Dienstag, 23. Mai 2017

[ #Vorarlberg ] Familienforschung: Die Vorarlberger kirchliche Matrikenführung bis 1910 im Internet

Auch in der modernen Informationsgesellschaft mit ihrer schier unbewältigbaren Datenflut sind einzig die Eckdaten der Geburt und des Todes sowie die eventuell dazwischen liegenden Verehelichungen einigermaßen sicher, auf unbeschränkte Dauer überliefert zu werden.

Die Tauf-, Ehe- und Sterbebücher der katholischen und evangelischen Pfarreien sind die wichtigsten Quellen für die Vorarlberger Familienforschung. Sie reichen rund 400 Jahre zurück. Auf Initiative des Vorarlberger Landesarchivs sind sie nun für die Zeit vor Januar 1911 in digitaler Form weltweit im Internet frei zugänglich.

Nun kann man nicht nur in Vorarlberg sondern von überall auf diesem Globus von zu Hause aus die Vorfahren in Vorarlberg nachforschen. Voraussetzung für dieses Onlineprojekt war die Sicherungsverfilmung der Pfarrmatriken. Die Originalbücher werden heute noch zum größten Teil von den matrikenführenden Pfarreien verwahrt. Die Sicherungsfilme hat das Landesarchiv in einem Kulturschutzbunker eingelagert. Filmkopien aus 114 katholischen und evangelischen Pfarreien und Exposituren konnten die Familienforscher bereits bisher zentral im Landesarchiv in Bregenz und in der Stadtbibliothek Feldkirch benützen.

Bis zur Einführung der zivilen Standesämter 1938/39 führten in Österreich die Kirchen und Religionsgemeinschaften ihre Personenstandsbücher zugleich im Auftrag und unter Aufsicht des Staates. Hinsichtlich dieser "Altmatriken" sind die Pfarren heute noch Personenstandsbehörden. Die Einsicht in die Eintragungen steht jedoch erst nach einer Schutzfrist von 100 Jahren frei. Eintragungen, die jünger sind als 100 Jahre, können von Gesetzes wegen nur sehr eingeschränkt in den Pfarrämtern eingesehen werden, die auch für die Ausstellung offizieller Abschriften und Urkunden zuständig sind.

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