Montag, 13. November 2017

[ #Walgau ] Die Getreidemühle in Düns

Die urkundliche Erstnennung stammt aus dem Jahr 1619. Paulus Tschütscher, Hubmeister in Feldkirch, gibt er sie Peter Reüz zu Thünß zu Lehen. 

Ursprünglich lebte die Bevölkerung des Dorfes von der Land- und Forstwirtschaft. Heute sind nur noch einige wenige Landwirte im Dorf. Die Bauern auch aus den umliegenden Gemeinden brachten damals ihr Getreide zum Mahlen. Bis 1948 wurde die Mühle mit dem Wasser des Weyerbachs betrieben, danach wurde auf Strombetrieb umgestellt. Der Betrieb wurde 1958 eingestellt. Das Gebäude wurde fachmännisch restauriert und erscheint im alten Glanz mit Pilastermalerei (flacher, eckiger Wandpfeiler mit Basis, Schaft und Kapitel).

Die etwas unterhalb des Ortszentrums von Düns zwischen Montanast- und Weiherbach gelegene alte Mühle, ist die einzige noch erhaltene historische Getreidemühle von den ursprünglich mehreren im Walgau (z.B. Satteins, Bludesch, Nenzing). Sie waren für den regionalen Getreideanbau an den sonnigen Hängen des Walgaus und des großen Walsertales bis Mitte des 20. Jahrhunderts von Bedeutung.

Wohnhaus Alte Mühle Düns - Wikimedia
Unter Denkmalschutz. Man glaubt es kaum, noch bis 1958 wurde in Düns Korn gemahlen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1619. Nachdem Paulus Tschütscher, Hubmeister in Feldkirch, die Mahl- und Sägemühle von Kaspar Schuechter käuflich erworben hatte, gibt er sie Peter Reüz zu Thünß zu Lehen. Eine weitere Nennung erfährt die Mühle von Düns in einer Mühlordnung von 1643, in der die zu zahlenden Löhne festgelegt wurden.

Revitalisierung.
Mit Kaspar Moll wurde 1805 das Mahlwerk erneuert und kleine bauliche Veränderungen vorgenommen. Seither ist das Objekt in seiner Struktur und äußerlichen Erscheinung fast unverändert geblieben. Das Ziel der 1995 begonnenen Renovierung war von Beginn an die Revitalisierung des Gebäudes bis zur vollständigen Rekonstruktion und Instandsetzung der Mühle, um Mehl zu mahlen. Im Sommer 2010 wurde das Wasserrad nach Originalplänen rekonstruiert.




[Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒




          Keine Kommentare: