[ #Dornbirn ] Libellen im Dornbirner inatura-Wassergarten

Insgesamt 23 unterschiedliche Libellenarten konnten zwischen 2010 und 2012 im Areal um den Wassergarten der Inatura in Dornbirn festgestellt und dokumentiert werden. Sie sind mit Ausnahme der durchziehenden Prachtlibellen alle auch fotografisch dokumentiert. 
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[ #Bludenz ] Grete Gulbransson

Grete Gulbransson wurde am 31. Juli 1882 in Bludenz im "Haus an der Halde" geboren.

Sie war das "Ergebnis" einer tollen Liebes- und einer europäischen Migrationsgeschichte. Wenn man die (Vor-)Geschichte der "handelnden Personen" entziffert, so führt sie durch die ganze Welt und ist damit eine Kritik des heute so gerne auf Verkleinerungen und Fremdenfeindlichkeit reduzierten Zeitgeistes. Sie beweist, dass Vorarlberg immer schon größer war als es die reale Politik den Menschen hier einreden will.

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[ #Bregenzerwald ] Die Braunarlspitze (2649 m) im Bregenzerwald

Im Bregenzerwald steigen die Berghöhen stufenweise Richtung Südosten bis 2.649 m (Braunarlspitze) an.

Die Braunarlspitze ist der höchste Gipfel  des Bregenzerwalds, in der Nordhälfte des Lechquellengebirges und daher vor allem aus dem Bregenzerwald sehr auffällig. Er ist ein verkarsteter Kalkberg  und überragt das obere Lechtal und das Quellgebiet des Großen Walsertals.




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[ #Montafon ] Gefährdetes Nutztier: Das Montafoner Steinschaf

Es ist eine vom Aussterben bedrohte Schafrasse und kam nur noch vereinzelt im hintersten Montafon vor. Es wurde durch größere und mastfähigere Rassen verdrängt und kam so auf der Liste der gefährdeten Nutztiere. 

Ab 1989 wurden typische Tiere angekauft und ein Zuchtbuch zur Vermeidung von Inzucht gegründet. Seither wird die Rasse in ganz Vorarlberg gezüchtet.


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[ #Vorarlberg ] Inatura - Die Erlebnis Naturschau in Dornbirn

Die Inatura ist ein einzigartiges Museumskonzept, das Besucher interaktiv an spannende Themen heranführt und Forschung, Naturwissenschaft und Technik mit 4000 Ausstellungsexponaten „begreifbar“ macht. Es besitzt das Österreichische Museumsgütesiegel  und gilt als das größte und modernste Naturmuseum im Bodenseeraum. 
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[ #Feldkirch ] Schweizer Spionagezentrum gegen Hitler: Ein mutiger Feldkircher mischt mit

Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjeunion am 22. Juni 1941 begann auch eine intensive Spionagetätigkeit der Sowjets in der neutralen Schweiz.

Dabei vermischten sich Widerstand gegen Hitler und militärische Auslandsaufklärung sowohl bei den Amerikanern aber besonders bei den Russen. Über das Spionage-Netz der Sowjets während des II. Weltkriegs schrieb anerkennend der US-Amerikaner Allen W. Dulles, (Er war während des Zweiten Weltkrieges in der von den Achsenmächten umschlossenen neutralen Schweiz Gesandter des nach Kriegseintritt der USA gegründeten US-Geheimdienstes Office of Strategic Services in Bern):  "Nie in der Geschichte der Kriegführung hat die Spionage eine so entscheidende Rolle gespielt wie für die Sowjet-Union in den Jahren 1941 bis 1944". Dulles tatsächliche Funktion war übrigens auch ein offenes Geheimnis: auch er diente als Anlaufstelle für Informanten und Widerstandskämpfer aus Nazi-Deutschland.

Einer der wichtigen Schweizer Nachrichtenlieferanten war der Journalist Otto Pünter (Deckname: "Pakbo"). Der  Sozialdemokrat hatte schon in den zwanziger Jahren einer Agentengruppe angehört, die gegen Italiens Faschisten arbeitete. Als Hitler die Macht ergriff. sammelte er hauptsächlich Nachrichten über Deutschland. Aus Feldkirch  belieferte ihn auch ein mutiger früherer Funktionär der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, der die Briefe seines Sohnes - eines Funkers im Oberkommando der Wehrmacht - auf verwertbare Informationen durchsah.

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[ #Vorarlberg ] Harald Walser - Die Hintermänner. Vorarlberger Industrielle und die NSDAP 1933-1934

Die erste kritische geschichtswissenschaftliche Veröffentlichung zu den einflussreichen Personen, die hinter der nationalsozialistischen Bewegung in Vorarlberg standen, und damals ein Tabubruch: weil man es hierzulande bis dahin nie so genau hatte wissen wollen. Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf die Beziehungen zwischen der NSDAP und den großen Unternehmern Vorarlbergs in den Jahren 1933 und 1934.

Großindustrie. In diesem Zusammenhang erweist sich unter der Literatur zur neueren österreichischen Geschichte besonders das Werk von Norbert Schausberger "Der Griff nach Österreich" als anregend. Denn mit diesem Buch gelang es dem Autor, den "großdeutschen Gedanken" im wesentlichen als Gedanken einer großdeutschen Wirtschaftseinheit darzustellen. Diese Behauptung wird verständlich und erklärbar, wenn man weiß, dass im " Jahre 1930 ... bereits rund zwei Drittel der österreichischen Großindustrie vom ausländischen, davon die Hälfte allein vom deutschen Finanzkapital beherrscht (wurden)".

In Vorarlberg war die Situation etwas anders, denn die alles beherrschende Textilindustrie war noch über die Zeit hinaus als dieser Beitrag erschien, zu einem großen Teil in den Händen ansässiger Unternehmer.


Österreicher als Ausländer. Der Beitrag von Harald Walser liefert aber auch andere Einblicke. So zum Beispiel zum "Gastarbeiterproblem". "Gastarbeiter", das waren damals alle Nichtvorarlberger. Damals ging man gegen die "zugewanderten" Österreicher aus Kärnten, Oberösterreich oder der Steiermark so vor, wie es manche Politiker heute schon wieder gegen die zugewanderten Arbeitnehmer fordern:
"Das Zentrum der Vorarlberger Textilindustrie, Dornbirn, war von der ungeheuren Krise dieser Branche besonders betroffen. Dies führte dazu, daß alle Betriebe zur Kurzarbeit übergehen mußten. "Die rund 5.000 noch in der Textilindustrie Beschäftigten erhielten für ihre Kurzarbeit einen so geringen Lohn, daß dieser sogar unter dem Niveau der Arbeitslosenunterstützung lag" (16). Die Behörden des Landes waren der Situation nicht gewachsen und versuchten, im Lande befindliche innerösterreichische Arbeitslose abzuschieben. Diese wurden "zusammengefangen, in Arreste gesteckt (und) ... willkürlich auf fünf Jahre des Landes verwiesen und wie Landstreicher auf den Schub geschickt. Dabei handelt es sich z.T. um Arbeitslose, die seit Jahren in Vorarlberg ansässig sind und entweder die Arbeitslosenunterstützung oder die Notstandsaushilfe beziehen".
Verlagsinformation.  Harald Walser - Die Hintermänner - Vorarlberger Industrielle und die NSDAP 1933-1934 - Erschienen in: Nachträge. Zur neueren Vorarlberger Landesgeschichte. Hrsg. von Meinrad Pichler, Fink's Verlag Bregenz 1983 (2. Aufl.; 1. Aufl. 1982), S. 96-106; erstmals unter dem Titel "Wer stand hinter der NSDAP?" in: Zeitgeschichte 8 (1980), S. 288-297

Malin-Gesellschaft. Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche kostenfreie Online-Stellung ist ein Teil dieser auch sonst beachtenswerten Tätigkeit.

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[ #Vorarlberg ] Arbeiterbewegung in Vorarlberg 1870-1946

(Free eBook) Die Begleittexte zur Ausstellung "Im Prinzip: Hoffnung: Arbeiterbewegung in Vorarlberg 1870-1946"(Bregenz 1984) sind bei der Malin-Gesellschaft kostenfrei als Online-Texte oder als eBook (PDF) greifbar. Damit steht ein Stück vernachlässigter Vorarlberger Geschichtsschreibung, nämliche jene der arbeitenden Menschen Vorarlbergs, den Interessierten zur Verfügung.

Download. Die Ausstellung bedeutete den Beginn einer umfassenden, kritischen Beschäftigung mit der Vorarlberger Arbeiterbewegung (auch der christlichen). Sie erfolgte in Form einer großzügigen Bild- und Objekt-Inszenierung in der inzwischen abgebrochenen Bregenzer Remise (Gestaltung: Reinhard Mittersteiner; wissenschaftliche Leitung: Kurt Greussing). Dazu erschien der gleichnamige Sammelband (Bregenz 1984).

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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf das kostenlose Informationsangebot: 

Inhalt Sammelband: Im Prinzip: Hoffnung.
Kurt Greussing
Einleitung - Arbeiterbewegung in Vorarlberg:
Traditionen, Brüche, Neuanfänge 9
Gerhard Oberkofler
Anfänge - Die Vorarlberger Arbeiterbewegung bis 1890.
Vom Arbeiterbildungsverein zur Arbeiterpartei 22
Reinhard Mittersteiner
Wachstum und Krise - Vorarlberger Arbeiterbewegung 1890-1918 73
Robert Sutterlütti
Italiener in Vorarlberg 1870-1914: Materielle Not und sozialer Widerstand 133
Werner Dreier
Konjunktur der Hoffnung - Vorarlberger Arbeiterbewegung 1918-1934 158
Reinhard Johler
"Jeatzt würds heall, jeatzt würds liacht".
Sozialistische Maifeiern in Vorarlberg 1890-1933 225
Gernot Egger
Integration und Widerstand.
Vorarlberger Arbeiterbewegung im Austrofaschismus 1934-1938 259
Meinrad Pichler
"Deutsches Leben heisst Arbeit".
Arbeiteropposition in Vorarlberg während der NS-Zeit 281
Hermann Brändle / Gernot Egger
Rohstoff Mensch:
Fremdarbeiter und Kriegsgefangene in Vorarlberg 299
Harald Walser
Anspruch und Wirklichkeit: Der Nationalsozialismus und die Vorarlberger Arbeiterschaft 308
Kurt Greussing
Schichtwechsel - Vorarlberger Arbeiterbewegung im Neuanfang 1945/46 341
Autorenverzeichnis 358
Bildquellennachweise 359
Namens- und Firmenregister 362


Inhalt: Begleittexte: Verfasser Markus Barnay

Industrialisierung in Vorarlberg:
Zwischen Heim und Fabriksarbeit

"Frönde Beattlar" und Zugereiste:
Italienische Arbeiter in Vorarlberg

Auf dem Weg zur Arbeiterpartei:
Vorarlberger Arbeiterbewegung bis 1890

"Vorwärts! Der neuen Zeit entgegen!"
Arbeiterbewegung von 1890 bis 1914

Hunger, Not und "Heldentod":
Arbeiterschaft im ersten Weltkrieg

Vorarlberg 1919:
Heimwehr statt Räterepublik

1919 bis 1927:
Der kurze Sommer der Sozialdemokratie

Auf dem Weg zum "neuen Menschen":
Arbeiterkultur und Arbeitersport in Vorarlberg

1. Mai
Der "Kampftag der Arbeiterklasse"

"Saubere Genossinnen":
Frauen in der Vorarlberger Arbeiterbewegung

1927 bis 1933:
Auf dem Weg in den "Ständestaat"

Vorarlberg 1933/34:
Das Ende der Demokratie

"Soldaten der Arbeit"
Vorarlberger Arbeiterschaft während der NS-Zeit

Schichtwechsel
Vorarlberger Arbeiterbewegung 1945/46

[ #Dornbirn ] Verein Arbeiterheim Dornbirn

[Free eBook] Zentrum der sozialdemokratischen Bildungsarbeit und zugleich "der wichtigste Kristallisationspunkt der Vorarlberger Sozialdemokratie, [wo] die Fäden der heimischen Arbeiterbewegung [zusammenliefen]" (Werner Bundschuh), war das Arbeiterheim in der Viehmarktstraße 3.

Im März 1919 von der Genossenschaft der "Vereinigten Schreiner" erworben, fungierte ein eigens hiezu gegründeter Verein als Erhalter. Hier tagten die Parteigremien, trafen sich die diversen sozialdemokratischen Vereine, Vorträge wurden gehalten, Schulungen von Parteijugend und Frauenfunktionärinnen durchgeführt sowie Feste gefeiert. Die 1924 angesuchte Schankkonzession ermöglichte die Verpflegung der zahlreichen BesucherInnen. Eine hauseigene Bibliothek stand zur Verfügung.

Nahe stehende Vereinigungen wie die Mietervereinigung Österreichs oder die Freigewerkschafter fanden ebenso Unterkunft wie die Redaktion der "Vorarlberger Wacht". Mitte der 20er Jahre wurde ein Turnsaal angebaut, da dem Arbeiter-Turnverein "Freiheit" von der Stadt die Benützung einer Schulturnhalle nicht erlaubt worden war.

Inhalt. Die Geschichte der Dornbirner Sozialdemokratie vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 1990er Jahre im Spiegel des "Arbeiterheims".

Inhalt
Reinhard Mittersteiner:
"Ein roter Punkt in dem schwarzen Meere ringsum."
Am Beispiel des Vereins Arbeiterheim:
Die Anfänge sozialdemokratischer Milieukultur in Dornbirn
Werner Bundschuh
Das Dornbirner Arbeiterheim - ein sozialdemokratischer Dorn
im "bürgerlichen Fleisch"

Verlagsinformation. Werner Bundschuh / Reinhard Mittersteiner: Verein Arbeiterheim Dornbirn
Dornbirn: Stadtarchiv Dornbirn 1996 (Sonderdruck aus: Dornbirner Schriften Nr. 22), 132 Seiten, kt., 36 Abb.; zu beziehen über: Stadtarchiv Dornbirn, Marktplatz 11, A-6850 Dornbirn

Malin-Gesellschaft. Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche Online-Stellung ist ein Teil dieser Tätigkeit.


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[ #Rankweil ] Der "Russen-Friedhof" ober der Valduna in Rankweil

Ober der Valduna gibt es einen Waldfriedhof mit dem sogenannten Wehrmachtsfriedhof und dem Russenfriedhof. 

1952 wurden mehrere hundert deutsche Wehrmachtssoldaten, welche am ganzen Friedhof verstreut bestattet waren exhumiert und zu einem  „Wehrmachtsfriedhof“ zusammengelegt. Die Soldaten starben an Hunger und Tuberkulose, an der schlechten Versorgung in der "Heimat".

Russischer Ehrenteil. Unvergleichlich noch weniger Überlebenschancen hatten allerdings die russischen Kriegsgefangenen, welche aus einem Salzburger Lager hierher kommandiert waren. 43 von ihnen sind auf dem "Russenfriedhof" bestattet. Ihr Tod war buchstäblich vorprogrammiert. Das Schwarze Kreuz nennt ihn den "russischen Ehrenteils des Waldfriedhof Valduna-Rankweil", Der Ehrenteil erhielt bei seiner Sanierung 43 Pultsteine aus Granit, in welche die Namen der russischen Kriegsopfer eingraviert wurden. Das Landeshochbauamt errichtete zusätzlich einen Obelisken mit einer Gedenkinschrift. Auch wurde der russische Teil erweitert: 1965 wurden die Leichen russischer Kriegsgefangener an verschiedenen Orten Vorarlbergs exhumiert und ebenfalls auf dem orthodox geweihten Friedhof beigesetzt. Wenig Einfühlsamkeit zeigte man allerdings, als man 1996 einen Gedenksteines für in Russland gefallene deutsche Soldaten ausgerechnet im Bereich des Russenfriedhofes errichtete.


Friedhof für früh verstorbene Kinder2009 wurde auch eine würdevolle letzte Ruhestätte für früh verstorbene Kinder im Waldriedhof, der ansonsten stillgelegt ist, eingerichtet und damit einen wichtigen Beitrag bei der Trauerarbeit der Betroffenen (von totgeborenen) Kindern geleistet. Dieser neue Bereich ersetzt den bisherigen provisorischen Bestattungsbereich, in dem seit 1999 jeweils zu Ostern und zu Allerheiligen zeremonielle Beisetzungen stattfanden. Seit den 1970er Jahren wurden auf dem landeseigenen Friedhof beim Rankweiler Krankenhaus 60 bis 80 Totgeborene pro Jahr beerdigt.

Friedrich Schmidt. Wenig bekannt ist, dass der Waldfriedhof seinerzeit einen angesehenen Planer hatte. Die Planung stammt von dem aus Württemberg stamdenden Pastorensohn und Wiener Dombaumeister Friedrich Schmidt, der bekanntlich nicht nur das Wiener Rathaus gebaut sondern auch in Vorarlberg durch Bauwerke repräsentiert ist: die Pfarrkirche Hl. Sulpitius in Frastanz, die  Pfarrkirche Hll. Josef und Nikolaus in Silbertal und die Pfarrkirche zum Heiligsten Herzen Jesu in Weiler.

Ersatz-Lazarett. Im Ersatz-Lazarett Valduna der deutschen Wehrmacht hatten auch russische Kriegsgefangene des Kriegsgefangenen-Lagers Markt Pongau (Salzburg) "Dienst zu versehen. Russische Kriegsgefangen waren bei der deutschen Wehrmacht Freiwild und wurden ihnen - im Gegensatz zu anderen Kriegsgefangenen - die Rechte nach der Genfer Konvention verweigert.  Aus den auf den Gräbern des "Russenfriedhofes" Rankweil-Valduna in Vorarlberg eingravierten Todesjahre der 43 Opfer des dortigen Reservelazarettes ergibt sich, dass im Jahr 1942 dort 20 sowjetische Kriegsgefangene starben; im Jahr 1943 noch 15 Opfer, von diesen zwölf in den Monaten Jänner bis März. Im Jahr 1944 verstarben noch sechs und im Februar 1945 schließlich noch zwei Kriegsgefangene. Somit verstarben allein bis Frühjahr 1943 fast 75 Prozent der Gesamtopfer des Reservelazarettes Valduna.

Wehrmacht als Mörderbande. Die Bestimmungen für das Verhalten der Wachmannschaft bzw. der Angehörigen der Wehrmacht gegenüber den kriegsgefangenen Angehörigen der Feindmächte war völlig unterschiedlich und wurden auch völlig unterschiedlich gehandhabt. Der Grund dafür lag weit von den Bestimmungen des Kriegsvölkerrechts entfernt und waren ausschließlich rassenideologisch motiviert. Die Kriegsgefangenen der Deutschen Wehrmacht sollten nämlich grundsätzlich nicht gleich behandelt werden, sondern abhängig von ihrem "Volkstum". Es waren aber keineswegs nur die verrückten Gedankengänge der Nationalsozialisten, die Wehrmacht erfüllte die Forderungen der politischen Führung durch die Herausgabe entsprechender Befehle willig und gründlich.

Damit waren die russischen Kriegsgefangenen ihrern Peinigern bis zur gänzlichen physischen und psychischen Zerstörung ausgesetzt. Während etwa die amerikanischen Kriegsgefangenen weitgehend nach den Bestimmungen der Genfer Konvention behandelt wurden, wurde in der Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen die Genfer Konvention völlig außer Acht gelassen. Man zielte auf ihre Vernichtung hin. Während man die Todesfälle von Kriegsgefangenen auch in Deutschland grundsätzlich beurkundete, wurden die Todesfälle unter sowjetischen Kriegsgefangenen erst gar nicht in die "Beurkundungen" aufgenommen. Sie zählten nicht. Nach Schätzungen der Historiker betrug die Zahl der Opfer unter den sowjetischen Kriegsgefangenen bis zu 3,3 Millionen toten sowjetischen Kriegsgefangenen in deutscher Hand, was einem Prozentsatz von beinahe 60 Prozent der Gesamtzahl der sowjetischen Kriegsgefangenen entspricht. Ein Verbrechen.

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[ #Bildstein ] Der größte Förderer der Wallfahrt Bildstein: Graf Maximilian Lorenz von Starhemberg

Bildquelle: Wikimedia - Fotograf: Martin Gunz
Graf Maximilian Lorenz von Starhemberg wurde als zweiter Sohn von Graf Konrad Balthasar von Starhemberg und Anna Elisabeth von Zinzendorf um 1640 geboren. 

Maximilian war der jüngere Bruder des berühmten Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg. Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg (*1638 † 1701) war ab 1680 Wiener Stadtkommandant, der Verteidiger Wiens bei der Zweiten Türkenbelagerung 1683, kaiserlicher General während des Großen Türkenkrieges und Präsident des Hofkriegsrates. Weiters hatte er noch vier jüngere Halbbrüder Leopold Carl, Franz Ottokar, Gundaker Thomas und Paul Joseph Jakob.

Graf Maximilian Lorenz von Starhemberg (* um 1640; † 17. September 1689 in Mainz) war kaiserlicher Feldmarschall und ab 1679 Kommandant der Festung Philippsburg. Obwohl er 1689 zum Feldmarschall befördert wurde, stand er immer im Schatten seines berühmten Bruders Ernst Rüdiger von Starhemberg und erlangte so nie wirklich Berühmtheit. Maximilian wurde am 6. September 1689 beim Sturm auf die Festung Mainz schwer verwundet und erlag am 17. September 1689 seinen Verletzungen. Noch im Jahre 1765 wurde Maximilian eine Ehrung durch den Kaiser Joseph II. zuteil als er im Reichsfürstendiplom für den damaligen Grafen Georg Adam von Starhemberg mit folgenden Worten erwähnt wird: „Die Grafen und Herren von Starhemberg machten sich ferners bei unsern Vorfahren am Reich, Römischen Kaisern, auch unserm Erzhaus von der Zeit, und in diesen letztern Jahrhunderten berühmt durch Maximilian Laurentium Kaiserlichen Generalfeldmarschall, und Gouverneur von Philippsburg, welcher an denen in der Belagerung der Stadt Mainz empfangenen Wunden im Jahr Sechzehn Hundert Neun und Achtzig verstorben.“


Wallfahrt Bildstein. Im Jahre 1677 besuchte Maximilian zum ersten Mal zu Maria Lichtmess (2. Februar) die Bildsteiner Wallfahrt, auf die ihn Oberst Johann Kreiß von Themar (Krays von Themar, Johann, Oberstfeldhauptmann der 4 Herrschaften,  Obrist, † 23.9.1694. Er wurde in der Mitte des Schiffes unter der Kirche Maria Bildstein begraben. Dieses Grab ist heute nicht mehr sichtbar), Stadtkommandant von Bregenz und oberster Feldhauptmann der Vorarlberger Herrschaften, aufmerksam gemacht hatte. Nach Bergmann soll Starhemberg auch Kommandant von Bregenz gewesen sein. Maximilian verfügte in seinem Testament vom 9. Oktober 1688, welches er während der Belagerung von Philippsburg verfasst hatte, dass sein Leichnam in Bildstein beizusetzen ist. Sobald sein Tod in Bildstein bekannt würde, sollen 500 Messen gelesen und 10.000 Gulden aus seinem Vermögen an die Wallfahrt übergeben werden.

Das Geld wurde von Maximilians Bruder und Erben Gundaker aber nicht direkt der Wallfahrt, sondern dem Bischof von Konstanz übergeben. Zudem wurden noch 900 Gulden an die Armen in Bildstein und Umgebung verteilt. Der Leichnam wurde über Bregenz nach Bildstein überführt, wo er am 11. Oktober 1689 ankam. Maximilian wurde in der Gruft im inneren Chor vor dem Hochaltar und wundertätigen Marienbild beerdigt.

Maximilian gilt bis heute noch als einer der größten Wohltäter der Wallfahrt in Bildstein. Insgesamt spendete er 12.880 Gulden, darunter auch 150 Gulden für die Barockmonstranz mit Gott Vater, Hl. Geist sowie Maria und Josef.

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  1. Feldmarschall Graf Maximilian Lorenz von Starhemberg (Bildstein, März 2006, 21 Seiten) Großer Wohltäter der Wallfahrt Maria Bildstein (PDF, 1.18 MB)
  2. Die Pfarre Bildstein bei Bregenz und des Feldmarschalls Maximilian Lorenz Grafen von Starhemberg Stiftung und Grabmal“ von Joseph Bergmann - Seite 343 f., 347 f.  
  3. Belagerung von Philippsburg (1688)
  4. [Google Search] Der größte Förderer der Wallfahrt Bildstein: Graf Maximilian Lorenz von Starhemberg
  5. Keinen Beitrag als Fan von MITTELPUNKT #Vorarlberg auf ⇒Facebook versäumen
    25.6.15 [Letzte Aktualisierung - online seit 24.1.12]
    Das ⇒ #Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.
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[ #Bregenz ] Mündungsdelta Bregenzerach

Heute ist rund die Hälfte des Bodenseeufers hart verbaut oder erheblich verändert. 

Von diesen anthropogenen Eingriffen besonders betroffen sind vielfach die Mündungsbereiche der zahlreichen Flüsse und Bäche sowie die sie begleitenden Auenwälder, meist Silberweide. Auenwälder mit Erle, Esche und Weide sind prioritäre Lebensräume im Sinne der FFH-Richtlinie, die durch periodische Überflutung geprägten Standortverhältnisse gekennzeichnet sind.

Die langfristigen Ziele sind die Renaturierung von Auenwäldern, die Verjüngung vorhandener Auenwälder am Bodenseeufer sowie eine verbesserte Anbindung an das Hinterland, speziell in den Mündungsbereichen der Bodenseezuflüsse ist ein von der Bodensee-Stiftung koordiniertes Ziel. Dazu wurden die letzten Bestände an Weichholzauen am Bodensee und seinen Zuflüssen erhoben und Entwicklungspotenziale ermittelt. In den kommenden Jahren sollen Maßnahmen zum Schutz und zur Renaturierung der Auen in allen drei Bodenseeanrainerstaaten durchgeführt werden. Dazu gehört auch ein grenzüberschreitendes Konzept zur weiteren Entwicklung.
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