[ #Vorarlberg ] Vorarlberger Orts-, Flur-, Berg- und Flussnamen

Um 1960 - immerhin schon 50 Jahre her - erarbeitete eine Nomenklaturkommission eine einheitliche Schreibweise von Örtlichkeiten in Vorarlberg. 

Sie wurde von der Landesregierung für die Dienstellen des Landes für verbindlich erklärt und im Amtsblatt für das Land Vorarlberg veröffentlicht. Auch wenn die Erfassung bereits Jahre zurückliegt und neue Örtlichkeiten dazugekommen sind, ist dieses Verzeichnis von Vorarlberger Orts- und Flurnamen nach wie vor ein sehr praktischer Findbehelf.


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[ #Bludenz ] Das Kloster Sankt Peter in Bludenz

Das vermutlich um 1286 gegründete Sankt Peter gilt als ältestes bestehendes Kloster in Vorarlberg. 

Die erste urkundliche Nennung der St. Peterskirche stammt aus dem Jahr 1278; 1286 erhalten die Nonnen vom Churer Bischof Friedrich von Montfort die Regel des hl. Augustinus sowie als urkundliche Schenkung die St. Peterskirche. Um 1420 weiht der Churer Weihbischof Pantaleon eine neue Klosterkirche ein.

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[ #Bodensee ] Bodensee – Brutvogelatlas 2000 zum Download


Ergebnisse der Kartierung für alle 154 Vogelarten, die brütend im Bodenseegebiet registriert wurden.


[Free PDF] Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Bodensee (OAB) hat in den Jahren 2000-2002 die dritte Brutvogelkartierung im gesamten Bodenseegebiet auf >1200 km2 durchgeführt - unter vollständiger Beibehaltung der methodischen Vorgaben der ersten beiden Kartierungen von 1980-81 und 1990-92. Methodisch werden bei diesen Brutvogelkartierungen alle revieranzeigenden Vögel mittels Linientaxierungen innerhalb eines 2x2km-Gitterfeldes erfasst, wobei nach 5 Kartierungsgängen bis zu 50 Prozent der Gesamtfläche von 4 km² abgedeckt werden.

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[ #Hohenems ] Wirtschaftsgeschichte: Winterolympiade 1960: Kästle gegen Kneissl im PR-Krieg

Der Spiegel vom 23.3.1960 berichtet vom PR-Krieg der beiden österreichischen Schiproduzenten Kästle (Hohenems) und Kneissl (Kitzbühel). 

Die Olympiade in Squaw Valley versprach den heimischen Schiherstellern einen neuen riesigen Markt und so war der PR-Krieg der beiden Marken kein gemeinsamer sondern ein einsamer. Nicht so einsam jedenfalls, dass nicht Bild, Stern und eben Spiegel das Gerangel aufgefallen wäre. Aber nur 6 Jahre später berichtete der Spiegel vom Ruin.

Wagnerei Anton Kästle Hohenems. Die Kästle GmbH ist eines der traditionsreichsten Unternehmen in der Produktion von Wintersportartikeln. 1924 wird in der Wagnerei-Werkstätte von Anton Kästle am Standort Hohenems das erste Paar Volleschen-Ski hergestellt. International bekannt wurde Kästle in den 50er Jahren, als Trude Jochum-Beiser bei den alpinen Weltmeisterschaften 1950 in Aspen die erste Goldmedaille auf Kästle Skiern erreichte. Bei den Olympischen Winterspielen 1952 in Oslo konnten Kästle-Athleten weitere drei Goldmedaillen einfahren. Die Spiele in Cortina brachten weitere 20 Medaillen für Kästle – unter anderem drei Goldmedaillen durch Toni Sailer.


Bereits 1968 wurde die Hohenemser Skifabrik Anton Kästle den Eigentümern der österreichischen Skifabrik Fischer erworben. 1991 erfolgte die Übernahme durch Benetton und der traditionsreiche Produktionsstandort in Hohenems wurde stillgelegt. 2007 erwarb eine österreichische Investoren-Gruppe um die Cross Industries AG weltweite Markenrechte an Kästle von der Benetton Group. Kästle-Skier werden wieder in Österreich entwickelt und produziert. Der Sitz der Firma ist nun Wels.

Wagnerei Kneissl. Kneissl ist ein Hersteller von Ski- und Sport-Artikeln mit Hauptsitz in Kufstein wurde 1861 als Landwagnerei gegründet. Die Firma befindet sich seit 2012 im alleinigen Besitz einer Beteiligungsgesellschaft von Mohamed Bin Issa Al Jaber. Das Unternehmen produziert und vertreibt Ski samt Bekleidung und Accessoires sowie Tennisschläger und Fahrräder. Die Firma Kneissl  In den Jahren 1919 bis 1921 wurden die ersten Ski in Serie gefertigt. 1980 musste die Firma zum ersten Mal Konkurs anmelden. 2006 wurde die Produktion von Kufstein nach Tschechien verlagert.

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[ #Vorarlberg ] Rechtsextremismus in Vorarlberg nach 1945

[Free eBook] Hakenkreuze, SS-Runen und das nationalsozialistische Gedankengut schienen nach dem Fall des Dritten Reiches auch in Vorarlberg nur mehr die Zeugen einer furchtbaren Vergangenheit zu sein. Doch sowohl die Symbole als auch die Ideologie des Nationalsozialismus sind in bestimmten Kreisen noch immer oder wieder aktuell. 

Sie weisen so einerseits auf eine Kontinuität und andererseits auf einen Neubeginn nazistischer und rechtsextremer Strömungen in Vorarlberg hin. Dabei erstreckt sich die Bandbreite von politisch organisierten Gruppen wie der "Nationaldemokratischen Partei" (NDP) über den international bekannten Rechtsextremisten Walter Ochensberger bis hin zu den sehr aktiven und gewaltbereiten Skinheads.

Der Rechtsextremismus ist aber auch in Vorarlberg ein Phänomen, das nicht nur an den - extremen - Rändern auftritt, sondern auch zum Teil in der Gesellschaft eingebettet ist. Das Buch analysiert erstmals umfassend die historischen Hintergründe, die Entwicklung und die aktuelle Situation rechtsextremer Strömungen und Gruppen in Vorarlberg.

Malin-Gesellschaft. Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche Online-Stellung ist ein Teil dieser Tätigkeit.

Franz Valandro: Rechtsextremismus in Vorarlberg nach 1945. Studien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs, Band 15. 1999, kt. 21 Abb., ISBN 3-90075BN 3-900754-23-3, öS 198,- / € 14,39


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Inhaltsverzeichnis zur ersten Orientierung über den Inhalt:

Vorwort 7
1. Einleitung 9
2. Begriffsdefinitionen 13
3. Das schwere Erbe der Vergangenheit 17
4. In der Grauzone - Problematische Argumentationslinien der "Pro-Vorarlberg-Bewegung" 25
5. Der VdU und die FPÖ in Vorarlberg 30
6. Die Nationaldemokratische Partei (NDP) in Vorarlberg 35
7. Walter Ochensberger und der "Sieg" - Ein Rechtsextremist von internationaler Bedeutung aus Vorarlberg und seine Publikationen 50
8. Die Vorarlberger Skinheadszene - Entstehung, Entwicklung, aktuelle Situation und Perspektiven 86
9. Eine abschließende Bilanz 136
Anhang 138
Anmerkungen 175
Quellen- und Literaturverzeichnis 192
Personenregister 204
Ortsregister 206


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[ #Vorarlberg ] Red ghörig! - Ein Sprachkurs für angehende Vorarlberger

Auch für alle diejenigen Vorarlberger, die sozusagen mit dem Originalherkunftsstempel bereits geboren worden sind, ist die Site eine Fundgrube. 

Empfohlen allen jenen, die sich nicht durch verständnisloses Dreinschauen als von jenseits des Arlbergs verraten wollen, wenn so ein stämmiger vorarlbergstämmiger Vordemarlberger sagt: "red ghörig!" ... -> Online: Sprachkurs für angehende Vorarlberger

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[ #Bregenz ] Die dreifache Ausgrenzung des Samuel Spindler: Landfremd, sozialdemokratisch, jüdisch

Auf einer sozialdemokratischen Versammlung in Bregenz am 11. November 1918, einen Tag vor der Ausrufung der Republik, beantragte Samuel Spindler die Wahl eines Arbeiterrates. 

Acht Männer und vier Frauen wurden gewählt – sie sollten sich besonders um die "Erreichung einer besseren Vertretung der Arbeiterschaft in der Stadtvertretung" bemühen. Am 4. Dezember 1918 verfügte der Staatsrat der jungen Republik eine Ergänzung der Gemeindevertretungen durch Arbeitervertreter.



Am 30. Dezember 1918 gaben in Bregenz die Parteien die von ihnen gewählten Vertreter bekannt; unter den sozialdemokratischen befand sich Samuel Spindler. Seine Wahl erregte bei den Bürgerlichen Anstoß. Ein christlichsozialer Stadtrat bezeichnete ihn in einer öffentlichen Sitzung als einen "galizianischen Juden" und damit als unwürdig, in der Gemeindevertretung mitzuarbeiten.

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[ #Vorarlberg ] Vom Radio Free Xiberg zum Radio Proton

Die Idee freier Medien war in Vorarlberg in bestimmten soziokulturellen Gruppen seit den 70er Jahren präsent. Immer wieder gab es Printmedien, die als frei bezeichnet werden konnten, genannt seien die Schülerzeitungen "Die Rübe" und "Maniok", weiters eine Zeitschrift, die außerhalb des schulischen Kontext herausgegeben wurde und eher dem Umfeld der Jugendzentren zuzuschreiben ist, nämlich "Alphorn", und schließlich "Sub - das magazin", ein Zeitungsprojekt des Vereines A.K.W. (Autonome Kultur- und Wohnwerkstatt), das seit 1995 erscheint. Allen anderen Versuchen, eine unabhängige Zeitschrift im Vorarlberger Medienwald zu platzieren, war ein äußerst kurzes Leben beschieden.

Unter den Herausgebern der genannten Zeitungen finden sich Namen wie Hans-Peter Martin, Ehrenfried Natter, Reinhard Johler, Christian Zillner, Markus Barnay oder Stefan Sagmeister. Anfang der 1990er Jahre im Umfeld von Bernhard Amann wurde schließlich die Idee des freien Radios angegangen. Dies führte zum Betrieb von bis zu fünf Piratensendern, jeweils eine Stunde wöchentlich. Die Piratenradios waren in allen vier politischen Bezirken tätig und agierten als unabhängige Gruppen. Aufgrund der Illegalität erfolgte jedenfalls die Niederschlagung der freien Piratenradios.

Proton - Webradio aus Vorarlberg - Sendestart 31.03.1999.  Proton - das freie Vorarlberger Radio ist ein freies, nicht kommerzielles Lokalradio. Bei Proton - das freie Radio arbeiten Menschen aus verschiedenen Generationen und Kulturen. Alle ModeratorInnen von Proton - das freie Radio arbeiten ehrenamtlich. Ihr Luxus ist, dass sie sagen dürfen, was ihnen auf der Zunge brennt, solange sie nicht gegen das Gesetz oder die Charta der Freien Radios (kein Sexismus, kein Faschismus, keine Anfeindung fremder Völker) verstoßen.

On Air und im World Wide Web. Proton - das freie Radio sendet in verschiedenen Sprachen, von Türkisch über Spanisch bis Kurdisch, und natürlich auch in deutscher Sprache und in Vorarlberger Dialekt. Damit sind wir eines der wichtigsten interkulturellen und internationalen Projekte der Region Vorarlberg. Seit dem Sendestart hat sich die technische Situation natürlich laufend verändert. Mit dem Internet hat sich auch die Beschränkung auf Sendelizenzen erledigt.

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[ #Vorarlberg ] Anfänge des Fremdenverkehrs und Tourismus in Vorarlberg

Eine Vorreiterrolle übernahm Vorarlberg bei der Errichtung von Liften und Seilbahnen. 

Als der vermutlich erste öffentlich zugängliche Schilift Europas kann der 19O7 am Bödele in Betrieb genommene "Schlittenlift" betrachtet werden. 1937 erbaute man in Zürs am Arlberg einen Umlauf-Schlepplift, den ersten in Vorarlberg und Österreich.

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[ #Vorarlberg ] Die Aufklärung und die Konservativen - Politischer Katholizismus in Vorarlberg

Der politische Katholizismus konnte sich im gesamteuropäischen Maßstab nicht durchsetzen. Eine Ausnahme bilden kleine politische Gebilde wie z.B. Tirol, wo die katholische Kirche seit jeher eine mächtige Position innehatte, und Vorarlberg – hier allerdings erst seit dem Jahre 1870. 

Noch 1861 hatte Statthalter Lobkowitz nach einer Reise durch die (damaligen) sechs Bezirke des Landes festgestellt, "dass in Vorarlberg überhaupt eine freiere – vom klerikalen Einfluss unabhängigere – Anschauung in politischen und religiösen Fragen sich bemerkbar macht" ; der Vorarlberger Landtag war bis 1870 – von wenigen Ausnahmen abgesehen – liberal; im Bregenzerwald gab es in dieser Zeit durch Franz Michael Felder und Kaspar Moosbrugger bedeutsame Versuche, dem Gedankengut der Aufklärung zum Durchbruch zu verhelfen und den politischen Einfluss des Klerus zurückzudrängen.

Doch der Wahlkampf des Jahres 1870, der mit einer bis dahin in Vorarlberg noch nie üblichen Härte und Leidenschaftlichkeit geführt wurde, und die Landtagswahl selbst brachten eine radikale Umkehr der Kräfteverhältnisse. Die katholisch-konservative Partei verfügte im Landesparlament nunmehr über 16 von 20 Landtagssitzen.

Der Aufsatz von Leo Haffner wurde zu einem Standardtext über die Konflikte zwischen dem liberalen und dem konservativen Lager im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und über die Auswirkungen, die der Sieg des politischen Katholizismus in Vorarlberg bis weit in die 1970er Jahre hatte.

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[ #Dornbirn ] Dornbirner Familienbuch: Dornbirner Genealogie ab 1500 online

Die Familien- oder Ahnenforschung ist in Dornbirn durch das Dornbirner Familienbuch sehr einfach.

In ihm sind alle Einwohner von ca. 1500 bis 1920 aufgeführt. Dieses Buch  ist zur Gänze elektronisch erfasst und über das Internet verfügbar. Dies sind knapp 10.000 Familien mit über 49.000 Personen. Voraussetzung für die Benutzung ist die Bestimmungen der CC-by-nc-sa-Lizenz zu aktzeptieren.

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[ #Arlberg ] Alpine Verkehrskultur am Arlbergweg von Landeck bis Bludenz

Im Bemühen, die Sommersaison zu beleben, versuchen Touristiker immer häufiger, die von den Sommergästen vorrangig nachgefragten Wanderangebote zu verbessern. Das Vorarlberger Wanderwegenetz ist auch in dieser Richtung eine Attraktion. Meistens sind diese Wege aber nur lokale und räumlich recht begrenzte Wege und überregionale Angebote sind noch kaum entwickelt, wiewohl es sie auch andernorts gibt.

Möglichkeiten bieten sich auch in Vorarlberg. Eine Vorstudie über die historisch-geographischen Voraussetzungen für einen verkehrsgeschichtlichen Erlebniswanderweg über den Arlberg wurde im Auftrag des Amtes der Vorarlberger Landesregierung, von der Abteilung VIIa - Raumplanung - unter Federführung von Helmut Tiefenthaler - bereits durchgeführt und in der gegenständlichen Publikation veröffentlicht. Die Arbeit enthält jede Menge verkehrsgeschichtliches Material und harrt auf entsprechende Wanderinitiativen.

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