Freitag, 16. Januar 2009

Anton Linder - Der erste AK-Präsident der Zweiten Republik

Anton Linder war in der Ersten Republik in Vorarlberg einer der führenden Köpfe der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Im Bürgerkriegsjahr 1934 flüchtete er in die Schweiz und erhielt dort politisches Asyl. Er kehrte erst 1945 nach Vorarlberg zurück und wurde hier der erste Arbeiterkammerpräsident in der 2. Republik.

Die Vorarlberger Sozialdemokraten haben sich ursprünglich vor allem aus den "zugelaufenen Fremdhäßigen" (die mit fremder Kleidung, Dialektausdruck "Häß" = Kleidung, Gewand), meist qualifizierte Facharbeiter, entwickelt.

Dabei gab es durchaus auch Sozialistische Intitiativen in Vorarlberg: Die beiden Sozialreformer Kaspar Moosbrugger und dessen Schwager, Franz Michael Felder, konstituierten 1867, eine frühsozialistische, "Vorarlberg'sche Partei der Gleichberechtigung". Nach dem frühen Tod seines Schwagers Michael Felder, kam Kaspar Moosbrugger aber zum Schluss, dass er ein Vierteljahrhundert zu früh daran sei. Eine Einschätzung, die sich bewahrheiten sollte.

Anton (Bruno) Linder wurde am 23. Oktober 1880 in Turn(u)-Severin in der Kleinen Walachei (heutiges Rumänien) geboren. Er war Angehöriger der k.k. österreichisch-ungarischen Monarchie. Auf einem Jugendfoto ist sein Vorname als "Trajan" = Anton angegeben. Sein Vater war der Wiener Malermeister/Kirchenmaler Anton Rudolf Linder, der auf seinen beruflichen Wanderungen bis in die Kleine Walachei gelangte. Dort kam Anton Linder jun. auf die Welt. Seine Mutter trug den Mädchennamen Maria Valenta und stammte aus einer Kleingewerbefamilie.




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