Sonntag, 6. August 2017

[ #Vorarlberg ] Ufergehölze in Vorarlberg

Die Auwälder in Vorarlberg haben (oder hätten) manche wertvolle Funktion. Gerade angesichts des Klimawandels lohnt sich ein Überdenken.

Funktionen. Hochwässer werden durch langsamen Abfluss gedämpft, das Grundwasser (Trinkwasser) wird gespeichert und selbsttätig gereinigt. Sie sind für die Biodiversität wichtig und gehören zu den artenreichsten Lebensräumen.  Als solche sind sie auch für wanderende Tierarten im Verbund wichtig und nicht zuletzt bieten sie der Bevölkerung einen unschätzbaren Dienst als Erholungsraum.

Hochwasserschutz und Siedlungstätigkeit. In den großen Talräumen des Landes – insbesondere im Walgau und im Rheintal - waren Auwälder einst wichtige und dominierende Lebensräume. Wie in vielen Regionen Mitteleuropas wurden die meisten Auen in vergangenen zwei Jahrhunderten jedoch reguliert oder überbaut Viele der noch erhaltenen Waldflächen an den Flüssen Vorarlbergs sind vom Überschwemmungsregime der Gewässer abgeschnitten

Nach der Grundlagenstudie „Wälder an Fließgewässern im Talraum Vorarlbergs“ (Auwaldstudie), erarbeitete das UMG Umweltbüro Grabher für Die restlichen 20% (Gebirgsbachauen wie z.B am Suggadin, an der Meng etc.) weitere Unterlagen.

Die Studie zeigt auf, dass die Ausdehnung der Auwälder in Vorarlberg in der Vergangenheit stark abgenommen hat Leider werden nur mehr ca ein Drittel der Auwälder überhaupt überschwemmt Während die Hartholzauen noch relativ häufig sind, sind die Weichholzauen hingegen sehr selten geworden und haben insgesamt etwa einen gleich großen Flächenanteil wie Föhren-Trockenauen, die von Natur aus selten sind und nur auf Sonderstandorten zu finden sind.

  • Weichholzauen wachsen auf häufig überschwemmten Standorten im Nahbereich des Flusses mit starken und schnell fließenden Hochwässern Die hier wachsenden Bäume und Sträucher überstehen auch lange Überflutungen Es sind dies vor allem Weichhölzer, insbesondere Weiden, Erlen und Pappeln Auch für Seen mit stark schwankenden Wasserspiegeln wie den Bodensee sind Weichholzauen typisch.
  • Hartholzauen bilden sich auf etwas weiter vom Gewässer entfernten Standorten, die nur bei extremen Hochwässern überschwemmt werden Der Bodenaufbau ist meist feinkörniger Überschwemmungen bis zu fünfzig Tagen jährlich sind aber auch für Arten der Hartholzau kein Problem Hartholzauwälder sind durch langlebige Baumarten wie Stieleiche, Esche und Ulme geprägt.

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Teil A: Wälder an Fließgewässern im Talraum Vorarlbergs
Teil B: Bergbachauen in Vorarlberg

Ausgangslage 5
Teil A: Wälder an Fließgewässern im Talraum Vorarlbergs  9
A.1 Vorgangsweise  10
A.1.1 Projektziele  10
A.1.2 Untersuchungsraum  10
A.1.3 Methoden 12
A.1.3.1 Recherche / Sichtung / Bewertung vorhandener Daten 12
A.1.3.2 Geländeerhebungen  13
A.2 Ergebnisse  15
A.2.1 Exemplarische Darstellung der Veränderungen in zwei ausgewählten Regionen 15
A.2.1.1 Beispiel Bregenzerachmündung 20
A.2.1.2 Beispiel Illmündung  27
A.2.2 Aktuelle Auwaldvorkommen  32
A.2.2.1 Auwaldfläche 32
A.2.2.2 Anbindung der Auwälder an die Überschwemmungsdynamik  33
A.2.2.3 Auwaldkategorien  34
A.2.2.3.1 Pionierstadien und jungwüchsige Weichholzauen  36
A.2.2.3.2 Grauerlenau (Alnetum incanae) 40
A.2.2.3.3 Silberweidenau (Salicetum albae)  44
A.2.2.3.4 Eschen-Ulmen-Eichen-Auwald (Querco-Ulmetum)  46
A.2.2.3.5 Föhren-Trockenau (Dorycnio-Pinetum) 52
A.2.2.3.6 Regelmäßig auf Stock gesetzte Auwälder 54
A.2.2.3.7 Auwälder auf veränderten Standorten / Aufforstungen / Verbuschungen  55
A.2.2.4 Besonders bemerkenswerte Auwaldvorkommen  57
A.2.3 Auwälder und Naturschutz  60
A.2.3.1 Rechtsgrundlagen 60
A.2.3.2 Auwälder im ÖWG  61
A.2.3.3 Auwälder in Schutzgebieten 63
A.2.3.4 Im Biotopinventar erfasste Auwälder 65
A.2.3.5 An Auwälder angrenzende Biotope  67
A.2.4 Auwälder und Landnutzung 70
A.2.4.1 Flächenwidmung im HQ300-Abflussbereich 70
A.2.4.2 Flussraum und naturnahe Flächen innerhalb des HQ300-Abflussbereichs 72
A.2.4.3 Erschließung durch Straßen und Wege  74
A.2.3.4 Stromleitungen  76
A.2.3.5 Forstwirtschaftlicher Einfluss  77
A.2.5 Förderung und Entwicklung von Auwäldern  79
A.2.5.1 Allgemeine Maßnahmen 79
A.2.5.1.1 Erhaltung der vorhandenen wertvollen (Au)lebensräume  79
A.2.5.1.2 Verzicht auf die Errichtung neuer Infrastrukturen im unmittelbaren Gewässerumfeld  80
A.2.5.1.3 Ökologisch verträgliche Nutzung des öffentlichen Wasserguts 80
A.2.5.1.4 Erhalt und Entwicklung von Gewässerrandstreifen  80
A.2.5.1.5 Naturnaher Gewässerunterhalt  80
A.2.5.1.6 Leitungstrassen 81
A.2.5.1.7 Besucherlenkung  81
A.2.5.1.8 Förderung des Biotopverbunds  82
A.2.5.1.9 Naturnahe Forstwirtschaft  83
A.2.5.1.10 Förderung vielfältiger Biotopstrukturen  85
A.2.5.2 Maßnahmenvorschläge zur Aufwertung von Auwäldern  85
A.3 Fazit 87
A.3.1 Generelles Resümee  87
A.3.2 Besonders bemerkenswerte Auwälder  87
Teil B: Bergbachauen in Vorarlberg 88
B.1 Vorgangsweise  89
B.1.1 Projektziele  89
B.1.2 Untersuchungsraum  89
B.1.3 Methoden 94
B.2 Ergebnisse  94
B.2.1 Allgemeine Charakterisierung von Bergbachauen  94
B.2.1.1 Standortfaktoren 94
B.2.1.2 Vegetation  101
B.2.1.2 Auwaldkategorien 106
B.2.1.3 Auwaldverbreitung  .107
B.2.2 Beschreibung der erfassten Flüsse .111
B.2.2.1 Bregenzerach .111
B.2.2.2 Rotach  .124
B.2.2.3 Weißach 128
B.2.2.4 Subersach  .132
B.2.2.5 Rubach  138
B.2.2.6 Mellenbach 142
B.2.2.7 Dornbirnerach 147
B.2.2.8 Ebniterach  151
B.2.2.9 Kobelach.156
B.2.2.10 Breitach .160
B.2.2.11 Frutz 166
B.2.2.12 Meng  .171
B.2.2.13 Alvier 177
B.2.2.14 Lutz .183
B.2.2.15 Marulbach 189
B.2.2.16 Lech .194
B.2.2.17 Mustergiel  199
B.2.2.18 Rellsbach  .204
B.2.2.19 Litz .208
B.2.2.20 Rasafeibach .214
B.2.2.21 Suggadin  .219
B.2.2.22 Valschavielbach 225
B.3 Fazit 230
Literatur 232
Beilagen 241


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