Dienstag, 21. Februar 2017

[ #Vorarlberg ] Eislaufen in Vorarlberg: Seegfrörne - Kein Ritt über den Bodensee

Der Konstanzer Hafen bei der "Seegfrörne" 1830 - Bild von Wendelin Moosbrugger (1760–1830) aus Rehmen in Au (Bregenzerwald)
"Es war wie ein Ritt über den Bodensee" ist auch als Redensart erhalten und meint, es sei ein gefährliches Handeln gewesen, dessen Gefährlichkeit erst im Nachhinein bewusst wurde.

Eislaufen gehört neben Ski- und Snowboard fahren zu den beliebtesten Wintersportarten in Österreich. Rund eine Million Menschen nutzen die zahlreichen Eislaufplätze für dieses Wintersportvergnügen. Eislaufen gehört zu den Sportarten, die vor allem das Herz-Kreislaufsystem stärken. Kinder und ältere Menschen trainieren dabei auch ihre Koordination.

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[ #Hittisau ] Nationalsozialismus im Bregenzerwald

Es sind oft kleine Dinge, derer man sich aber auch in der Provinz uneingeschränkt freuen kann: Herr Thomas Schwärzler hat für die Erlangung der Matura sich im Rahmen seiner Fachbereichsarbeit mit dem Thema Nationalsozialismus im Bregenzerwald mit speziellem Bezug auf die Gemeinde Hittisau befasst.

Provinz der Provinz. Es darf keineswegs als selbstverständlich betrachtet werden, dass junge Menschen in der "Provinz der Provinz" sich dieses Themas annehmen. Es ist auch heute noch nicht ganz leicht und allzuschnell kann da ein junger Mensch mit dem "Glück des Zuspätgeborenen" auch auf dem Eis ausrutschen.

Es ist eine bemerkenswerte und damit auch schwierige Arbeit aber auch deshalb, weil das klassische Nazithema Antisemitismus, Holocaust, Diktatur, Hitlerfaschismus hier nicht mithilfe einer umgangreichen Literatur abgearbeitet werden kann.
      
Antiwien-Ressentiments. Der Antisemitismus im Bregenzer Wald war allenfalls einer ohne Juden, ohne einen solchen zu Gesicht bekommen zu haben. Der zweite Aspekt, der die Arbeit so interessant macht ist der Sachverhalt, dass dieser ländliche Bereich nicht nur schon vor der nationalsozialistischen Machtergreifung ohne jüdische Bevölkrung war, sondern auch weitgehend ohne die Organisationen der (sozialdemokratischen) Arbeiterschaft. Ein Umstand, der bis in die heutigen Tage nachwirkt. Eine Opposition zu den klerikal bestimmten und herrschenden Christlichsozialen Partei musste, um (auch schon ohne Verbot im Bregenzer Wald bestehen zu können) sich gleicher oder ähnlicher Stereotypen und Ressentiments bedienen, wie es schon die Christlichsozialen taten, sie ideologisch unterwandern. Die antisozialistischen Stimmungen und Strömungen, die Vorurteile gegenüber den politischen und institutionellen Organen der Arbeiterschaft mussten geteilt werden. (Man beachte einmal die Kontinuität: die Stimmenzahl der Sozialdemokraten nach 1945 im Bregenzerwald). Und auch (beinahe) alle Vorarlberger Wahlniederlagen der Nachkriegs-ÖVP hatte sie einer Opposition oder Parteineugründungen zu verdanken, die ihre eigenen Anti-Wien-Ressentiments und die gegenüber der organisierten Arbeitnehmerschaft teilten.

Mentalitätsgeschichte. Eine Anmerkung sei gestattet: Zweimal musste ich unwillkürlich ins Bücherregal greifen. Einmal  bei der Altersstruktur der NSDAP-Mitglieder. Das Referat von Kurt Bauer, das er am Österreichischen Historikertag in Innsbruck (2005) gehalten hatte.  War dort dieser demografische Befund nicht einleuchtend erklärt?

Der zweite Griff - und ein größeres Lob kann man schwerlich der Arbeit noch entgegen bringen - war der Griff nach der mentalitätshistorischen Studie von Lucie Varga im (leider vergriffenen) Suhrkamp-Taschenbuch 892: "Ein Tal in Vorarlberg  - zwischen Vorgestern und Heute." Gemeint ist das Montafon. Anlass waren die Interviews, die mich sofort an Varga erinnerten. Warum eigentlich haben die Schulen für diesen Zeitgeschichte-Abschnitt nicht einen Nachdruck dieses einmaligen Textes zur Verfügung?

Jodok Fink. Eine solche Arbeit, wie sie die vorliegende ist, ist schon von der Recherche, der Zeit und den Möglichkeiten begrenzt. Sie kann daher nicht alle Aspekte berücksichtigen. Das schaffen auch größere Arbeiten und dickere  Bücher nicht. Dennoch hat mir ein Verweis auf den "Bregenzerwälder Bauern" Jodok Fink, Vizekanzler und Präsident der provisorischen Österreichischen Nationalversammlung von 1919 gefehlt. In seiner Regierungsfunktion als Vizekanzler neben Staatskanzler Karl Renner war er ein Mann des Ausgleichs zwischen den Bürgerlichen und der Arbeiterschaft. Wäre Österreich und vor allem die Christlichsoziale Volkspartei ihm gefolgt, wäre die Geschichte (Österreichs) ohne Zweifel anders verlaufen. Stattdessen hat man eine Politik und Rhetorik betrieben, die viele Menschen ins nationalsozialistische Lager teiben musste.


[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

[ #Walsertal ] Lebenswelt Großes Walsertal

Das Große Walsertal ist ein dünn besiedeltes Bergtal mit etwa 3500 Einwohnern und sehr wenig Infrastruktur.

Es besteht zu 90 Prozent aus unberührten Naturlandschaften – genau genommen, ein einziges großes Biotop. Ideale Voraussetzungen für eine Modellregion mit dem UNESCO-Gütesiegel "Biosphärenpark", eine Auszeichnung, die der Region im November 2000 auch tatsächlich zuteil wurde. Einzelne Produkte und Projekte bewerben und vermarkten seither das Große Walsertal.

Landflucht. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Die Jugend wandert heute aus diesem Tal ab, da nützt auch der manchmal fast zwanghaft hergestellte Bezug zur Walsergeschichte wenig. Bei der Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen wird eine besonders hohe Abwanderungsrate beobachtet: Zwischen den Jahren 2000 und 2008 verließen 28 Prozent der Altersgruppe St. Gerold sowie Thüringerberg, 27 Prozent Blons, 25 Prozent Raggal, 18 Prozent Sonntag und knapp 17 Prozent Fontanella.

Lebenswelt Großes Walsertal. Bedingungen, Möglichkeiten und Bestandsaufnahme nachhaltige Regionalentwicklung mit dem Biosphärenpark Grosses Walsertal stehen im Mittelpunkt der Studie von Andrea Fritsche/Lucia Studer "Lebenswelt Großes Walsertal".

[Free eBook] Die Studie ist im Regensburger Roderer Verlag 2009 erschienen, steht jedoch auch kostenlos als Download zur Verfügung.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]
Ein schneller Blick auf den Inhalt des Downloadangebotes:
1 Einführung und Fragestellung  7
2 Quellen und Datengrundlage  8
3 Historischer Hintergrund  8
 3.1 Überblick über die Siedlungsgeschichte  9
 3.2 Die Walser und ihr Bezug zur Region  10
 3.3 Was hat sich geändert?  11
 3.4 Gemeinsames Walserbewusstsein?  12
4 Lage des Großen Walsertals  12
5 Das Lebensumfeld Großes Walsertal  14
6 Die Bevölkerung des Großen Walsertals  16
 6.1 Bevölkerungsentwicklung im Großen Walsertal  16
 6.1.1 Bevölkerungsentwicklung und Geburtenbilanz  19
 6.2 Altersstruktur der Bevölkerung des Großen Walsertals  20
 6.3 Bevölkerungsgruppe der 15- bis 30-Jährigen  21
 6.3.1 Einbettung der Zielgruppe in die Talbevölkerung  21
 6.3.2 Beschreibung der Zielgruppe nach demografi schen Merkmalen  22
 6.3.3 Wanderungsbewegungen der 15- bis 30-Jährigen auf Gemeindeebene  24
 6.4Zusammenfassende Darstellung der Bevölkerungsentwicklung  33
7 Politische und organisatorische Struktur des Tales  33
 7.1 Regionalplanungsgemeinschaft Großes Walsertal  33
 7.2 Biosphärenparkmanagement  34
 7.3 Strukturierung auf Gemeindeebene  35
8 Wirtschaft und Arbeitsplätze  36
 8.1 Wirtschaft und Arbeitsplätze auf Talebene  36
 8.2 Wirtschaft und Arbeitsplätze auf Gemeindeebene  39
 8.3 Zusammenfassende Darstellung der wirtschaftlichen Situation   48
9 Bildungseinrichtungen und Ausbildungsmöglichkeiten  50
 9.1 Pfl ichtschule  50
 9.2 Weiterführende Schulen  52
 9.3 Lehrlingsausbildung  54
 9.4 Weiterbildung   54
 9.5 Zusammenfassung der Ausbildungssituation  55
10 Infrastruktur   56
 10.1 Infrastrukturangebote im Großen Walsertal  57
 10.2 Verkehrsinfrastruktur im Großen Walsertal  61
 10.3 Zusammenfassung Infrastruktur  64
11 Freizeitgestaltung im Großen Walsertal  65
 11.1 Entwicklung des Freizeitverhaltens  65
 11.2 Freizeitmöglichkeiten im Großen Walsertal  66
 11.2.1 Sport  66
 11.2.2 Kultur  70
 11.2.3 Jugendausschuss   72
 11.2.4 Abendgestaltung  72
 11.2.5 Vereinswesen  74
 11.2.6 Zusammenfassung Freizeitgestaltung  78
12 Zusammenfassung und Ausblick  79
13 Anhang  82
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Überblickskarte Großes Walsertal  13
Abbildung 2: Entwicklung der Bevölkerung des Großen Walsertals  17
Abbildung 3: Entwicklung der Bevölkerung in den einzelnen Gemeinden des Großen Walsertals 1998 bis 2008  17
Abbildung 4: Veränderung der Bevölkerungszahl der Gemeinden im Großen Walsertal
zu den jeweiligen Vorjahreswerten, Zeitraum 1996 bis 2008  18
Abbildung 5: Kinderanzahl der Familien in den Gemeinden des Großen Walsertals
im Vergleich zu Österreich und Vorarlberg, 2001  19
Abbildung 6: Altersstruktur der Bevölkerung in den Gemeinden des Großen Walsertals im Vergleich zu Vorarlberg
und Österreich, 1Quartal 2008  20
Abbildung 7: Anteil der Gemeindebevölkerung an der Talbevölkerung nach unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen,
1Quartal 2008  22
Abbildung 8: Beschreibung der Zielgruppe der 15- bis 30-Jährigen des Großen Walsertals
nach demografi schen Merkmalen (Jahrgänge 1978 bis 1993), Stichtag 30.6.2008   23
Abbildung 9: Bevölkerungsbewegung der 15- bis 30-Jährigen in der Gemeinde Blons, Stichtage 30.6.2000 und 30.6.2008  25
Abbildung 10: Bevölkerungsbewegung der 15- bis 30-Jährigen in der Gemeinde Fontanella,
Stichtage 30.6.2000 und 30.6.2008   26
Abbildung 11: Bevölkerungsbewegung der 15- bis 30-Jährigen in der Gemeinde Raggal, Stichtage 30.6.2000 und 30.6.2008 27
Abbildung 12: Bevölkerungsbewegung der 15- bis 30-Jährigen in der Gemeinde StGerold,
Stichtage 30.6.2000 und 30.6.2008   28
Abbildung 13: Bevölkerungsbewegung der 15- bis 30-Jährigen in der Gemeinde Sonntag, Stichtage 30.6.2000 und 30.6.2008 30
Abbildung 14: Ab- und Zuwanderung in der Gemeinde Sonntag im Vergleich zur Personenanzahl
zum Stichtag 30.6.2000, gegliedert nach Jahrgängen  31
Abbildung 15: Bevölkerungsbewegung der 15- bis 30-Jährigen in der Gemeinde Thüringerberg,
Stichtage 30.6.2000 und 30.6.2008   32
Abbildung 16: Arbeitsstätten und Beschäftigte in absoluten Zahlen nach Abschnitten der ÖNACE 1995
im Großen Walsertal, 2001  37
Abbildung 17: Beherbergungs- und Gaststättenwesen nach einzelnen Gemeinden, 2001  38
Abbildung 18: Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Abschnitten der ÖNACE 1995 in Blons, 2001   40
Abbildung 19: Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Abschnitten der ÖNACE 1995 in Fontanella, 2001   41
Abbildung 20: Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Abschnitten der ÖNACE 1995 in Raggal, 2001   43
Abbildung 21: Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Abschnitten der ÖNACE 1995 in StGerold, 2001   44
Abbildung 22: Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Abschnitten der ÖNACE 1995 in Sonntag, 2001   46
Abbildung 23: Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Abschnitten der ÖNACE 1995 in Thüringerberg, 2001  48
Abbildung 24: Erwerbsquoten nach Geschlechtern in den Gemeinden des Großen Walsertals
im Vergleich zu Österreich, 2001   49
Abbildung 25: Anteile an Schülern, die sich aus den Gemeinden Thüringerberg, Raggal und Marul
nach der Volksschule für den Schulbesuch an der Hauptschule Blons entschieden  51
Abbildung 26: Anteil der Besucher und Besucherinnen von Ausbildungsstätten, deren Niveau mindestens jenem
einer berufsbildenden mittleren Schule entspricht, an der jeweiligen Gemeindebevölkerung
im Vergleich zu Österreich zum Zeitpunkt der Volkszählung, 2001  52
Abbildung 27: Bevölkerungsanteile in den einzelnen Gemeinden des Großen Walsertals im Vergleich zu Österreich
nach höchster abgeschlossener Ausbildung (Auswahl), 2001  53
Abbildung 28: Anzahl der Vereine, Mitgliederanzahl gesamt, Anzahl der aktiven Mitglieder sowie
Mitgliederanzahl der Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen gegliedert nach Gemeinden   75
Abbildung 29: Aktive Mitglieder in den Vereinen der einzelnen Gemeinden des Großen Walsertals
umgelegt auf die Zahl der Einwohner und Einwohnerinnen  76
Abbildung 30: Anzahl der Vereinsmitgliedschaften pro Person im Alter zwischen 15 und 30 Jahren,
gegliedert nach Gemeinden   77
Abbildung 31: Darstellung der jeweils vier wichtigsten Vereine für junge Menschen der Altersgruppe
zwischen 15 und 30 Jahren, gegliedert nach Gemeinden  77
Abbildung 32: Zonenplan Biosphärenpark Großes Walsertal  82

[ #Bodensee ] Der ökonomische Wert des Bodensees


Studie des Global Nature Fund: Ökonomischer Wert von Seen und Feuchtgebieten mit besonderer Berücksichtigung des Bodensees.

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[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

[ #Satteins ] Der Schwarze See in Satteins

Von photographed by Michael Schönitzer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4674576

Der See ist durch eine Felssturz entstanden und verdeckt möglicherweise eine Römerstraße

Der Schwarze See befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Gemeindegrenze von Satteins mit den ebenfalls im Bezirk Feldkirch liegenden Gemeinden Göfis und Rankweil. Geschätzt wird der See auf etwa 180 Meter Länge und eine durchschnittliche Breite von etwa 20 Meter. Er nimmt eine Fläche von etwa 0,65 Hektar ein. Ab 2 Meter Wassertiefe besteht er fast nur noch aus dickem Schlamm. Der See ist etwa 4,80 m tief. Die Wasserfläche hat annähernd die Form eines Bumerangs, wobei sich auf der Südseite des Sees eine kleine Insel mit einem einzelnem Baum darauf befindet. Um den See herum führt ein kleiner Spazierweg.
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Montag, 20. Februar 2017

[ #Krumbach] Krumbacher Moor: Archivierte Klimageschichte über 11000 Jahre

Das Moor ist auch Heimat für zahlreiche  bedrohte Arten und Pflanzen.      

Moore  haben mehr zu bieten als Schlamm und Torf. Neben einer  unglaublichen  Artenvielfalt und der Schönheit der Landschaft ist das  Moor Heimat für  zahlreiche bedrohte Arten und Pflanzen. Der Lebensraum  Moor ist etwas  sehr Spezielles und bietet einer großen Vielfalt an  Moorbewohnern einen  Platz zum Leben, angefangen bei Moosen über  fleischfressende Pflanzen  bis zu Schmetterlingen und Fröschen.

Die pollenanalytische Untersuchungen an zwei Bohrkernen aus dem Moor Salgenreute bei Krummbach im Vorderen Bregenzer Wald lieferte neue Erkenntnisse über die Vegetations- und Klimageschichte des Alpenraumes im frühen Holozän von ca. 11.500 bis ca. 5.000 Jahre vor heute! Die Basisproben aus dem Ton sind noch dem Spätglazial zuzuordnen. In dieser nur 20 cm mächtigen Schicht ist die spätglaziale Vegetationsentwicklung bis zum Beginn des Holozäns nur generell erfasst.
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[ #Vorarlberg ] Franz Josef Vonbun: Volkssagen aus Vorarlberg als Retrodigitalisat

Franz Josef Vonbun (* 28. November 1824 in Laz (Nüziders); † 17. März 1870 in Schruns) war ein österreichischer Arzt, Mundartdichter und Sagensammler. 

Als sechstes Kind von Franz Josef und Katharina Vonbun, geborene Martin, wurde er mit 4 Jahren in die Obhut seines Vetters Johann Martin in Raggal gegeben. Dort besuchte er die Dorfschule und lernte Latein beim Pfarrer Johann Baptist Rinder. Dieser veranlasste auch die Aufnahme in das Gymnasium in Feldkirch im Herbst 1836. 1842 bezog er das Lyzeum in Innsbruck, um sich der Philosophie zu widmen.

1844 ging er an nach Wien um dort Medizin zu studieren, wechselte 1848 an die Universität München und kehrte 1849 wieder nach Wien zurück, um dort zu promovieren. Er ließ sich kurzzeitig in Feldkirch als Arzt nieder, zog aber 1850 wegen fehlender Praxis nach Schruns um. Er war mit Lukrezia Wolfinger aus Balzers verheiratet. 

Ländle. Ihm verdanken wir die erste Sammlung der Sagen und Märchen aus Vorarlberg. Dieser verdanken wir auch die wohlwollende Bezeichung "Ländle" für Vorarlberg. Der älteste bislang bekannte Beleg für den liebevoll gemeinten Ausdruck „Ländle“ stammt aus den  1847 veröffentlichen „Volkssagen aus Vorarlberg“. Dort heißt es, eine prächtige Alpe im Brandnertal, worüber sich heute der Gletscher erstrecke, sei vormals „em ganza Ländle“ gerühmt worden.

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Sonntag, 19. Februar 2017

[ #Hohenems ] Vertriebene Wissenschaft: Link Irene

Link Irene (geb. 5.11.1908 Hohenems, + 28.09.1986 Baltimore)

Mit einer Portraitserie erinnerten die Innsbrucker Universitäten 2008 an jene Mitglieder der Universität Innsbruck, die 70 Jahren früher – nach dem "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland am 12. März 1938 – aus "politischen" und "rassischen" Gründen – wie es im NS-Jargon hieß – von der Universität ausgeschlossen und vertrieben wurden. Darunter findet sich auch eine Hohenemserin: Link Irene (geb. 5.11.1908 Hohenems, + 28.09.1986 Baltimore)

Am 5. November 1908 kam Irene Link als Tochter des Hohenemser und später Innsbrucker Rabbiners Dr. Josef Link in Hohenems zur Welt. Seit 1914 lebte die Familie in Innsbruck. Dr. Link war beinahe 25 Jahre Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Tirol und Vorarlberg und wurde kurz vor seinem Tod im November 1932 noch mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich geehrt.  Im Jahr 1932 erkrankte Dr. Josef Link an Magenkrebs, woran er am 7. November desselben Jahres verstarb.

Der 1905 geborene Bruder von Irene Link, Ernst Link promovierte im November 1926 zum Doktor der Staatswissenschaften und  dreizehn Monate später zum Doktor der Rechte. Er war mit Regina Alt, einer Tochter der berühmten Kaufhausfamilie Bauer verheiratet. Nachdem die Rechtsanwaltskanzlei in der Maria Theresien Strasse 51 im Frühsommer 1938 aufgelöst werden musste, flüchtete das Ehepaar nach Palästina.

Irene Link beendete das 1927 begonnene Medizinstudium im März 1933. Irene wie Ernst waren Mitglieder zionistisch orientierter Vereine, Irene bei der Innsbrucker Ortsgruppe des jüdischen Jugendbundes Blau-Weiß, Ernst beim Sportklub Hakoah.

Irene begann nach der Promotion eine Facharztausbildung für Psychiatrie. Für kurze Zeit arbeitete sie als Assistenzärztin an der Universitätsklinik in Innsbruck, von 1933 bis 1938 im Nervenkrankenhaus Maria Theresien-Schlössel in Wien.  Mutter Helene Link, die inzwischen auch in Wien lebte, erhielt im Dezember 1938 eine Ausreisebewilligung, gelangte über Triest nach Palästina zu ihren Söhnen und verstarb 1962 bei ihrer Tochter Irene in den USA.

Irene Link hatte Dr. Max Hitschmann, einen Wiener Juristen, geheiratet. Hitschmann war nach den Novemberpogromen für kurze Zeit im Konzentrationslager Dachau interniert gewesen. Er wurde entlassen und musste sofort mit seiner Frau emigrieren. In Shanghai fand das Ehepaar ein erstes Exil und im April 1940 erhielten sie die Einreisebewilligung in die Vereinigten Staaten. Dr. Irene Hitchman-Link arbeitete nach ihrer Ankunft in den USA zunächst als Krankenschwester bis sie ihre Prüfungen wiederholt hatte und als Psychiaterin tätig sein durfte. Von 1941 bis 1962 war sie am Springfield State Hospital in Baltimore tätig, anschließend bekleidete sie bis 1968 den Posten eines Director of Hospital Inspection and Licensure, von 1969 bis 1974 den eines Deputy Commissioner beim Maryland State Department of Mental Hygiene. 1946 wurde die einzige Tochter Eve geboren.

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[ #Bregenz ] Restitution: Vorarlbergs Probleme mit Adele

Prominente Restitutionsfälle (Sammlung Rothschild, die Beschlagnahme von Kunstwerken aus der Sammlung Rudolf Leopold in den USA) lösten in Österreich endlich auch eine Debatte um Restitution und Entschädigungen aus und führten zu einer Reihe von Maßnahmen. So auch zur Gründung eines Entschädigungsfonds, zur Einsetzung einer Historikerkommission und auch zu einem Kunstrückgabegesetz für die Bundesmuseen, dem sich schließlich auch die Bundesländer und einige Gemeinden anschlossen.

Das Land Vorarlberg hatte sich mit Beschluss im Dezember 2003 dazu verpflichtet, jene Objekte aus seinen Sammlungen, die während der NS-Zeit entzogen worden waren, zu restituieren. Das "vorarlberg museum" hat dan 2009 in Umsetzung des Regierungsbeschlusses der Vorarlberger Landesregierung von 2003 eine Provenienzforschung in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse seit September 2010 in Form eines Berichtes vorliegen. Im November 2011 haben die Eigentümervertreter des "vorarlberg museums" und die Geschäftsführung der Kulturhäuserbetriebsgesellschaft mbH die Restitution jener Objekte aus den Beständen des "vorarlberg museum" empfohlen, die während der NS-Herrschaft den damaligen Eigentümern entzogen worden sind. Am 28. Februar 2012 stimmte die Vorarlberger Landesregierung der empfohlenen Vorgangsweise zu.

Malerin Adele Fairholme.  Als von den Nationalsozialisten geraubte Kunst wurden schließlich nachgewiesen u.a. Gemälde, Aquarelle, Drucke und Zeichnungen. Sie stammten aus der Villa Wellenau in Bregenz an der Straße nach Lindau und gehörten der schottischen Adelsfamilie Fairholme. Sie waren 1939 als Feindvermögen beschlagnahmt und 1942 ans Landesmuseum verkauft worden. Darunter eben auch Bilder der "Vorarlberger" Malerin Adèle Fairholme (1861 Würzburg - 1940 Rorschach). Das Jahrbuch der bildenden Kunst 1903 führt sie mit dem Wohnsitz in Bregenz, Wellenau an. Die schottische Familie Fairholm war seit 1856 in Bregenz in der Villa Wellenau wohnhaft.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

[ #Hohenems ] Rabbiner Dr. Aron Tänzer. Gelehrter und Menschenfreund 1871-1937

[Free eBook] Beim Vorarlberger Landesarchiv ist der Ausstellungskatalog zur Ausstellung "Rabbiner Dr. Aron Tänzer. Gelehrter und Menschenfreund 1871-1937" online und kann kostenlos heruntergeladen werden.

Leider ist der Katalog nicht bebildert, doch liefert er allemal Quellenmaterial und Hinweise auch zur Hohenemser Stadtgeschichte.

[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]

[ #Bodensee ] Der ökonomische Wert des Bodensees


Studie des Global Nature Fund: Ökonomischer Wert von Seen und Feuchtgebieten mit besonderer Berücksichtigung des Bodensees.
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Samstag, 18. Februar 2017

[ #Rheintal ] Das Lauteracher Ried

Von Johannes Gregotsch - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at,
ÖPUL-Studie: Niedermoorlandschaften - Naturverträglichen Landnutzung am Beispiel Lauteracher Ried.

Im Rahmen der ökologischen Bewertung von ÖPUL-Maßnahmen (ÖPUL = Österreichisches Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft) stellt sich unter anderem die Frage nach der Wirkung der Maßnahmen auf die biologische Vielfalt (genetische Vielfalt, Arten- und Habitatvielfalt) und die traditionelle Kulturlandschaft. Diese beiden Schutzgüter, die auch Inhalte der Gemeinsamen Bewertungsfragen der Europäischen Kommission sind (EK 2000), werden im Rahmen der vorliegenden Studie am Beispiel der Niedermoorlandschaft "Lauteracher Ried" untersucht.

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