Mittwoch, 14. Juni 2017

[ #Vorarlberg ] Alters- und Sozialstruktur der NSDAP in Tirol und Vorarlberg

Eröffnung der ersten Nachwuchsführerschule der Ostmark im Gebiet Tirol, und zwar in Vorarlberg, im November 1938
Eine zentrale Rolle in der Forschung zur NS-Geschichte nimmt die Frage nach der sozialen und regionalen Zusammensetzung der NSDAP ein. Dies ist insofern von Bedeutung, als es der NSDAP ab 1932 in Österreich gelang, von einer bis dahin eher berufsspezifischen Gruppierung zu einer Massenpartei zu werden.


Das "Ausbürgerungsverzeichnis" von 1939 gilt als wichtige Quelle zur Ermittlung der regionalen und sozialen Herkunft "illegaler Nationalsozialisten" in Österreich zwischen 1933 und 1938. Mit dem Verbot der NSDAP in Österreich (1933) fehlen Mitgliederverzeichnisse, mittels derer die Rekrutierung der Parteigenoss/innen nachvollzogen werden könnte. Eine "Ersatzquelle" dafür könnte das mehr als 10.000 Personen umfassende "Ausbürgerungsverzeichnis" sein, das alle Personen enthält, denen im Sinne des Verbotsgesetzes die Staatsbürgerschaft aberkannt worden ist.

Dr. Wolfgang Meixner. Univ.-Ass. am Institut für Geschichte der Universität Innsbruck, geboren 1961 in Jenbach (Tirol); Studium der Volkskunde/Europäische Ethnologie und Sozialgeschichte an der Universität Innsbruck; Mag. phil. 1989; Dr. phil. ("Aspekte des Sozialprofils österreichischer Unternehmer im 19. Jahrhundert: regionale und soziale Mobilität") 2001; Div. Aufsätze und Beiträge zur NS-Zeit in Österreich. Einschlägig zum geplanten Referat: Zwischen Legalität und Illegalität. Zur Mitgliederentwicklung, Alters- und Sozialstruktur der NSDAP in Tirol und Vorarlberg vor 1938 (gem. mit Thomas Albrich), in: Zeitgeschichte 22 (1995), 149-187.

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