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Sonntag, 11. Juni 2023

[ #Bregenz ] Mündungsdelta Bregenzerach

Heute ist rund die Hälfte des Bodenseeufers hart verbaut oder erheblich verändert. 

Von diesen anthropogenen Eingriffen besonders betroffen sind vielfach die Mündungsbereiche der zahlreichen Flüsse und Bäche sowie die sie begleitenden Auenwälder, meist Silberweide. Auenwälder mit Erle, Esche und Weide sind prioritäre Lebensräume im Sinne der FFH-Richtlinie, die durch periodische Überflutung geprägten Standortverhältnisse gekennzeichnet sind.

Die langfristigen Ziele sind die Renaturierung von Auenwäldern, die Verjüngung vorhandener Auenwälder am Bodenseeufer sowie eine verbesserte Anbindung an das Hinterland, speziell in den Mündungsbereichen der Bodenseezuflüsse ist ein von der Bodensee-Stiftung koordiniertes Ziel. Dazu wurden die letzten Bestände an Weichholzauen am Bodensee und seinen Zuflüssen erhoben und Entwicklungspotenziale ermittelt. In den kommenden Jahren sollen Maßnahmen zum Schutz und zur Renaturierung der Auen in allen drei Bodenseeanrainerstaaten durchgeführt werden. Dazu gehört auch ein grenzüberschreitendes Konzept zur weiteren Entwicklung.
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Dienstag, 30. Mai 2023

[ #Bodensee ] Wasserpflanzen am Vorarlberger Bodenseeufer


Wasserpflanzen (Makrophyten) bilden regelrechte Unterwassergärten, die Laich- und Aufwuchsgebiet für zahlreiche Fischarten und Nahrungsplatz für viele Wasservögel sind.

Bei Makrophyten handelt es sich um makroskopische, also mit bloßem Auge sichtbare Wasserpflanzen, die unter (= submers) und an der Wasseroberfläche (=emers) leben und bis mehrere Meter lang werden können. Band 60 der Schriftenreihe "Lebensraum Vorarlberg" (Sept 2010) berichtet von der Makrophytenkartierung am Vorarlberger Bodenseeufer.
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Dienstag, 23. Mai 2023

[ #Bodensee ] Zugang zum österreichischen Bodensee: Kein bissiger Hund!

© UMG Umweltbüro Grabher | Marktstraße 18d, A-6850 Dornbirn 

Der freie Zugang zum Bodensee in Vorarlberg ist eine Besonderheit und alles andere als selbstverständlich. 

Das österreichische Wasserrechtsgesetz regelt zwar die Benutzung öffentlicher Gewässer – und erlaubt eine unbeschränkte Nutzungsfreiheit – jedoch regelt es nicht den Zugang zu diesen Gewässern. Freie Seezugänge werden immer seltener. Die Seeufer Österreichs sind zunehmend mit Villen, Hotels und Zweitwohnsitzen zugebaut und erlauben nur den Besitzern und zahlenden Gästen den Zutritt zum Wasser.

Als ein Extrem-Beispiel für das Verscherbeln von Seeufern gilt der Kärntner Wörthersee. Dort sind 82 Prozent des Sees in Privatbesitz und nur 9 Prozent öffentlich zugänglich. Der Rest ist wegen der Geografie des Sees nicht zugängig. 

Doch es geht auch anders. In Vorarlberg ist fast der gesamte "österreichische" Bodenseeteil zugänglich. Im Straßengesetz 1969 wurde neben der Wegefreiheit im unproduktiven und im land- und forstwirtschaftlichen Gebiet auch eine Wegefreiheit am Bodenseeufer verankert: Ein 10 m breiter Streifen am Ufer des Bodensees, ausgenommen Bauwerke, darf von Fußgängern auch ohne Einverständnis des Grundeigentümers jederzeit betreten werden. Im Bereich dieses Streifens ist es untersagt, den freien Zugang zum Bodensee durch Errichtung von Zäunen oder sonstigen Maßnahmen zu versperren oder zu behindern.


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Dienstag, 16. Mai 2023

[ #Bodensee ] Der ökonomische Wert des Bodensees


Studie des Global Nature Fund: Ökonomischer Wert von Seen und Feuchtgebieten mit besonderer Berücksichtigung des Bodensees.

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Dienstag, 9. Mai 2023

[ #Bodensee ] Die Bodenseeforelle - Artenschutzprojekt


Der Alpenrhein ist ein wichtiger Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.

Die Seeforelle gilt als stark gefährdet und steht auf der roten Liste. 2011 wählte der Schweizerische Fischereiverband sie zum Fisch des Jahres, um auf die akute Gefährdung und die grosse und traditionelle Bedeutung der Seeforelle für die Fischerei hinzuweisen. Bisher wurde ein Grossteil der Seeforellen in den Brutanstalten der Bodensee-Uferstaaten erbrütet und in die Zuflüsse ausgesetzt. Ähnlich wie der Lachs kehrt auch die Seeforelle zum Laichen in ihre "alte Heimat" zurück. Ziel dieser Bemühungen ist letztlich, einen sich selbst reproduzierenden Seeforellenbestand zu fördern. Dabei geht es nicht nur um fischereiwirtschaftliche Belange, sondern auch um Erhaltung und Förderung der Biodiversität.

Zerstückelung der Fließgewässer. Seeforellen sind als Wanderfische von jeher besonders den menschlichen Einwirkungen ausgesetzt. Ob im Bodensee oder in den seinen Zuflüssen: Die Zerstückelung der Fließgewässer und stoffliche Einträge in die Gewässer bedrohen die verschiedenen Lebensräume der bis heute stark gefährdeten Fischart. Bis in die 1950er Jahre betrug der Ertrag von Seeforellen im Bodensee im Mittel rund 11.000 Kilogramm pro Jahr. Trotz massiver Besatzmaßnahmen in den See sanken danach die Erträge bis auf einen Tiefstand von nur noch 1556 Kilogramm im Jahr 1985.

In der Zwischenzeit erfolgte zwar wieder eine Erholung der Bestände, doch blieben einige Fragen noch ungeklärt. Der Alpenrhein bildet nebst der Bregenzerach, der Argen und der Goldach den wichtigsten Bodenseezufluss, welcher von der Seeforelle als Laichhabitat selber oder aber als "Wasserstrasse" zu den Laichgründen in anderen Nebengewässern genutzt wird. Auch wenn beim Kraftwerk Reichenau eine "Aufstiegshilfe" für die Seeforelle  geschaffen worden war, so stehen weitere sichernde Maßnahmen noch aus. Denn die natürliche Fortpflanzung der Seeforelle ist damit noch nicht gewährleistet. Durch den Schwallbetrieb der Kraftwerke und die damit verbundene hohe Trübung erhalten Fischeier im verstopften Schotter-Lückenraum zu wenig Sauerstoff, werden bei den täglichen Schwallspitzen mechanisch geschädigt und Jungfische fallen beim Schwallrückgang trocken.

Artenschutzprojekt für die Bodenseeforelle. I m Rahmen des Interreg IV-Programms "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" startete ein Artenschutzprojekt für die Seeforelle im Bodensee und seinen Zuflüssen. Partner des Projekteswaren  die Mitgliedsstaaten der IBKF: die Schweizerische Eidgenossenschaft, mit den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Graubünden, das Fürstentum Lichtenstein, das Land Vorarlberg, der Freistaat Bayern und das Land Baden-Württemberg.

Primäres Ziel dieses Projektes war die Sicherung und Erhöhung des Bestandes der im Bodensee und in seinen Zuflüssen heimischen Seeforelle. Hierzu wurde zuerst untersucht, inwiefern neben dem bereits bekannten Aufstieg der Seeforelle in den Vorder- und Hinterrhein, auch in andere Zuflüsse des Bodensees (z.B. Bregenzer Ach, Laiblach, Argen, Rotach oder Schussen) sowie in den Nebenflüssen des Alpenrheins geeignete Laichgründe vorhanden sind.

Außerdem wurden diese Laichgründe registriert und kartiert, sowie die Fortpflanzungserfolge und die Überlebensraten in den ersten Lebensmonaten überprüft. Damit wurde versucht ein sich selbst reproduzierender Seeforellenbestand zu fördern und zu etablieren, der auch eine fischereiwirtschaftliche Nutzung erlaubt.

Ein Hauptaugenmerk galt daher der erfolgreichen Reproduktion dieser Fischart in den Bodenseezuflüssen Bregenzer Ach, Laiblach, Argen oder auf Schweizer Seite in der Goldach. Hier sollte das Modellprojekt gesicherte Antworten liefern.


Lesestoff. Im Internet gibt es drei gute PDF-Dokumentationen, welche in die Problematik einführen können:

1. Die erste "Die Seeforelle im Bodensee und seinen Zuflüssen: Biologie und Management" aus dem Jahre 2005 zeichnet sich durch eine umfassende Darstellung der Problematik, einschließlich historischer Quellenarbeit bis in die Frühneuzeit aus. So wird dort von Klagen der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg gegen die Herrschaft Feldkrich wegen des Ausfalls der Seeforellenwanderung durch die Errichtung eines Wehrs in der Felsenau im Jahre 1566 berichtet. Ein Beleg dafür, dass einst die Laichwanderung der Seeforelle auch Bludenz erreicht haben musste.

2.  Die zweite Arbeit behandelt die "Laichwanderung der Seeforelle im Alpenrhein" und ist eine Deplomarbeit aus dem Jahre 2007. Hier wurden Seeforellen mit Radiosendern ausgestattet und ihre Wanderung verfolgt. diese Arbeit kommt also der augenblicklichen Untersuchungsabsicht entgegen.

3. Das dritte Dokument berichtet vom "Fischweg KW Reichenau am Alpenrhein (als)
Schlüsselfunktion für die Bodensee-Seeforelle". Beim Kraftwerk Reichenau am Alpenrhein ist eine aufwändige Fischpassanlage 2000 in Betrieb gegangen. Nach einer Unterbrechung von 38 Jahren können nun die Bodensee-Seeforellen wieder vom Bodensee zu den ursprünglichen Laichplätzen im Vorder- und Hinterrhein aufsteigen.


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Donnerstag, 4. Mai 2023

[ #Vorarlberg ] Eislaufen in Vorarlberg: Seegfrörne - Kein Ritt über den Bodensee

Der Konstanzer Hafen bei der "Seegfrörne" 1830 - Bild von Wendelin Moosbrugger (1760–1830) aus Rehmen in Au (Bregenzerwald)

"Es war wie ein Ritt über den Bodensee" ist auch als Redensart erhalten und meint, es sei ein gefährliches Handeln gewesen, dessen Gefährlichkeit erst im Nachhinein bewusst wurde.

Eislaufen gehört neben Ski- und Snowboard fahren zu den beliebtesten Wintersportarten in Österreich. Rund eine Million Menschen nutzen die zahlreichen Eislaufplätze für dieses Wintersportvergnügen. Eislaufen gehört zu den Sportarten, die vor allem das Herz-Kreislaufsystem stärken. Kinder und ältere Menschen trainieren dabei auch ihre Koordination.
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Sonntag, 19. März 2023

[ #Bodensee ] Bodensee – Brutvogelatlas 2000


Ergebnisse der Kartierung für alle 154 Vogelarten, die brütend im Bodenseegebiet registriert wurden.

[Free eBook/PDF] Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Bodensee (OAB) hat in den Jahren 2000-2002 die dritte Brutvogelkartierung im gesamten Bodenseegebiet auf >1200 km2 durchgeführt - unter vollständiger Beibehaltung der methodischen Vorgaben der ersten beiden Kartierungen von 1980-81 und 1990-92. Methodisch werden bei diesen Brutvogelkartierungen alle revieranzeigenden Vögel mittels Linientaxierungen innerhalb eines 2x2km-Gitterfeldes erfasst, wobei nach 5 Kartierungsgängen bis zu 50 Prozent der Gesamtfläche von 4 km² abgedeckt werden.

Im Brutvogelatlas 2000 wird der ermittelte Bestand jeder Vogelart auf die Gesamtfläche hochgerechnet und in Größenklassen an die Koordinatoren übermittelt. Für alle drei Brutvogelkartierungen liegen Ergebnisse aus 303 Gitterfeldern vor. Die Ergebnisse beruhen auf Analysen der Daten der drei Bearbeitungen von 1980/81, 1990-92 und 2000-02, wobei zur Ermittlung der Gesamtbrutbestände die geometrischen Mittelwerte der jeweiligen Größenklassen zugrunde gelegt wurden. Die so berechneten Gesamtbestände entsprechen also nicht exakt ermittelten Brutpaarzahlen sondern fundierten Hochrechnungen. 


In den Kartierungen zeigt sich, dass sich Langstreckenzieher immer weiter aus dem Gebiet zurückziehen, Offenlandvögel fast durchwegs dramatische Bestandseinbußen erlitten haben und Bodenbrüter ebenfalls in den meisten Fällen rückläufige Bestände aufweisen. Die Gesamtartenzahl für das Bodenseegebiet nahm von Kartierung zu Kartierung jeweils leicht zu, dagegen sind die Artenzahl pro Gitterfeld und die Gesamtbestände signifikant rückläufig. Die diesen ausführlicheren Analysen zugrunde liegenden Areal- und Bestandsdaten sowie z.B. auch zur Habitatzuordnung, Zugstrategie und Nistökologie können den Tabellen und Kurztexten entnommen werden.


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Dienstag, 17. Januar 2023

[ #Leiblach ] Der Schieber vom Bodensee: Modellstehen für Dr. Mabuse

Wikimedia: Waldemar Flaig: Porträt Norbert Jacques, 1927

Tatsächlich stammt die Figur des Dr. Mabuse vom Bodensee. Geschrieben hat ihn der luxemburgische Schriftsteller Norbert Jacques, angeblich in nur 20 Tagen im Gasthaus Bad Diezlings in Hörbranz. 

Die Figur entstand als der Schriftsteller nach dem Ersten Weltkrieg auf einer Dampferfahrt über den Bodensee war. Zu dieser Zeit war die Gegend um den Bodensee ein beliebter Umschlagplatz für den in höchster Blüte stehenden Schwarzhandel. Der Autor beobachtete einen Mitpassagier, dessen Statur und Gesicht ihn inspirierten. Im Geiste machte er dann aus dem beobachteten kleinen Schieber mit der berührenden Ausstrahlung einen genialen Großverbrecher um dessen Gestalt herum Geschichten um Geldwäsche, Mädchenhandel, Schmuggel, Diebstahl und Glücksspiel: Dr. Mabuse, der Spieler.


Norbert Jacques
, der Erinder von Dr. Mabuse, bleibt mit dem Bodensee bis ans Lebensende verbunden. Wegen seines Verhaltens während des Ersten Weltkrieges und auch des Nationalsozialismus ist sein Werk nach einer Tabuisierung heute weitgehend unbekannt. Bekannt hingegen ist die Verfilmung des Dr. Mabuse durch Fritz Lang aus dem Jahr 1921. Gemeinsam mit dem Regisseur Fritz Lang bereiste er 1931 die Türkei.

Während des Ersten Weltkrieges fungierte Norbert Jacques dank eines luxemburgischen Passes als Kriegsberichterstatter und veröffentlichte Berichte über den Krieg in Belgien, Holland, Frankreich und England, wobei ihm die Parteinahme für Deutschland in Luxemburg verübelt wurde und Verachtung, Ablehnung und Boykott zur Folge hatte. Ursprünglich meldete sich Norbert Jacques 1914 in Berlin gar als deutscher Kriegsfreiwilliger, wurde aber wegen seiner luxemburgischen Staatsangehörigkeit nicht akzeptiert. Für ihn war Luxemburg als Land zwischen zwei Völkern und zwei Sprachen geprägt von Provinzialismus, Konservatismus und Klerikalismus.

1938 wurde für seine Familie zum Schicksaljahr. Seine Frau Jacques Margerite Samuely war Jüdin aus Wien, eine ehemalige Sekretärin von Arthur Schnitzler. Mit ihr hatte er zwei Töchter: Aurikula und Adeline. Die Eheleute (Ehe seit 1912 nach der Scheidung von der Sachuspielerin Olga Hübner, mit der er seit 1902 verheiratet war) ließen sich scheiden und Margerite emigrierte Anfang 1939 in die USA. Immerhin verschaffte er seinen Töchtern über Luxemburger Freunde die luxemburgische Staatsangehörigkeit, seine jüdische Ehefrau Grete Samuely ging nach der Scheidung ebenfalls via Luxemburg ins amerikanische Exil.

Der Kreis. Vor seiner Auflösung ist er Vorsitzender der über die Grenzen tätigen Künstlervereinigung der Maler und Bildhauer am Bodensee "Der Kreis".  In einem Schreiben an den in Wien tätigen Vorarlberger Bildhauer Albert Bechtold kündigt sich, wenn man so will - seine "innere Emigration" zum nationalsozialistischen Deutschland an. In Ingrid Adamers Buch über Albert Bechtold (Ingrid Adamer: Albert Bechtold 1885-1965. Böhlau Verlag Wien, 2002 - 471 Seiten) finden wir folgenden Satz:
"Fragen Sie nicht allzu verwundert, ob denn 'Der Kreis' überhaupt noch exisitierte. Wenn er auch in den letzten beiden Jahren ein etwas zurückgezogenes Leben geführt hat, so ist sein Lebenswille deswegen noch nicht erloschen. Es liegt an den allgemeinen Verhältnissen, dass wir nicht stärker hervortreten können, mit Ausstellungen, mit Festen und kollegialen Zusammenkünften, wie früher, denn diese inzwischen entstandenen Verhältnisse legen sich würgend auf die für eine internationale Vereinigung wie den 'Kreis' so notwendige Freizügigkeit."
Norbert Jacques selbst konnte sich aber trotz verschiedener Repressalien wie einer 14-tägigen Gestapohaft und eines zeitweiligen Schreibverbots nicht zur Emigration entschließen. 1940 heiratete er  in 3. Ehe in Bregenz Maria Jäger aus der Schweiz.

Im Mai 1940 stellte er sich wiederum in den Dienst der reichsdeutschen Kulturpropaganda in Luxemburg und gab 1941 linientreue Stellungnahmen in deutschen Zeitungen zur Luxemburg-Frage ab. Für 20 Tage war er in Sigmaringen im Jahr 1945 gar Bürgermeister. Nach 1945 wurde er der Kollaboration, germanophiler Hetze, Denunziation und des Landesverrats bezichtigt. Es folgte eine viermonatige Untersuchungshaft im Staatsgefängnis und schließlich, ohne offizielle Anklageerhebung, eine Ausweisung im Juli 1946. Er verbrachte danach bis zu seinem Tode sein Leben im wesentlichen auf dem Bauernhof in Schlachters in Sigmarszell im deutschen Teil des Leiblachtales. Beerdigt ist Norbert Jacques auf dem Friedhof von Schlachter.


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Freitag, 21. Oktober 2022

[ #Vorarlberg ] Neozoen in Vorarlberg – Neubürger im Tierreich


300 Arten gelten in Österreich als etablierte Neozoen - umgangsprachlich "integrierte Migranten".

Die Tierwelt hat sich im Laufe der Erdgeschichte immer wieder verändert, und es ist Teil der Evolution, dass Tiere neue Lebensräume besiedeln. Allerdings hat der Mensch diese Prozesse so beschleunigt, dass biologische Invasionen heute weit reichende ökologische und wirtschaftliche Folgen haben. Manche neuen Arten wurden absichtlich zur Nutzung eingeführt (zB Bisamratte, Regenbogenforelle), andere sind ungewollt entkommen und verwildert (zB Waschbär, Nutria), wurden unabsichtlich verschleppt (zB Wandermuschel, Körbchenmuschel, Wollhandkrabbe) oder konnten vom Menschen neu geschaffene Ausbreitungswege nutzen (zB Schwebgarnele).

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Mittwoch, 31. August 2022

[ #Bodensee ] Die Vogelwelt um dem Bodensee


Birding Germany ist ein kostenloses Informationsservice (nicht nur) für Vogelbeobachter. 

Ziel ist es, die Nutzer dieser Seite hinsichtlich der vorgestellten Gebiete mit optimalen, d.h. aktuellen und detaillierten Informationen vor allem zu Beobachtungsmöglichkeiten zu versorgen. Hinsichtlich des Bodensses ist dies mit Sicherheit gelungen.

Für die acht (Vogel-)Naturschutzgebiete um den Bodensee werden Vogelarten und Lebensräume vorgestellt. Es werden nicht nur die offiziellen Infos gereicht, sondern auch Pläne und Anfahrtswege kundgetan, die besten Beobachtungszeiten dargelegt und über die regionalen und saisonalen Besonderheiten der Vogelwelt informiert. Für eine Reihe von Vögeln gibt es Spezialinformationen. Das Vorarlberger Rheindelta ist besonders umfassend und sorgsam beschrieben.

Wer sich nicht mit der Vogelwelt des Bodensees begnügen will kann über die Hauptseite weitere deutsche Vogel(schutz)gebiete auf dieselbe Weise in Augenschein nehmen.


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[ #Bodensee ] Bodenseeregion: eine aus Feuer, Eis und Wasser geformte europäische Landschaft


Die Region rund um den BODENSEE ist eine der vielseitigsten Landschaften in Europa. 

Die Region rund um den BODENSEE ist eine der vielseitigsten Landschaften in Europa. Das gesamte Wassereinzugsgebiet vonAlpenrhein, Bodensee und Hochrhein bietet ein nahezu unerschöpfliches Potenzial an Erlebnis- und Wissensstrukturen.

Die Bodenseeregion hat eine unglaubliche Vielfalt von Landschaften auf kleinem Raum: im Süden ragen die zackigen Gipfel der Alpen auf, im Westen die bizarren Formen der Hegauberge. Das Alpenvorland wird durch einen weit gespannten Moränenbogen vom Allgäu über Oberschwaben bis fast zur Donau und nach Schaffhausen umschlossen. In der Mitte dominiert der Bodensee mit dem Alpenrhein, der wie ein Baumstamm in den Alpenkörper hineinragt, und dem Hochrhein, der über den grössten Wasserfall Europas den Bodenseeraum wieder verlässt.

Eine illustrierte Broschüre mit Hinweisen und Informationen zur geologischen Landschafts- und Entstehungsgeschichte der Bodenseeregion steht zum Download online.


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Lohnt sich ein Download. Ein schneller Blick auf den Inhalt sagt mehr:
Eiszeit“ am Bodensee! U2
Die REGIO BODENSEE, eine aus Feuer, Eis undWasser geformte europäische Landschaft 1
Ätna und Vesuv am Bodensee 2
Nur vier Meter für die Menschheitsgeschichte 3
Vom Hegau zum Säntis – das Verbreitungsgebiet der Molasse 4
Haiwarnung am Bodensee! 6
Safari zu Säbelzahnkatzen und Zwergpferden. 7
Sintflut am Untersee und der versteinerte Riesensalamander von Öhningen 8
Von Wetzsteinen und falschem Granit 9
Der Alpstein – vielleicht „das schönste Gebirge der Welt“ 10
Von Schluchten, Bergstürzen und Afrika im Alpenrheintal 12
Von heißem, schwarzem, braunem und echtem Gold 13
Meine Reise mit dem Gletscher 14„
Die mit dem Rentier lebten ...“ 17
Das Findlingsgedicht und Geschichten über den „Mörder“, „Salz-“ und „Öpfelfresser“ 18
Enge Tobel, wilde Schluchten 19
Wir wandern durch ein breites, namenloses Tal 19
Das thurgauische Seebachtal und seine drei Gletscherstauseen 20
Bodenseerheintal – Rheintalbodensee 21
Die „Rheinnot“ und die Zähmung des größten„Wildbachs“ von Europa 22
Das Rheindelta 23
Vom größten Wasserfall Europas 24Reise entlang der Thur 25
Lebend gebärende Pflanzen, Schneckeninseln und andere Strandkuriositäten 26
Wasser, Wasser überall 28
Von blinden Augen, fleischfressenden Pflanzen und bodenlosen Untiefen 29
Von Kristallen, Altsteinzeitmenschen, Höhlenbären und einem Schneckenloch 31
Wo geheimnisvolle Quellnymphen tanzen 32
Landschaft: ein Buch mit sieben Siegeln? – Ein fiktives Interview 34
Trinkwassergewinnung früher und heute 35

Dienstag, 23. August 2022

[ #Rheintal ] Vom Rheinursprung zum Bodensee

Eine das ganze Tal in der Längsrichtung durchziehende Hauptroute.

"Zur Strukturierung jedes Wanderwegenetzes gehört die Unterscheidung von übergeordneten und lokalen Routen. Für einen Grenzraum stellen sich darüber hinaus Fragen nach dem Verlauf von grenzübergreifenden Hauptrouten.

Mit solchen internationalen Verbindungen wird das Alpenrheintal derzeit durch die 'Via Alpina' und drei das Tal in Richtung Einsiedeln querenden Routen nur in Teilbereichen berührt. Was noch fehlt, ist eine das ganze Tal in der Längsrichtung durchziehende Hauptroute" beginnt Helmut Tiefenthaler den Diskussionsentwurf. Faktisch schlägt er hier einen Kulturwanderweg durch drei Länder vor. Ein wunderschöner Entwurf, dessen Realisierung, d.h. Erwanderung eigentlich nicht warten sollte.

Helmut Tiefenthaler: Routenstudie für einen Rheintalwanderweg Graubünden – Liechtenstein – Vorarlberg

Inhalt
1. Diskussionsentwurf für eine Rheintal-Hauptroute
2. Räumliche und kulturgeschichtliche Voraussetzungen
2.1 Vielgestaltige Landschaften am jungen Rhein
2.2 Eine historische Hauptroute des Nord-Südverkehrs
2.3 Ein Kulturweg durch drei Länder
3. Routenvorschlag
3.1 Verknüpfung vorhandener Wanderwege
3.2 Etappenorte, Höhenunterschiede und Gehzeiten im Überblick
3.3 Teilstrecken mit Varianten
5. Möglichkeiten der Konkretisierung

Helmut Tiefenthaler. Helmut Tiefenthaler verdanken wir ausgezeichnete Beschreibungen der Pilgerwege von und durch Vorarlberg nach Einsiedeln und eine historische Einleitung. Dr Helmut Tiefenthaler, geb. 1941, Studium der Geografie, Geschichte und Philosophie, entwickelte bis 2001 im Dienst des Landes das Vorarlberger Wanderwegekonzept und gilt als einer der besten Kenner des Landes. Buchveröffentlichtungen u.a.: "Wege in die Vergangenheit in Vorarlberg" (2. Auflage 2008), "Wege in die Vergangenheit im Alpenrheintal" (2007), "Vorarlberg – Winterwanderungen" (2. Aufl. 2007) und "Wege in die Natur in Vorarlberg" (2008).


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Mittwoch, 10. August 2022

[ #Bodensee ] Alte Kernobstsorten im Bodenseeraum



Alte Obstsorten findet man fast nur noch in den Streuobstwiesen. 

Früher wurden sie für die verschiedensten Verwendungszwecke wie Mosten, Brennen, Dörren oder Kochen ausgelesen und vermehrt. So entstand eine große Sortenvielfalt. Durch die Veränderungen im Obstbau und von Verbrauchergewohnheiten wurden sie im Erwerbsanbau von neuen Sorten verdrängt. Heute steht die Produktion von Tafelobst im Mittelpunkt. Die zahlreichen alten Sorten mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften sind aber nicht nur wertvolles Kulturerbe, sie werden auch weiterhin für die Vielfalt in den Streuobstwiesen und für zukünftige Züchtungen benötigt.

Im Interreg IIIA-Projekt der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg, Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz "Erhaltung alter Kernobstsorten im Bodenseeraum" wurde das in der Bodenseeregion noch vorhandene Sortenspektrum bei Apfel und Birne inventarisiert und es wurden gemeinsam Maßnahmen zur Sortenerhaltung erarbeitet.

Erfassung. Dank dieser grenzüberschreitenden Zusammenarbeit konnten 640 Apfel- und Birnensorten des Bodenseeraums erfasst und charakterisiert werden. Gemeinsam wurden Strategien zur Erhaltung gefährdeter Sorten erarbeitet und umgesetzt, damit die Sortenvielfalt als wichtige Ressource für die Zukunft erhalten bleibt.

Dokumentation. Fast drei Viertel der Sorten sind gefährdet oder bedingt gefährdet, sie stehen oft nur noch in einzelnen alten Exemplaren in den Streuobstbeständen. Insgesamt konnten in der Projektregion 253 Birnensorten und 387 Apfelsorten sicher bestimmt werden. Für 250 vorher sicher bestimmte Apfelsorten und 53 Birnensorten wurde ein "genetischer Fingerabdruck" erstellt, der nun als untrügliches Referenzmuster zur Verfügung steht. Die Ergebnisse sind ausführlich im Endbericht dokumentiert.

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Montag, 4. Juli 2022

[ #Bodensee ] Ornithologische Artenliste für den Bodensee online


Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Bodensee (Konstanz) hat eine Liste der bislang nachgewiesenen 412 Vogelarten (einschliesslich 50 als Gefangenschaftsflüchtlinge eingestufte Arten) rund um den Bodensee auf ihrer Website in einer Art Lexikon online gestellt.



Das "Lexikon" kann als Artenliste alphabetisch und systematisch durchsucht werden. Zu den Arten sind Vorkommen, Besonderheiten und auch Bildmaterial der mitwirkenden User veröffentlicht. Ein selten schönes und umfassendes Werk, welches das Engagement der Vogelschützer belegt, die Möglichkeiten von Crowsourcing in der Naturschutzarbeit praktisch belegt und eine Menge Information leistet.

Vögel schauen. Die Ornithologen werben auf der Website auch um neue Interessenten und mögliche Mitarbeiter in einer unaufdringlichen Form, indem sie die Möglichkeit die Vögel am Bodensee zu beobachten einfach machen. Sie stellen die Naturschutzgebiete rund um den Bodensee vor, wo man schon mit einem einfachen Spaziergang erste "ornithologische" Erfahrungen sammeln kann.

Wer sich weiter in die Thematik vertiefen will, dem steht die fortlaufend ergänzte Liste der von den Vogelfreunden gemachten Beobachtungen mit Tag und Bebochtungserfolg je Ort alphabetisch zur Verfügung. Sie machen aber auch auf die Beeinträchtigungen der Vogelwelt aufmerksam, die gerade für das Gebiet des Rheindeltas nicht unbeträchtlich sind. Die Neo-Ornithologen sind daher auch aufgerufen, bei ihren Spaziergängen und Beobachtungen selber keine weiteren zusätzlichen Beeinträchtigungen zu leisten.

Beachten. Eigentlich weitgehend Selbstverstandlichkeiten für den Naturbeobachter, trotzdem seien hier die Benutzungsregeln des Naturschutzvereines Rheindelta für die Besucher nochmals ausdrücklich zitiert:
  • Bitte verlassen Sie die Wege nicht.
  • Bitte führen Sie ihren Hunde an der Leine.
  • Reiten ist im gesamten Naturschutzgebiet verboten.
  • Parken ist nur auf den gekennzeichneten Parkplätzen erlaubt.
  • Feuer sind nur an den ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt.
  • Bitte betreten Sie das Schilfröhricht und die vorgelagerten Wasserflächen nicht.
  • In der Lagune gilt ein generelles Angelverbot.
  • Schwimmen ist nur an den ausgewiesenen Stellen erlaubt.
  • Die Sand- und Schlickflächen im Mündungsgebiet des neuen Rheins dürfen nicht betreten werden. Boote dürfen hier nicht anlanden.
  • Der Damm darf zwischen 23.00 und 5.00 Uhr nicht betreten werden.
  • Das Campen ist nur an den dafür ausgewiesenen Plätzen erlaubt.
  • Genaue Informationen finden sich auch auf den Orientierungstafeln im Gebiet.

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Donnerstag, 16. Juni 2022

[ #Bodensee ] Klimawandel am Bodensee

Ein Interreg IV-Forschungsprojekt von 2011 – 2015.

Der globale Wandel des Klimas zeigt sich deutlich im Anstieg der Temperaturen. Schon das Jahr 2014 war bis dahin weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen.

Auch die Bodenseeanrainer Deutschland, Österreich und die Schweiz verzeichneten einen neuen Temperaturrekord. Die Erwärmung zeigt sich auch im Bodensee, dessen Oberflächenwasser zwischen 1990 und 2014 im Durchschnitt um 0,9 °C wärmer war als von 1962 bis 1989. Folgen der höheren Temperaturen sind beispielsweise eine Verschlechterung der winterlichen Durchmischung des Sees und somit Veränderungen im Nachschub von Sauerstoff in die tieferen Wasserschichten.


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Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung 6
2. Das Forschungsprojekt „Klimawandel am Bodensee“ (KlimBo) 12
3. Klimatische Veränderungen 16
3.1. Die Folgen des Klimawandels 16
3.2. Klimaveränderungen in der Bodenseeregion 17
3.3. Klimamodelle und Szenarien 18
3.3.1. Überprüfung regionaler Klimamodelle auf Veränderungen 18
 der Temperatur und Niederschlagsereignisse
 3.3.2. Verwendete Szenarien und Methoden 19
4. Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf Wasseraustauschprozesse 22
und die Wasserqualität des Bodensees
4.1. Wie sich Flusswasser im See ausbreitet 22
 4.1.1. Messungen und Simulationen an der Bregenzerach 22
 4.1.2. Bedeutung der Schwebstoffe für die Einschichtung des Alpenrheins 25
 4.1.3. Simulationen zur Flusswasserausbreitung im See bei Hochwasserereignissen 28
 4.1.4. Flusswasserausbreitung in einer ausgedehnten Flachwasserzone: 32
 Simulationen zur Schussen
4.2. Seeinterne Austauschprozesse 36
4.2.1. Einfluss des Windes auf die vertikale Durchmischung 36
 4.2.2. Aufenthaltsdauer des Wassers in der Flachwasserzone 39
 4.2.3. Horizontale Unterschiede in der winterlichen Auskühlung des Sees 42
 4.2.4. Winterliche Auskühlungs- und Durchmischungsprozesse und deren 46
 Beitrag zum Tiefenwasseraustausch
4.2.5. Wie häufig erneuert sich das Tiefenwasser? 50
4.3. Wie sich Austausch- und Durchmischungsprozesse auf die 55
 Wasserbeschaffenheit auswirken
4.3.1. Spurenstoffe im Bodensee und seinen Zuflüssen 56
 4.3.2. Spurenstoff-Simulationen 61
 4.3.3. Sauerstoff 68
 4.3.4. Phosphat 74
 4.3.5. Nitrat 76
 4.3.6. Phytoplankton 77
4.3.7. Einfluss von Neozoen auf das Phytoplankton am Beispiel der 78
 Dreikantmuschel Dreissena
5 KlimBo – Klimawandel am Bodensee
Inhaltsverzeichnis
5. Risikobewertung klimatischer Einflüsse auf die Trinkwasserversorgung 82
aus dem Bodensee
5.1. Ziele der Literaturstudie 82
5.2. Mögliche Folgen des Klimawandels für Wasserversorgungsunternehmen 82
5.3. Handlungsoptionen und Anpassungsmaßnahmen 86
5.4 Klimaveränderung und Trinkwasser: ein langfristiger Anpassungsprozess 95
6. Wärmehaushalt und Wärmenutzung von Seen 96
6.1. Anthropogene Temperaturveränderungen von Gewässern 97
 6.1.1. Quellen thermischer Belastung von Gewässern 98
 6.1.2. Beispiele der Auswirkung von Wärmenutzungen auf Seen 100
6.1.3. Auswirkungen auf aquatische Biota 102
6.2. Der Wärmehaushalt des Bodensees 105
 6.2.1. Das Modell zur Berechnung der Wärmebilanz des Bodensees 105
 6.2.2. Das Turbulenzmodell 108
6.3. Auswirkungen einer thermischen Nutzung des Bodensees 109
 6.3.1. Simulationen zur Wärmenutzung für den Gesamtsee 109
6.3.2. Temperaturen im Nahfeld 111
 6.3.3. Temperaturen im Fernfeld 114
6.4. Schlussfolgerungen und Handlungsanleitungen zur Wärmenutzung 118
 6.4.1. Erkenntnisse aus der seeweiten Modellierung 118
 6.4.2. Natürliche und künstliche Temperaturvariationen im See 119
 6.4.3. Fallbeispiele zur Rückgabe von erwärmtem Kühlwasser 122
 6.4.4. Fallbeispiele zur Rückgabe von abgekühltem Seewasser 125
 6.4.5. Empfehlungen zur Wärmenutzung 126
7. Bewertung und Ausblick 128
8. Literatur und Referenzen 130
9. Liste der vorhandenen „blauen“ IGKB-Berichte 134

Montag, 13. Juni 2022

[ #Fußach ] Naturschutzgebiet: Rheindelta - Rohrspitz - Rheinspitz


Als Rheindelta wird das dreieckförmige Gebiet bezeichnet, das aufgrund der Rheinregulierung zwischen dem ursprünglichen Alten Rhein (Grenze Österreich-Schweiz), dem Neuen Rhein und dem Bodensee entstanden ist.

Feucht- und Vogelbrutgebiet. Das Naturschutzgebiet Rheindelta in Vorarlberg ist das größte Feuchtgebiet am Bodensee und reicht von der Mündung des alten Rheines an der Schweizer Grenze über die Mündung des neuen Rheines bis zur Dornbirner Ach in Hard. Es liegt auf den Gemeindegebieten von Höchst, Fußach, Gaißau und Hard und hat eine Fläche von ca. 2.000 ha. Da auch die angrenzenden Wasserflächen unter Schutz gestellt wurden, sind knapp zwei Drittel des rund 2000 ha großen Schutzgebietes Teil des Bodensees. Die Naturschutzaktivisten zählen im Naturschutzgebiet Rheindelta rund 3000 Tier- und Pflanzenarten. Europaweite Beachtung hat das Rheindelta als ein bedeutendes Brut- und Rastgebiet für rund 330 Vogelarten.


Mensch und Natur. Zwei Eingriffe haben bis heute großen Einfluss auf das Schutzgebiet: Die Regulierung des Alpenrheins und die Eindeichung. Seit 1900 wird der Rhein durch den Fußacher Durchstich in die Harder-Fußacher Bucht geleitet, was zu großflächigen Veränderungen geführt hat. Und seit der Eindeichung Ende der 1950er / Anfang der 1960er Jahre wird der Wasserstand in einem rund 250 ha großen Teilbereich des Schutzgebietes künstlich reguliert, wodurch sich Vegetation und Fauna negativ verändert haben.

Natura Trail Rheindelta. Im Rheindelta wurde am 6. Juni 2010 ein Naturatrail der Naturfreunde eröffnet. Der Natura Trail soll das Naturerleben im Gebiet fördern und zugleich die lokale Bevölkerung wie auch Gäste für gefährdete Arten und Lebensräume sensibilisieren und zu einem bewussten und rücksichtsvollen Aufenthalt in der Natur animieren.


 [Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒ 

Donnerstag, 21. April 2022

[ #Bodensee ] Eine bunte artenreiche Bodenseelandschaft

"Blühender Bodensee" will am Bodensee eine reich strukturierte, blühende und artenreiche Landschaft. Die Startaktion ist längst (ab)gelaufen. Doch das Anliegen ist geblieben. 

Eine blütenreiche und insektenfreundliche Landschaft ist nicht nur ökologisch wertvoller. Sie bietet auch mehr Lebensqualität für uns Menschen und einen attraktiven Mehrwert für Naherholung und Tourismuswirtschaft. Das Projekt "Blühender Bodensee" will dazu beitragen, dass Besucher und Bewohner am Bodensee eine reich strukturierte, blühende und damit artenreiche Landschaft vorfinden.

Artenschutz fängt vor der Haustüre an. Durch die Ausräumung und Versiegelung der Landschaft gehen viele Arten unwiederbringlich verloren. Intensive Landwirtschaft, Pestizideinsatz und Monokulturen tun ihr übriges. Doch auch viele Klein- und Ziergärtner dulden keine biologische Artenvielfalt. Möglichkeiten und Maßnahmen, wie die Bodenseelandschaft wieder bunter und attraktiver gestaltet werden kann, gibt es mehr als genug. Blühende Landschaften müssen nicht teurer sein als Einheitsgrün - blühende Äcker nicht unrentabler als Monokulturen.

Netzwerk Blühender Bodensee. Die Broschüre Netzwerk Blühender Bodensee gibt Tipps und Hinweise, was Landwirte und Gärtner, Kommunen, Straßenbauämter, Unternehmer und Gartenbesitzer für eine bunte Bodenseelandschaft machen können. Der Flyer steht hier zum Download bereit. Wer es ganz genau wissen will, den verweisen die Projektoren auf Handlungsempfehlungen und praxisorientierten Merkblätter.

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 [Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒