[ #Hittisau ] Josef Ritter von Bergmann - Das Ambraser Liederbuch (1582)

Das nach seinem Auffindungsort benannte "Ambraser Liederbuch" (1582) enthält die Texte von 262 weltlichen Liedern, meist Liebesliedern, aber auch historischen Liedern und nicht zuletzt von "Innsbruck ich muß dich lassen" (Nr. 188), teils auf ihre "eigne Weis", teils "im Thon" von damals allgemein bekannten Liedern. 

Das Liederbuch entstand im Umkreis des Erzherzogs Ferdinand von Tirol (1529-1595), möglicherweise auch als seine Auftragsarbeit, der es in seiner Bibliothek auch beherbergte.

Das Liederbuch beruht auf einer Urfassung, die 1578 in Frankfurt erschienen war (Frankfurter Liederbuch) und 1584 sowie 1599 nachgedruckt worden war.Viele der Lieder sind als historische Balladen zu charakterisieren, doch viele auch als typische spätmittelalterliche Liebeslieder.

Der aus Hittisau stammende Josef Ritter von Bergmann (er gilt als Begründer einer quellenkritischen und methodisch einwandfreien Vorarlberger Landesgeschichtsschreibung) hatte das Werk 1845 mithilfe des Literarischen Vereines in Stuttgart neu herausgegeben. Von dort weg nahm es seinen Eingang in das Volksliedrepertoire.

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[ #Wolfurt ] Frauentaufe in Wolfurt

Wolfurt Friedhofsaufnahme 1906
Der Tod wird heute ganz selbstverständlich mit dem hohen Alter asoziiert. Nur 2 Prozent der Todesfälle treffen unter 25-Jährige, rund 60 Prozent die über 75-Jährigen und unter fünf Promille die Neugeborenen. Nicht immer war aber das  Sterben mit dem Alter verbunden. 

Um 1880 war dies noch ganz anders: Damals betraf der überwiegende Teil aller Todesfälle die jüngsten Altersgruppen. 42 Prozent entfielen auf die 0- bis 4-Jährigen, in mehr als der Hälfte der Todesfälle waren die Verstorbenen unter 25 Jahre alt. Der Tod eines alten Menschen war dagegen ein seltens Ereignisein seltenes Ereignis: Nur in 8 Prozent der Todesfälle war der/die Verstorbene 75 Jahre oder älter.

Weihwasser. Das lokale Geschichtsblatt "Heimat Wolfurt" berichtet: "Weil die Kindersterblichkeit groß und die Angst, ein Kind könnte ungetauft sterben, noch viel größer war, stellte die Hebamme bei jeder Geburt auch Weihwasser bereit. Falls das Kind schwächlich oder die Geburt schwer war, taufte die erfahrene Helferin das Kind unverzüglich. Frauentauf schrieb dann der Pfarrer in sein Taufbuch. Wenn das Kind bei der Geburt wirklich starb, hatte es oft noch gar keinen Namen. Dann schrieb der Pfarrer einfach Anonymus oder bei einem Mädchen Anonyma, also 'Kind ohne Namen'. Und wie die vielen anderen so früh verstorbenen Kinder nannte man es einen Engel und hoffte auf seine Fürsprache im Himmel." (Vgl. Engelmacherin war früher auch die Bezeichnung für eine Frau, die kleine und insbesondere uneheliche Pflegekinder absichtlich sterben ließ - „zu Engeln machte“ -, um sich am Pflegegeld zu bereichern.)

Frauenordinierung. Im Adelung - Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart heißt es unter "Die Nothtaufe" die Taufe, welche einem Kinde im Falle der Noth, d. i. in einer augenscheinlichen Lebensgefahr, ohne die sonst üblichen äußern Feyerlichkeiten ertheilet wird, besonders so fern sie von weltlichen Personen verrichtet wird; im Oberd. die Sachtaufe, Jähtaufe, und, so fern sie auch von Weibern verrichtet werden kann, die Frauentaufe." Die Spende eines Sakramentes durch eine Frau (von Weibern verrichtet) war gar nicht so selten. Angesichts unserer heutigen Diskussion im eine Frauenordinierung in der katholischen Kirche geradezu merkwürdig. Im Dornbirner Familienbuch fndet schon Google 120 Eintragungen undter "frauentauf".

Auch schon im "Füeger-Gebetbuch mit Familienchronik", einem kleinen Gebetbuch einer vornehmen nordtirolischen Familie mit deutschen Texten mit Notizen im Inneren - kurz nach 1500 entstanden und von da an hundert Jahre lang auch als Familienchronik benützt - steht:
"Anno 1587 Am 21. Augusti ist gewesen Freitag vor Bartholomei, umb8 Uhr nach Mittag hatt mein haußfraw einen Sohn geboren und dessen zu Frue Niderkomen allein die Frauentauf erlanngt,auch leider in gefahr Ihres lebens gestanden".
Engelgräber. Von der Gemeinde Wolfurt kennnen wir Zahlen, ganz erschütternd und für uns unfassbar sind die Zahlen aus Pfarrer Gmeiners Sterberegister:
  • 1790 42 Verstorbene davon 32 Kinder unter 7 Jähren
  • 1791 52 Verstorbene davon 29 Kinder
  • 1792 52 Verstorbene davon 34 Kinder
  • 1849 66 Taufen / 54 Verstorbene, davon 24 weniger als ein Jahr alt
  • 1850 58 Taufen / 79 Verstorbene, davon 33 weniger als ein Jahr alt
  • 1851 64 Taufen / 56 Verstorbene, davon 23 weniger als ein Jahr alt.
Um die Jahrhundertwende 1899/1900 gab es unter den über 2000 Wolfurtern jedes Jahr im Durchschnitt 73 Geburten und 51 Sterbefälle. Und noch immer lag die Kindersterblichkeit mit etwa 20 Prozent Verstorbenen im ersten Lebensjahr. Weil der Friedhof zu klein geworden war, ließ man 1906 eine Zählung am Wolfurter Friedehof machen. Von den insgesamt 605 Gräbern entfielen 127 "Engelgräber", so nannte man die Kinder die tot geboren oder bei der Geburt bereits gestorben waren.

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[ #Feldkirch ] Johannes Dölsch aus Feldkirch oder "Doctor Feldkirch"

Johannes Dölsch im Index Librorum Prohibitorum 1559 als verbotener Autor genannt
[Free eBook] Der Feldkircher Johannes Dölsch stand gemeinsam mit Martin Luther 1520 auf der Bannandrohungsbulle "Exsurge Domine", die Luther bekanntlich öffentlich verbrannt hatte. Was kaum bekannt: Er stand mit etlichen weiteren Vorarlbergern bereits auf dem ersten Index der verbotenen Autoren. Eine Dissertation aus dem Jahre 1898 über Johannes Dölsch ist im Web zu lesen (oder auch zu kopieren).

Reformationszentrum Feldkirch. Aus Feldkirch und der Umgebung kamen innerhalb weniger Jahre etwa fünfzig Studenten nach Wittenberg, wo Martin Luther am 31. Oktober 1517 am Hauptportal der Schlosskirche seine 95 Thesen angeschlagen hatte. Einer von ihnen war Johannes Dölsch aus Feldkirch, unter den Neugläubigen als "Doctor Feldkirch" (Veltkirch) bekannt.

Aus Feldkirch stammend, wurde auch einfach Doctor Feldkirch genannt und tritt zweimal in den ersten Jahren der lutherischen Reformation hervor. Als Eck im Jahre 1520 mit seiner Bannbulle aus Rom kam und außer Luther auch noch eine Reihe von Anhängern Luthers mit dem Bann gestraft wurden, gehörte auch Dölsch zu ihnen. Er war damals Professor der Theologie und Stiftsherr in Wittenberg, hatte Luther in einer Schutzschrift verteidigt, und Eck muss ihn wohl für bedeutend genug gehalten haben, um gegen ihn vorzugehen. Von den Wittenberger Professoren war nur noch Carlstadt diese "Ehre" zuteil. Selbst als vom Papst gebannter (!) Professor genoss er Ansehen, was die Tatsache beweist, dass er 1520 als Domprediger nach Bamberg berufen werden sollte.

Später spielte er eine Rolle in den Wittenberger Unruhen, die die Abschaffung der Messe begleiteten. Er widersetzte sich Luthers Vorgehen und hatte sich den Zorn seines großen Freundes zugezogen. Die erste Spur von Johannes Dölsch findet sich 1502 in der Heidelberger Matrikel. Hier ist er mit zwei andern Feldkirchern immatrikuliert als: Johannes Piliatoris de Feltkirchen nona Decembris Wolfgannus Thischer Curiensis dioc.Vtalricus Scriptoris. Die drei Studenten, zu denen sich ein Vierteljahr später noch zwei Landsleute gesellten, waren in Heidelberg seit längerer Zeit die ersten Studenten aus Feldkirch. In Heidelberg blieb Dölsch vom Dezember 1502 bis zum Ende des Wintersemesters 1503/4. Im Sommer 1504 zog er mit Bartholomäus Bernhardi und Christoph Metzler (dem späteren und ersten nichtadeligen Bischof von Konstanz) nach Wittenberg. Hier sind alle drei im Sommer (23. Mai) immatrikuliert. Im Herbst wurde er Baccalaureus, in angaria sanctae crucis (= 18. Sept 1504).  Anderthalb Jahr später, am 10. Februar 1506, wurde er  Magister artium als zweiter unter elf. Im nächsten Jahre finden wir ihn wieder in Feldkirch, als neugeweihten Priester. Der katholischen Sitte gemäß hat er in der Pfarrkirche seiner Heimatstadt seine Primiz. 1507 war er Priester in Chur. Dölsch kam danach nach Wittenberg zurück, um sich hier der akademischen Laufbahn zu widmen.

1509 war er Professor an der Universität Wittenberg und Stiftsherr der Allerheiligenkirche in Wittenberg. 1521 erlangte er den Doktor der Theologie und wurde wiederholt Dekan der philosohischen und theologischen Fakultät, ja sogar Rektor der Universität in Wittenberg. Sein früher Tod bereitete jedoch einem weiterem Wirken ein Ende. Vermutlich wurde er von der in Wittenberg häufig grassierenden Pest infiziert und verstarb 21. Juli 1524.

Dissertation als eSource. Der Text der Dissertation die 1898 bei Julius Abel im Druck erschienen ist, wurde auf der Website www.martinluther.dk offenbar mit einer Lesesoftware eingescannt und nicht weiter bearbeitet. Deshalb ist die optische Qualität nicht besonders. Aber für den Vorarlbergensiensammler, den Interessierten an der Vorarlberger und Feldkircher (Reformations-) Geschichte oder auch den gläubigen Protestanten wird dieses Fundstück auch so ein "must" sein.

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[ #Hohenems ] Biotopinventar Hohenems

Insgesamt werden für die Stadt Hohenems ein Großraumbiotop und 14 Kleinraumbiotope ausgewiesen. Es dominieren in der Gemeinde die Waldbiotope mit Buchenwäldern und Nadelholz-Laub-Mischbeständen.

Biotope in Hohenems

Schloßberg und Glopper (Biotop 30209) 
 Am Berg (Biotop 30211) 
 Schollenschopf (Biotop 30213) 
 Alter Rhein (Biotop 30201) 
 Gstalden-Sätze-Angern (Biotop 30202) 
 Sack-Seemähder (Biotop 30203) 
 Birken (Biotop 30204) 
 Streueflächen Oberklien (Biotop 30105)
 Lehmgrubenweiher (Biotop 30206) 
 Großraumbiotop Emser Reute-Klien-Breitenberg (Biotop 30207)
 Feuchtbiotop Oberklien (Biotop 30208) 
 Steckenwegen (Biotop 30210) 
 In der Wanne (Biotop 30212) 
 Alpe (Biotop 30214) 
 Älpele (Biotop 30215) 
 Briedleralp (Biotop 30216)

Naturdenkmäler in Hohenems: 

  • Ginkobaum beim Rathaus
  • Kornelkirschenstrauch am Schloßberg
  • Blutbuche beim gräflichen Palast
  • die Eibe in Steckenwegen
  • die drei Bergahorne bei der Alpe Ranzenberg
  • Weißdornstrauch auf der Alpe Schuttannen
  • Felsbögen beim Bocksberg
  • Schillerallee
  • vier Felstürme (Löwenzähne)

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[ #Vorarlberg ] Vorarlberger Hausmannskost

Bettlersuppe, Hafaloab, Sure Räba, Brotsuppe, Brennsuppe, Nahna-Koscht, Stopfer und Riebel sind keine internationalen Küchenspezialitäten sondern Dokumente der unsäglichen Armut die in Vorarlberg noch bis zum II. Weltkrieg herrschte. 
Mehr erfahren. Dies ist nur der Hinweis  auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt!
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[ #Dornbirn ] Kein Intelligenzwahlrecht für Lehrerinnen


Steuerpflichtige Frauen waren in den österreichischen Ländern bereits vor 1918 aktiv wahlberechtigt, denn wer ein Mindestmaß an direkten Steuern zahlte, war in Vorarlberg zum Gemeindeausschuss und zum Landtag aktiv wahlberechtigt; selbst Minderjährige (bis 1909) und ebenso juristische Personen.

Umstritten bliebe hingegen die Anwendung des Intelligenzwahlrechtes: 1849/50 unterschieden viele Gemeinden im Zuge der Gemeindeautonomie in ihren Wahlordnungen nicht nach dem Geschlecht. Steuerzahlerinnen waren auf der Basis von Haus- oder Grundbesitz bzw. Gewerbe oder Erwerb wahlberechtigt. Ohne Steuerauflagen dürften u.a. Staatsbeamte, Akademiker und Lehrer wählen. Die Frage, ob Frauen in diesem sogenannten “Intelligenzwahlrecht” eingeschlossen waren, wurde in späteren Jahrzehnten zu einem Streitpunkt. Mehrere Fälle in Mähren gingen sogar bis zum Reichsgericht, wurden dort zuungunsten der Frauen entschieden.

Die Dornbirner Lehrerin Katharina Huber aus der Volksschule Oberdorf wollte dieses 1897 für sich beanspruchen. Wobei Frauenwahlrecht nicht ganz korrekt in diesem Zusammenhang ist: Sie waren zwar wahlberechtigt, ebenso steuerzahlende Kinder, aber wie für diese gab die Stimme der Ehemann ab. Die Frauen hatten keinen Zutritt ins Wahllokal. Mit der Einführung des allgemeinen Wahlrechts entschieden ab 1919 die Frauen die Wahlen. Nun hatten sie auch das passive Wahlrecht. Allerdings zogen die ersten Frauen in den Vorarlberger Landtag erst 40 Jahre später, im Jahre 1959 ein.

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[ #Schoppernau ] Franz Michael Felder - Gespräche des Lehrers Magerhuber


Insbesondere die Kapuziner stellten sich in den Dienst der "frommen Sache", warnten öffentlich vor Felders Schriften und übten solange Druck auf die Frau Josef Feuersteins aus, bis dieser den Druck von Felders neuestem Werk "Gespräche des Lehrers Magerhuber mit seinem Vetter Michel" einstellte. 

Das Werk steht heute allerdings als Volltext kostenlos online.

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[ #Vorarlberg ] Der Liberalismus im nicht-urbanen Vorarlberg (1830 - 1914)

Der Kampf zwischen Liberalismus und seinem ultramontanen Widerpart in Form eines christlichsozialen Klerikalismus bestimmte Vorarlbergs Politik seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert noch bis in das ausgehende 20. Jahrhundert. 

Die sichtbaren Zeichen in Form von Zensur und Bevormundung sind erst mit der Unkontrollierbarkeit der digitalen Medien verschwunden. Die ultramontane Reform- und Lernverweigerung in der Politik löst sich hingegen nur zäh, zäher als unter den Klerikern selber.

Fortschritt wider Rom. Der liberale Widerpart war in der „Fortschrittspartei“ organisiert, später noch durch die „Deutschfreisinnigen“ repräsentiert, schließlich in der Sozialdemokratie, welche offen oder still häufig mit den Liberalen gegen den Ultramontanismus koalierten.  Liberale wie Sozialdemokraten wurden von den Konservativen und der katholischen Kirche wiederum als „Abschaum der der Menschheit“ dämonisiert. Trotzdem hatten die liberalen Ideen ihrerseits eine Anziehungskraft die über die urbanen Räume hinaus bis in die Täler sichtbar wurde. Die Verbreitung liberaler Ideen erfolgte vor allem durch die „Feldkircher Zeitung“. Die ländlichen, nicht-urbanen Räume waren also keineswegs eine Terra incognita für den Liberalismus, dort umsomehr nicht, wo die konservativen Kräfte jedweden Fortschritt und jede ökonomische Selbstbestimmung zu vereiteln suchten und damit selber den Widerstand provozierten.

Terra incognita. Die nicht-urbanen Regionen Vorarlbergs, lassen sich im Wesentlichen durch fünf Kategorien definieren: politisch-administrativ, wirtschaftlich, infrastrukturell, geographisch und kulturell. Selbst in modernen Definitionen wird auch das demographische Element noch hinzu gefügt. Dieses enthält in sich jedoch eine gewisse Problematik, da es ausgesprochen variabel ist. Zwar ist die „Stadt“ („urbs“) per se als verdichteter Lebensraum definiert, ausserhalb ihrer bestimmen sich jedoch nicht allein ländliche Gebiete durch eine „geringe Bevölkerungsdichte“. Im Vorarlberg des 19. Jahrhunderts war der ländliche Raum von Ab- und Auswanderung betroffen, während die ursprünglich ländlichen Industriegebiete, wie vor allem natürlich der Walgau, während dieser Epoche aufgrund ihrer infrastrukturellen Erschliessung zum urbanen Raum zu zählen sind. Orte wie Frastanz, Nenzing oder Nüziders, einmal ganz abgesehen von Rheintaler Gemeinden wie Rankweil, standen damals in puncto Urbanität formell städtischen Gemeinwesen wie Bludenz in nichts nach.

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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt:
 Vorwort 7
1. Einleitung 10
 1.1. Bestimmung des Begriffs „nicht-urbaner Liberalismus“ 10
 1.1.1. Der aufklärerische Liberalismus 10
 1.1.2. Der politische Liberalismus 11
 1.1.3. Der wirtschaftliche Liberalismus  14
 1.1.4. Der soziale Liberalismus 15
 1.2. Historische Einordnung der liberalen Bewegung im nicht-urbanen Vorarlberg 16
 1.3. Definition des Begriffs „nicht-urban“ 19
 1.4. Der Liberalismus im nicht-urbanen Vorarlberg: Fragestellungen  24
2. Der Liberalismus im Montafon 25
 2.1. Personen  25
 2.1.1. Bonifaz und Hermann Sander 25
 2.1.2. Johann Josef Zudrell 27
 2.1.3. Franz Josef Vonbun 29
 2.1.4. Josef Durig 30
 2.1.5. Johann Baptist Biedermann  32
 2.1.6. Heinrich, Robert und Wilhelm Mayer 33
 2.1.7. Hans Barbisch 34
 2.1.8. Eduard Fleisch 34
 2.1.9. Johann Wiederin 36
 2.1.10. Johann Bitschnau  37
 2.2. Institutionen 38
 2.2.1. Die Landtagsabgeordneten 38
 2.2.2. Die Vereine 42
 2.2.3. Die Gastwirte 42
 2.2.4. Die Schule  43
 2.2.5. Die Unternehmer 45
 2.3. Konfl ikte  46
 2.3.1. Persönliche Konfl ikte  46
 2.3.2. Politische Konfl ikte 47
 2.3.3. Ökonomische Konfl ikte  50
 2.3.4. Religiöse Konfl ikte 51
 2.4. Charakterzüge des Montafoner Liberalismus 523. Der Liberalismus im Bregenzerwald 56
 3.1. Personen  56
 3.1.1. Franz Michael Felder und sein Kreis  56
 3.1.1.1. Franz Michael Felder und sein Kreis: 1839 bis 1861 57
 3.1.1.2. Franz Michael Felder und sein Kreis: 1861 bis 1869 62
 3.1.1.3. Franz Michael Felders Beziehung zu Rudolf Hildebrand  69
 3.1.2. Gallus Moosbrugger  71
 3.1.3. Franz Xaver Moosmann  74
 3.1.4. Johann Konrad Bechter  76
 3.1.5. Andreas Fetz  79
 3.2. Institutionen 80
 3.2.1. Die Landtagsabgeordneten 80
 3.2.2. Die Schule  84
 3.2.3. Vereine  87
 3.3. Konfl ikte  93
 3.3.1. Persönliche Konfl ikte  93
 3.3.2. Religiöse Konfl ikte 95
 3.3.3. Politische Konfl ikte 96
 3.3.4. Wirtschaftliche und soziale Konfl ikte 97
 3.3.5. Die Tagebücher des Kreishauptmanns Ebner 99
4. Der Liberalismus in den Walsertälern und auf dem Tannberg 104
 4.1. Personen  104
 4.1.1. Besonderheiten des Tannbergs und des Kleinwalsertals  105
 4.1.2. Die liberalen Reformer des Kleinwalsertals und des Tannbergs  107
 4.1.3. Die anti-kirchliche Opposition im Großen Walsertal 114
 4.2. Institutionen 119
 4.2.1. Die Schule  119
 4.2.2. Politische Behörden  123
 4.2.3. Vereine und Genossenschaften 123
 4.2.4. Gastwirte 124
 4.3. Konflikte  126
5. Der Liberalismus im Klostertal 129
 5.1. Personen  129
 5.2. Institutionen 132
 5.3. Konflikte  136
6. Exkurs: Die Gemeindewahlen nach dem Ende der liberalen Ära im Jahr 1870 139
7. Ergebnisse  143

[ #Vorarlberg ] Urkundenlandschaft Rätien zwischen 745 und 975

Reiches orts- und namensgeschichtliches Material. Kostenloses PDF (Open Access).

In diesem Band werden erstmals 60 Urkunden aus dem frühmittelalterlichen Rätien in Wort und Bild präsentiert. Sie sind editorisch neu aufbereitet und mit einem Kommentar versehen. Darüber hinaus bietet der Band eine ausführliche Einleitung, die auf Aspekte der Überlieferung und Aufbewahrung, Diplomatik und Paläographie, Sozial- und Kulturgeschichte eingeht. Der Bestand ist fast ausschließlich in der Form von Originalurkunden im Stiftsarchiv St. Gallen überliefert und umfasst den Zeitraum zwischen 745 und 975.

Er erlaubt nicht nur einen Überblick über die Entwicklung der Form und Schrift der Urkunden, sondern bietet auch reiches orts- und namengeschichtliches Material. Die aus dem Grenzgebiet zwischen Österreich, Liechtenstein und der Schweiz erhaltenen frühmittelalterlichen Urkunden spiegeln eine Praxis wider, deren Wurzeln bis in die Römerzeit zurückreichen. Der Inhalt dieser frühen schriftlichen Zeugnisse veranschaulicht das Leben in einer Landschaft, die noch von einer vorwiegend romanischen Bevölkerung bewohnt ist. Im Mittelpunkt dieser Urkunden steht die Sorge um Grundbesitz, der verkauft, verschenkt oder testamentarisch verschrieben werden konnte.

Der verbreitete Schriftgebrauch formt das Bild einer abgrenzbaren Urkunden- und Schriftlandschaft. Nur im Kloster St. Gallen sind im ganzen Raum nördlich der Alpen so viele frühmittelalterliche Originalurkunden erhalten. Diese einzigartige Überlieferungssituation erlaubt außergewöhnliche Einblicke in die frühmittelalterliche Gesellschaft dieser Region, ihre sozialen, politischen und religiösen Strukturen.

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  • 18.5.15 [Letzte Aktualisierung - online seit 25.10.14]
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Ein Blick in das INHALTSVERZEICHNIS:
Vorwort der Bearbeiter 9
Herwig Wolfram 11
Die churrätische Urkunde
Einführung 13
I. Die Überlieferung der Urkunden 21
II. Die Urkunden 33
1. Eigenheiten der Urkunden 33
2. Der Aufbau der Urkunde 36
2.1 Die Verkaufsurkunde. 36
2.2 Die Schenkungsurkunde 48
3. Die Schrift der Urkunden 54
4. Die Sprache der Urkunden 70
5. Die Datierung 74
III. Die Personen der Handlung 83
1. Der Schultheiß Folcwin83
2. Die Schenker und Verkäufer90
3. Die Zeugen und Nachbarn 97
IV. Die Orte 106
V. Die Edition 124
1. Editionsplan 124
2. Konkordanztabelle 125
Abkürzungsverzeichnis. 128
Quellenverzeichnis 129
Literaturverzeichnis131
Edition 145
Karte 272
Personennamenregister 273
Ortsnamenregister 278

[ #Frastanz ] Starker "Tubackh" aus Frastanz

Die Pfeife ist mit dem Kaffee das Symbol türkischer Gastfreundschaft. Seit 2002 wächst vor dem Frastanzer Rathaus Tabak.

Tabacco di Frastanza. Um das Jahr 1700 beschlossen einige Landwirte in Frastanz ihr Einkommen durch den Anbau von Tabakpflanzen aus dem Elsass aufzufetten. Wohl hatten Frastanzer Wanderarbeiter das Wissen und die Idee mit in die Heimat gebracht. Schon bald hatten sie sich nicht nur das Wisssen für den Anbau sondern auch für die Verarbeitung angeeignet. In der Frastanzer Gemeindegeschichte wird gar kolportiert, dass der Tabak bis nach Straßburg und Mailand transportiert worden sei, wo er als „Tabacco di Frastanza“ und „Tabacco di Mariexa“ gehandelt worden sein soll. Angebaut wurde der Tabak hauptsächlich in den Parzellen Hofen, Einlis, Mariex und Amerlügen. Wobei "Frastanz" eben nicht ganz richtig ist, ist doch Mariex Teil von Nenzing!

In Vorarlberg wurde dann also Tabak von der Mitte des 18. Jahrhunderts an bis etwa 1835 in der Gegend von Frastanz angebaut. Die Blütezeit des Frastanzer Tabakanbaus war vor 1784, vor der  Einführung  des Tabakmonopols durch Kaiser Joseph II. Der  Tabakanbau war denn auch sichtlich für viele Frastanzer Familien des ausgehenden 18. Jahrhunderts ein wichtiger landwirtschaftlicher Zuerwerb. Dies  belegen diverse Verlassenschaftsakten, in denen der "Tubackh" ausdrücklich erwähnt wird.

Den Frastanzern kam die Monopolisierung von 1828 besonders auch deshalb äußerst  ungelegen, weil damit besonders der Tabakverarbeitung ein Riegel vorgeschoben wurde. In Frastanz wurde Tabak nämlich nicht nur die Pflanze angebaut, sondern auch weiterverarbeitet. Um 1806 wird eine Tabakstampfe in Frastanz erwähnt. Betrieben wurde die  Tabakmühle im Haus Beim St. Wendelin von Johann Christian Walser.

Als Anbaufläche dienten  den Frastanzern nicht  nur die Hausgärten, sondern kleinere Mengen an Tabakpflanzen wurden oft auf den Misthaufen gepflanzt. So werden die Tabakstauden wie auch das Ver- und Bearbeitungswissen wohl für den Hausgebrauch auch noch länger gehalten haben, sodass man 1848 mit der Revolution auch den Tabakanbau wieder versuchen konnte. Dies wurde aber von der Obrigkeit nach dem Kartätschen der Revolution ebenso nachhaltig unterbunden. Ein  solcher Tabakanbau als Hausgbrauch ist aber immerhin noch für die Notzeiten der beiden Weltkriege überliefert.


Österreichische Tabak-Regie.  Der Tabakanbau begann mit der Globalisierung durch die Entdeckung Amerikas. Die Spanier übernahmen die Verwendung des indianischen und vor allem dort kultisch verwendeten Tabaks als Genussmittel  und führten ihn 1518 in Europa ein.

Ab zirka 1570 wurde auch in Österreich Tabakanbau für Heilzwecke betrieben, im Feldbau wurde Tabak in Oberösterreich und Niederösterreich, anfänglich wohl auch mit guten Gewinnen gepflanzt. In der Steiermark begann man gegen Ende des 17. Jahrhunderts  mit dem Tabakanbau. Doch allzubald entdeckte der Staat sein Interesse.

Die Monopolisierung des Verkaufs, steuerliche Belastung und Importe ließen den Tabakanbau interessant werden. Die Landstände als Großgrundbesitzer fürchteten nicht nur eine Bodenverschlechterung, die Konkurrenz des ungarischen Tabaks und staatliche Eingriffe verhinderten einen Aufschwung, der Tabakanbau ging ständig zurück. Eine Tendenz zur Monopolisierung gab es im Habsburgerreich bereits im frühen 18. Jahrhundert. Um 1700 wurde daher der Tabakanbau außerhalb von Hausgärten verboten. Eine Verbesserung brachte kurzfristig die Gründung der 1. Tabakfabrik 1722 in Hainburg.

Ab 1723 waren Anbaulizenzen erforderlich und wurde der freie Verkauf untersagt. 1764 erließ Kaiserin Maria Theresia ein Monopol für Ober- und Niederösterreich, das sie einer privaten Gesellschaft übertrug.

1784 wurde die Österreichische Tabakregie unter Joseph II. als Vollmonopol für alle österreichischen Länder gegründet. Dieses war unter anderem zur Versorgung von Kriegsinvaliden gedacht, die bei der Zuteilung der Verschleißstellen bevorzugt wurden (Trafik für einfache Soldaten, Großhandel für Offiziere). Dieses Monopol schwächte einerseits die Lage der Tabakbauern, andererseits gab es ihnen in Krisenzeiten Sicherheit.

1825 hörte der Tabakanbau in Österreich faktisch völlig auf. Es wurde nur noch in begrenzten Mengen der Anbau von Bauerntabak akzeptiert, der durch seine schlechtere Qualität keine Bedrohung für das Monopol war. Dokumentiert ist eine derartige förmliche Erlaubnis für die Bauern des oberen Inntales 1848-1860. 1850 wurde das Monopol auf die ungarischen Kronländer ausgeweitet, damit verlagerte die Regie auch allmählich den Großteil ihres Anbaues in diese Länder mit ihrem milderen Klima. 1864 wurden die ersten Regiezigaretten gedreht, mit dem steigenden Bedarf stieg Tabak zur wichtigsten Kolonialimportware auf.

Ende des 19. Jahrhunderts und 1918-39 versuchte man vergeblich, den Tabakanbau wieder zu beleben. Erfolge stellten sich erst nach 1945 ein. 1994 wurden 190,12 ha von 184 Anbauern bestellt, davon entfielen auf die Steiermark 122,05 ha, Niederösterreich 35,6 ha, Burgenland 25,17 ha und Oberösterreich 7,30 ha. 1993 betrug die Erntemenge 393 t, das waren damals noch gerade mal drei Prozent der Verarbeitungsmenge der Tabak-Regie.

Europäische Union. Der Tabakanbau in Europa wurde von der Europäischen Union mit Subventionen von bis zu 1 Milliarde Euro jährlich gefördert. Ab 2005 wurden 20 Prozent der EU-Zahlungen gezielt dafür eingesetzt, die Tabakbauern zum Umsteigen auf andere Erzeugnisse zu ermuntern. Im Jahr 2010 wurde die Subventionierung des Tabakanbaus in der EU gänzlich eingestellt, Umstellungsbeihilfen gab es noch bis 2013.

Entwicklungsländer. Zu Anfang des 21. Jahrhundert lagen fast 90 Prozent der Anbauflächen in den südlichen Ländern. Besonders in den Niedrig- und Mitteleinkommensländern der tropischen und subtropischen Landschaftszonen in Afrika, Lateinamerika und Asien, den Schwellen- und Entwicklungsländern des Südens, nimmt der Tabakanbau zu.

Im Zeitraum von 1961 bis 2002 ist die Anbaufläche in Europa und Nordamerika um 60 Prozent gefallen und stieg in der gleichen Zeitspanne in der „Dritten Welt“ um ca. 60 Prozent an. Beispiele für extreme Anbauzunahme ist Malawi mit Verdoppelung und Tansania mit Versechsfachung innerhalb von 40 Jahren. Der Tabakanbau führt in den afrikanischen Anbaugebieten zu verstärkter Abholzung von Wäldern, ist eine Konkurrenz zum unmittelbar lebensnotwendigen Nahrungsmittelanbau, führt zu Humusabbau des Bodens und starker wirtschaftlicher Abhängigkeit von den Tabakaufkäufern.

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[ #Bildstein ] Der größte Förderer der Wallfahrt Bildstein: Graf Maximilian Lorenz von Starhemberg

Bildquelle: Wikimedia - Fotograf: Martin Gunz
Graf Maximilian Lorenz von Starhemberg wurde als zweiter Sohn von Graf Konrad Balthasar von Starhemberg und Anna Elisabeth von Zinzendorf um 1640 geboren. 

Maximilian war der jüngere Bruder des berühmten Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg. Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg (*1638 † 1701) war ab 1680 Wiener Stadtkommandant, der Verteidiger Wiens bei der Zweiten Türkenbelagerung 1683, kaiserlicher General während des Großen Türkenkrieges und Präsident des Hofkriegsrates. Weiters hatte er noch vier jüngere Halbbrüder Leopold Carl, Franz Ottokar, Gundaker Thomas und Paul Joseph Jakob.

Graf Maximilian Lorenz von Starhemberg (* um 1640; † 17. September 1689 in Mainz) war kaiserlicher Feldmarschall und ab 1679 Kommandant der Festung Philippsburg. Obwohl er 1689 zum Feldmarschall befördert wurde, stand er immer im Schatten seines berühmten Bruders Ernst Rüdiger von Starhemberg und erlangte so nie wirklich Berühmtheit. Maximilian wurde am 6. September 1689 beim Sturm auf die Festung Mainz schwer verwundet und erlag am 17. September 1689 seinen Verletzungen. Noch im Jahre 1765 wurde Maximilian eine Ehrung durch den Kaiser Joseph II. zuteil als er im Reichsfürstendiplom für den damaligen Grafen Georg Adam von Starhemberg mit folgenden Worten erwähnt wird: „Die Grafen und Herren von Starhemberg machten sich ferners bei unsern Vorfahren am Reich, Römischen Kaisern, auch unserm Erzhaus von der Zeit, und in diesen letztern Jahrhunderten berühmt durch Maximilian Laurentium Kaiserlichen Generalfeldmarschall, und Gouverneur von Philippsburg, welcher an denen in der Belagerung der Stadt Mainz empfangenen Wunden im Jahr Sechzehn Hundert Neun und Achtzig verstorben.“


Wallfahrt Bildstein. Im Jahre 1677 besuchte Maximilian zum ersten Mal zu Maria Lichtmess (2. Februar) die Bildsteiner Wallfahrt, auf die ihn Oberst Johann Kreiß von Themar (Krays von Themar, Johann, Oberstfeldhauptmann der 4 Herrschaften,  Obrist, † 23.9.1694. Er wurde in der Mitte des Schiffes unter der Kirche Maria Bildstein begraben. Dieses Grab ist heute nicht mehr sichtbar), Stadtkommandant von Bregenz und oberster Feldhauptmann der Vorarlberger Herrschaften, aufmerksam gemacht hatte. Nach Bergmann soll Starhemberg auch Kommandant von Bregenz gewesen sein. Maximilian verfügte in seinem Testament vom 9. Oktober 1688, welches er während der Belagerung von Philippsburg verfasst hatte, dass sein Leichnam in Bildstein beizusetzen ist. Sobald sein Tod in Bildstein bekannt würde, sollen 500 Messen gelesen und 10.000 Gulden aus seinem Vermögen an die Wallfahrt übergeben werden.

Das Geld wurde von Maximilians Bruder und Erben Gundaker aber nicht direkt der Wallfahrt, sondern dem Bischof von Konstanz übergeben. Zudem wurden noch 900 Gulden an die Armen in Bildstein und Umgebung verteilt. Der Leichnam wurde über Bregenz nach Bildstein überführt, wo er am 11. Oktober 1689 ankam. Maximilian wurde in der Gruft im inneren Chor vor dem Hochaltar und wundertätigen Marienbild beerdigt.

Maximilian gilt bis heute noch als einer der größten Wohltäter der Wallfahrt in Bildstein. Insgesamt spendete er 12.880 Gulden, darunter auch 150 Gulden für die Barockmonstranz mit Gott Vater, Hl. Geist sowie Maria und Josef.

[Zeitreiseführer-Vorarlberg]⇒
  1. Feldmarschall Graf Maximilian Lorenz von Starhemberg (Bildstein, März 2006, 21 Seiten) Großer Wohltäter der Wallfahrt Maria Bildstein (PDF, 1.18 MB)
  2. Die Pfarre Bildstein bei Bregenz und des Feldmarschalls Maximilian Lorenz Grafen von Starhemberg Stiftung und Grabmal“ von Joseph Bergmann  
  3. Belagerung von Philippsburg (1688)
  4. [Google Search] Der größte Förderer der Wallfahrt Bildstein: Graf Maximilian Lorenz von Starhemberg
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    12.5.15 [Letzte Aktualisierung - online seit 24.1.12 ]
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