[ #Vorarlberg ] Mag. Gebhard Greber: Die Südtiroler Umsiedler in Vorarlberg

Südtirolersiedlung in Bludenz
Die Integration der Südtiroler "Umsiedler" in Vorarlberg in Wirtschaft und Gesellschaft wird in einem Beitrag für die Zeitschrift Montfort von Mag.Gebhard Greber hervorragend ausgeleuchtet und ist als Digitalisat bei "austrian literature online" (alo) online lesbar und auch als PDF herunterladbar (Gebhard Greber: Die Südtiroler Umsiedler in Vorarlberg, in: Montfort 31 (1979), S. 259-294.).

Am 23. Juni 1939 einigten sich das nationalsozialistische Deutsche Reich, unter der Führung von Heinrich Himmler, und die faschistische italienische Regierung in Berlin grundsätzlich über eine Umsiedlung der Südtiroler. Die Südtiroler mussten sich bis zum 31. Dezember1939 für die deutsche oder die italienische Staatsbürgerschaft entscheiden.

In der Option entschieden sich rund 80 Prozent, also 213.000 Südtiroler für die Umsiedlung ins Deutsche Reich. Von diesen verließen etwa 75.000 tatsächlich das Land, die Hälfte davon 1940.  Von da an verzögerte sich die Auswanderung immer mehr. Gründedafür waren: das Fehlen eines geschlossenen Siedlungsgebietes für die Auswanderer, mangelhafte Unterkünfte und Arbeitsmöglichkeiten, die den Gewohnheiten der Südtiroler widersprachen. Zusätzlich wurde die Umsiedlung noch durch Teile der deutschen Umsiedlungsbehörde in Bozen verzögert. Mussolini und die italienische Regionalverwaltung selbst wollten angeblich nur eine Umkehrung der Mehrheitsverhältnisse in Südtirol, aber keine vollständige Umsiedlung. Sie fürchteten ökonomische Nachteile.


Die Südtiroler Umsiedler in Vorarlberg . Nach Vorarlberg kamen bis Ende 1943 (danach war der Optantenstrom schon durch die Kriegsereignisse versiegt) 10.641 Südtiroler nach Vorarlberg, die sich zu je einem Drittel auf Männer, Frauen und Kinder verteilen. Für die Südtiroler Aussiedler wurden von der Vorarlberger Siedlungsgesellschaft und der Tiroler Siedlungsgesellschaft Alpenländische Heimstätte von 1939 bis 1945 475 Miethäuser mit insgesamt 2333 Wohnungen errichtet, wovon der Großteil in Bregenz errichtet wurde.


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[ #Vorarlberg ] Evangelisch in Vorarlberg - evangelisch in Dornbirn

Wer sich heute über Minarette oder islamischen Friedhof erregt, der steht immer und brav in der Tradition der strukturell gewalttätigen Vorarlberger Gegenreformation.

Mit denselben engstirnigen und freiheitsfeindlichen Maßnahmen mit denen man heute etwa in der Vorarlberger Bauordnung den Muslimen zu begegnen sucht, begegnete man schon den Evangelischen.

Must. Eine solche Pflichtquelle und einem "virtuellen Vorarlberger Heimatbuch" einzuverleibende Arbeit ist der Vortrag auf Einladung der Evangelischen Pfarrgemeinde Dornbirn anlässlich der Sonderausstellung‚ 100 Jahre evangelisch in Dornbirn— im Stadtmuseum Dornbirn, gehalten am 23. November 2007 in Dornbirn (Gemeindesaal der Ev. Pfarrgemeinde) von Dr. Alois Niederstätter.


Ansässigmachung. Dort lese man auch einmal über den menschenverachtenden Dornbirner Friedhofsstreit nach. Oder über den Antrag des Dornbirner Arztes und Abgeordneten Dr. Josef Anton Ölz, Protestanten "die Ansäßigmachung" in Vorarlberg zu untersagen. Und doch bleiben auch da die Überraschungen nicht aus: Der Aktion von Dr. Ölz war kein Erfolg beschieden, ja das Vorgehen von Dr. Ölz wurde als gesetzwidrig erklärt, der Arzt in erster Instanz wegen Verhetzung verurteilt (später allerdings in höchster Instanz freigesprochen). Ob man da 1861 nicht schon weiter war als man etwa heute ist.

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[ #Dornbirn ] Dornbirner Statt-Geschichten

[Free eBook] Dieser Band ist als Beitrag zu einer kritischen Stadt- und Regionalgeschichte zu verstehen.

Am Beispiel der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung Dornbirns in den letzten hundert Jahren werden von den Autoren Tendenzen deutlich gemacht, die auch für die Landesgeschichte Vorarlbergs Gültigkeit besitzen.

Die Vorarlberger Malingesellschaft hat das (vergriffene) Werk zur Dornbirner Stadtgeschichte als PDF online gestellt. Es kann kostenfrei heruntergeladen werden und ist als PDF besonders wertvoll, weil das Suchen mit dem Acrobat Reader nochmals so einfach ist, wie es mit dem Personen- und Ortsverzeichnis der Printausgabe schon möglich gewesen wäre.

Malin-Gesellschaft. Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche kostenfreie Online-Stellung ist ein Teil dieser auch sonst beachtenswerten Tätigkeit.

Verlagsinformation. Werner Bundschuh / Harald Walser: Dornbirner Statt-Geschichten
Studien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs, Band 1. 1987, 254 Seiten (vergriffen)

Inhalt
  • Vorwort
  • Wilhelm Stärk - Wesen und Arten des Dornbirners - Eine Anthologie der schönsten Lesefrüchte
  • Werner Bundschuh - Kreist das Blut der Ahnen - Zum Bild der Dornbirner Unternehmer im Werk von Hans Nägele
  • Leo Haffner - "Der Liberalismus bringt keinen Segen" - Martin Thurnher - ein Leben für den Konservativismus
  • Reinhard Mittersteiner: Die Genossen Handwerker - Zur Geschichte der Dornbirner Sozialdemokratie in der Monarchie
  • Werner Dreier: "Hier gab es keinen Unterschied" - Arbeiterschaft und Arbeiterbewegung Dornbirns in der Ersten Republik
  • Gernot Egger - Ach, der Stiefel glich dem Stiefel immer... - Verfolgung oppositioneller Arbeiter im Austrofaschismus und im Nationalsozialismus
  • Harald Walser - Der Tod eines Staatsdieners Hugo Lunardon und der Nationalsozialismus in Dornbirn
  • Autorenverzeichnis
  • Namensregister
  • Ortsverzeichnis
  • Bildquellennachweis
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 19., 20. Jhdt
 

















[ #Andelsbuch ] Jodok Fink: "Sommerzeit ist umgebracht"

Jodok Fink, Gemälde im Andelsbucher Rathaus
Im ersten Weltkrieg führten Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich als erste Staaten (1916) die Sommerzeit ein. Die habsburgische Kriegswirtschaft erhoffte sich damit eine Ressourceneinsparung in dem von ihr angezettelten Krieg, der Not und Elend auch an der"Heimatfront" verursachte. 

Kriegswirtschaft. Als die deutsch-österreichische Staatsregierung - mit den Folgen des von den Habsburgern hinterlassenen Desasters kämpfend für 1919 erneut eine Sommerzeit anordnete, beschlossen der Landesrat und die Vorarlberger Landesregierung, sie in Vorarlberg nicht einzuführen. "Mit Einführung bei uns gar keine Einsparungen verbunden",telegrafierten sie der Staatskanzlei. Als die Staatsregierung daraufhin ihre Vollzugsanweisung zurück nahm, telegrafierte Vizekanzler Jodok Fink nach Vorarlberg: "Sommerzeit ist umgebracht." Ab 1921 verzichtete auch Österreich auf die Sommerzeit.

Wiederauferstehung der Kriegswirtschaft. Eingeführt wurde die Sommerzeit erstmals am 30. April 1916 im Deutschen Reich, in Österreich-Ungarn und noch im selben Jahr auch in Irland. Die in Irland damals für die Sommerzeit eingeführte Bezeichnung „Daylight Saving Time“ (wörtlich übersetzt: „Tageslicht sparende Zeit“) beschreibt den Zweck, nämlich die Stundenzahl mit nutzbarem Tageslicht zu vergrößern.

Sie galt in Österreich bis 1920, in Ungarn bis 1919. Nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland galten ab 1940 die Sommerzeitreglungen des Deutschen Reichs, wieder eine kriegswirtschaftliche Maßnahme. Nach dem Krieg gab es in Österreich noch bis einschließlich 1948 eine Sommerzeit. In den 1970er Jahren wurde die Sommerzeit wieder aktuell. Sie hat ihren Ursprung in der Ölkrise von 1973 und sollte Energie sparen helfen. Energieersparnis war sie bekanntlich nicht. Österreich beschloss die Einführung der Sommerzeit erst 1979.1980 wurde sie wie in Deutschland für die Zeit von März bis September wieder eingeführt. 1996 wurde sie wie in der gesamten EU bis Ende Oktober ausgedehnt.
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[ #Vorarlberg ] Urkundenlandschaft Rätien zwischen 745 und 975

Reiches orts- und namensgeschichtliches Material. Kostenloses PDF (Open Access).

In diesem Band werden erstmals 60 Urkunden aus dem frühmittelalterlichen Rätien in Wort und Bild präsentiert. Sie sind editorisch neu aufbereitet und mit einem Kommentar versehen. Darüber hinaus bietet der Band eine ausführliche Einleitung, die auf Aspekte der Überlieferung und Aufbewahrung, Diplomatik und Paläographie, Sozial- und Kulturgeschichte eingeht. Der Bestand ist fast ausschließlich in der Form von Originalurkunden im Stiftsarchiv St. Gallen überliefert und umfasst den Zeitraum zwischen 745 und 975.

Er erlaubt nicht nur einen Überblick über die Entwicklung der Form und Schrift der Urkunden, sondern bietet auch reiches orts- und namengeschichtliches Material. Die aus dem Grenzgebiet zwischen Österreich, Liechtenstein und der Schweiz erhaltenen frühmittelalterlichen Urkunden spiegeln eine Praxis wider, deren Wurzeln bis in die Römerzeit zurückreichen. Der Inhalt dieser frühen schriftlichen Zeugnisse veranschaulicht das Leben in einer Landschaft, die noch von einer vorwiegend romanischen Bevölkerung bewohnt ist. Im Mittelpunkt dieser Urkunden steht die Sorge um Grundbesitz, der verkauft, verschenkt oder testamentarisch verschrieben werden konnte.

Der verbreitete Schriftgebrauch formt das Bild einer abgrenzbaren Urkunden- und Schriftlandschaft. Nur im Kloster St. Gallen sind im ganzen Raum nördlich der Alpen so viele frühmittelalterliche Originalurkunden erhalten. Diese einzigartige Überlieferungssituation erlaubt außergewöhnliche Einblicke in die frühmittelalterliche Gesellschaft dieser Region, ihre sozialen, politischen und religiösen Strukturen.


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  • Keinen Beitrag als Fan von MITTELPUNKT #Vorarlberg auf ⇒Facebook versäumen.
  • 25.10.14 [Letzte Aktualisierung - online seit 25.10.14]
  • Das ⇒ #Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs und findet man auch auf Facebook.


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Ein Blick in das INHALTSVERZEICHNIS:
Vorwort der Bearbeiter 9
Herwig Wolfram 11
Die churrätische Urkunde
Einführung 13
I. Die Überlieferung der Urkunden 21
II. Die Urkunden 33
1. Eigenheiten der Urkunden 33
2. Der Aufbau der Urkunde 36
2.1 Die Verkaufsurkunde. 36
2.2 Die Schenkungsurkunde 48
3. Die Schrift der Urkunden 54
4. Die Sprache der Urkunden 70
5. Die Datierung 74
III. Die Personen der Handlung 83
1. Der Schultheiß Folcwin83
2. Die Schenker und Verkäufer90
3. Die Zeugen und Nachbarn 97
IV. Die Orte 106
V. Die Edition 124
1. Editionsplan 124
2. Konkordanztabelle 125
Abkürzungsverzeichnis. 128
Quellenverzeichnis 129
Literaturverzeichnis131
Edition 145
Karte 272
Personennamenregister 273
Ortsnamenregister 278

[ #Vorarlberg ],Der Liberalismus im nicht-urbanen Vorarlberg (1830 - 1914)

Der Kampf zwischen Liberalismus und seinem ultramontanen Widerpart in Form eines christlichsozialen Klerikalismus bestimmte Vorarlbergs Politik seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert noch bis in das ausgehende 20. Jahrhundert. 

Die sichtbaren Zeichen in Form von Zensur und Bevormundung sind erst mit der Unkontrollierbarkeit der digitalen Medien verschwunden. Die ultramontane Reform- und Lernverweigerung in der Politik löst sich hingegen nur zäh, zäher als unter den Klerikern selber.

Fortschritt wider Rom. Der liberale Widerpart war in der „Fortschrittspartei“ organisiert, später noch durch die „Deutschfreisinnigen“ repräsentiert, schließlich in der Sozialdemokratie, welche offen oder still häufig mit den Liberalen gegen den Ultramontanismus koalierten.  Liberale wie Sozialdemokraten wurden von den Konservativen und der katholischen Kirche wiederum als „Abschaum der der Menschheit“ dämonisiert. Trotzdem hatten die liberalen Ideen ihrerseits eine Anziehungskraft die über die urbanen Räume hinaus bis in die Täler sichtbar wurde. Die Verbreitung liberaler Ideen erfolgte vor allem durch die „Feldkircher Zeitung“. Die ländlichen, nicht-urbanen Räume waren also keineswegs eine Terra incognita für den Liberalismus, dort umsomehr nicht, wo die konservativen Kräfte jedweden Fortschritt und jede ökonomische Selbstbestimmung zu vereiteln suchten und damit selber den Widerstand provozierten.

Terra incognita. Die nicht-urbanen Regionen Vorarlbergs, lassen sich im Wesentlichen durch fünf Kategorien definieren: politisch-administrativ, wirtschaftlich, infrastrukturell, geographisch und kulturell. Selbst in modernen Definitionen wird auch das demographische Element noch hinzu gefügt. Dieses enthält in sich jedoch eine gewisse Problematik, da es ausgesprochen variabel ist. Zwar ist die „Stadt“ („urbs“) per se als verdichteter Lebensraum definiert, ausserhalb ihrer bestimmen sich jedoch nicht allein ländliche Gebiete durch eine „geringe Bevölkerungsdichte“. Im Vorarlberg des 19. Jahrhunderts war der ländliche Raum von Ab- und Auswanderung betroffen, während die ursprünglich ländlichen Industriegebiete, wie vor allem natürlich der Walgau, während dieser Epoche aufgrund ihrer infrastrukturellen Erschliessung zum urbanen Raum zu zählen sind. Orte wie Frastanz, Nenzing oder Nüziders, einmal ganz abgesehen von Rheintaler Gemeinden wie Rankweil, standen damals in puncto Urbanität formell städtischen Gemeinwesen wie Bludenz in nichts nach.

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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt:
 Vorwort 7
1. Einleitung 10
 1.1. Bestimmung des Begriffs „nicht-urbaner Liberalismus“ 10
 1.1.1. Der aufklärerische Liberalismus 10
 1.1.2. Der politische Liberalismus 11
 1.1.3. Der wirtschaftliche Liberalismus  14
 1.1.4. Der soziale Liberalismus 15
 1.2. Historische Einordnung der liberalen Bewegung im nicht-urbanen Vorarlberg 16
 1.3. Definition des Begriffs „nicht-urban“ 19
 1.4. Der Liberalismus im nicht-urbanen Vorarlberg: Fragestellungen  24
2. Der Liberalismus im Montafon 25
 2.1. Personen  25
 2.1.1. Bonifaz und Hermann Sander 25
 2.1.2. Johann Josef Zudrell 27
 2.1.3. Franz Josef Vonbun 29
 2.1.4. Josef Durig 30
 2.1.5. Johann Baptist Biedermann  32
 2.1.6. Heinrich, Robert und Wilhelm Mayer 33
 2.1.7. Hans Barbisch 34
 2.1.8. Eduard Fleisch 34
 2.1.9. Johann Wiederin 36
 2.1.10. Johann Bitschnau  37
 2.2. Institutionen 38
 2.2.1. Die Landtagsabgeordneten 38
 2.2.2. Die Vereine 42
 2.2.3. Die Gastwirte 42
 2.2.4. Die Schule  43
 2.2.5. Die Unternehmer 45
 2.3. Konfl ikte  46
 2.3.1. Persönliche Konfl ikte  46
 2.3.2. Politische Konfl ikte 47
 2.3.3. Ökonomische Konfl ikte  50
 2.3.4. Religiöse Konfl ikte 51
 2.4. Charakterzüge des Montafoner Liberalismus 523. Der Liberalismus im Bregenzerwald 56
 3.1. Personen  56
 3.1.1. Franz Michael Felder und sein Kreis  56
 3.1.1.1. Franz Michael Felder und sein Kreis: 1839 bis 1861 57
 3.1.1.2. Franz Michael Felder und sein Kreis: 1861 bis 1869 62
 3.1.1.3. Franz Michael Felders Beziehung zu Rudolf Hildebrand  69
 3.1.2. Gallus Moosbrugger  71
 3.1.3. Franz Xaver Moosmann  74
 3.1.4. Johann Konrad Bechter  76
 3.1.5. Andreas Fetz  79
 3.2. Institutionen 80
 3.2.1. Die Landtagsabgeordneten 80
 3.2.2. Die Schule  84
 3.2.3. Vereine  87
 3.3. Konfl ikte  93
 3.3.1. Persönliche Konfl ikte  93
 3.3.2. Religiöse Konfl ikte 95
 3.3.3. Politische Konfl ikte 96
 3.3.4. Wirtschaftliche und soziale Konfl ikte 97
 3.3.5. Die Tagebücher des Kreishauptmanns Ebner 99
4. Der Liberalismus in den Walsertälern und auf dem Tannberg 104
 4.1. Personen  104
 4.1.1. Besonderheiten des Tannbergs und des Kleinwalsertals  105
 4.1.2. Die liberalen Reformer des Kleinwalsertals und des Tannbergs  107
 4.1.3. Die anti-kirchliche Opposition im Großen Walsertal 114
 4.2. Institutionen 119
 4.2.1. Die Schule  119
 4.2.2. Politische Behörden  123
 4.2.3. Vereine und Genossenschaften 123
 4.2.4. Gastwirte 124
 4.3. Konflikte  126
5. Der Liberalismus im Klostertal 129
 5.1. Personen  129
 5.2. Institutionen 132
 5.3. Konflikte  136
6. Exkurs: Die Gemeindewahlen nach dem Ende der liberalen Ära im Jahr 1870 139
7. Ergebnisse  143

[ #Dornbirn ] Meine Heimatstadt Dornbirn

Arbeitsblätter für den Sachunterricht der 3./4. Klassen der Volksschule. Die Sammlung enthält 70 Arbeitsblätter über Dornbirn, seine Bergparzellen und seine wichtigsten Einrichtungen. Neubearbeitung 2009. Weit mehr über Dornbirn als nur "Kinderkram".


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[ #Vorarlberg ] Das Bregenzer Minnesängerurbar (1379/1474): Von Pfund, Schilling und Erbsen


Neuerscheinung - Dieter Petras: Urbar der Herrschaft Bregenz 1379/1474 - MINNESÄNGERURBAR - Edition und Kommentar - Roderer Verlag, Regensburg 2013Quellen zur Geschichte Vorarlbergs, Band 16 (N. F.) Herausgegeben vom Vorarlberger Landesarchiv und dort auch online

Urbar. Urbare sind ein Verzeichnis über Besitzrechte eines Grundherrn und Leistungen seiner Grunduntertanen und sind eine bedeutende Wirtschafts- und Rechtsquelle des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Lehnswesens. Seit dem 13. Jahrhundert sind sie ein bedeutendes Instrument zur Organisierung und Wohlstandsmehrung der Landesherrschaft.

Urbare dienten der Verwaltung insbesondere der Finanzverwaltung . Sie waren eine Art Grundbuch - weniger für die Untertanen den für die Grundherren zu deen Besitzsicherung. Schon der Begriff entstand aus dem althochdeutshen Wort urberan bzw. dem mittelhochdeutschen erbern (hervorbringen, Ertrag bringen bzw. ertragbringendes Grundstück).

Bei der Archivalie, die die Grundlage der Publikation ist, handelt es sich um eine Abschrift des sogenannten Bregenzer „Minnesängerurbars“, dessen ursprüngliche Fassung nach 1379 niedergeschrieben wurde. Das Original ist verschollen. Die durchgängige Erwähnung von „Graf Haug“ verweist jedoch  auf Graf Hugo XII. von Montfort-Bregenz, dessen künstlerische Tätigkeit die nachträgliche Bezeichnung des Urbars begründet; desgleichen die Erwähnung des "Knechts" Burk Mangolt, der die Texte Graf Hugos vertonte. Die Abschrift wurde im Jahr 1474 im Namen seines Urenkels Graf Hermann II. von Montfort-Bregenz (1435 bis 1482) verfasst und beschreibt die Zinsen, Gülten und Rechte aus dem Teil der Herrschaft, der dem Haus Montfort nach der Teilung 13793 und dem Übergang der einen Hälfte der BregenzerHerrschaft an Österreich 1453 verblieb.

Finanzamtsmist. Das in Rede stehende Urbar dokumentiert reichhaltige Abgabenformen: Neben Pfund, Schilling, Pfennig und Haller bezahlten die Untertanen ihre Abgaben in Wein, Eier, Erbsen, Eier und Heu. Dazu Korn, Gerste, Weizen, Hafer; in Schweinsschultern, Pfeffer, Wachs und Schmalz und Käse oder gar Mist. Daneben leisteten die Abgabepflichtigen, konkret die Leibeigenen, mitFronarbeiten.

Als abgabepflichtige Güter galten Acker, Badstub, Baumgarten, Bündt, Garten, Haus mit Hofstatt, Hochmahd, Hof, Hoffrait, Hube, Kalkofen, Krautgarten, Mahd, Mühle, Säge, Schuppose, Varlehen, Vischenz, Walderbe, Weingarten, Widum, Wiese. Auch die Erbschaftssteuer war bereits bekannt und eingeführt, die nennt sich (in unserer heutigen Transskripition) sinnigerweise "Bestfall".

Das Urbar zeigt auch über viele Jahrhunderte tradierte Vorarlberger Flur- und Personennamen und ist damit auch sprachgeschichtlich höchst wertvoll. Das Buch sollte daher auch in seiner gebundenen Form bei keinem Vorarlbergensien-Sammlung fehlen.

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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf den Inhalt:

Inhaltsverzeichnis
Einleitung 6
Graf Hugo XII. von Montfort, der Minnesänger 7
Die Teilungen 1379 und 1409 7
Der Übergang an Österreich 9
Beschreibung des Urbars 10
Erläuterungen zur Edition 10
Edition 12
Informationen aus dem Urbar 50
Personen-, Orts- und Sachregister 53
Kommentar 67
Suchindex 91
Bibliografie 92

[ #Vorarlberg ] Arbeiterbewegung in Vorarlberg 1870-1946

(Free eBook) Die Begleittexte zur Ausstellung "Im Prinzip: Hoffnung: Arbeiterbewegung in Vorarlberg 1870-1946"(Bregenz 1984) sind bei der Malin-Gesellschaft kostenfrei als Online-Texte oder als eBook (PDF) greifbar. Damit steht ein Stück vernachlässigter Vorarlberger Geschichtsschreibung, nämliche jene der arbeitenden Menschen Vorarlbergs, den Interessierten zur Verfügung.

Download. Die Ausstellung bedeutete den Beginn einer umfassenden, kritischen Beschäftigung mit der Vorarlberger Arbeiterbewegung (auch der christlichen). Sie erfolgte in Form einer großzügigen Bild- und Objekt-Inszenierung in der inzwischen abgebrochenen Bregenzer Remise (Gestaltung: Reinhard Mittersteiner; wissenschaftliche Leitung: Kurt Greussing). Dazu erschien der gleichnamige Sammelband (Bregenz 1984).

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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf das kostenlose Informationsangebot: 

Inhalt Sammelband: Im Prinzip: Hoffnung.
Kurt Greussing
Einleitung - Arbeiterbewegung in Vorarlberg:
Traditionen, Brüche, Neuanfänge 9
Gerhard Oberkofler
Anfänge - Die Vorarlberger Arbeiterbewegung bis 1890.
Vom Arbeiterbildungsverein zur Arbeiterpartei 22
Reinhard Mittersteiner
Wachstum und Krise - Vorarlberger Arbeiterbewegung 1890-1918 73
Robert Sutterlütti
Italiener in Vorarlberg 1870-1914: Materielle Not und sozialer Widerstand 133
Werner Dreier
Konjunktur der Hoffnung - Vorarlberger Arbeiterbewegung 1918-1934 158
Reinhard Johler
"Jeatzt würds heall, jeatzt würds liacht".
Sozialistische Maifeiern in Vorarlberg 1890-1933 225
Gernot Egger
Integration und Widerstand.
Vorarlberger Arbeiterbewegung im Austrofaschismus 1934-1938 259
Meinrad Pichler
"Deutsches Leben heisst Arbeit".
Arbeiteropposition in Vorarlberg während der NS-Zeit 281
Hermann Brändle / Gernot Egger
Rohstoff Mensch:
Fremdarbeiter und Kriegsgefangene in Vorarlberg 299
Harald Walser
Anspruch und Wirklichkeit: Der Nationalsozialismus und die Vorarlberger Arbeiterschaft 308
Kurt Greussing
Schichtwechsel - Vorarlberger Arbeiterbewegung im Neuanfang 1945/46 341
Autorenverzeichnis 358
Bildquellennachweise 359
Namens- und Firmenregister 362


Inhalt: Begleittexte: Verfasser Markus Barnay

Industrialisierung in Vorarlberg:
Zwischen Heim und Fabriksarbeit

"Frönde Beattlar" und Zugereiste:
Italienische Arbeiter in Vorarlberg

Auf dem Weg zur Arbeiterpartei:
Vorarlberger Arbeiterbewegung bis 1890

"Vorwärts! Der neuen Zeit entgegen!"
Arbeiterbewegung von 1890 bis 1914

Hunger, Not und "Heldentod":
Arbeiterschaft im ersten Weltkrieg

Vorarlberg 1919:
Heimwehr statt Räterepublik

1919 bis 1927:
Der kurze Sommer der Sozialdemokratie

Auf dem Weg zum "neuen Menschen":
Arbeiterkultur und Arbeitersport in Vorarlberg

1. Mai
Der "Kampftag der Arbeiterklasse"

"Saubere Genossinnen":
Frauen in der Vorarlberger Arbeiterbewegung

1927 bis 1933:
Auf dem Weg in den "Ständestaat"

Vorarlberg 1933/34:
Das Ende der Demokratie

"Soldaten der Arbeit"
Vorarlberger Arbeiterschaft während der NS-Zeit

Schichtwechsel
Vorarlberger Arbeiterbewegung 1945/46