Dienstag, 17. Januar 2023

[ #Vorarlberg ] Um ihre Jugend betrogen: Ukrainische Zwangsarbeiter/innen in Vorarlberg 1942-1945

[Free eBook] Im Mai 1995 empfing der damalige Landeshauptmann Dr. Martin Purtscher Sinaida Wassiljewa-Hapitsch aus der Ukraine und entschuldigte sich bei ihr stellvertretend namens der Landesregierung für das den Fremd- und Zwangsarbeitern und -arbeiterinnen einst in Vorarlberg zugefügte Unrecht:
  • Denn auch in Vorarlberg wurden während der NS-Zeit tausende Arbeitskräfte aus den verschiedensten Ländern - vor allem aus Polen, Russland und der Ukraine - oft unter den schrecklichsten Bedingungen und gegen ihren Willen in den heimischen Fabriken, die zum Teil in Rüstungsbetriebe umfunktioniert waren, auf den Großbaustellen des Landes und im landwirtschaftlichen Bereich beschäftigt.
Malin-Gesellschaft. Die Johann-August-Malin-Gesellschaft widmet sich der Erforschung der Vorarlberger Zeitgeschichte, und hier besonders ihren lange vernachlässigten Themen wie Antisemitismus, Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Sie bringt sich auch in öffentliche Debatten zu diesen Fragen ein. Diese Publikation und ihre freundliche kostenfreie Online-Stellung ist ein Teil dieser auch sonst beachtenswerten Tätigkeit.

Verlagsinformation. Margarethe Ruff: "Um ihre Jugend betrogen". Ukrainische Zwangsarbeiter/innen in Vorarlberg 1942-1945 - Studien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs, Band 13. 1996, 200 Seiten, kt., 41 Abb., ISBN 3-900754-19-5, öS 239,- / € 17,37


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Inhalt

1 Einführung 7
2 Vorbemerkungen17
3 Von der Anwerbung zur Deportation 24
3.1 Die Anwerbung 29
3.2 Transport 33
3.3 Verteilung an die Arbeitsplätze 37

4 Kennzeichnungspflicht und sonderrechtliche Bestimmungen 40
5 Lebens- und Arbeitsbedingungen der lagermäßig untergebrachten Ostarbeiter und Ostarbeiterinnen 45
5.1 Arbeitskräfte in der Industrie 45
5.2 Arbeitskräfte in der Bauwirtschaft 54
5.3 Arbeitslohn in der Textilindustrie und Bauwirtschaft 64
5.4 Freizeitgestaltung, Verpflegung und Bekleidung der Lagerbewohne67 

6 Lebens- und Arbeitsbedingungen der Ostarbeiterinnen im Einzeleinsatz 76
6.1 Einsatz in der Landwirtschaft 76
6.2 Einsatz in Haushalten und im Kleingewerbe 81
6.3 Arbeitslohn, Unterbringung, Verpflegung, Bekleidung und Freizeitgestaltung im Einzeleinsatz 84

7 Soziale und medizinische Versorgung 92 
8 Kontakt zur Heimat 96 
9 Polizeiliche Überwachung 97
9.1 Arbeitserziehungslager Reichenau 102
9.2 Arbeitserziehungslager Jenbach, KZ Mauthausen 105 

10 Das Verhalten der Heimischen 107 
11 Verbotene Beziehungen 114
12 Kriegsende, Rückkehr in die Heimat 117
12.1 Repatriierung120
12.2 Widerstand gegen die Rückführung122
12.3 Rückkehr in die Heimat 124

13 Schlussgedanken131 
14 Anmerkungen 138
15 Interview-, Quellen-, Literatur- und Bildverzeichnis150
16 Ortsregister 158 
17 Namenslisten der ehemaligen Zwangsarbeiter/innen 160


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