[ #Hohenems ] Abraham Kohn: Sechs Predigten in der Synagoge Hohenems und mehr ...

[Retrodigitalisat] Abraham Kohn (*1.1807 in Zalužan, Böhmen  †7.9.1848 in Lemberg, Galizien) wurde im böhmischen Zaluzany geboren. Von 1833 bis 1844 wirkt er als Rabbiner in Hohenems und wird 1837 Mitglied von Abraham Geigers liberalen "Verein jüdischer Gelehrter". Anfang September 1848 wird er in Lemberg tot aufgefunden: vergiftet.

Abraham Kohn. Abraham Kohn wurde am 1. Januar 1807, im böhmischen Zaluzany als Sohn einer armen Familie geboren, die mit aller Kraft versuchte, das Geld für seine Ausbildung aufzubringen. Den Berichten nach war er ein brillianter Schüler.

Hohenems. Von 1833 an ist Kohn als Rabbiner in Hohenems in Vorarlberg tätig. Ab 1837 - also in Hohenems - wird er Mitglied in Abraham Geigers "Verein jüdischer Gelehrter", einem Hort des liberalen Judentums. 1844 wechselt Abraham Kohn als Religionslehrer und Prediger nach Lemberg, wo er 1845 die überaus erfolgreiche Israelitische Normalschule mit begründet, 1846 provisorisch zum Kreisrabbiner ernannt wird und 1846 das Deutsch-Israelitische Bethaus eröffnet.


Zeremonialgesetz. Als liberaler Rabbiner der zum deutschsprachigen Österreich hin orientierten jüdischen Kreise Lembergs bemühte sich Kohn um die Abschaffung all dessen, was ihm als sinnentleertes Zeremonialgesetz erschien, das seine Glaubensbrüder seinem Empfinden nach von einer wahrhaftigen Beziehung zu Gott abhielt. Er sprach sich gegen ein lange Zeit als sakrosankt verstandenes Brauchtum aus, etwa gegen die obligatorische Kopfbedeckung für verheiratete Frauen, gegen den Verzicht auf Lederschuhe während der Zeit des Schiwasitzens, oder gegen das Zerreißen von Kleidungsstücken bei einer Beerdigung. Seine persönliche Haltung spiegelt sich in seinen zahlreichen Veröffentlichungen wider, etwa in "Maimonides und die Rabbinen der germanischen Welt: ein schlagender Beweis, dass der Einfluss des Lebens auf das Gesetz mächtiger ist als der der Wissenschaft" (1839) oder "Leises Bedenken eines Rabbiners über die gegenwärtigen Hauptrichtungen in der Entwickelung des Judenthums" (1841).


Konflikt. In Lemberg ermahnt der charismatische Redner seine Gemeindemitglieder, dass "unsere Glaubensbrüder jedes Wissen um das Wesen unserer Religion bitterlich vermissen lassen, da ihre Erziehung entweder vernachlässigt oder verdreht wurde, so dass das Jüdischsein manch eines Juden nichts anderes ist als eine von den Vätern übernommene Ansammlung von Verboten, Forderungen und Bräuchen, denen sie unbewusst und in unheiliger Weise gehorchen." Seine Worte provozieren den Zorn der orthodoxen Gemeinschaft, die ihn wiederholt beschimpft und auch mal verprügelt. Einen Höhepunkt erreichten die Auseinandersetzungen zwischen Reformern und Konservativen als der  Rabbiner am 11. Mai 1844 in der Lemberger Vorstadt-Synagoge in deutscher Sprache statt auf Hebräisch predigte. Die Beschwerden darüber erreichten gar die Hofkanzlei in Wien.

Man vergleiche: Die katholische Kirche erlaubte die Predigt in deutscher Sprache erst mit der Liturgiereform von 1970! Als seine Ehefrau ihn einmal inständig bat, Lemberg zu Gunsten einer anderen Anstellung zu verlassen, soll er geantwortet haben: "Ich bin doch trotz allem unter Juden. Was sollen sie mir zu guter Letzt schon tun?" Anfang September 1848 wird er tot aufgefunden: vergiftet.

1848. Bis dahin war er - wie auch Salomon Sulzer - auch in der 1848er Revolution aktiv. Er nahm an einer polnischenr Revolutionsdelegation teil, welche dem Kaiser in Wien eine Petition der polnischen Nationalbewegung vorbrachte, wo auch eine weitgehende nationale Autonomie für Galizien gefordert wurde. Erst kurz vor seinem Tode wurde in Lemberg am 26. april 1848 der galizische Landtag einberufen an dem erstmals auch jüdische Vertreter teilnehmen konnten.

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DIGITALISATE: Center for Jewish History - Digital Collections (Suchbegriff Abraham Kohn eingeben und ENTER)
  1. Digitalisat: Sechs Predigten,gehalten in der Synagoge zu Hohenems /, vom dortigen Rabbiner Abraham Kohn.
  2. Digitalisat: Offenes Sendschreiben an die Petitionaere und sogenannten Verfechter des orthodoxen Judenthums gegen den Herrn Kreisrabbiner Abraham Kohn in Lemberg /, [Verfasser : Bernhard Frenkl].
  3. Digitalisat: Nachgelassene Schriften Abraham Kohn’s, mit einer Biographie desselben /, verfasst von seinem Sohne Jakob Kohn; herausgegeben von Joseph Kobak. (hier auch eine ausführliche Biografie!
Weitere Quellen und Digitalisate:
  1. KOHN, ABRAHAM - JewishEncyclopedia.com
  2. Seines Bruders Mörder… (Jüdische Zeitung) 
  3. Googl Books: Petaḥ śefat ʻEver Von Abraham Kohn (deutsche Übersetzung)
  4. Retrodigitalisat - Abraham Kohn: Hebräisches Lesebuch für die israelitische Jugend : zur leichten und gründlichen Erlernung der hebräischen Sprache, in grammatikalischer Stufenfolge, auf eine anziehende, geist- und herzbildende Weise
  5. Retrodigitalisat: Rabbiner Abraham Kohn, ein Märtyrer seiner Zeit : eine biographische Skizze / von Veit Friedrich Manheimer Stettin : Nagel, 1856
  6. Jom Kippur, Lederschuhe und unbequeme Reformrabbiner
  7. Kescher: Über Musik an Feiertagen von Rabbiner Abraham Kohn mit einer Nachschrift von Rabbiner Abraham Geiger (1839)
  8. Von der Geschichte des Gasthauses "Zur Frohen Aussicht" in Hohenems und seinen Bewohnern
  9. Google Search: Abraham Kohn: Sechs Predigten in der Synagoge Hohenems und mehr ...

[ #Dornbirn ] Ein "Moorsoldat" aus Vorarlberg: August Weiß (1921-2008)

Der Dornbirner Kriegsdienstverweigerer August Weiß kam in das KZ Esterwegen im Börgermoor.

August Weiß (1921-2008) wurde als Sohn des Kaminkehrers Karl Weiß und der Maria Weiß (geb. Feuerstein) in Dornbirn geboren. Er hatte vier Geschwister, und das Elternhaus war sehr katholisch. Die ökonomische Situation im Elternhaus ermöglichte dem hochbegabten Kind keinen weiterführenden Schulbesuch, so dass er nach der sechsjährigen Volksschulzeit ab 1936 bei der Textilfirma F.M. Hämmerle arbeiten musste.

Im Oktober 1939 wurde der junge Textilarbeiter August Weiß von der Firma F.M. Hämmerle entlassen und wenig später auf die Vermunt-Baustelle der Illwerke im Montafon dienstverpflichtet. Der 1,65 Meter große, schmächtige August musste dort Schwerarbeit leisten, und die menschenverachtende Behandlung der Zwangsarbeiter bestärkte ihn in seiner Ablehnung der deutschnationalen Ideologie und des Nazi-Regimes.


Ab Oktober 1940 musste er als "Dienstverpflichteter" seinen Reichsarbeitsdienst im Allgäu mit "unbestimmter Dienstzeit" ableisten. Im Februar 1941 wurde er zu den Gebirgsjägern in Salzburg eingezogen. Doch er blieb nicht lange in der Kaserne. Nach kurzer Zeit verließ der Pazifist die Truppe und begab sich nach Kärnten, mit der Absicht, nach Jugoslawien zu flüchten. An der Grenze wurde er gewarnt, dass die deutschen Truppen bald Jugoslawien überfallen würden. Deshalb fuhr er unter großen Schwierigkeiten im Zug zurück nach Vorarlberg. Seine Mutter riet ihm, sich zu stellen, doch August lehnte dies kategorisch ab, er wollte in die Schweiz. Seine Flucht endete bereits in Frastanz. In Zivil und ohne Papiere wurde er von einer Patrouille am 7. Februar verhaftet und in Salzburg inhaftiert. Für August Weiß war klar, dass er mit einem Todesurteil rechnen musste.

Am 27. März 1941 wurde August Weiß wegen Fahnenflucht vom "Feldgericht der Division 188" zu sechs Jahren Zuchthaus und "Verlust der Wehrwürdigkeit" verurteilt. Die Strafe wurde – wie im Gesetz vorgesehen – für die Dauer des Krieges ausgesetzt,] und August Weiß kam nach etlichen Aufenthalten in Polizeigefängnissen ins Soldaten-KZ Aschendorfer Moor bei Esterwegen, nahe der holländischen Grenze.

In diesem gefürchteten Emslandlager wurden 1200 bis 1500 Militärsträflinge gefangen gehalten. August Weiß musste die furchtbaren Lagerbedingungen am eigenen Leib erleiden: Schläge, Mißhandlungen, Erniedrigungen, hunger, und Schwerarbeit: „Pro Tag musste ich 13 Kubik Moor umarbeiten. Es war eine barbarische Arbeit", die er nur überlebt habe, „weil es unter den Häftlingen Solidarität gab."

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[ #Hohenems ] Hohenemser Sagen

Das vom Kulturkreis Hohenems verlegte Buch "Emser Sagen" (Josef Giesinger, 1980) ist leider vergriffen. 

Hohenems als Ort oder Objekt einer Sagenerzählung wird aber auch in einer Reihe anderer Vorarlberger Sagensammlungen erwähnt.


Bei Sagen.at stehen derzeit  49 "Hohenemser" Sagen online. Eine schnelle kostenlose Quelle auch für den Sach- und Deutschunterricht.
Mehr erfahren. Dies ist nur der Hinweis  auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt!
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[ #Dornbirn ] Libellen im Dornbirner inatura-Wassergarten

Insgesamt 23 unterschiedliche Libellenarten konnten zwischen 2010 und 2012 im Areal um den Wassergarten der Inatura in Dornbirn festgestellt und dokumentiert werden. Sie sind mit Ausnahme der durchziehenden Prachtlibellen alle auch fotografisch dokumentiert. 
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[ #Bludenz ] Grete Gulbransson

Grete Gulbransson wurde am 31. Juli 1882 in Bludenz im "Haus an der Halde" geboren.

Sie war das "Ergebnis" einer tollen Liebes- und einer europäischen Migrationsgeschichte. Wenn man die (Vor-)Geschichte der "handelnden Personen" entziffert, so führt sie durch die ganze Welt und ist damit eine Kritik des heute so gerne auf Verkleinerungen und Fremdenfeindlichkeit reduzierten Zeitgeistes. Sie beweist, dass Vorarlberg immer schon größer war als es die reale Politik den Menschen hier einreden will.

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[ #Bregenzerwald ] Die Braunarlspitze (2649 m) im Bregenzerwald

Im Bregenzerwald steigen die Berghöhen stufenweise Richtung Südosten bis 2.649 m (Braunarlspitze) an.

Die Braunarlspitze ist der höchste Gipfel  des Bregenzerwalds, in der Nordhälfte des Lechquellengebirges und daher vor allem aus dem Bregenzerwald sehr auffällig. Er ist ein verkarsteter Kalkberg  und überragt das obere Lechtal und das Quellgebiet des Großen Walsertals.




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[ #Montafon ] Gefährdetes Nutztier: Das Montafoner Steinschaf

Es ist eine vom Aussterben bedrohte Schafrasse und kam nur noch vereinzelt im hintersten Montafon vor. Es wurde durch größere und mastfähigere Rassen verdrängt und kam so auf der Liste der gefährdeten Nutztiere. 

Ab 1989 wurden typische Tiere angekauft und ein Zuchtbuch zur Vermeidung von Inzucht gegründet. Seither wird die Rasse in ganz Vorarlberg gezüchtet.


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[ #Vorarlberg ] Inatura - Die Erlebnis Naturschau in Dornbirn

Die Inatura ist ein einzigartiges Museumskonzept, das Besucher interaktiv an spannende Themen heranführt und Forschung, Naturwissenschaft und Technik mit 4000 Ausstellungsexponaten „begreifbar“ macht. Es besitzt das Österreichische Museumsgütesiegel  und gilt als das größte und modernste Naturmuseum im Bodenseeraum. 
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[ #Feldkirch ] Schweizer Spionagezentrum gegen Hitler: Ein mutiger Feldkircher mischt mit

Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjeunion am 22. Juni 1941 begann auch eine intensive Spionagetätigkeit der Sowjets in der neutralen Schweiz.

Dabei vermischten sich Widerstand gegen Hitler und militärische Auslandsaufklärung sowohl bei den Amerikanern aber besonders bei den Russen. Über das Spionage-Netz der Sowjets während des II. Weltkriegs schrieb anerkennend der US-Amerikaner Allen W. Dulles, (Er war während des Zweiten Weltkrieges in der von den Achsenmächten umschlossenen neutralen Schweiz Gesandter des nach Kriegseintritt der USA gegründeten US-Geheimdienstes Office of Strategic Services in Bern):  "Nie in der Geschichte der Kriegführung hat die Spionage eine so entscheidende Rolle gespielt wie für die Sowjet-Union in den Jahren 1941 bis 1944". Dulles tatsächliche Funktion war übrigens auch ein offenes Geheimnis: auch er diente als Anlaufstelle für Informanten und Widerstandskämpfer aus Nazi-Deutschland.

Einer der wichtigen Schweizer Nachrichtenlieferanten war der Journalist Otto Pünter (Deckname: "Pakbo"). Der  Sozialdemokrat hatte schon in den zwanziger Jahren einer Agentengruppe angehört, die gegen Italiens Faschisten arbeitete. Als Hitler die Macht ergriff. sammelte er hauptsächlich Nachrichten über Deutschland. Aus Feldkirch  belieferte ihn auch ein mutiger früherer Funktionär der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, der die Briefe seines Sohnes - eines Funkers im Oberkommando der Wehrmacht - auf verwertbare Informationen durchsah.

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[ #Vorarlberg ] Harald Walser - Die Hintermänner. Vorarlberger Industrielle und die NSDAP 1933-1934

Die erste kritische geschichtswissenschaftliche Veröffentlichung zu den einflussreichen Personen, die hinter der nationalsozialistischen Bewegung in Vorarlberg standen, und damals ein Tabubruch: weil man es hierzulande bis dahin nie so genau hatte wissen wollen. Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf die Beziehungen zwischen der NSDAP und den großen Unternehmern Vorarlbergs in den Jahren 1933 und 1934.

Großindustrie. In diesem Zusammenhang erweist sich unter der Literatur zur neueren österreichischen Geschichte besonders das Werk von Norbert Schausberger "Der Griff nach Österreich" als anregend. Denn mit diesem Buch gelang es dem Autor, den "großdeutschen Gedanken" im wesentlichen als Gedanken einer großdeutschen Wirtschaftseinheit darzustellen. Diese Behauptung wird verständlich und erklärbar, wenn man weiß, dass im " Jahre 1930 ... bereits rund zwei Drittel der österreichischen Großindustrie vom ausländischen, davon die Hälfte allein vom deutschen Finanzkapital beherrscht (wurden)".

In Vorarlberg war die Situation etwas anders, denn die alles beherrschende Textilindustrie war noch über die Zeit hinaus als dieser Beitrag erschien, zu einem großen Teil in den Händen ansässiger Unternehmer.


Österreicher als Ausländer. Der Beitrag von Harald Walser liefert aber auch andere Einblicke. So zum Beispiel zum "Gastarbeiterproblem". "Gastarbeiter", das waren damals alle Nichtvorarlberger. Damals ging man gegen die "zugewanderten" Österreicher aus Kärnten, Oberösterreich oder der Steiermark so vor, wie es manche Politiker heute schon wieder gegen die zugewanderten Arbeitnehmer fordern:
"Das Zentrum der Vorarlberger Textilindustrie, Dornbirn, war von der ungeheuren Krise dieser Branche besonders betroffen. Dies führte dazu, daß alle Betriebe zur Kurzarbeit übergehen mußten. "Die rund 5.000 noch in der Textilindustrie Beschäftigten erhielten für ihre Kurzarbeit einen so geringen Lohn, daß dieser sogar unter dem Niveau der Arbeitslosenunterstützung lag" (16). Die Behörden des Landes waren der Situation nicht gewachsen und versuchten, im Lande befindliche innerösterreichische Arbeitslose abzuschieben. Diese wurden "zusammengefangen, in Arreste gesteckt (und) ... willkürlich auf fünf Jahre des Landes verwiesen und wie Landstreicher auf den Schub geschickt. Dabei handelt es sich z.T. um Arbeitslose, die seit Jahren in Vorarlberg ansässig sind und entweder die Arbeitslosenunterstützung oder die Notstandsaushilfe beziehen".
Verlagsinformation.  Harald Walser - Die Hintermänner - Vorarlberger Industrielle und die NSDAP 1933-1934 - Erschienen in: Nachträge. Zur neueren Vorarlberger Landesgeschichte. Hrsg. von Meinrad Pichler, Fink's Verlag Bregenz 1983 (2. Aufl.; 1. Aufl. 1982), S. 96-106; erstmals unter dem Titel "Wer stand hinter der NSDAP?" in: Zeitgeschichte 8 (1980), S. 288-297

Malin-Gesellschaft. Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche kostenfreie Online-Stellung ist ein Teil dieser auch sonst beachtenswerten Tätigkeit.

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[ #Vorarlberg ] Arbeiterbewegung in Vorarlberg 1870-1946

(Free eBook) Die Begleittexte zur Ausstellung "Im Prinzip: Hoffnung: Arbeiterbewegung in Vorarlberg 1870-1946"(Bregenz 1984) sind bei der Malin-Gesellschaft kostenfrei als Online-Texte oder als eBook (PDF) greifbar. Damit steht ein Stück vernachlässigter Vorarlberger Geschichtsschreibung, nämliche jene der arbeitenden Menschen Vorarlbergs, den Interessierten zur Verfügung.

Download. Die Ausstellung bedeutete den Beginn einer umfassenden, kritischen Beschäftigung mit der Vorarlberger Arbeiterbewegung (auch der christlichen). Sie erfolgte in Form einer großzügigen Bild- und Objekt-Inszenierung in der inzwischen abgebrochenen Bregenzer Remise (Gestaltung: Reinhard Mittersteiner; wissenschaftliche Leitung: Kurt Greussing). Dazu erschien der gleichnamige Sammelband (Bregenz 1984).

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Verortet in Reiter
[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]
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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf das kostenlose Informationsangebot: 

Inhalt Sammelband: Im Prinzip: Hoffnung.
Kurt Greussing
Einleitung - Arbeiterbewegung in Vorarlberg:
Traditionen, Brüche, Neuanfänge 9
Gerhard Oberkofler
Anfänge - Die Vorarlberger Arbeiterbewegung bis 1890.
Vom Arbeiterbildungsverein zur Arbeiterpartei 22
Reinhard Mittersteiner
Wachstum und Krise - Vorarlberger Arbeiterbewegung 1890-1918 73
Robert Sutterlütti
Italiener in Vorarlberg 1870-1914: Materielle Not und sozialer Widerstand 133
Werner Dreier
Konjunktur der Hoffnung - Vorarlberger Arbeiterbewegung 1918-1934 158
Reinhard Johler
"Jeatzt würds heall, jeatzt würds liacht".
Sozialistische Maifeiern in Vorarlberg 1890-1933 225
Gernot Egger
Integration und Widerstand.
Vorarlberger Arbeiterbewegung im Austrofaschismus 1934-1938 259
Meinrad Pichler
"Deutsches Leben heisst Arbeit".
Arbeiteropposition in Vorarlberg während der NS-Zeit 281
Hermann Brändle / Gernot Egger
Rohstoff Mensch:
Fremdarbeiter und Kriegsgefangene in Vorarlberg 299
Harald Walser
Anspruch und Wirklichkeit: Der Nationalsozialismus und die Vorarlberger Arbeiterschaft 308
Kurt Greussing
Schichtwechsel - Vorarlberger Arbeiterbewegung im Neuanfang 1945/46 341
Autorenverzeichnis 358
Bildquellennachweise 359
Namens- und Firmenregister 362


Inhalt: Begleittexte: Verfasser Markus Barnay

Industrialisierung in Vorarlberg:
Zwischen Heim und Fabriksarbeit

"Frönde Beattlar" und Zugereiste:
Italienische Arbeiter in Vorarlberg

Auf dem Weg zur Arbeiterpartei:
Vorarlberger Arbeiterbewegung bis 1890

"Vorwärts! Der neuen Zeit entgegen!"
Arbeiterbewegung von 1890 bis 1914

Hunger, Not und "Heldentod":
Arbeiterschaft im ersten Weltkrieg

Vorarlberg 1919:
Heimwehr statt Räterepublik

1919 bis 1927:
Der kurze Sommer der Sozialdemokratie

Auf dem Weg zum "neuen Menschen":
Arbeiterkultur und Arbeitersport in Vorarlberg

1. Mai
Der "Kampftag der Arbeiterklasse"

"Saubere Genossinnen":
Frauen in der Vorarlberger Arbeiterbewegung

1927 bis 1933:
Auf dem Weg in den "Ständestaat"

Vorarlberg 1933/34:
Das Ende der Demokratie

"Soldaten der Arbeit"
Vorarlberger Arbeiterschaft während der NS-Zeit

Schichtwechsel
Vorarlberger Arbeiterbewegung 1945/46

[ #Dornbirn ] Verein Arbeiterheim Dornbirn

[Free eBook] Zentrum der sozialdemokratischen Bildungsarbeit und zugleich "der wichtigste Kristallisationspunkt der Vorarlberger Sozialdemokratie, [wo] die Fäden der heimischen Arbeiterbewegung [zusammenliefen]" (Werner Bundschuh), war das Arbeiterheim in der Viehmarktstraße 3.

Im März 1919 von der Genossenschaft der "Vereinigten Schreiner" erworben, fungierte ein eigens hiezu gegründeter Verein als Erhalter. Hier tagten die Parteigremien, trafen sich die diversen sozialdemokratischen Vereine, Vorträge wurden gehalten, Schulungen von Parteijugend und Frauenfunktionärinnen durchgeführt sowie Feste gefeiert. Die 1924 angesuchte Schankkonzession ermöglichte die Verpflegung der zahlreichen BesucherInnen. Eine hauseigene Bibliothek stand zur Verfügung.

Nahe stehende Vereinigungen wie die Mietervereinigung Österreichs oder die Freigewerkschafter fanden ebenso Unterkunft wie die Redaktion der "Vorarlberger Wacht". Mitte der 20er Jahre wurde ein Turnsaal angebaut, da dem Arbeiter-Turnverein "Freiheit" von der Stadt die Benützung einer Schulturnhalle nicht erlaubt worden war.

Inhalt. Die Geschichte der Dornbirner Sozialdemokratie vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 1990er Jahre im Spiegel des "Arbeiterheims".

Inhalt
Reinhard Mittersteiner:
"Ein roter Punkt in dem schwarzen Meere ringsum."
Am Beispiel des Vereins Arbeiterheim:
Die Anfänge sozialdemokratischer Milieukultur in Dornbirn
Werner Bundschuh
Das Dornbirner Arbeiterheim - ein sozialdemokratischer Dorn
im "bürgerlichen Fleisch"

Verlagsinformation. Werner Bundschuh / Reinhard Mittersteiner: Verein Arbeiterheim Dornbirn
Dornbirn: Stadtarchiv Dornbirn 1996 (Sonderdruck aus: Dornbirner Schriften Nr. 22), 132 Seiten, kt., 36 Abb.; zu beziehen über: Stadtarchiv Dornbirn, Marktplatz 11, A-6850 Dornbirn

Malin-Gesellschaft. Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche Online-Stellung ist ein Teil dieser Tätigkeit.


[Zeitreiseführer-Vorarlberg]⇒