Suez-Kanals. In den Verhandlungen über Regulierungsarbeiten am Alpenrhein, den Vorläufern der späteren Rheinregulierung, erwarb er sich hohes Ansehen auch in der Schweiz.  In Österreich wurde Negrelli als Eisenbahnpionier hoch gefeiert. Von Kaiser Franz Joseph wurde er für seine Verdienste mit dem Orden der Eisernen Krone III. Klasse ausgezeichnet und in den österreichischen Ritterstand erhoben.


Lustenau  - Kath. Kirche St. Peter und Paul  
Festgeläut zum Patrozinium und Weihe des  Bischofs Benno Elbs

Albert Berchtold. Das Kriegerdenkmal in Lustenau wurde von Albert Bechtold (* 5. Oktober 1885 in Bregenz; † 23. Juli 1965 in Schwarzach) geschaffen. Das Kriegerdenkmal gilt als besonders beachtenswert, weil es nicht in einem martialischen nationalistischen Stil ausgeführt ist, sondern eine trauernde Frau zeigt. Kein Wunder, der Bildhauer wird dem Kubismus in Österreich zugerechnet.



Heimatstil. Der 1969 in Bregenz verstorbene Architekt Willibald Braun errichtete das ebenfalls denkmalgeschützte Versorgungs- und Entbindungsheim in Lustenau im "Heimatstil". Der Heimatstil mit seinen Arkaden und Erkern in der Architektur um 1900 stimmt mit dem das Individuelle suchenden Jugendstil häufig überein, mit dem er sich im Dekor - gerade auch bei den Objekten in Vorarlberg - zuweilen auch vermischt. Der Architekt Willibald Braun suchte hingegen durch "Versachlichung" die Distanz zum Jugendstil.


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Donnerstag, 17. September 2015

[ #Lustenau ] Ein statistischer Blick auf die Marktgemeinde Lustenau in Vorarlberg


"Ein Blick auf die Gemeinde 80303 - Lustenau" ist eine regionale Information der Statistik Austria und bietet anhand von Tabellen und Grafiken einen durchgehenden Vergleich der gewählten Gemeinde Vorarlbergs mit dem politischen Bezirk bzw. dem Bundesland, in dem sie liegt.
Mehr erfahren. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt!
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