Montag, 20. Februar 2017

[ #Vorarlberg ] Franz Josef Vonbun: Volkssagen aus Vorarlberg als Retrodigitalisat

Franz Josef Vonbun (* 28. November 1824 in Laz (Nüziders); † 17. März 1870 in Schruns) war ein österreichischer Arzt, Mundartdichter und Sagensammler. 

Als sechstes Kind von Franz Josef und Katharina Vonbun, geborene Martin, wurde er mit 4 Jahren in die Obhut seines Vetters Johann Martin in Raggal gegeben. Dort besuchte er die Dorfschule und lernte Latein beim Pfarrer Johann Baptist Rinder. Dieser veranlasste auch die Aufnahme in das Gymnasium in Feldkirch im Herbst 1836. 1842 bezog er das Lyzeum in Innsbruck, um sich der Philosophie zu widmen.

1844 ging er an nach Wien um dort Medizin zu studieren, wechselte 1848 an die Universität München und kehrte 1849 wieder nach Wien zurück, um dort zu promovieren. Er ließ sich kurzzeitig in Feldkirch als Arzt nieder, zog aber 1850 wegen fehlender Praxis nach Schruns um. Er war mit Lukrezia Wolfinger aus Balzers verheiratet. 

Ländle. Ihm verdanken wir die erste Sammlung der Sagen und Märchen aus Vorarlberg. Dieser verdanken wir auch die wohlwollende Bezeichung "Ländle" für Vorarlberg. Der älteste bislang bekannte Beleg für den liebevoll gemeinten Ausdruck „Ländle“ stammt aus den  1847 veröffentlichen „Volkssagen aus Vorarlberg“. Dort heißt es, eine prächtige Alpe im Brandnertal, worüber sich heute der Gletscher erstrecke, sei vormals „em ganza Ländle“ gerühmt worden.

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