Montag, 22. Mai 2017

[ #Bregenz ] Sensationelle Premiere zum Jahrtausendende: Verdis Oper bei den Bregenzer Festspielen online


Die MET, also die ehrwürdige Metropolitan Opera, überträgt erst seit Dezember 2006 ("Metropolitan Opera: Live in HD") in viele Kinosäle der Welt ihre Aufführungen in HD-Qualität und hat damit nicht nur hunderttausende neue Fans gewonnen sondern auch ihre Einnahmen beträchtlich verbessert. Ein Weg, den man schon bei den Bregenzer Festspielen mit eben Verdis Maskenball in ähnlicher Weise schon 1999 zu gehen suchte!

Im Sommer 1999 war die Verdi-Oper "Maskenball" in einer spektakulären Inszenierung von Richard Jones und Antony McDonald zu sehen. Marcello Viotti leitete die Wiener Symphoniker. Es sangen Stephen O'Mara, Lado Ataneli und Jeanne-Michèle Charbonnet. Begleitet war die Aufführung von einer weiteren geradezu sensationellen Neuerung: Die gesamte Aufführung wurde live im WorldWideWeb mit englischen und deutschen Untertiteln übertragen, bei angeblich bester Bild- und Tonqualität.

Der Erfolg der Online-Premiere blieb damals freilich noch recht bescheiden.  2314 Musikliebhaber verfolgten via Internet die Online-Premiere von Verdis "Maskenball" in der Live-Übertragung von der Seebühne in Bregenz. Freilich war das 1999 als man noch monatelang auf den teuren ISDN-Anschluss warten musste und die Downloadgebühren noch immens kosteten. Das kommerzielle Internet war überhaupt erst im ersten Jahrzehnt.

Aus dieser Sicht war der Versuch des Verbundes der beiden Online-Dienste Vienna Online und Vorarlberg Online vielleicht noch zu früh, nichstdestoweniger zukunftsweisend. Die Übertragungstechnologie war Microsoft Mediastream und konnte sowohl in Modem - (28kb) als auch in ISDN-Qualität (64kb) empfangen werden.

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