Dienstag, 23. Mai 2017

[ #Walsertal ] Bergsteigerdorf Großes Walsertal

Die Initiative "Bergsteigerdörfer" ist ein Projekt des Österreichischen Alpenvereins. 

Die Initiative "Bergsteigerdörfer" ist ein Projekt des Österreichischen Alpenvereins. Das Große Walsertal ist dabei eines von 17 Bergsteigerdörfern in Österreich, das in einer eigenen Broschüre auf 46 Seiten vorgestellt wird. Es steht auch als kostenloser Download im PDF-Format online. Die neue Broschüre beinhaltet Geschichtliches, Besonderheiten, Tourentipps und vielfältige Informationen zum Großen Walsertal.

Biosphärenpark. Das Große Walsertal liegt im Süden Vorarlbergs im Bezirk Bludenz und ist sehr dünn besiedelt. Auf einer Fläche von 192 km² leben nur rund 3.500 Einwohner in sechs eigenständigen Gemeinden. Im Jahr 2000 wurde das gesamte Große Walsertal von der UNESCO in die Liste der weltweiten Musterregionen für nachhaltiges Leben und Wirtschaften aufgenommen und in diesem Zug als “Biosphärenpark” ausgezeichnet.

Geologie. Geologisch ist das Tal zweigeteilt: Der nördliche Teil ist von den sanften grünen Bergen des Vorarlberger Flysch geprägt, der südliche Teil von den wildromantischen, schroffen Gipfeln der Kalkhochalpen. Die Höhenerstreckung reicht von 580 m bis 2.704 m Seehöhe.

Flora und Fauna. Das Große Walsertal ist auf Grund der Vielfalt des geologischen Untergrundes und den unterschiedlichen Landnutzungsformen sehr artenreich. Auf den kräuterreichen Bergwiesen findet man noch die geschützte Arnika, eine alte Arzneipflanze zur Wundheilung. Die Kalkmagerrasen im Großen Walsertal sind ideale Standorte für das seltene Kohlröschen, eine kleine, rötlich braune Orchidee, die stark nach Vanille duftet. Auf den Wiesen oberhalb der Waldgrenze begleiten den Wanderer die schrillen Pfiffe des weit verbreiteten Murmeltiers. In den Kalkschuttfluren blühen unter anderem das Alpen-Leinkraut. Die mächtige Rote Wand ist mit 2.704 m der höchste Gipfel im Tal und bietet Lebensraum für Gams- und Steinwild.

Die Walser. Die Vorfahren der Walser sind im 14. Jahrhundert aus dem Wallis in der Schweiz als Wehrbauern eingewandert. Sie haben sich ausschließlich in noch unbesiedelten Gebieten nieder gelassen, rodeten dort die Wälder und verteilten ihre Häuser und Höfe über die steilen Hänge der Täler. Im Auftrag des Grafen von Montfort kontrollierten die Großwalsertaler Vorfahren Pässe und Grenzen in diesen unwegsamen Regionen, dafür durften sie sich freie Bauern nennen und mussten nur wenig Zins bezahlen. Bis heute sagt man den Walsern deshalb eine große Freiheitsliebe nach. Jahrhundertelang lebte man im Großen Walsertal fast gänzlich abgeschieden, und das hat seine Spuren hinterlassen. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt eine eigenständige Kultur, einen eigenständigen Dialekt und sogar eine eigenständige Lebensphilosophie.

 [Zeitreiseführer #Vorarlberg ]⇒ 
Lohnt sich ein Download? Das Inhaltsverzeichnis zur schnellen Orientierung:

Bergsteigerdörfer und Alpenkonvention 04
Vorwort 07
Das Große Walsertal - Willkommen im UNESCO-Biosphärenpark 08
Geschichtliches 10
Besonderheiten 12
Tourentipps Sommer 14
Tourentipps Winter 33
Schlechtwetteralternativen 40
Erreichbarkeit 41
Mobilität vor Ort 42
Partnerbetriebe 43
Wichtige Adressen 44
Wanderkarten 45
Impressum, Bildnachweis, Literatur 46




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