Dienstag, 28. März 2017

[ #Hohenems ] Die Hexenverfolgung in Hohenems

Seinen Höhepunkt erlebte das Hexentreiben in Hohenems 1649/50, als ihm neun Personen zum Opfer fielen. 

27 Jahre später forderten die letzten Hexenprozesse, die auf dem Boden des heutigen Vorarlberg geführt wurden, in Hohenems und Lustenau weitere sechs Menschenleben.

 Die Hexenprozesse in Hohenems und Lustenau forderten insgesamt 18 Todesopfer, 15 Menschen wurden verbrannt, drei verstarben im Gefängnis. Alle anderen Prozesse endeten mit Freisprüchen, einer mit einem Landesverweis. Auffallend erscheint jedoch, dass zwar einige Männer wegen Hexereiverdächtigung vor Gericht standen, aber mit Ausnahme eines Jugendlichen, der ursprünglich wegen Sodomie vor Gericht gestellt worden war, nur weibliche Angeklagte hingerichtet wurden.

Zum allergrößten Teil wurden Frauen sämtlicher bäuerlicher Schichten vor Gericht gestellt, im Alter von 12 bis 75 Jahren. Häufig waren Familien betroffen, denn das Delikt der Hexerei galt als sozial vererbbar und biologisch vererblich.

Verba Volant. Ein Vortrag in der Reihe "Neue Forschungen aus dem Vorarlberger Landesarchiv" gehalten von Manfred Tschaikner am 4. Juni 2003 in Bregenz ist als PDF-Dokument (Verba Volant Nr. 9 : Tschaikner, Hexenverfolgungen in Hohenems) zum Herunterladen zur Verfügung.


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