Freitag, 17. März 2017

[ #Großes Walsertal ] Der Biosphärenpark Großes Walsertal im Klimawandel


Eine Diplomarbeit an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg wurde von Christina Geils eine Diplomarbeit zum Thema "Handlungsfeld Klimawandel im Alpenraum. Das Beispiel Biosphärenpark Großes Walsertal in Österreich" geleistet.

Die Arbeit steht als PDF-Datei online. Wir zitieren aus dem Fazit: Ziel der Arbeit war zu untersuchen, inwieweit in dem Untersuchungsgebiet Anzeichen eines Klimawandels festzustellen sind. Darüber hinaus sollte beantwortet werden, in welcher Form darauf reagiert werden kann. Als Beispiel für den Alpenraum wurde dazu das Große Walsertal in Österreich gewählt. Begründet wird die Auswahl dadurch, dass sich das Gebiet durch die UNESCO Biosphärenpark-Zertifizierung als eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung auszeichnet. In diesem Sinne ist das Große Walsertal besonders für die Untersuchung geeignet und kann als mögliches Experimentierfeld dienen, um den Einfluss und die Auswirkungen zu verfolgen und aufzugreifen. Der thematische Schwerpunkt der Arbeit lag auf den Bereichen der Land- und Forstwirtschaft, dem Tourismus sowie den Naturereignissen.

Als zentrales Untersuchungsergebnis ist festzustellen, dass im Großen Walsertal bisher nur vereinzelt Anzeichen für den Klimawandel in den verschiedenen Bereichen erkennbar sind. Dabei zeigt sich, dass die Bereiche Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus und Naturereignisse in unterschiedlichem Umfang betroffen sind.
Als besonders stark vom Klimawandel betroffen zeigte sich in der Untersuchung Handlungsfeld Klimawandel im Alpenraum die Landwirtschaft. Erschwerte Bedingungen bei der Ernte infolge extremerer Witterung sowie eine Verlängerung der Vegetationsperiode durch längere Warmphasen wurden ermittelt.
Die drei anderen Bereiche hingegen zeigen sich nach Expertenansicht als weitgehend nicht beeinflusst. Sie stellen fest, dass in der Forstwirtschaft durch erhöhte Temperaturen ein vermehrtes Vorkommen von Schädlingen zu beobachten ist. Gleichzeitig wird ein stärkeres Wachstum der Bäume, insbesondere der Laubbäume, in höheren Lagen verzeichnet. Der Tourismus ist anhand der Ergebnisse von erkennbaren Auswirkungen des Klimawandels betroffen, die nur eine geringe Beeinflussung bedingen. Im Winter ist die natürliche Schneesicherheit, obgleich sich die Schneegrenze nach oben verschoben hat, bisher ausreichend gegeben. Folglich finden noch keine alternativen Bemühungen, touristische Angebote unabhängiger vom Faktor Schnee zu gestalten, statt. Im Bereich der Naturereignisse zeigten sich bei der Auswertung nur geringe Anzeichen eines möglichen Klimawandels. Die recht hohe Dichte an Verbauungsmaßnahmen bietet dem Tal Schutz vor Naturgefahren. Als Begründung für die insgesamt verhältnismäßig geringen Anzeichen wurde die Naturbelassenheit und die Ursprünglichkeit des Großen Walsertals ermittelt.

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1. EINLEITUNG 1

2. KLIMAWANDEL 4
2.1. Klimageschichte 4
2.2. Ursachen einer Klimaveränderung 6
2.2.1. Natürliche Klimaänderungen 6
2.2.2. Anthropogene Klimaänderungen 8
2.3. Zukunftsperspektiven 9
2.4. Klimapolitik 12

3. BIOSPHÄRENPARK GROßES WALSERTAL 15
3.1. Lage und Naturraum 15
3.1.1. Geologie 17
3.1.2. Klima 18
3.1.3. Landschaftsmerkmale 19
3.2. Siedlungsgeschichte 21
3.3. Wirtschaft 22
3.4. UNESCO-Biosphärenparke 23
3.4.1. Historische Entwicklung 24
3.4.2. Aufgaben und Ziele 26
3.4.3. Zonierung 29

4. AUSWIRKUNGEN DES KLIMAWANDELS 32
4.1. Landwirtschaft 33
4.2. Forstwirtschaft 36
4.3. Tourismus 38
4.4. Naturereignisse 42

5. METHODIK UND VERLAUF DER UNTERSUCHUNG 45
5.1. Hypothesen 46
5.1.1. Landwirtschaft 46
5.1.2. Forstwirtschaft 47
5.1.3. Tourismus 47
5.1.4. Naturereignisse 48
5.2. Methodische Vorgehensweise 48
5.2.1. Leitfadengestützte Experteninterviews 48
5.2.2. Durchführung und Verlauf der Interviews 51
5.2.3. Transkription 53
5.2.4. Qualitative Inhaltsanalyse 54
5.3. Klimadaten 57

6. ERGEBNISSE 58
6.1. Landwirtschaft 58
6.2. Forstwirtschaft 61
6.3. Tourismus 63
6.4. Naturereignisse 67
6.5. Auseinandersetzung mit dem Klimawandel 69
6.6. Klimadaten 73
6.6.1. Station Schoppernau 73
6.6.2. Station Säntis 77

7. DISKUSSION DER ERGEBNISSE 80
7.1. Diskussion der Interviews 80
7.2. Diskussion der Klimadaten 87
7.3. Methodendiskussion 88

8. FAZIT 90
DANKSAGUNG 93
LITERATURVERZEICHNIS 94
ANHANG 104

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