Samstag, 25. März 2017

[ #Dornbirn ] Die Zirbe in Vorarlberg

Naturschutzinformation Land Vorarlberg ©VLK
Almrodungen und die Übernutzung für Schnitzereien haben die Zirbe auf kleine schwer zugängliche Gebiete zurückgedrängt.


Zirbe auf der Alpe Süns
© Dornbirn Lexikon
Dornbirn-Mellental. "Etwa 150 Jahre alt ist dieser 10 m hohe Baum an der Oberkante des Steilabfalls, der die Alpe Süns von der Alpe Hintermellen trennt (einige Meter nördlich der Materialseilbahn Hintermellen-Süns). Im Gemeindegebiet wachsen Zirben vereinzelt im hinteren Mellental" verweist das "Dornbirn Lexikon" im Internet auf einen einst häufigen und wertvollen Baum der Alpen.

Neben diesem spärlichen Dornbirner Vorkommen werden dort noch geringe Bestände in der Silvretta genannt. Zirbenwaldreste werden auch noch im Bereich von Warth Schröcken (Ochsenkopf) und fragmentarische Reste eines Lärchen-Zirbenwaldes sollen auch noch im Silbertal (Dürrwald) vorhanden sein.

Sie ist in den westlichen Inneralpen (Ötztal, Hohe Tauern, Seetaler Alpen, Engadin, Wallis) auf 1400 bis 2500m verbreitet. Kleinere Vorkommen gibt es auch in der Hohen Tatra und in den Karpaten.

Naturschutz Vorarlberg © VLK
Die Zirbe. Die Zirbe (pinus cembra) gehört zur großen botanischen Familie der Kiefern. Schwerpunkt des Vorkommens in den Alpen ist die subalpine Stufe der Zentralalpen.Die Zirbe - auch Zirbelkiefer oder in der Schweiz Arve genannt - erhielt ihren Namen vor etwa 500 Jahren. 

Er soll sich aus dem Mittelhochdeutschen ableiten und mit dem Wort "wirbeln" oder der mittelhochdeutschen Bedeutung für "sich im Kreis drehen" verwandt sein. Bereits in römischer Zeit wurde der Zirbe große Bedeutung als Fruchtbarkeitssymbol und auch Symbol für Unsterblichkeit zuteil. 

Sie ist angeblich seit der letzten Eiszeit im Alpenraum heimisch. Wegen dem Vorkommen im hochalpinen Raum gilt die Zirbe auch als die “Königin der Alpen”. Sie ist eine "Schlussbaumart" und wächst höher als alle anderen Baumarten hinauf und ist ein mittelgroßer bis großer Baum der eine Höhe von 20 bis 30 Meter erreichen kann.Das besondere Holz ist das leichteste aller heimischen Nadelholzarten und bezeichnend sind die zahlreichen dunklen Äste.

Naturschutz. Heute ist die Zirbe sehr selten geworden und international wenig weit verbreitet. Sie gedeiht bis hinauf in große Höhen. Zirben wachsen sehr langsam. 50 Jahre alte Zirben sind oft erst zwei Meter hoch und blühen erst im Alter von 60 bis 70 Jahren. Sie sind auch sehr sturmfest und werden bis zu 1000 Jahre alt. In einigen Bundesländern ist die Zirbe geschützt. Es dürfen nur einige Zweige mitgenommen werden.

In Vorarlberg ist die Zirbe vollkommen geschützt und darf nicht beeinträchtigt werden.

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