Dienstag, 21. Januar 2014

Biotope in der Gemeinde Bezau

Der Besucher ist angehalten, zur Respektierung geschützter Arten, die nicht gepflückt oder ausgegraben werden dürfen, beizutragen. In den allermeisten Fällen ist eine Verpflanzung in den eigenen Garten ohnedies nicht erfolgreich, da gerade die gefährdeten Arten spezielle Standortsansprüche besitzen, die im Garten nicht gegeben sind. 

Die öffentliche Verwaltung hat bereits das Pflanzenschutzgebiet „Hochifen und Gottesackerwände“ und das Naturdenkmal „Höllenpark“ als schutzwürdig augewiesen. Ebenso dürfen die Renaturierung des Grebauer Mooses im Zuge eines Zusammenlegungsverfahrens mit der Schaffung einer 5,1 ha großen Kernzone mit ausschließlich extensiver Nutzung und mit Abtrennung der Drainagerohre im Randbereich der Kernzone und Anhebung des Grundwasserstandes erwähnt werden.

Drei Kostbarkeiten der Gemeinde Bezau: 

Unter BIOTOP wird in diesem Inventar der Standort einer in sich mehr oder weniger geschlossenen Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren verstanden. Klassisches Beispiel für einen Biotop wäre etwa ein Weiher, es  kann aber genauso ein Waldstück, eine Wiese etc. sein.
  • Sumoos (20417). Vorkommen der vom Aussterben bedrohten Arten Moor-Birke (Betula pubescens), Draht-Segge (Carex diandra), Zweihäusige Segge (Carex dioica), Langblatt-Sonnentau (Droseraanglica) und Sumpf-Tarant (Swertia perennis), der stark gefährdeten Arten Blasensimse (Scheuchzeria palustris) undKleiner Wasserschlauch (Utricularia minor), der gefährdeten Arten Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Schlamm-Segge (Carex limosa), Wenigblüten-Segge (Carex pauciflora), Fleischfarbenes Fingerknabenkraut (Dactylorhiza incarnata), Geflecktes Fingerknabenkraut (Dactylorhiza maculata), Rundblatt-Sonnentau (Drosera rotundifolia), Sumpf-Weidenröschen (Epilobium palustre), Fieberklee (Menyanthes trifoliata), Sumpf-Läusekraut (Pedicularis palustris), Blutauge (Potentilla palustris), Weiße Schnabelbinse (Rhynchospora alba) und Gewöhnliche Moor-Preiselbeere (Vaccinium oxycoccos) sowie der seltenen Arten Schnabel-Segge (Carex rostrata), Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile),Scheiden-Wollgras (Eriophorum vaginatum) und Trollblume (Trollius europaeus), Vorkommen der Gebirgsstelze. (Motacilla cinerea).
  • Halderhof (20418). Vorkommen der vom Aussterben bedrohten Arten Sumpf-Straußgras (Agrostis canina), Langblatt-Sonnentau (Drosera anglica), Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia) und Tarant (Swertia perennis), der stark gefährdeten Arten Dorn-Wurmfarn (Dryopteris carthusiana) und Blasensimse (Scheuchzeria palustris), der gefährdeten Arten Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Schlamm-Segge  (Carex limosa), WenigblütenSegge (Carex pauciflora), Fleischfarbenes Fingerknabenkraut (Dactylorhiza incarnata), Geflecktes Fingerknabenkraut (Dactylorhiza maculata), Rundblatt-Sonnentau (Drosera rotundifolia), Sumpf-Weidenröschen (Epilobium palustre), Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris), Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea), Fieberklee (Menyanthes trifoliata), Sumpf-Läusekraut (Pedicularis palustris), Blutauge (Potentilla palustris), Weiße Schnabelbinse (Rhynchospora alba), Ohr-Weide (Salix aurita), AlpenHaarbinse (Trichophorum alpinum), Gewöhnliche Moor-Preiselbeere (Vaccinium oxycoccos) und Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica), sowie der seltenen Arten SchnabelSegge (Carex rostrata), Breitblättriges Knabenkraut(Dactylorhiza majalis), TeichSchachtelhalm (Equisetum fluviatile), Scheiden-Wollgras (Eriophorum vaginatum), Sumpf-Labkraut (Galium palustre), Kröten-Simse (Juncus bufonius) und Trollblume (Trollius europaeus).
  • Moos auf Halder Hochalpe (20423). Vorkommen der gefährdeten Arten Fieberklee (Menyanthes trifoliata), SumpfLäusekraut (Pedicularis palustris) und Blutauge (Potentilla palustris) sowie der seltenen Arten Schnabel-Segge (Carex rostrata), Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile) und Sumpf-Labkraut (Galium palustre). Durch zeitweilig wassergefüllte Schlenken auch als  Amphibienlaichplatz bedeutsam (reicher Besatz von Kaulquappen).
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Inhalt 
Seite
Einführung  5
– Kurzer Rückblick und Ausblick  5
– Was ist ein Biotop?  6
– Wann gilt ein Biotop als BESONDERS SCHUTZWÜRDIG? 7
Gemeindebericht  9
– Allgemeine Angaben zur Gemeinde  9
– Biotopausstattung  10
– Schutzstatus der Biotopflächen  11
– Verbindung zu angrenzenden Gemeinden  12
– Drei Kostbarkeiten der Gemeinde  13
Sumoos (20417)  13
Halderhof (20418)  15
Moos auf Halder Hochalpe (20423)   17
– Kurzdarstellung der weiteren Biotopflächen 18
Wilbigerschrofen und Fluh (20401)  18
Labriese (20402)  19
Alpe Wildmoos (Vielmoos) (20403)  20
Stonger Moos (20404)  21
Sammere und Gersertobelalpe (20405)  23
Grebauer Moos (20406)  25
Seevorsäß (20407)  27
Heuhütte im Rinsgrund (20408)  28
"See" südlich Maktobelvorsäß (20409)  29
Hinteregger Litten (20410)  30
Hinteregg Vorderteil-Vorsäß (20411)  31
Hohekopf (20412)  32
Schönenbach (20413)  33
Stepfe und Luomkehnergraben (20414)  34
Metzabühl und Schwefelgüntle (20415)  35
Hänsler Vorsäß (20416)  36
Ried (Unterspitzalpe) (20419)  37
Unterer Gunten und Almisgunten (20420)  38
Sulzrieder bis Gorba (20421)  39
Krüz (20422)  41 Seite
Grappa, Stiermähdle (20424)  42
Subersach (20425)  43
Streuemähder unter der oberen Unterspitzalp (20426) 44
– Gefährdungen  45
– Empfehlungen für Schutz und Erhalt  49
Was wurde bisher getan  49
Was kann die Gemeinde tun für …  49
Was kann der Einzelne tun für …  52
Artenliste  56

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