Donnerstag, 26. März 2020

[ #Vorarlberg ] Wildbienen in Vorarlberg


Oft fällt zu "Biene" nur das Wort Honig ein, dabei kommen Wildbienen sogar in Siedlungsbereichen häufig vor.

Wildbienen. Wildbienen sind nicht etwa wildlebende Urformen oder verwilderte Stämme der Honigbiene und sie leben auch ganz anders als wir das von unserer westlichen Honigbiene vorstellen. Nisthilfen für Wildbienen haben auch nichts mit Imkerei und "Bienenstöcken" zu tun. Man kennt etwa 30.000 unterschiedliche Wildbienenarten auf der Erde.

Unwissen. Was wissen wir schon darüber? Die Lebensweise unterscheidet sich je nach Art zum Teil erheblich von den Honigbienen. Nur ein kleiner Teil lebt in sozialen Gefügen, so zum Beispiel die ebenfalls Honig produzierenden Hummeln (Bombus). Der Großteil der Arten geht alleine (solitär) ihrer Beschäftigung nach, nämlich den Pollen und Nektar von oft sehr spezifischen Blütenpflanzen zu sammeln, ihn in bereits vorgefertigte Brutkammern einzutragen und mit einem Ei zu versehen, um diese am Ende zu verschließen und die schlüpfenden Larven sich selbst zu überlassen. Diese auf sehr spezifische Pflanzen spezialisierten Wildbienen sind einerseits für den Erhalt dieser Pflanzenarten wichtig und wird andererseits mit dem Rückgang genau dieser Pflanzen ihre Art selber gefährdet.

Eine weitere nicht kleine Gruppe, etwa ein Viertel der heimischen Bienenfauna, betätigt sich wiederum als Kuckucksbienen. Diese sammeln selber keinen Pollen mehr. Die Weibchen dringen in bereits verproviantierte Brutzellen ihrer oft sehr spezifischen Wirtsbienen ein, um gleich dem Kuckuck als Nestparasiten ihren Nachwuchs ins fremde Nest zu setzen. Wirtslarven werden von der neuen Larve getötet und der Pollenvorrat verzehrt.


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Mittwoch, 25. März 2020

[ #Vorarlberg ] Vorarlberger Auswanderer nach Brasilien


Im brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo, in der Nähe des Städtchens ltararé, bestand von 1921 bis weit in die Nachkriegszeit hinein eine von Vorarlberger Auswanderern begründete landwirtschaftliche Siedlung, die "Colónia Áustria".

In Itararé lebte schon einige Zeit Alwin Klocker, der aus Dornbirn eingewandert war. Er organisierte freie Überfahrt für die erste Gruppe von zumeist Dornbirnern und Lustenauern, indem sie als "Kaffeearbeiter" deklariert wurden.

Mehrere hundert Vorarlbergerinnen und Vorarlberger zogen dorthin, viele blieben nur wenige Jahre in der Kolonie, bevor sie in die Industriestadt Sao Paulo abwanderten und dort wieder industriell-gewerbliche Berufe ergriffen. Einige kehrten auch nach Vorarlberg zurück.

Der Mehrzahl der in Brasilien Verbliebenen gelang der Wechsel aus dem hochindustrialisierten Vorarlberg in den industrialisierten Teil der brasilianischen Gesellschaft und auch der Aufstieg in die brasilianische Mittelschicht. Insofern kann die Geschichte eines erfolgreichen Ansiedlungsversuchs erzählt werden.

Darüber berichtet ein als kostenloser Download zur Verfügung stehendes Buch.

Verlagsinformation zur Druckausgabe. Werner Dreier: Colónia Áustria - Bairro da Seda. Vorarlberger Auswanderer nach Brasilien. Vorarlberger Autoren Gesellschaft, 1996, Text-Bildband, 112 S., kt., 113 Abb., ISBN 3-900754-20-9, öS 240,- / € 17,44

Dr. Werner Dreier. Historiker, Lehrer, zahlreiche Publikationen zur regionalen Zeitgeschichte, Antisemitismus, Nationalsozialismus; Mitglied der Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance, and Research; seit 2002 Aufbau und Leitung der Projektstelle 'Nationalsozialismus und Holocaust: Gedächtnis und Gegenwart', Vermittlungsprojekt des BMBWK für Lehrende an österreichischen Schulen (gemeinsam mit Peter Niedermeier).

Malin-Gesellschaft. Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche kostenfreie Online-Stellung ist ein Teil dieser auch sonst beachtenswerten Tätigkeit.


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Lohnt sich ein Download? Inhalt der durchsuchbaren kostenlosen PDF-Ausgabe:

Vorwort 6
Die "Colónia Áustria" - ein Überblick 9
Migration und Vorarlberg 12
Brasilien als Einwanderungsland 13
Die Reise 14
Die "Colónia Áustria" 18
Die Organisation der Auswanderung 1921 19
"Im Kaffee" 24
Der Beginn: Schwierigkeiten und Zwistigkeiten 27
Der Streit Grabher - Klocker: Alte Kommunikationskan?le in der Neuen Welt 38
Viele Glieder bilden eine Kette: Kettenwanderung 44
Wirtschaftliche und soziale Verhältnisse 50
Kulturelles Zentrum oder kulturelle Schleuse? 62
Die Schule 64
Von Vorarlbergern zu Brasilianern 68
Aus der Kolonie in die Stadt 74
Vorarlberger andernorts in Brasilien bzw. Südamerika 84
Anmerkungen 95
Literaturverzeichnis 104
Abkürzungen 106
Bildquellennachweis 107



[ #Vorarlberg ] Reptilien und Amphibien in Vorarlberg?


Rote Liste gefährdeter Amphibien und Reptilien Vorarlbergs.

Sechs Reptilien sind in Vorarlberg heimisch: Blindschleiche, Zauneidechse, Bergeidechse, Ringelnatter, Schlingnatter und Kreuzotter. Dazu elf Amphibien: Grasfrosch, Teichfrosch und Kleiner Wasserfrosch, Seefrosch, Laubfrosch, Erdkröte, Gelbbauchunke, Bergmolch, Teichmolch, Kammmolch und Alpensalamander. Eine tolle Website informiert.

Amphibien. 
Amphibien zählen weltweit zu den am meisten gefährdeten Tiergruppen. Nur wenige Arten leben ganzjährig an einem Gewässer. Der Großteil wandert zwischen Laichgewässer und Landlebens- raum. Auf ihrer Wanderung sind die Tiere vielen Gefahren ausgesetzt. Besonders der Straßen- verkehr ist für unzählige Todesopfer verantwortlich. Mit Grasfrosch, Teichfrosch und Kleinem Wasserfrosch, Seefrosch, Laubfrosch, Erdkröte, Gelbbauchunke, Bergmolch, Teichmolch, Kammmolch und Alpensalamander kommen in Vorarlberg elf Amphibienarten vor. Für den Feuersalamander gibt es zahlreiche Hinweise, aber keine konkreten Nachweise.


Reptilien. Sechs Reptilienarten sind hier heimisch: Blindschleiche, Zauneidechse, Bergeidechse, Ringelnatter, Schlingnatter und Kreuzotter. Dazu auch Migranten: Die Vorkommen der Mauereidechse gehen auf ausgesetzte Tiere zurück. Auch die nordamerikanischen Arten Gelbwangen- und Rotwangenschildkröte (Trachemys scripta scripta, T. s. elegans) werden immer wieder beobachtet.

Es gibt auf der hier vorgestellten Website viel Interssantes, schönes Bildmaterial und auch ein Stück "niedere" Heimat. Ein Besuch lohnt sich und auch der Blick nach unten, wohin man seinen Fuß setzt.

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Sonntag, 22. März 2020

[ #Bodensee ] Bodenseeregion: eine aus Feuer, Eis und Wasser geformte europäische Landschaft


Die Region rund um den BODENSEE ist eine der vielseitigsten Landschaften in Europa. 

Die Region rund um den BODENSEE ist eine der vielseitigsten Landschaften in Europa. Das gesamte Wassereinzugsgebiet vonAlpenrhein, Bodensee und Hochrhein bietet ein nahezu unerschöpfliches Potenzial an Erlebnis- und Wissensstrukturen.

Die Bodenseeregion hat eine unglaubliche Vielfalt von Landschaften auf kleinem Raum: im Süden ragen die zackigen Gipfel der Alpen auf, im Westen die bizarren Formen der Hegauberge. Das Alpenvorland wird durch einen weit gespannten Moränenbogen vom Allgäu über Oberschwaben bis fast zur Donau und nach Schaffhausen umschlossen. In der Mitte dominiert der Bodensee mit dem Alpenrhein, der wie ein Baumstamm in den Alpenkörper hineinragt, und dem Hochrhein, der über den grössten Wasserfall Europas den Bodenseeraum wieder verlässt.

Eine illustrierte Broschüre mit Hinweisen und Informationen zur geologischen Landschafts- und Entstehungsgeschichte der Bodenseeregion steht zum Download online.


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Lohnt sich ein Download. Ein schneller Blick auf den Inhalt sagt mehr:
Eiszeit“ am Bodensee! U2
Die REGIO BODENSEE, eine aus Feuer, Eis undWasser geformte europäische Landschaft 1
Ätna und Vesuv am Bodensee 2
Nur vier Meter für die Menschheitsgeschichte 3
Vom Hegau zum Säntis – das Verbreitungsgebiet der Molasse 4
Haiwarnung am Bodensee! 6
Safari zu Säbelzahnkatzen und Zwergpferden. 7
Sintflut am Untersee und der versteinerte Riesensalamander von Öhningen 8
Von Wetzsteinen und falschem Granit 9
Der Alpstein – vielleicht „das schönste Gebirge der Welt“ 10
Von Schluchten, Bergstürzen und Afrika im Alpenrheintal 12
Von heißem, schwarzem, braunem und echtem Gold 13
Meine Reise mit dem Gletscher 14„
Die mit dem Rentier lebten ...“ 17
Das Findlingsgedicht und Geschichten über den „Mörder“, „Salz-“ und „Öpfelfresser“ 18
Enge Tobel, wilde Schluchten 19
Wir wandern durch ein breites, namenloses Tal 19
Das thurgauische Seebachtal und seine drei Gletscherstauseen 20
Bodenseerheintal – Rheintalbodensee 21
Die „Rheinnot“ und die Zähmung des größten„Wildbachs“ von Europa 22
Das Rheindelta 23
Vom größten Wasserfall Europas 24Reise entlang der Thur 25
Lebend gebärende Pflanzen, Schneckeninseln und andere Strandkuriositäten 26
Wasser, Wasser überall 28
Von blinden Augen, fleischfressenden Pflanzen und bodenlosen Untiefen 29
Von Kristallen, Altsteinzeitmenschen, Höhlenbären und einem Schneckenloch 31
Wo geheimnisvolle Quellnymphen tanzen 32
Landschaft: ein Buch mit sieben Siegeln? – Ein fiktives Interview 34
Trinkwassergewinnung früher und heute 35

[ #Satteins ] Der Schwarze See in Satteins

Von photographed by Michael Schönitzer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4674576

Der See ist durch eine Felssturz entstanden und verdeckt möglicherweise eine Römerstraße

Der Schwarze See befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Gemeindegrenze von Satteins mit den ebenfalls im Bezirk Feldkirch liegenden Gemeinden Göfis und Rankweil. Geschätzt wird der See auf etwa 180 Meter Länge und eine durchschnittliche Breite von etwa 20 Meter. Er nimmt eine Fläche von etwa 0,65 Hektar ein. Ab 2 Meter Wassertiefe besteht er fast nur noch aus dickem Schlamm. Der See ist etwa 4,80 m tief. Die Wasserfläche hat annähernd die Form eines Bumerangs, wobei sich auf der Südseite des Sees eine kleine Insel mit einem einzelnem Baum darauf befindet. Um den See herum führt ein kleiner Spazierweg.

Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

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Samstag, 21. März 2020

[ #Vorarlberg ] Vorstellungen vom Teufel im frühneuzeitlichen Vorarlberg und Liechtenstein

Bild: Zwei Teufel sehen dabei zu, wie Josaphat von einer Frau verführt werden soll - Holzschnitt aus dem Legendenroman 'Barlaam und Josaphat' des Rudolf von Ems, 1476
Die Geschichte dieses regionalen "Teufelsglaubens" in mehreren Stufen.

Die Erfindung des Satans geht historisch einen konsequenten Weg und führte in der Geschichte dazu, dass nacheinander Juden, Heiden, Ketzer und Hexen für des Teufels erklärt und dann umgebracht wurden. Es war offenbar auch den Gläubigen der "liebe Gott" schwerer vorstellbar als seine böse Alternative.

In Vorarlberg einem Nährboden der Reformation gleichwie ein Musterland der katholischen Gegenreformation trieb die Teufelsaustreibung bisweilen seltsame Blüten:
"In der Stuben, einem Dorfe im Klosterthale, wagt es kein in gesegneten Umständen befindliches Bauernweib, während der Schwangerschaft in einem andern als schwarzen Trauer-Kleide zu erscheinen, weil sie mit der bangen Erwartung ringt, ob sie nicht etwa gar vom Teufel besessen ist! Die Ursache dieses noch zur Stunde unter den Klosterthalerinnen wüthenden Aberglaubens ist weiland Pfarrer Gasner, trüben Andenkens, der zu Klösterle in dem Klosterthale Seelsorger war, und in diesem winterlichen Bergwinkel (binnen 8 Wochen haben Frühling, Sommer, und Herbst hier ihr Tagewerk vollendet) an seinenobsessis, possessis und circumsessis gebrutet hat." (Zitiert nach Manfred Tschaikner: Gefürchtet, beschworen, bekämpft Vorstellungen vom Teufel im frühneuzeitlichen Vorarlberg und Liechtenstein, ÖGL 272f.)

Johann Joseph Gaßner (1727-1779) aus Klösterle
Teufelsbanner und Wunderheiler 
Gefürchtet, beschworen, bekämpft.
Dass nicht nur psychisch auffällige Person als “besessen” oder “verhext” verfolgt wurden, zeigt der Beitrag von Manfred Tschaikner "Gefürchtet, beschworen, bekämpft - Vorstellungen vom Teufel im frühneuzeitlichen Vorarlberg und Liechtenstein" in der Zeitschrift "Österreich in der Geschichte und Literatur (ÖGL, 54.Jg. 2010 Heft 4, 365 ff.) der hier als Download unter den Links zur Verfügung steht. Er entwickelt die Geschichte dieses regionalen Teufelsglaubens in mehreren Stufen, von dem "magischen Schäden" die in den Hexenverfolgungen ihre wichtige Rolle spielten, den sexualiserten Teufel (Buhlschaft) der insbesondere gegen Frauen wirkte, dann den Teufel, der es ermöglichte soziale Konflikte durch die Verfolgung der Teufelsanhänger zu "regeln" bis hin zu dem Arrangement mit dem Teufel, der so eine Art Wünschelrute für Schatzsucher wurde.

Mag. Dr. Manfred Tschaikner. Manfred Tschaikner wurde 1957 in Bludenz geboren und wuchs in Feldkirch und Dornbirn auf. Er maturierte 1975 am Bundesgymnasium Dornbirn und begann nach dem einjährig-freiwilligen Präsenzdienst 1976 an der Universität Innsbruck Germanistik und Geschichte zu studieren. Nach der Sponsion und Lehramtsprüfung 1982 unterrichtete er in Innsbruck und von 1983 bis 2002 als begeisterter Pädagoge am Bundesgymnasium Bludenz. Er zählte zu jenen Mittelschullehrern, die sich neben dem Lehramt auch um die Forschung bemühten. Aufgrund einer Dissertation über die Hexenverfolgung in Vorarlberg wurde der Historiker 1992 von der Universität Innsbruck zum Doktor der Philosophie promoviert. Inzwischen hat Tschaikner mehrere Bücher und wohl über 200 wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht. 2002 wechselte er ins Vorarlberger Landesarchiv nach Bregenz, wo er sehr engagiert und erfolgreich die Abteilung "Historisches Archiv" leitet. 2008 wurde ihm die Lehrbefugnis für das Fach Österreichische Geschichte an der Universität Wien erteilt. Sein Forschungsschwerpunkt bildet neben der allgemeinen Regionalgeschichte das frühneuzeitliche Hexenwesen Westösterreichs, Liechtensteins und der Ostschweiz, wo er international als Kapazität geachtet wird.



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[ #Vorarlberg ] Vorarlbergs H²0 - Vorarlbergs wertvoller Bodenschatz


Wissenswertes über das Wasser in Vorarlberg: Zahlen und Fakten auf einen Blick

Wussten Sie, dass ... es in Bregenz mehr als doppelt so viel regnet wie in London? Dass auf einem Quadratmeter Gewässersohle bis zu 200.000 Organismen leben? Oder dass wir in Vorarlberg ein Netz von ca. 3.600 km Wasserleitungen haben und der tägliche Pro-Kopf-Wasserverbrauch 140 Liter beträgt?

Vorarlbergs H²0. Wasser ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H). Es ist der einzige bekannte Stoff, der in der Natur in nennenswerten Mengen in allen drei klassischen Aggregatzuständen existiert. Die Bezeichnung Wasser wird besonders für den flüssigen Aggregatzustand verwendet. Im festen, also gefrorenen Zustand, wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf oder einfach nur Dampf.

Vorarlberg verfügt mit seinen reichen Wasserressourcen über einen der wichtigsten Bodenschätze. Wir erleben Wasser als Regen oder Schnee, in den Gebirgsbächen, Flüssen oder im Bodensee. Wasser ist aber auch Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. Wir nutzen das „Lebens-Mittel“ Wasser darüber hinaus zum Trinken und Waschen – und als Energielieferant: Strom aus Wasserkraft ist eine wichtige erneuerbare Energiequelle.




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[ #Rheintal ] Die wichtigsten Talschaften Vorarlbergs im Sachunterricht: Das Rheintal

Zum Vorarlberger Rheintal zählen 29 Gemeinden. Diese Gemeinden arbeiten gemeinsam am Ziel das Rheintal als einen gemeinsamen Lebensraum zu erkennen und zu gestalten. 

Das vorarlbergische Rheintal wird nach der Fliessrichtung des Alpenrheins in oberes und unteres Rheintal gegliedert und entsprechend als Ober- und Unterland bezeichnet.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

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Sonntag, 15. März 2020

[ #Vorarlberg ] Lexikon Verfolgung und Widerstand in Vorarlberg 1933-1945

Das Lexikon Verfolgung und Widerstand ist ein Auszug aus dem Buch "Von Herren und Menschen. Verfolgung und Widerstand in Vorarlberg 1933-1945", das die Johann-August-Malin-Gesellschaft 1985 veröffentlicht hatte.

Vergriffen. Das Buch ist inzwischen vergriffen. Es behandelte für Vorarlberg zum ersten Mal ausführlich und umfassend Verfolgung und Widerstand unter dem "ständestaatlichen" Regime (von der Ausschaltung des Bundesparlaments im März 1933 bis zur nationalsozialistischen Machtergreifung im März 1938) sowie unter der NS-Diktatur vom März 1938 bis zum Kriegsende Anfang Mai 1945.

Personen-Lexikon. Das Lexikon steht jedoch online zur Verfügung und enthält Daten zu Personen, die entweder ihren regulären Wohnsitz zwischen 1933 und 1945 in Vorarlberg hatten oder durch ihre Herkunft an das Land gebunden waren. Freilich enthält das Lexikon auch Täter, nämlich solche von 1933 bis 1945 die nach 1938 auch verfolgt wurden. Vergleichsweise sehr geringfügig und begünstigt etwa Otto Ender, Altlandeshauptmann und ehemaliger Bundeskanzler.

Aktenbestände, Interviews, schriftliche Mitteilungen sowie Literaturangaben - sind am Schluss des Lexikons vollständig aufgeschlüsselt. Im Anschluss an das Lexikon befindet sich auch eine Bilanz, mit einer Auflistung der Menschen aus Vorarlberg, die durch die Verfolgungsmaßnahmen der NS-Herrschaft um ihr Leben gebracht wurden.

Ergänzungen und Aktualisierungen. Wo erforderlich, wurden die ursprünglichen Angaben der Buchveröffentlichung auf der Basis neuer Forschungsergebnisse aktualisiert. Es handelt es sich um:

Personen, die mindestens einige Tage in Gestapo-Haft waren, und zwar nicht nur "Politische" im engeren Sinne, sondern auch Leute, die durch ihr Verhalten den politischen Totalitätsanspruch des NS-Regimes in irgendeiner Form unterhöhlten. Die Gestapo-Haft ist deshalb das entscheidende Kriterium, weil die Geheime Staatspolizei sich grundsätzlich für alle "staatsfeindlichen" und "staatsgefährdenden" Angelegenheiten zuständig erklärte. Zu dieser Personengruppe wären noch weitere Recherchen erforderlich;
* von NS-Gerichten Verurteilte und in Konzentrationslager Deportierte;
* Wehrdienstverweigerer und Deserteure;
* Opfer des militärischen Widerstandes der letzten Tage;
* aus "rassischen" und sozialen Gründen Verfolgte;
* Personen, die nachweislichen und wirksamen Widerstand geleistet haben, den NS-Behörden aber nicht bekannt wurden;
* Antifaschisten, die auf Grund ihrer politischen Einstellung zwischen März 1933 und März 1938, also nach der Beseitigung der parlamentarischen Demokratie durch den Austrofaschimsus und sodann während des "Ständestaats", inhaftiert waren.
Vollständigkeit. Nicht verzeichnet sind diejenigen, deren Widerstand oder Verfolgung nicht aktenkundig wurde, sowie die "Euthanasie"-Opfer unter der NS-Herrschaft, da deren namentliche Erwähnung noch lebenden Familienmitgliedern unangenehm sein könnte. In diesem Rahmen strebt das Lexikon möglichste Vollständigkeit an.
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Samstag, 2. November 2019

[ #Feldkirch ] Vom Wandern und vom Ankommen. Biografische Reportagen aus Vorarlberger Dörfern - Altach, Tosters, Mäder


[Free eBook] Werner Bundschuh hat in sechs Jahren Dutzende von lebensgeschichtlichen Interviews mit Frauen und Männern geführt, die in Vorarlberger Dörfer zugewandert sind - aus dem übrigen Österreich, als Umsiedler und Vertriebene während und nach dem Zweiten Weltkrieg, oder als Arbeitsauswanderer aus Ex-Jugoslawien und der Türkei.


Biografische Reportagen aus Vorarlberger Dörfern - Altach, Tosters, Mäder. Werner Bundschuh hat mit biographischen Reportagen aus Vorarlberger Dörfern einen neuen Weg eingeschlagen. Er erzählt die Migrationsgeschichte aus der Innenperspektive der Zuwanderer. Dabei kommen nicht nur die "üblichen" Migrantengruppen (Türken, Jugoslawen) zur Sprache, sondern (fast) das gesamte Spektrum, das in der Wirklichkeit aus den Vorarlbergern ein Patchwork von Zugewanderten macht. 


Werner Bundschuh hat Dutzende von lebensgeschichtlichen Interviews mit Frauen und Männern geführt, die in Vorarlberger Dörfer zugewandert sind - aus dem übrigen Österreich, als Umsiedler und Vertriebene während und nach dem Zweiten Weltkrieg, oder als Arbeitsauswanderer aus Ex-Jugoslawien und der Türkei. Geplant waren die Interviews ursprünglich als Beiträge für Heimatbücher der Gemeinden Altach, Mäder und Tosters - herausgekommen ist ein faszinierendes Panorama der jüngeren Zuwanderungsgeschichte Vorarlbergs. Kurt Greussing setzt sich in seinem Vorwort mit grundsätzlichen Fragen der Arbeitsmigration in Vorarlberg auseinander.

Die Geschichte der Arbeitsmigration nach Vorarlberg in Gestalt biografischer Reportagen: Das ist ein neuer, ungewöhnlicher - und spannend zu lesender - Zugang zu einem Thema, das noch lange nicht Geschichte ist.

Verlagsinformation. Werner Bundschuh: Vom Wandern und vom Ankommen. Biografische Reportagen aus Vorarlberger Dörfern - Altach, Tosters, Mäder - Studien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs, Band 16. Bregenz 2004, ISBN 3-900754-27-6, € 12,90

Malin-Gesellschaft. Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche kostenfreie Online-Stellung ist ein Teil dieser auch sonst beachtenswerten Tätigkeit.

Autor. Bundschuh Werner, Prof. Dr. MAS. Geb. 1951, 1971–1976 Lehramtsstudium Deutsch und Geschichte in Innsbruck, seit 1975 Unterricht am Bundesgymnasium in Dornbirn. 1987 Abschluss des Doktoratstudiums in Geschichte, 2000 Erwerb des Master-Grades. Seit 1982 Lehrbeauftragter am Eurostudienzentrum, ehemaliger Obmann der VLI (Vorarlberger Lehrerinitiative), derzeit Obmann der Johann-August-Malin-Gesellschaft, Verein zur Erforschung der Vorarlberger Geschichte. Diverse Publikationen zur Regional- und Landesgeschichte mit Schwerpunkt Zeitgeschichte.

Inhalt
Vorwort (Kurt Greussing)
Wie wird man fremd in Vorarlberg - und wie bleibt man es so lange?
Altach
"Fremd fühlte man sich zunächst schon"
Tosters
"Zunächst hat man uns angeschaut, als wären wir bunte Hunde"
Mäder
"Dass ich in Mäder landen werde..."
Dorfgeschichte als Geschichte von Zuwanderern
Literaturauswahl
Orts- und Herkunftsregister
Personenregister 

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Dienstag, 20. August 2019

[ #Vorarlberg ] Der Mann mit dem schwarzen Koffer: Der Vorarlberger Kaufmann Bela Rabelbauer


Am 11. September 1980 musste Bela Rabelbauer in Untersuchungshaft im Fernsehen mitverfolgen, wie Kühlschrank und Perserteppich in seiner Fussacher Villa vom Exekutor beschlagnahmt werden. Eine Seminararbeit von Oliver Gingrich aus dem Jahre 2001 erzählt den Sachverhalt nach.

Bela Rabelbauer wurde als Sohn eines Steirers in Westungarn geboren. Er wuchs in Wien, Osttirol und Hallstatt auf und besuchte 1948 kurzfristig das Priesterseminar Hollabrunn. Der junge Mann versuchte sich in verschiedensten Berufen, auch als Mitarbeiter von Radio Vatikan, und wohnte ab 1968 zumeist in Fußach in Vorarlberg, wo er verschiedene "Firmen" gründete und international als Kreditvermittler auftrat. Er war neben vielen anderen Affären Anfang der 1980er Jahre in eine aufsehenerregende Parteispendenaffäre verwickelt.

Der Mann mit dem schwarzen Koffer. Der "Unternehmer" übergab als Exponent eines Vorarlberger „Bürgerforums“ am 17. September 1979 einer Gruppe von hochrangigen Vertretern der ÖVP in den Räumen des österreichischen Parlaments einen Koffer mit dem Inhalt von 4 Millionen Schilling in bar als den ersten Teilbetrag einer Parteispende von insgesamt 10 Millionen Schilling (heute etwa 700.000 Euro). Sie sollten dazu dienen, für sein Bürgerforum zwei Nationalratsmandate zu „kaufen“.

Durch einen Bericht des Journalisten Peter Pelinka in der Arbeiter-Zeitung (dem Zentralorgan der damals allein regierenden SPÖ) vom 29. August 1980  wurde die Transaktion aufgedeckt, das Geld später zurückgezahlt. Wegen seiner Rolle in der Parteispendenaffäre erhielt Rabelbauer in der Presse den Übernamen "Der Mann mit dem Koffer".

Bela Rabelbauer wurde 1988 wegen schweren Betrugs und einer Reihe anderer Finanzdelikte zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach Abbüßung eines Teils seiner Strafe gelang es ihm, ins Ausland zu fliehen, er wurde aber 1994 in Thailand verhaftet und 1996 nach Österreich ausgeliefert. Obwohl er mehrfach in gravierender Weise mit dem Gesetz in Konflikt geriet, gelang es Rabelbauer immer wieder, als „Millionenjongleur“ effektvoll öffentlich in Erscheinung zu treten. Er verfasste auch Bücher, in denen er zum Teil versuchte, sich selbst als „Aufdecker“ darzustellen.

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Montag, 15. Juli 2019

[ #Lochau ] Lieb ist Laydes Anfangkh über kurz oder lankh

Der Salzburger Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau war kein Schürzenjäger sondern treu sorgender "Ehegatte". 

Wolf Dietrich von Raitenau (* 26. März 1559 in Schloss Hofen in Lochau am Bodensee; † 16. Jänner 1617 auf der Festung Hohensalzburg) glaubte von dem Tag an, als er noch als junger Domherr der schönen Salzburger Bürgerstochter Salome Alt begegnete, bis zu seinem Tod, dass die Erlaubnis für Priesterehen nur noch eine Frage von Tagen sein konnte.
Mehr erfahren. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „Google Search“. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link und zusätzliche Infos!

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