Mittwoch, 22. Februar 2017

[ #Hohenems ] Wolf Dietrich von Raitenau [Celsissimus. Salzburger Roman (1900)

Wolf Dietrich von Raitenau
[Free e Book] Der Stoff aus dem Romane sind: Am 2. März 1587 wurde der "Vorarlberger"- geboren auf Schloß Hofen in Lochau - Wolf Dietrich von Raitenau neuer Erzbischof von Salzburg. 

Seine Lebensgefährtin Salome Alt schenkte ihm fünfzehn Kinder. Sein Vetter Markus Sittikus von Hohenems sperrt ihn auf der Festung Hohensalzburg ein. Arthur Achleitners historischer Romamn "Celsissimus. Salzburger Roman" (1900) steht als free eBook online.
"Zum Geleit seien nur wenige Worte vorausgeschickt. Der geneigte Leser wolle nicht an Bischöfe und Priester unserer Zeit denken, wenn er an Wolf Dietrich, den erhabenen Kirchenfürsten des 16. Jahrhunderts denkt und seine Schicksale liest. Die Verhältnisse der damaligen Zeit lagen ganz anders, wie denn auch für die Erwählung eines Kirchenfürsten nicht kirchlich frommes Leben, sondern adelige Geburt erforderlich war. Der Adel beanspruchte die hohen und einträglichen Würden der Kirche, er allein war stiftsfähig und bestrebt, solche Stellen, weil das Leben versorgend, an sich zu bringen.
In die Zeit Wolf Dietrichs, eines genial veranlagten Adeligen, fiel die Restaurationsbewegung, von diesem Fürsten erwartete man Ausrottung des Protestantismus, der immer wieder auflodernden Kelchbewegung, Berufung der Jesuiten nach Salzburg, Wiederherstellung des Cölibates, Anforderungen, die über eines selbst genialen Mannes Kräfte gehen mußten, zumal wenn die Erziehung, das Leben in römischen Palästen der Gedankenwelt eine ganz andere Richtung gegeben. 
Wolf Dietrich, der seine Fehler durch Sturz und lange Gefangenschaft sühnte, ist die interessanteste Erscheinung in Salzburgs Geschichte, die unvergessen in dankbarer Erinnerung fortleben wird, so lange die schöne Stadt Salzburg, welcher er das heutige Gepräge gegeben, bestehen wird."
München, im Herbst 1900.
Celsissimus. " ... Und in solchem Machtgefühle, hochdenkend von eigener Würde und Stellung im Stiftsland wie im Reich, genügte ihm der alte Titel eines Primas von Deutschland nicht mehr; die bayerische Zumutung forderte eine Antwort im höheren Wege, Wolf Dietrich erließ ein Mandat, worin er sich als der erste unter den Erzbischöfen Salzburgs den Titel “celsissimus” (der “erhabenste”) beilegte.
Die Welt ging darob nicht aus den Fugen, Salzburgs Unterthanen nahmen diese Verfügung, die kein Bargeld oder Steuern verlangte, gleichmütig hin; aber in München ärgerte man sich über den "celsissimus", man verstand diese Antwort und deutete sie als definitive Absage an die Liga. ..."

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